CONSTANZA–VARNA–NESSEBAR

Auf dem Schwarzen Meer: 1.-7.Tag – von Gerdi

Wir segelten ein Stück die gleiche Route (1500x1125)

Seekarte-So nah ist die Krim! (1500x1125)

Unsere 1. große „Seefahrt“ auf diesem Törn mit der Eos begann mit pinkrotem Sonnenaufgang, ein gutes Omen? Heute sitze ich nach der 1. Woche am Notebook, und es ist der 1.Tag mit REGEN- nach vollen 4 Wochen ohne. Nur 17° hatte es heute früh…Na, ich hoffe, den Schnaken wird es bald zu kalt.
Wieder haben wir in einem neuen Land „einklariert“, Bulgarien nun! 4 Seiten Formulare, Paßkontrolle, Stempel hier und Unterschrift dort.
Rückblick:
Constanza war wie so oft eine Zwischenstation, mit Einkaufen, Läden suchen (Kühlschrank-Ersatzteil), Uhrbatterie,…Im Hafen max. 5 Segelschiffe….Sir steigen die große Treppe hoch zum Archäolog.Museum…Überall wird altes Pflaster rausgerissen und neues verlegt, mit Gehsteig und Blumenschalen, Treppen und Ruhebänken…Lebendig die Altstadt. Pittoresk die Fassaden, so man ihren Stil erkennen kann, man sollte viel renovieren… Die großen blauen EUROPA-Banner zeigen, daß man Geld bekomt, um die wunderschöne Altstadt zu retten. Barock, Klassizismus, Jugendstil- alles da. Die ollen Plattenbaumonster werden zerfallen… Das Hafenstadt-Flair ist schon wie in Calghiari, Korfu oder Cesme, aber es ist noch viel zu tun. Die vielen Kneipen und Lokale der meist jungen Unternehmer sind ja nur der Anfang, unten im Parterre alles wie neu, aber drüber Fensterhöhlen zum Durchschauen oder keine Mauer mehr…

Am Mittwoch,10.Sept., Tag 3 am Meer, segelten wir mit Groß und Genua von mittags bis zur deutschen Tagesschau-Uhrzeit 😉 ( seit über 2 Monaten keine gesehn!!!!)weiter zur Marina MANGALIA. 30 Seemeilen, nun sind es 113 gefahrene Meilen am Meer. Einkaufen. Morgen müssen wir mal unser liebes Schiff schrubben, Eos ist grau und schmutzig vom Transport, von 2500 km Flußreise… Wenn’s mal einen langen Wasserschlauch gibt, bekommt sie ihre Wellness-Wäsche. Das Salz ist ganz stachlig an Reling und Fenstern! Das Teak dunkel…Aber jetzt erst mal nach Bulgarien!

Donn.,11.September: 4.Tag am Meer: Wir segeln von Mangalia bis Balchik, einem bulgarischen Ferienort mit vielen Hotelburgen, die mich teils an Marseille erinnern in ihrer originellen Art des Terrassenbau-Stils… Einklarieren in Bulgarien. Wir kamen im Dunkeln, hinter einem wohl 20 m hochragenden Bug Ganz große Attraktion aber für uns 2 Segler ist die warme Dusche (1) Frachters fanden wir doch tatsächlich den winzigen kiosk-ähnlichen Punkt zum Einklarieren in Bulgarien, wie ein Nürnberger Brezenstand, aber eine große Staatsflagge drauf. Ein schmaler uralter Betonsims zum Festmachen, der Offizier springt an Bord. Er ist ein begeisterter Modellbauer f. histor. Segelschiffe!! Er sollte mit unsrem kroat. Trpanji Kontakt bekommen. Mal sehn.

Freitag, 12.Sept. 2014- 5. Tag am Meer+ VARNA

Orthod.Kirche (1500x1125)
Herrlicher Segeltag, ich liege zum 1. Mal an Deck in der Sonne und lese…!! Wie eine Touristin. Wir segeln nach VARNA. 20 sm in 7 Std. insg. 177.

