49. Kefalonia: Ankerbuchten, Kapumrundung, Sami

Unser 41. Segeltag, der 86. Törntag, Donn. 27. August/Gerdi schreibt.

So selten: gemütlich segeln ohne wilden Seegang! Wind 3 bft
So selten: gemütlich segeln ohne wilden Seegang! Wind 3 bft
Insel Ithaka, da warn wir mit den Buben 1987 md.d Taxi um 5 ganz oben beim Kloster zum Sonnenaufgang
Insel Ithaka, da warn wir mit den Buben 1987 md.d Taxi um 5 ganz oben beim Kloster zum Sonnenaufgang
Insel Astokos-auf deutsch Hummer
Insel Astokos-auf deutsch Hummer
Grün bewaldet wie im Süden der Türkei
Grün bewaldet wie im Süden der Türkei

Wieder ließen wir den Anker fallen, vor der schönen weiten Bucht Katallion, am Strand italienisch besuchte kleine Ferienhotels, Tavernen. Kleine Autos. Sommerlaune. Es flattert die hellblaue Umweltfahne am Sandstrand, viele Müllcontainer stehen bereit. Eine wohl wichtige Straße den Hügel hoch ist stark frequentiert (bis in die späte Nacht)..
Wir segelten von 7 bis 13 Uhr. Mit ungerefftem Groß+Fock! Wie selten das doch ist…Bei der Herfahrt aus Süden beutelte uns hier ein heftiger 6er Wind und scheußliche hohe Wellen ließen unsren Bug steigen und fallen wie einen geifernden Hengst…
Leider fühl ich mich nicht gesund, Hitzewellen, schwindelig.Gh segelte viel allein. Um 13 Uhr machen wir uns das ausgefallene Frühstück im Salon.
Am Abend geht’s mir etwas besser, ich schnipple das 1. Weißkraut in diesem Segeltörn für den 1. Krautsalat- sooo oft aßen wir das in den 80 Tagen auf der Donau!!

...wieder mal Krautsalat!
Es hat fast Vollmond.man sieht viel weniger Sterne (und Schnuppen) als am dunklen Nachthimmel. Nachts messe ich 37,8° Fieber. 1 Stunde sitze ich am windigen Bug…
Freitag, 28.August 2015, Bucht Katellios bis Sami Fischerhafen
Um 8.30 gibt’s nach dem herrlichen Schwimmen im türkisblauen Meer ein schönes Frühstück mit Joghurt mit Honig, Weintrauben, Kaffee und grünem Tee.
Felsnadel gegen Kiel!
Gleich nach den ersten Metern „küßt“ eine Felsnadel unseren Kiel: Rummmmms. Am Echolot wurden 3,5 m angezeigt nach dem Ankerholen, dann 1,9 und schon tat es einen Schlag… hier sind wohl senkrechte Felsen unter Wasser… Der Holländer in Argostoli berichtete ebenfalls von Grundberührung mit seiner Bavaria 35…
Der Wetterbericht sagt 3-4 voraus, am Nachmittag aber 4-5. Wir runden mit Motor das Kap, halten gut Abstand vor dem felsenreichen flacheren Teil vor der Südküste, dann segeln wir mit 3 Schlägen raus Richtung Ithaka und Inselchen Astokos (zu deutsch Hummer), um die Segel voll Wind zu haben, denn der kommt von vorn. Schön, 7 sm können wir segeln- danach hilft uns der Motor nach Sami.

Da! Delfin!! Wieder mal grüßt uns eine rabenschwarz glänzende Rückenflosse, wenn sich im hellen Mittagslicht der gebogene Körper wie in Zeitlupe aus dem blauen Meer erhebt. Von 13 bis 16 Uhr tuckert der Volvo. Dann steuern wir wieder den uns aus Herbststürmen und Dauerregen in Erinnerung gebliebenen kleinen Fischerhafen von Sami an(„reserved for local boats“)…

Wir fummeln unser 10m-Boot in eine 12m-Lücke am Kai hinter einem britischen „Dauerbewohner“ und freuen uns, nicht im lärmigen größeren Stadthafen sein zu müssen. Wir sind geduldet. Weitere 3 kleine Segler mit Österreich.Flaggen liegen auch da.Gerhard zapft gleich mal den Wasserhahn an, um die Kanister und den Tank aufzufüllen, immer ein kleines Abenteuer, welche Teile passen…

Sami, im kl. Fischerhafen vor der Taverne Wasser bunkern Wassermeister Gh. am Wasserhahn (1) Wassermeister Gh. beim Umfüllen in d.Tank
Landgang. Auf ein Cola, das die in der erneuten 34°-Hitze ermatteten Lebensgeister weckt. Stadtrundgang, diesmal viele Touristen(damals war’s Mitte Oktober und viel schon geschlossen).

*** Ghs Foto vom Calamar

In der Taverne vor unsrer EOS gehen wir mal zum Essen: ganz frischer großer Calamar vom Grill (noch mit den typischen weinroten Pünktchen auf der Außenhaut), Gerhard wählt einen Shish, einen Fleischspieß mit Paprika und Zwiebeln. Als Nachtisch teilen wir uns ein Stück Baclava mit Vanille-Eis. Erst ab halbzehn kommen große Familiengruppen zum Abendessen. Viele Teenager und Kinder, oft Italiener, aber auch Wiener und deutsche hungrige Senioren. Eine Dusche mit dem Schlauch am Kai, und als Gerhard sich zum Schlafen legt, beginnt am Gegenufer die laute Live-Musik: Gesang, Bratsche, Klarinette… jetzt beginnt das (Nacht-)Leben an Land, die Touristen starten in die Abendunterhaltung. Ich hätte mal Lust auf ein Konzert. Folklore? Kirche? Bei der Musik erinnert man sich hier oft an die türkische Musik.
Samstag, 29. August. SAMI

Heck-Luk versetzen
Beim Übersegeln entdeckte ich, daß unser (un-dichtes) Heck-Luk, die 50×60 cm große Klapp-Luke, nicht symmetrisch montiert wurde in der Werft in der Türkei.  Erst JETZT fällt uns das auf!!! Die Klappe ist nicht mittig auf der Öffnung im GFK-Schiffkörper, sondern um ca. 3 cm nach links versetzt montiert. Am Morgen schraubt Gh. das große teakbedeckte Luk ab, bohrt, schraubt die Scharniere um, versetzt das Schloß hinterm Cockpitrand… Jetzt sind wir gespannt, ob weniger Wassermassen ihren Weg hinein in den Rumpf finden, wenn die Wogen vom Bug 10m nach hinten zum Heck schießen und da 10cm hoch wie in einer Wanne herumschwappen und bei jedem Wellenschubbs doch wohl unterm (geschlossenen!) Luk hineingepresst werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es sind bereits „aufgeschnittene“ Schläuche -auf den dünnen Rahmenrand geschoben -als weiterer Damm angebracht. Es bleibt das Geheimnis der EOS, wie das Wasser hinein kommt und in der Bilge auftaucht….
GUTE GEDANKEN
Wir denken jetzt ganz viel an die Luci! Alles alles Gute für das große Ereignis in den nächsten 2 Wochen. Und Gottes Schutz euch beiden.

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