98 Die hohe Schleuse von Bollène: 23 Meter

Die Nacht verbrachten wir, da man ja nachts nicht auf Fluß und Kanal fahren kann/darf, in einem Abzweig des Kanals, in der Vieux Rhône. Anleger gibt es nicht, so banden wir die EOS an einem alten Schwimmponton fest, abenteuerlich die Altreifen,die als Fender dienten: im Schlamm in den Reifenhöhlungen wuchsen schon richtige Bäume! Vorsichtig bugsierte ich den vorstehenden Mast sicher daran entlang, Gh. kletterte behende auf den hohen Ponton und vertäute die EOS.

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Auch Manuel machte bald hinter uns fest. Ein Sonnenuntergang in orange und ein sagenhaft klarer Sternenhimmel an diesem extrem dunklen Platz verschönte die Nacht! Der rasende TGV aber sauste mit Donnergebraus über die Brücke! Ein Schauspiel!

Schon während der Fahrt hatte ich um 18 Uhr begonnen, den Eintopf aus Gemüse vorzubereiten. Sofort nach dem Anlegen konnten wir speisen!!!

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Wir haben wunderbar geschlafen, sicher vertäut. Am Morgen um 7 löste Gh. die Leinen,nach einem Blitzbad im Fluß, 20°C… Tee, Kaffee und Brote gab’s heute für uns nacheinander, denn einer stand an der Pinne. 14° kalt, ich band die Kapuze eng und drunter war zum 1. Mal die Wollmütze!!!!! Kurs Nord, 10°, kalt von vorn der Mistral. Holt man nun was aus der Bilge(dem Vorratskeller überm Kiel) ist es „warm“, denn da hat es die Temperatur des Flusses, also 6-8° wärmer als die Luft oben. Um 9.25 Uhr machen wir am Ponton „pour les bateaux de plaisance“ fest, um die 40 Minuten abzuwarten auf die Öffnung der 23 m hohen Schleuse von Bollène, früher mal die höchste Europas!

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Diese neue TGV-Brücke sieht beim Ansteuern aus wie ein Diadem.

2016-09-21

Die 2 Atomkraftwerke sahen aus wie Fukushima…!! Da sind mir die Windflügler schon lieber…

Mit viel Wind auch heute geht es fast 35 km im Kanal nach Norden, bis Viviers, wo ich vor Jahren mit dem Heimat- u. Trachtenverein Montfort war und mit der Stubenmusik beim Heimatfest dort auftrat mit der Geige… Es war die Stadt der Partnerklassen des Gymnasiums Tettnang.

Wir ankern auf etwas schlitterigem Grund in der alten Rhône, ich brate wie Mutti früher Semmelbrösel in Butter und serviere zur Kaffeestunde Birnenkompott dazu. Beim Baden an der Badeleiter hat der Fluß kühle 19°C.

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