36. Das Tief und die Höhlenwanderung danach

Alle Bilder, leider etwas verspätet (22.10.2010):

Es spricht sich herum, wenn wirklich Starkwind oder gar Sturm droht. Man selbst ruft im Internet Wetterberichte ab und tatsächlich: Windstärke 8 in unserem Bereich. Ag. Nikolaos müssen wir verlassen, das ist kein sicherer Hafen. Schon auf der Überfahrt nach Sami begleiten uns starker Wind, anstrengender hoher Seegang  und heftiger Regen. Obwohl wir weniger als 2 km vom Ufer entfernt fahren, verschwindet das Land. GPS und Tiefenmesser leiten uns aber sicher in ausreichender Landentfernung. Als wir Sami anlaufen: Windstille. Wir machen neben dem geräumigen Stadthafen einen kleinen Fischerhafen ausfindig und finden dort auch einen geschützten Platz. Nachts erreicht uns das Tief (955 Hektopascal, so tief stand das Barometer heuer noch nie hier) mit starken Böen von den hohen Bergen. Regen peitscht über das Wasser. EOS wird gegen den Kai gedrückt, ist aber gut abgefendert. Wir schlafen ruhig bei stürmischer Begleitmusik. Nur einmal müssen wir raus, weil ein losgerissenes kleines Fischerboot gegen die EOS treibt. Den ganzen nächsten Tag fallen weiter heftige Böen mit starkem Regen ein.

 

Unknownname


Drüben im Stadthafen wird das Wasser gegen den Kai gedrückt und droht bis zum Rand zu steigen. Wie ein Skipper erzählte, fanden die Segler dort wenig Schlaf und waren  statt dessen mit dem Sichern ihrer Schiffe beschäftigt. Kein Segler hat an diesem Tag den Hafen verlassen. Anderntags ist alles vorbei, die Wolkendecke lichtet sich und der Wind schläft ein. Das Tief ist durchgezogen.

 

0unknownname

 

Jetzt können wir beruhigt das Schiff verlassen und die beiden Höhlen in der Umgebung von Sami besuchen.

 

Gerhard, 20. Oktober

35. Überfahrt nach Kefalonia

Moz-screenshot-1

 

Am Sonntag, 17. Oktober rauschte die EOS auf ruppigen, hohen Wellen und unter Wolkenbruch, Blitz und Donner recht unsanft von der idyllischen Insel Zakynthos r??ber an die Ostk??ste der gro??en jonischen Insel Kefalonia nach Sami. Wir lassen mal die Bilder f??r sich sprechen:-)

 

Donner_und_blitz_sturzregen_-_

Der Optimismus vom K??ptn, der in der Bermuda blieb, wurde vom Regen eingeholt! ??lzeug, Gummistiefel, S??dwester!

 

 

 

 

Ein nasser Versuch mit der Kamera…

 

Statt_video_schnappschuss_nach

Beim Ansteuern des Hafens, wo grad eine gro??e Strintzisf??hre ihren Riesenanker ins Meer rasseln lie??, sahen wir 3 kleinere Segelmasten. Vorsichtig tasteten wir uns in den kleinen Fischerhafen, fanden an der Kaimauer auf 2 m Wassertiefe ein Pl??tzchen f??r unsere EOS und hier machte uns der Reeeegen dann ??berhaupt gar nix mehr. Herrliche Ruhe. Im Stadthafen ca. 12 Yachten, rot und gelb leuchtet das nasse ??lzeug ….

 

Die_skipperin

Wer schrieb da in der sms: „Du bist wohl immer nur der Koch an Bord?“ Bin ??fter an der Pinne, auch bei miesem Wetter…

 

Nun ist die Zeit f??r hei??e Eint??pfe. Ich mache aus 6 Gem??sen eine w??rmende Mahlzeit im Drucktopf…Und eine Laundry findet sich auch noch f??r das nasse Zeug an Bord. Segler’s Gl??ck!

 

Ein_starkwind-_u

Gut aufgehoben im kleinen Hafen bei Sami

Wind_5-6_und_seegang_bis_kephaBlitzfoto_bevor_die_kamera_gedRuppige_see

34. Auf der Insel Zakynthos: Hoch ??ber Agios Nikolaos

Nach der Bootfahrt mit dem Wirt der Taverne zu den blauen Grotten an der Felsküste wanderten wir den Hügel hoch, 7 km zum Bergdorf KORITHI. Der Weg war gesäumt von unzähligen rosa-farbenen Alpenveilchen, ein stacheliger Busch mit Blättern wie Lorbeer trug reife braune große Eicheln, die Oliven reifen an knorrigen uralten Bäumen. Der Ausblick vom hochgelegenen Pinienwäldchen war wunder-bar, auch mit den Wolkengebirgen drüber. Gewitter kündigten sich an, auch über Kephalonia. Mit dem Regenschirm besuchten wir eine kleine Taverne, wo ein Octopus am Grill seinen Duft verströmte und wir die so  munteren Leute aus Guernsey wieder trafen, mit denen wir schon am Vorabend so nett plauderten. Morgen starten wir zur Überfahrt zur Insel Kephalonia. Es soll Regen und viel Wind geben…(GERDI)