6. BERGWANDERN AUF DER INSEL KEFALONIA

Aussicht_auf_dem_ruckweg

Gerdi am 21.Mai 2011: mein Geburtstag!

Am Morgen gibt es an Bord ein festliches Frühstück. Am Gabentisch liegen meine 2 neuen Bikinis und 2 Büchlein von Waltraud.
Erika hatte um Mitternacht ein selbst komponiertes Klavierstück vorgespielt! Jojo hat um 7 gratuliert, Martin rief aus den Inseln des Dodekanes an und Inge aus Südtirol. Vati erwischte ich wohlgelaunt im Heim – alles wunderbar.

Da es an diesem uns un-bekannten „Feiertag“ kein Auto oder Quad zu mieten gab und auch keine Busse fuhren, machten wir uns um 10 zu Fuß auf den Weg. Wir überquerten die lange Brücke über die Lagune und gelangten auf die gegenüberliegende Seite der großen Bucht von Argostoli(Westküste von Kefalonia). Nach 20 Minuten stoppten wir ein Taxi, das uns zu einem hochgelegenen Bergdorf brachte. Auch hier hat das Erdbeben von 1953 fast alle Häuser vernichtet. Von über 120000 Einwohnern der Region sind wenige hier geblieben. Manche „Söhne“ machen nun Urlaub, wohnen aber in Amerika.
Wir sind verzaubert von der üppigen Blütenpracht, der Fülle von Farben und Blumen! Gelber Ginster säumt die Wege, wie Parfum duftet er. Die blutroten Mohnblumen bedecken ganze „Wiesen“, umschäumt von gelben Blümchen und violetten Ur-Geranien, dottergelbe Korbblütler wie Margariten oder Arnika recken ihre Gesichter in den strahlend blauen Himmel, beschirmt von Schatten spendenden dunkelgrünen Steineichen oder silbern schimmernden Olivenbäumen. Schwarze und braune gehörnte Ziegen meckern auf senkrecht aufragenden Felsen, springen waghalsig (und eben nicht halsbrecherisch!) von Stein zu Stein.

Mai_auf_kefalonia-wunderschn

 

Vom Bergdorf Dilinata wandern wir in vielen Kehren auf der „alten“ Straße zum Dorf Davgata hinüber. Immer zwischen roten Mohnblumen und einem gelben Blütenmeer. Dazwischen blaue Inseln aus Scabiose(Witwenblume) und violetten Natternkopf-Blüten.

Mittagsrast_im_kafenion

 In der kleinen Ouzeria bedient uns der Herr von der Port Police, jetzt ohne Uniform, der die EOS  drüben im Hafen „registrierte“ 🙂 . Er bringt uns „Mezze“: sauer eingelegten Weißkohl, Rote Bete, Paprika, Oliven, eine Paste aus Feta und Kapern(?) auf getrockneten Mini-Brotscheiben, etwas Käse. Zum Anstoßen auf meinen 63. bestellen wir einen Ouzo. Als Überraschung serviert er noch einen dorftypischen gelben Likör, ähnlich dem Limoncello, süß-bitter, aber aus einer Art Pampelmuse.

Und dann kommt das DESSERT!
Delikate Kirschen in Sirup, und 2 Feigen in Honig. Lecker!

Nachspeise_im_bergdorf_eingelegte_feigen_und_kirschen

Das weite Tal unter uns breitet sich aus wie ein Paradies. Der Blick schweift bis hinüber nach Argostoli, wo unser Schiff in der Bucht vor Anker liegt. Blau das Meer, die Fähre zieht ihre weißen keilförmigen Kielwasserlinien. Hoch oben auf dem Bergkamm drehen sich unzählige weiße mächtige Windflügler und produzieren unermüdlich erneuerbare Energie.

Fruchtbar_und_grn

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