Fische, Fische, Fische!

Wladyslawowo, wer kann sich den Namen dieses Ortes schon merken? Fischerschiffe, nichts als Fischerschiffe. Im hintersten Eck ein Platz für uns. Es riecht überall nach Fisch.

5 Angler kommen von der Angel-Ausfahrt zurück. Die Beute in großen Plastiksäcken über der Schulter und die Kühltaschen tragen sie zu zweit. Die großen Fischerboote entladen ihren Fang, nicht in Kisten, sondern mit Förderbändern und Saugrohren aus der Fischlast. Im Hafen schwimmen die vielen Fische, die in der Eile des Entladens über Bord gehen. Ein LKW wird mit gefrorenen Fischkartons beladen, eine Palette nach der anderen. Der Sattelschlepper ist nahezu voll. Wohin die Reise geht, möchte ich wissen. Nach Sapporo, Japan, steht auf den Labels.

Ich mag diese Orte.

Jetzt nach 22 Uhr läuft ein Fischkutter nach dem anderen ein. Sattelschlepper fahren vor. Kennt der Hafen eine Ruhezeit?

Es gibt auch noch die Stadt Wladyslawowo. Viele von uns, die wir alte gediegene Bauten kennen, mögen diese Orte nicht. Rechteckig, etwas ungepflegt für unsere Begriffe, mir fehlen die Worte, sie zu beschreiben, wie USSR, oder DDR-mäßig. Aber auch hier wohnen Bürger, die gerne hier sind und das ist ihre Heimat. Wir dürfen nicht über sie lächeln. Ihre Heimat ist ebenso wertvoll wie die unsere.