10. (2) Über die Berge und dann noch die Motor-Renovierung: Ventile!

Mit dem ersten Bus um 7 fahre ich „nach Marmaris“. Die elektronische NAVIONICS- Karte zeigt mir, an welcher Kurve ich den Fahrer bitten soll, zu halten. Das ist praktisch, Busse halten auf Wunsch überall am Weg. Jetzt geht’s etwas runter nach Selemye. Noch liegt morgendliche Ruhe über dem Dorf. Riesige Platanen werfen Schatten, Immer wieder spenden Brunnen gutes Wasser (aber nicht so geschmackvoll wie unser mineralreiches Alpen-Quellwasser). Dann steigt der weg an, vorbei an kleinen aber schicken Apartements und Pensionen. Weiter oben führt der Weg durch ein Kiefernwäldchen und dann die üblichen harten, niederen Büsche. Bis zur Passhöhe. Der Wind pfeift und graue Morgenwolken deuten einen schönen Tag an. Eine alte Schäferin redet auf mich ein und ich auf sie und keiner versteht den anderen.

Die Schäferin

Oben breitet sich eine Ebene aus. Kühe fressen das wenige, dürre Gras. Die hellen kurzen Rufe einer Frau gelten ihren paar Ziegen. Dann senkt sich der Weg in Richtung Bozburun in ein steiles Tal mit roten Oleanderbüschen.

Das Tal in Richtung Bozburun

Sie sind die einzigen großen Farbtupfer im Graugrün der Umgebung.

Begegnung beim Abstieg

Ich nehme einen „Abschneider“ direkt dem Tal zu um später eine Asphaltstrasse zu vermeiden. Wie üblich weglos. Dann stehe ich plötzlich vor einer Markierung Rot-Weiß, ziemlich neu und dicht gesetzt. Bald bin ich unten bei ein paar Häusern. Ein Rollerfahrer bietet mir die Mitfahrt an und husch, bin ich im Dorf am Hafen und beim Schlauchboot.
Am Mittag legen Sardar und Tunc( =Tuntsch, zu deutsch „Bronze“) mit den Ersatzteilen für den Motor an EOS an. Tunc macht sich an die Arbeit. Er arbeitet gezielt und sauber. Stück für Stück baut er wieder an. Neue Ventile, neue Einspritzdüsen, eine neue Zylinderkopfdichtung, die mit Schrauben genau nach Vorgaben angezogen wird.

Motorreparatur 3

Ein kleines Problem mit der Elektrik, aber dann läuft der Volvo und spuckt hellen Rauch bis er rund läuft. Mittlerweile ist es 21.30 Uhr und zu dunkel für eine Probefahrt. Die holen wir anderntags am Morgen nach. Mit voller Kraft düsen wir über die Bucht und kehren zum Ankerplatz zurück. Der Motorcheck ergibt keine undichte Stelle. Sehr gut: Wir sind wieder beweglich.

Hier der Track auf Google Earth: Klick

Hier alle Bilder und auch die vom Markttag: Klick

Noch ein Nachtrag, was mir auffällt: Wenn ihr Personen auf den Bildern seht, dann hab ich vorher um ihr Einversändnis gefragt und habe es auch immer, meist erfreut, erhalten. Bei uns zu Hause möchten viele nicht abgebildet werden, meist weil sie Angst haben, es könnten ihnen Nachteile entstehen. Sind wir nicht arg ängstlich und verschlossen unseren Mitmenschen gegenüber?

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