Stadtbummel durch Galati

GERDI- 26.-27.Aug.14

Hier die Bilder, erst am 6 September gibts ein Internet am „Ende der Welt“ in Sulina.

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2350 km ist die EOS unter Motor gefahren, Sonderlob für den alten Volvo, ca. 12 Jahre hat er auf dem Buckel. Meist sind wir ja nur gesegelt, und die 3 Törns 2009+2010+2011 am Mittelmeer fast 80% von den 22.000 km Segelreise. Nun also ist der Mast gestellt, die Schoten und Falle eingeschoren, das Bimini mit seinen Alustangen versehen, die Solarzelle bekam eine Rahmenverstärkung mit Hilfe von Vierkant-Alustangen, ein 2. Fliegengitter fürs mückenreiche Delta ist gesucht und gefunden, nur die Montage macht noch Kopfzerbrechen am gewölbten Vorschiffsluk…überm Bett. Schnaken finden mich IMMER L…

Sensation nach 9 Wochen: Wir haben eine Wäscherei gefunden!!! Wunderbar, die Frottéelaken+Bettbezüge, die Hand- und Geschirrtücher, die verschwitzten x-mal von hand gewaschenen T-Shirts, Spültücher, Shorts, Arbeitskittel, die 2 Tischdecken, 2 Kleidle,…Nach 24 Std. holen wir unsere Wäsche wieder sauber ab, nur 1 Reißverschluß an einem Kissen hat den Trockner nicht überlebt…

Bummel durch GALATI

Wir klettern über die 3 anderen Schiffe, meist unten rostig, oben nett angemalt für die Angler. Adrett und ordentlich aufgeräumt, nur Fisch haben sie keinen gefangen! Die Stadt ist lebendig und voller (fast neuer) Autos, an die maroden Plattenbauten haben wir uns längst gewöhnt, uns erfreuen die freundlichen Menschen. Es gibt große gepflegte Parkanlagen, viele bunte Blumen, Springbrunnen aller Art, mal Mosaik, mal eine Nixe als Skulptur, eine schlanke Mädchengestalt zwischen den Bäumen. Wir treten in eine griechisch-orthodoxe Kirche ein, entziffern die griechisch geschriebenen Namen der Apostel und Jünger unter den großen Glasfenstern. Draußen bin ich beeindruckt von etlichen von Hand gemalten Theaterplakaten mit wunderschönen kalligraphischen Buschstaben in Silber und Gold. Luci hätte ihre Freude dran. Echt kunstvoll. Sie laden ein zu Kindervorstellungen wie Der gestiefelte Kater, Der kleine Muck, Aschenputtel und Pinocchio, sooo liebevoll mit Farbpinsel gemalt. Abseits der breiten Straßen bummeln wir in den Seitengassen, wo so mancher vefallener Barockbau mit kunstvollen Simsen und Figuren an alte Zeiten erinnert, als die Bürger noch Herrenhäuser bauten mit Säulen, geschwungenen Balkons und Freitreppen vor großzügigen Portalen, Blick in längst verschwundene eigne Gärten. Vorbei.

Auch eine der ganz alten Holzgebäude entdecken wir- rumänische Baukunst mit walmartigem Holzschindeldach und verzierten Fronten ganz aus Holz.

Am Abend kehren wir ein in einem historisch angehauchten Lokal „Marco Polo“. Holzbalken an der Decke, Gewölbe, große Gemälde an der Wand: Pferde im Innenhof einer Karawanserei, Meer mit hohen Wogen, Reiter und Gesinde vor arabischen Palästen.

Mich fasziniert das Ornament des Boden-Mosaiks am Eingang. Das Essen war aber nicht dem guten Eindruck entsprechend, ich hielt die Tocchata eher für Whiskasbröckele vom Schwein in Dosentomaten, dazu Polenta mit einem ! Spiegelei drauf und geriebener salziger Hartkäse… Zu spät entdeckten wir hinter dem pausenlos laufenden Fernseher (Telenovelas mit rumän. Untertiteln, nonstop) das Holzofen-Feuer für die Pizza. Am 2. Abend haben wir sie verspeist, gut.

Mit dem Taxi waren wir ca. 6-7 km vor die Stadt gefahren zu einer Art „OBI“, der Dedeman-Markt hatte echt alles! Gerhard konnte an Bord gleich loslegen und reparieren und anbauen, wo nötig (Solarzelle).

Nachts beständig starker Wind von vorn, mir blies er direkt in die Koje, kühl und frisch. Es gurgelte und plätscherte derart laut von den Donauwellen, daß ich einen Schlafwandler-Traum hatte: Ich stellte mich auf die Matratze, guckte raus, sah direkt neben der EOS ein grünes Positionslicht, sah voraus die riesige PERSEUS, unser Vorstag und das Motorschiff ganz nah, wir mit Seilen irgendwie dran fest… Als ich voller Schreck Gh. wecken wollte, weil ich meinte, wir hätten uns in einem Schiff verfangen und das fährt nun mit uns dran weiter, kam die Erinnerung: Ah, wir sind ja festgemacht an einem stillgelegten Schiff…nur die starke Strömung der Donau machte mir den Eindruck, daß wir „beide“ flott fahren… Schon witzig, was das Gehirn nachts alles „denkt“.. Hallunzinationen seien meist bei Menschen mit viel Phantasie, erklärte mir mal ein Psychologe. Am Morgen rief der Nachbar“ „Don’t be panished! I will just go one or 2 meters forward with my boat, ok?…motor check!“ Und ich antwortete:”Of course, do it. I just had the same dream!!”

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