Angekommen in den Schären

Reiseweg(1)

Es war nicht einfach, uns statt im offenen Meer zwischen vielen Inseln, Inselchen und Felsen zurechtzufinden. Lauter Sticks stehen im Wasser, schwarz-gelbe, gelb-schwarze,  schwarz-gelb-schwarze und gelb-schwarz-gelbe. Und natürlich rote und grüne und rot-weiße. Ein Verwechseln wird u.U. nicht verziehen. Aber jetzt, den dritten Tag  Slalomfahren, fühlen wir uns sicherer. Wir sind in den Schären geistig angekommen.

Brauner Fels, Wald und überall die schmucken rot-weißen Holzhäuschen begleiten uns am Ufer. Manuel hat uns einen Ankerplatz empfohlen, den steuern wir an. Unser neuer Anker fällt zum ersten mal hinter dem Inselchen Tallholm und er greift! Motor aus, Ankerball ins Vorstag, Logbucheintrag und Ruhe. Ein Ankerbier. Ringsum Wald, Fels und die Häuschen. Der Wind bläst mächtig. Ab und zu flitzt ein Motorboot vorbei und bringt wohl jemand zu den vielen Hütten auf den Inseln. Der Wind wird später zum lauen Lüftchen, sehr angenehm. Abends deftige Gemüsesuppe, lesen, die Reise für morgen vorbereiten. Die finnischen Seekarten bieten einen vorgeschlagenen Längsweg durch die Schären in grüner Farbe an. Er sichert eine Wassertiefe von 2,5m zu. Ich übertrage die Wendepunkte auf das GPS, es sind über 100! So wird die elektronische Seekarte zum guten Führer, sie lässt sich ja zoomen. Die Papier-Seekarten sind hervorragend. Jede Pricke ist vermerkt. Was war das früher ohne GPs für eine Arbeit um den Standort nicht zu verlieren! Jede Pricke mit Bleistift abhaken! Jetzt zeigt eine gelbe Linie im GPS den Fahrtverlauf. Aber wehe, die Elektronik fällt aus. Darum vermerke ich immer wieder den Standort auf der Papierseekarte.

Dienstag, 11. Juni

Sonne um 6. Kurzes Bad im 17′ kalten Meer. Der Wind kommt uns heute entgegen und so sind die 31 Seemeilen  von Motorgebrumm begleitet. Am ersten Ankerplatz will sich der Anker erst an einem Stein einkrallen, aber das ist nicht sicher. Ein paar Seemeilen weiter und er hält in einer kleinen Bucht. Um uns wieder die schöne Waldgegend, ab und zu kommt ein Segler vorbei, man grüßt sich. Am flachen Ufer Schilf, was machen wohl die Schnaken mit uns? Noch fehlen sie… Gerdi kocht Dhal, indisch gewürzt.

 

Ein Kommentar zu „Angekommen in den Schären

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