7. OLYMPIA…

Gerdi, am 26. Mai 2011

 

Alt-_olympia

Mit dem Zug fahren wir in Begleitung der beiden reizenden (Englisch sprechenden)Franzosen von der „Houbibi“ über PYRGOS  nach OLYMPIA. Grüne Hügel, Weingärten, endlose Orangenhaine, Rosen in voller Blüte säumen die Strecke. Wir ahnen, dass die meisten Besucher mit den unzähligen Bussen anreisen, der Parkplatz erzählt von den deutschen Studiosus Reisen, Japanern, Polen aus Wrazlaw, vielen Spaniern von dem Kreuzfahrtschiff, griechischen Schulklassen zur Abschlussfahrt vor den großen Ferien….Man plaudert Wienerisch, Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch in allen Dialekten, Vorarlbergerisch, Griechisch. Ein Treffpunkt der kulturell gebildeten Welt.

Olympia ist die Wiege der weltberühmten Olympischen Spiele. Hier wurde die Idee geboren, athletische Wettkämpfe auszutragen zur Ehre des Gottes Zeus, unter dem Eid für absolute Fairness und unter einer garantierten, zeitlich begrenzten geheiligten Waffenruhe für alle kriegerischen Kämpfe. Diese Institution wurde zum Symbol für ein Ideal des Friedens. Über Jahrhunderte versammelten sich alle 4 Jahre die Bürger der damaligen „Welt“ in Olympia und sahen den Wettkämpfen zu. Speerwerfen, Diskuswerfen, Laufen, Weitsprung, Ringkampf, Wagenrennen (bei König Nero später auch Sing-Wettbewerbe!)

45000 Zuschauer fanden im Stadion auf den ansteigenden Wiesen Platz, es gab keine Sitzplatzreihen, nur die Schiedsrichter hatten einige Steinblöcke.

Die Tempel, die Registratur, das Parlament, das Gymnasium, das Stadion, die Thermen mit einem diffizilen Warmwasser-System in den Steinwänden – all das wurde erbaut in einer majestätischen Landschaft, an einem Fluß zwischen Hügeln. Ausladende Baumkronen, Platanen, Pinien, Eukalyptus, Oleander geben dem ehemaligen heiligen Ort noch heute etwas Sakrales. 1000e von Statuen und Säulen wurden erschaffen, dorische, jonische, korinthische Kapitelle liegen verstreut nach zerstörerischen Erdbeben ( und der „christlichen“ Zerstörung der Göttertempel durch Theodosius 393 n. Chr.)

Nur 1 Säule konnte in Original-Höhe errichtet werden! Gewaltig! Die einfachen Leute nannten die Stätte nämlich „Steinbruch“ – sie gingen hin und „holten sich“ was sie zum eignen Hausbau brauchten! Zeus, Hermes, Nike, Hera – vorbei ihre Zeiten.

Als_flge_sie_vom_himmel_auf_di

Die Ablagerungen vom Fluß Kladhios und der Schlamm und Sand der Überschwemmungen verschütteten das antike Olympia unter einer 6 Meter dicken Schicht. Die archäologisch hochwertigen Ruinen wurden später akribisch ausgegraben, freigelegt, durchsucht, die Forscher setzten kleinste Tonscherben zu fantastischen Krügen, Schalen, Figuren zusammen, suchten nach Teilen von gewaltigen Statuen, Säulen, Tempeldach-Resten, Bronzefiguren. Die Ausstellungen in den Räumen des Archäologischen Museums sind eine einzigartige Schau auf 4 Jahrtausende Geschichte und Hochkultur.

Bei unseren Fotos sollte man versuchen, die „Info“ mit unseren Bildunterschriften anzuclicken, um die Ergänzung lesen zu können. Meist geht das mit der Maus im oberen Bildrand, wenn dort „Infos anzeigen“ aufleuchtet.

Der_zug_bringt_uns_nach_olympi

Bei der Zugfahrt zurück nach KATAKOLO öffnet sich der dunkelgraue Himmel und es regnet…Gerhard spritzt die EOS mit dem Schlauch ab, sie war gelborange betropft, als wären wir im Wüstenwind gesegelt. Die Einheimischen sagen, das käme aus den Wolken nach Südwind. Feinster Staub.

Ich hole noch Feta-Schafskäse. Dazu gibt es die Kalamata-Oliven( in Essiglake) von dem Bauern, der am Kai einlud, zu seinem Haus „mit den blauen Fensterläden“ am Hang hochzusteigen und bei ihm Gemüse, Wein, Olivenöl, Eier zu kaufen. Zu seinen Gurken gibt es vermeintlichen wildwachsenden Dill von unserem Leuchthaus-Spaziergang, aber im Salat schmeckt er dann doch eher nach Fenchel J!

 

Im Hafen steht Schwell, gut, dass die EOS 3 Meter weit weg vom Ufer an Leinen hängt! Wir benützen unser Schlauchboot als Zubringer zum Land und klettern dann die Hafenmauer hoch.

Es regnet bis um 20 Uhr…Ruhe überm Dorf. Eine Weltumsegler-Yacht legt an, einige der Frei-Ankerer kommen von der 1-2 m flachen Bucht hinterm Hafen zu uns rein.

Zeit zum Schreiben unsres blog-Tagebuchs. Keine Sonne, wenig Solarzellen-Strom! Zum ersten Mal in diesem Urlaub kommt der Strom von der Steckdose draußen am Kai. Wir haben leider keine Internetverbindung!! Daher können wir wieder keine Fotos „hochladen“ und unsere Leser müssen auf den blog Nr. 8 warten, obwohl wir beide fleißig daran gearbeiet haben. Pech.

Dies als Antwort auf die sms-Anfragen bis 26.5.

„ Wo bleibt der neue blog????“

Die Bilder:

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