22. Zur Insel Othoni und über die Adria in 10 Std: Leuca

Am Mittwoch verließen wir die kleine idyllische Ankerbucht vor dem Dorado der glücklichen Briten-Urlauber. Wir kreuzten auf bis fast vor Sarande, dann Wende und „zurück“ zu Korfus Küste. Sidhara ließen wir aber hinter uns und segelten weiter, noch einige Wenden, Aufkreuzen, nach 8 Stunden nahmen wir Othoni in den Focus und segelten die Felsenspitzen an, bizarr die Formation des Inselrückens. Zuletzt half der Motor, um vor Abend noch heil anzukommen. Ein neuer Hafen wurde begonnen, nur längsseits konnten wir alle 6 anlegen, denn am Ponton längs der Hafenaußenfront fehlten am Poton Moorings, zum Ankern kein Platz. Schade. Eine 45er Jeanneau-Mannschaft half uns beim Anlegen hinter ihnen. Warum nur stellen die Griechen die Häfen nie fertig? Strom- und Wasserboxen sind da, keine funktioniert- oder sie liegen defekt am Boden… Wir vertäuen die EOS gut neben dem Slip, wandern den Berg hoch und sind inmitten glühend-gelber Ginsterbüsche!! Ich beginne, einen Blumenstrauß zu pflücken, wunderschöne Farben. Im Dorf haben 3-4
Tavernen geöffnet. In der Bucht vorne ankern fast 10 Segler. Als wir die Blumentröge vor der Taverna New York bewundern, lädt uns der Wirt gleich ein. Moussaka, ganz frisch. In der 4. Generation führt er das Lokal, seine Tochter macht weiter! Und warum N-Y.? frage ich. Er war 26 J. lang in New York, und als Senior kehrte er heim auf dieses kleine Eiland im Meer. Ich lasse mir einen knackigen Salat schmecken, Gh. fritierte Zwiebelringe. Danach Hähnchen v. Grill für ihn und eine leckere saftige Moussaka für mich.

Früh um halbsechs macht Gh. die Leinen los. Wir können flott bei halbem Wind davonsegeln, die Sonne geht über den albanischen Bergen auf, Othonoi trägt eine Wolkenmütze. Wind 3-4 hieß es, schnell sind wir, aber bei dem doch hohen Seegang fehlt der Hunger… Kabbelige Gischtsee, Wind von der Seite. Um 14 Uhr brist er auf, 5 oder 6. Reffen. Immer noch hat die EOS ihre maximale Geschwindigkeit, 5,6 bis 6,5 kn. Dann noch mehr Schräglage, ich rufe: Lifebelt! Schwimmweste! Hoo das Ölzeug aus der Kiste. Als ich mich umziehem klatsch, hat eine Woge Gerhard im Cockpit erwischt. Nass….

Wir segeln beherzt, ich kann erst nach dem Reff die Pinne bei dem hohen Ruderdruck besser bedienen, immer gegensteuern in jeder hohen Woge. Gh. filmt einige Passagen…

Dann ist dewr Leuchtturm von Santa Maria di Leuca stolz und hoch auf der Klippe recht voraus. Noch 1 Stunde. Dan mutig in den Wind drehen, Segel bergen, mit Motorkraft vorsichtig einbiegen zum Hafen. Eng ist die Einfahrt, und nur 3-5 m tief… Dann sind wir drin, aber man weist uns gleich außen in dem Südwindgewell einen schaukeligen Liegeplatz an. Die Mooring beruhigt das Schiff nicht, EOS reißt an ihren Leinen, ich wage es nicht, an Land auf den wackeligen Ponton zu springen… Es schaukelt wie draußen auf See. ERst jetzt für den Blog trau ich mich über die angesteckte kleine Leiter vom schwankenden Boot. Ich wundere mich, daß sich die wild schaukelnden Masten nicht berühren….Am Abend nur Weißbrot, KIäse, die netten Staliener vom Prachtschiff (15 Meter?) schenken uns in Anerkennung der Übersegewl-Leistung bei dem Wind eine eiskalte Flasche Südtiroler Wein,Gewürztraminer. Ein Deutscher lädt uns ein zum Sundowner auf seine Halberg-Rassy 36, 12 m. Es düst und bläst unvermindert, morgen auch.

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