33. Im Eiltempo über die Straße von Messina

Gerhard schreibt zum 22.6.2016

Die Aussicht vom Ankerplatz gefällt. Der Strand, die kleinen Örtchen, ab und an rauscht ein Zug vorbei. Dahinter die Berge aus beigem Sandstein. Leider lässt eine Dünung aus Südost EOS arg schaukeln. Das Grill-Event entfällt, Hunger hält sich eh in Grenzen. EOS knarzt und die Dünung schaukelt uns in einen unruhigen Schlaf.

So richtig wohlig  fühle ich mich nicht, deshalb stehe ich um 4 Uhr auf und hole den Anker hoch.  Es geht noch 2 Stunden der Küste längs. Der Leuchtturm am Kap Spartivento sendet  seine 2 Finger waagerecht in die Luft und lässt 2 Lichtpunkte über die Hügel wandern, in stetem Gleichmaß.

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Kap Spartiventa
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Der Ätna, noch 100 km entfernt

Eine Bucht, eher nur eine Felsnase auf der anderen Seite der Straße von Messina soll unser Ziel sein, ca. 90 km entfernt. Langsam tritt das Land zurück und aus Nordwest wälzen sich immer größere Wellen entgegen. Auweh, das deutet auf kräftigen Wind vor uns hin. Über eine Stunde hüpft EOS über die kurzen, hohen Wogen und schaufelt mächtig Wasser. Dann erreichen wir das Windfeld. Hoch die Segel. Und mit schneller Fahrt fährt das Schiff von Welle zu Welle. Der Volvo hat Pause. Dann wird ein Reff im Vorsegel fällig und kurz darauf eines im Großsegel und dann nochmal beide Segel verkleinern. Unter kleinen Segeln läuft EOS über 7 Knoten. Uns bleibt nur im Schutz der Sprayhood zu sitzen und dem Spiel zuzusehen. Überall weiße Gischtkämme, es heult hell in der Takelage. Man merkt: EOS fühlt sich wohl. Immer mehr dreht der Wind.

Die Felsnase hinter der wir ursprünglich Schutz suchen möchten bietet vermutlich keine ruhige Ankernacht. Noch einmal so ein nächtliches Geschaukel? Wir drehen ab und steuern vor dem Wind den Hafen Riposta an, 10 sm weiter südlich. Er liegt direkt am Hang des Ätna und bietet alles was der moderne Segler glaubt zu brauchen. Die Preise sind entsprechend. Aber EOS liegt sehr sicher und wir können uns morgen ein Auto mieten, um zum Vulkan Ätna zu fahren.

Am Ende des Flickr-Albums kommt ein Video von der kabbeligen Squillage-Überfahrt und einige Fotos der chrom-glänzenden „Schönen(?) der Nacht“: riesige Motoryachten im Hafen Riposta.

Alle Bilder: Klick

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