Rauschende Meerfahrt (1125x1500)
Gleich kommt Besuch an Bord: „Bonjoe Ivanov“-fuhr zur See (auch Kohleschiffe bei -27°, Eisbrecher voraus), war 2 J. in Brasilien, spricht Englisch. wir erfahren viel über Geschichte, über die Rassenprobleme (Roma, Moslems), sehr interessant die Tatsachen. Auch daß 12000 Arbeiter ihre Jobs verloren nach dem Ende des Kommunismus, die Werften schlossen, hier stehen -zig Kräne still….Er erzählt uns von den heilsamen Mineralquellen am Strand von Varna, daß die Piratenschiffe neben uns Vergnügungen für Kinder anbieten, samt Wasserkanone. Die wunderschöne Segel-Schönheit, ein richtiger Windjammer Royal Helena neben uns,jaja, da hat man die polnischen Pläne gestohlen und sie nachgebaut. Aha… Nun alle Rahen mit automat.Winschen, aber ein Prachtstück dieses Juwel aus Holz.
Große Attraktion für uns 2 einfache Langzeitsegler aber ist das Angebot der kleinen Marina: 1 einzige warme Dusche!!!! Seit Juli nie mehr sowas gehabt.
Neben unsrer EOS tummeln sich große bis zu 25 cm lange durchsichtige Quallen!!! Wir erinnern uns schmunzelnd an die Wortschöpfung unsrer kleinen Jungs beim Törn 1987: „Buxtehud“ nannten sie die kinderkopfgroßen Monster vor einer griech. Insel damals.
Gerhard schrubbt die EOS, Totalwäsche. Sie sieht aus wie frisch gebadet, das GFK schneeweiß, das ehem. graue Teak blitzblank und bräunlich.
Sa., 12. Sept: mit dem Taxi zum Kaufland!! Hier gäb’s angeblich Spiritus – den brauchen wir zum Vorheizen des Petroleumkochers. Sehr sonderbar, in einem „deutschen“ Kaufland shoppen zu gehn. Bummeln, Schöne alte Fassaden! Wir trinken einen Kaffee vor dem Opernhaus, lauschen in der gr. dominanten orthod.Kirche dem mehrstimmigen Gesang der Popen in goldglänzenden Umhängen und himmelblauer Stola, oben auf der Empore singt ein wunderbarer Männerchor. Am Abend bauen etliche Studenten ihre Schlagzeuge auf, vor uns, mit Lampen und Mikro. Sie spielten einen wunderbaren Jazz, viel , Bossanova vom Feinsten auf der Sologitarre, dann Saxofon mit Baß, hinreißend die Sängerin. Bonjoe kam nochmal dazu, jaja, der Künstler dort sei sein Freund, … Wir trinken Bonjoes selbst gekelterten hervorragenden Rotwein… Ein herrlicher Abend.. Varna bleibt gut in Erinnerung..

Sonntag, 14.Sept: 7.Tag, 1. Regen seit 4 Wochen!!! NESSEBAR
Gerhard startet früh nach 6 Uhr. Gleich heftiger Seegang. Kurs Süd, 180°- hohe Dünung, lange Wellen. Ab 3/4 10 Segeln. Kalt ist es uns bei 17°!! Ab 13 Uhr rollen die Wellen noch höher an, es beginnt zu regnen. Volles Ölzeug, Gummistiefel, mal müssen wir reffen, mal den Motor zur Stabilisierung dazuschalten.
Beide sind wir froh, als wir um 15 Uhr nach 41 sm in den Hafen der Stadt NESSEBAR einlaufen. Muring. Es regnet. Die heiße Tomatensuppe ist goldrichtig jetzt.
Vor uns die Windmühle, uns wird die Altstadt zum Besichtigen empfohlen: Weltkulturerbe! Aber jetzt muß ich erst die Fotos bis hierher beschriften.

Ein Kommentar zu „CONSTANZA–VARNA–NESSEBAR

  1. Hallo Gerdi mit Mann Gerhard, habe gerade deinen Bericht vom schwarzen Meer gelesen. Ihr erlebt ja so einiges auf hoher See und in den fremden Städten.Ich wünsche euch weiterhin schönes Wetter und einen schönen Törn.
    Gerdi, soll ich eigentlich den Montag als Vorlesetag bei Frau Duelli vorschlagen oder wäre dir ein anderer Tag lieber, ich habe noch keinen Kontakt mit ihr aufgenommen.
    Herzliche Grüße sendet ins ferne Bulgarien, Hildegard

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