Zwischen grünen Ufern bis Baja, 180 km in zwei Tagen

12.Juli 2014, Budapest adieu! Um 9 Uhr gleite ich-mit der EOS- zum ersten Mal ins strömende Wasser der Donau! Einmalig, am imposanten Parlament (790 Zimmer!) vorbeizufahren, auf dem eignen Boot. Eindrucksvoll die Kulisse zu beiden Seiten!! Die Kirchen in ihrer Pracht, die stattlichen Gebäude, unter den Brücken durch, wo oben die Autos fahren und die Straßenbahnen.

Wir lassen die Stadt und ihre Lebhaftigkeit hinter uns und geben uns der unberührten grünen Natur hin…

Wir wechseln uns alle Stunde ab am Ruder. Nach 80 km/Tagesstrecke ankern wir  neben der Einmündung eines Altarms neben dem üppigen dichten Auenwald. Mein 1. Bad in der DONAU,aber nur auf der Badeleiter und mit Sicherheitsleine samt Fender für den „Notfall“-die Strömung ist tückisch. Das Halsgrat von der Markthalle mariniere ich pikant und stecke es mit Zwiebeln, Speck und Paprika auf 4 Spieße, die der Käptn am Heck grillt. Mmmmh! Wir blicken auf eine elegant geschwungene neue Bogenbrücke(Autobahn). Erika schreibt via SMS, daß sie in Südnorwegen ihr Zelt einweihen, nach einer 500m-Klettertour…

Nachts um 3 überholt uns ein Kreuzfahrschiff (120 m lang?) und die EOS schaukelt wie am Meer

13.Juli: Anker auf um 7.30 Uhr. Unberührte Natur, alle Arten von Grün, dichter Laubwald. Immer wieder münden schmale Alt-Arme in den großen Strom, dort tummeln sich große weiße Watvögel, wohl Silberreiher. So graziös im Flug. Auf Schwemmholz balancieren See-Schwalben in geradezu elegant anmutendem schwarz-weißem Federwams. Im Donaubuch lese ich von schwarzen Störchen, Milanen, von Wildschweinen und Bibern, von delikaten Zandergerichten in den Gasthöfen.

Stunde um Stunde suchen wir auf der elektronischen Karte am Tablet-Display einen Pfad für unser Schiff zwischen den Bojen, die die Fahrrinne rot und grün abgrenzen zu den zu flachen Uferzonen. Einmal hören wir über Funk die Stimme eines Kreuzfahrer-Kapitäns: „Kleines Schiff!! Ich komme rechte Seite!“ Aber er will nicht rechts von uns überholen, sondern er kommt mit seiner RECHTEN SEITE an uns vorbei.

PACS  verschwindet hinter der Biegung, am Anleger von Kalosca liegt ein weißes Traumschiff. K. ist bekannt durch seine Volkskunst, bestickte Tischdecken, Blusen, mit Blumen bemalte Möbel und Keramik. Die Hälfte aller ungarischen PAPRIKA wird in Kalosca geerntet und verarbeitet.

Gegen 15 Uhr ziehen zu beiden Seiten düstere Gewitterfronten auf. Wir sind kurz vor BAJA, biegen nach links in den Duna-Seitenarm ein…und dann schüttet es, Gewitterregen, Blitz und Donner, noch bevor wir den kleinen Sportboothafen erreicht haben. Ölzeug, Südwester, Luken dicht! Vor uns taucht die kleine 7,50m-Yacht der jungen Wiener auf, die mit gestelltem Mast in 3 Monaten „Auszeit“bis Sulina ins Schwarze Meer wollen. Schnell ist die EOS am Steg vertäut, eine Wasserschlange lugt durch die Ritzen! Wir hören, daß das WM-Fußball-Finale Dtld-Argentinien um 21 Uhr beginnt. Gaaaanz weit weg von uns.

Tagesstrecke: 98 km!              (Bericht v. Gerdi)

Ein Klick und die Flusskarte erscheint

Alle Bilder: Klick hier:

Schmutzfänger Boje (1000x750)
Treibholzfänger Boje
Im angenehmen Hafen Prestige in Budapest (1000x750)
Im angenehmen Hafen Prestige in Budapest

 

Unsere Sicht vom Ankerplatz im Strom
Unsere Sicht vom Ankerplatz im Strom

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