43. Termini Imerese, enge Gassen

Gerdi: Mit leichtem achterlichen Wind sind wir gut hier angekommen, Gh. klebte unterwegs mit Bärenhaut das Backbord-Fach innen ab, wo die Tasche und die Beutel sind, Paß und Dokumente…inzw. ist der 7. Juli…

Am Ende wieder Ghs Album mit Text u. Fotos!

Am Abend des Ankunfttages am 5. Juli im kleinen sauberen Segelclub (Lega Navale daneben sahen wir erst von Land aus!!!) machten wir uns am Abend bei inzwischen „nur noch 33°C“ auf zu einem Spaziergang. Bei Städten am Hügel heißt das hohe Steintreppen laufen, ca. 2-3 km bergauf, die Gässlein eng und schattig, sehr einfache Wohnungen, Wäsche flattert vor den Fenstern, auch immer die (verschwitzten) großen Tücher, die als Zudecke dienen. Wir hörten, daß 90% der Jugendlichen keine Ausbildung haben, keinen Job, sie wohnen bis 40 bei Mama und Papa… Das gr. Fiatwerk gab mal für 4500 Menschen Arbeit, es hat geschlossen….Keine Alternative bot sich, nur „nach Berlin“, nach Pforzheim, nach Stuttgart arbeiten gehn.

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Ragazzo : Schick zum Rendezvous?
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Kieselsteine als Pflaster bis an den Gipfel

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Anno 1683
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Dasselbe Haus….war früher ein schöneres Haus…Blick von unten ab Portal
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Il Duomo, bizarr riesig
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Zafferano, das nächste Ankerziel

IMG_1195Abendkühle ab 20.30 Uhr. Blick zum nächsten Ankerziel: ZafferanoIMG_1196

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Alles Handarbeit: Pflaster natur.

Am Morgen empfahl die Clubdame uns, das typische Colazione/Frühstück zu essen:

In der Gelateria: Eine weiche süße Hefeteig-Brioche und innen ganz viel Eis… Ich wählte ein kleines Gebäckteil mit Vanillepudding drinnen. Müsliist mir lieber. Ein Cafè doppio mit einem Becherle kaltem Wasser dazu hinein weckte die Lebensgeister. Dann folgte der Großeinkauf, immer eine Schlepperei. Aber ein SPAR hatte gute Auswahl, die Früchte und Gemüse bekommt man auf der Straße am Stand neben den Fischern.

Am Abend kam ein Fischerboot herein, sie erkannten die deutsche Fahne, ahh, Tedesco! Eine lachend gezeigte Halsabschneider-Geste zeigte: Ihr habt die Italiener aus dem Europacup geschmissen. Dann winkte er- Fischle. Geschenkt. Wir verließen den Hafen, ankerten draußen in der Bucht, der Blick auf die Hügelstadt-wie ein Scherenschnitt! Dann packte mich die Kochwut: 2 Pfannen, Herdflammen, die wohl 44° in der Kombüse bereiteten, dann Öl und mit dem großen Löffel die erste Charge…

Gerhard erbarmte sich meiner:-) und stand dann selber als Smutje am heißen Herd und nach 45 Min. waren diese 2-4 cm winzigen Fischlein gebraten. Heißßßßß. Nur Zitronensaft drüber, ohne Salz. Speisen im Cockpit, Blick auf die Silhouette von Termini- traumhaft. Unser eingeplantes kleines Rindersteak vom Grill gab’s dann um halbneun… Als die hohe Dünung reinkam, die den Bug aufsteigen und fallen  ließ, bereute ich die fettgebratenen Winzlinge, oft wachte ich auf. Aber es muß schon mal sein, was Landestypisches.

Die Aussicht am Ankerplatz war grandios:

Heute nach einer Nacht mit (für den fischreichen Magen nicht ganz gute) Dünung motorten wir um 11 nochmal in den Hafen, aber nun an den für Mitglieder für 1 Nacht kostenfreien Steg der Lega Navale. Gegen 19 Uhr wollen wir mit dem Zug nach Cefalu „zurück“ fahren, um es von Land aus zu bewundern. Morgen weiter nach Zafferano, das seht ihr schon am Foto, ein ausgesprochen selten geformter Fels. Wir ankerten da schon mal… und da war auch der unter Wasser befindliche Fels, auf dem 2011 die Möwen saßen, grad noch rechtzeitig bemerkt vorm Aufsitzen…

Hier Gerhards flickr-Album: Text+Fotos: Klick

Wenn man mit dem Cursor aufs Bild gleitet, kann man Gerhards Bild-Titel lesen 😉

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