107 Regen!! Heiße Zwiebelsuppe vor Mâcon

Heute ist der 1. Tag im Oktober. Damit wir das auch spüren, regnet es gleich nach dem Ablegen an dem schönen Steg in Trévoux… Ölzeug, Gummistiefel, Zwiebelschalen-Kleidung:Unterhemd(!), T-Shirt, Fleecejacke, Öljacke, Wollmütze, Wollsocken. Jerseyhose, Ölzeughose, Öljacke, Südwester… Und raus an die Pinne.

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Wir haben ein waagrecht aufgespanntes Segeltuch-Dach, da steht man nicht total im Regen. Nach 1 Stunde an der Pinne kommt der Partner dran…(Pinne-Steuern im Stehen, damit man alle Dalben, schwimmende Baumstämme oder die schnellen Einer-Ruderer sieht -die gucken fast nie nach hinten…).Dann begegnet mir ein Frachtkahn, der heißt wie ich: Gerda S.

 

Mittlerweile ist es kühl!!!….. Wir wissen noch sehr genau, wie heiß es vor nur 14 Tagen in Marseille war!

7-hinten-unser-port-frioul-2 die-surmische-rhone-mit-gischtwellen-hinter-avignon-1

 

Und wie eiskalt in Avignon. Heute also Regen und kaltfeucht. Da mach ich uns beim Ruderwechsel um 12 eine köstliche heiße Zwiebelsuppe! Mit Kümmel, Kräutern der Provence, Koriander, Nelke, Muskat, Lorbeer, Wacholderbeere, Pfeffer, Balsamico-Essig und Brühwürfel. Die heiße Suppe ist genau das Richtige!

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Nach 13 Uhr kommt die 13. Schleuse unsrer Flußtour.“ J’appel l’écluse Dracé 3….„…“Oui, Madame, attendez vingt minutes, s’il vous plait“… Wir legen am Steg an und warten auf das grüne Lichtsignal. Dann steuere ich die EOS in die Kammer. Gerhard muß die mittig am Schiff angebrachte eigene Halteleine „mitführen“ je nachdem wie hoch das Wasser in der Kammer steigt; das ist aufregend, denn einen Augenblick ist unser Schiff lose und Gerhard muß die Leine vom unteren Poller zum höheren umlegen… Ich halte mit dem Bootshaken an der klitschigen Mauer die Bordwand frei…Es regnet ohne Pause.

Vor Mâcon gibt es eine Art Stadtumgehung durch einen Kanal, der nur 3 bis 4 m tief ist. Man muß exakt in der Mitte fahren. Der „port de plaisance“ in MÂCON bietet zwar genug Wassertiefe zum Anlegen am Fingersteg-Ponton, aber am Wochenende ist die Capitaneria nicht besetzt. Man kennt den Code der Tür nicht, kann nicht raus zu Duschen, WC usw. und man lebt hier wie im Gefängnis: drin bleiben! Raus zur Tür geht nicht, man käme auch- ohne den Code- nicht wieder rein. Aber wir haben Strom, kostenloses Internet, genug zum Essen (dan gibt’s  mal den Zwieback der eisernen Reserve) und heute koch ich Reis und heißes Ratatouille aus dem Wok.

PS: Interessant: Jojo ist auf einer nord-italienischen Hütte Enrico Castiglioni, wir sind genau auf der gleichen geografischen Breite in Mâcon, wir westlich von Genf, er mittig, östlich käme Bozen!

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