Rückblick: Über den Golf von Taranto

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Dieser Golf liegt an der „Sohle“ des italienischen Stiefels und bildet die Einbuchtung zwischen „Zehen“ und „Stiefelabsatz“, Calabrien und Pulien. Etwa 90 Seemeilen lang ist die Querung. Es war eine arbeitsreiche Fahrt und fing ganz harmlos mit leichtem Gegenwind und drückender Hitze an. Während der Nacht briste der Wind auf angenehme Stärke auf . Um 02 Uhr nahm der Wind an Stärke zu und wir refften das Großsegel. Nach Gerdis Nachtwache wurde der Wind weniger. Ich reffte aus und fuhr mit Motor. 5 Minuten später kam der Wind mit alter Stärke zurück. Wieder war Reffen angesagt. Der Wind hatte aber noch mehr zu bieten. Er nahm zu und die Wellen wurden mächtiger EOS legte sich stark zur Seite und Gerdi rollte in ihrer Koje im Vorschiff wie auf einer Achterbahn. gegen die Steuerbordwand. Es war arg unangenehm. Jetzt war das 2. Reff fällig. Bei diesem Schiff älterer Bauart sind diese Tätigkeiten mit Turnen am Mast verbunden. Eine gefährliche Arbeit nachts und bei höheren Wellen gegenan. Schon gegen 3 Uhr nachts war der Leuchtturm von Leuca auszumachen. Er leuchtet 25 Seemeilen weit.Bei all der Arbeit ist eine Fahrt durch die Nacht immer ein Erlebnis. Der Sternenhimmel steht überwältigend über dem Schiff. Ringsum ist ja kein einziges künstliches Licht zu sehen. Die Milchstraße zieht sich als Band über das Firmament und der große Wagen steht fast senkrecht. Wir waren schon froh, als der Anker vor dem Hafen in Leuca fiel. Ankerplätze haben einen großen Vorteil: Das Schiff richtet sich in den Wind aus und der bläst durch das Vorluk, verstärkt noch durch den Windsack am Luk. So werden die 43° Außentemperatur erträglicher.

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Schon während der Nachtfahrt begann das Barometer stark zu fallen. Zuerst waren die Wetterprognosen annehmbar. Wir wären nach dem Tanken anderntags nach Griechenland losgefahren, hätte uns nicht die junge Frau vom Nachbarschiff an der Mole mit Handzeichen Winstärke 8 angezeigt. Das hat uns doch veranlasst, den Hafen aufzusuchen und abzuwarten. Die Nacht über steigerte sich das Rauschen in den Wanten zu einem Pfeifen. Die 8 Windstärken waren angekommen.Und die Bilder…

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