Beamtenabenteuer

Nachträglich noch eine Story, erlebt in Serbien

Reist man per Schiff von einem Nicht Schengen- Staat in einen Schengenstaat klariert man zuerst aus und bei der Einreise ein.

Wir fahren die Drau hoch und beabsichtigen das in Osjek zu tun. Hier die Geschichte in Kurzform:

  • Wir versuchen die Polizei auf Vhf Kanal 14 zu erreichen. Keine Antwort.
  • Wir steuern den Ponton der Polizei an. Geht nicht, zu flach und vollkommen verfallen
  • Erneuter, erfolgloser Anruf auf Kanal 14
  • Wir steuern den Hafen an. Nach mehreren Telefonaten des Hafenwartes können wir auf dem Landweg zur Polizei kommen. Wir fahren mit Taxi dort hin
  • Da ist aber nur Der Zoll. Die netten, freundlichen Damen rufen die Polizei an und erfahren, wir müssten doch mit dem Schiff kommen. Übrigens seien wir illegal im Land. Wir fahren mit Taxi zurück zum Hafen.
  • Wir steuern erneut den alten Ponton an und ich rudere mit dem Schlauchboot zum Ponton und stehe – wieder vor dem Zoll -. Erneuter erfolglosrer Anruf auf Kanal 14
  • Wir fahren wieder kurz flussab zum Schiff des Hafenmeisters. Da liegt auch ein Kriegsschiff. Wir sind auf Militärgelände. Die außerordentlich freundlichen Soldaten rufen erneut die Polizei an. Wir sollen wieder hochfahren und am Ponton ankern, es käme jemand vorbei. Sollten wir weiter Probleme haben, können wir gerne wieder zu den Militär kommen
  • Wir fahren wieder hoch und warten. Es kommt niemand
  • Wir fahren wieder zurück und der Soldat telefoniert erneut mit der Polizei. Sie hätten uns nicht gesehen und wir sollten direkt vor dem Blauen großen Kran ankern. Es käme jemand
  • Wir fahren das dritte mal hoch und ankern im vollen Strom in der Fahrrinne. Es kommt niemand. Dafür geht ein Gewitter nieder.
  • Wir können hier nicht bleiben, zu gefährlich und verlegen uns wieder vor den Ponton und ich gehe an Land, die Polizei zu suchen. Kein Mensch kann mir weiterhelfen. Hier ist keine Polizei. Mittlerweile dunkelt es ein und wir verbringen die Nacht hier
  • Da wir u.U „illegal im Land sind“ brechen wir beim ersten richtigem Licht auf und eilen die Drau wieder abwärts in Richtung Serbien

Wie wir später erfahren, kommen hier höchstens 3 ausländische Schiffe im Jahr rauf. Sicher nur ein kleines, aber für uns doch unangenehmes Missverständnis.

Ein Kommentar zu „Beamtenabenteuer

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