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23. Santa Maria di Leuca – Hafen.
Bilder von Gerhards Flickr-Album könnt ihr auch selber finden:
https://www.flickr.com/photos/gerhards/ und dann suchen bei „Albums“und anclicken. Das geht auch ganz ohne unsen eossegeltoern-Blog!
Die Bilder: Klick
https://www.flickr.com/photos/gerhards/sets/72157669543312755
Gerdi schreibt.
Schlechte Internetverbindung in Leuca…:-(
So sende ich den Bericht aus Gerhards Flickr-Album als Email. WordPress mag nicht heute.
Wir haben wieder Südwind 4, es schaukelt aber nicht so „mörderisch“ wie gestern bei Ankunft und die ganze Nacht lang bis früh um 4…
Wir waren in der Stadt, erkannten alle Geschäfte wieder (Juli 2011, da war’s aber ganz arg heiß), besuchten die romanisch gebaute Kirche, eine Andacht und ein Dankgebet war nötig nach der Überquerung der Adria.
Ich fand auch die frischen Fussili-Nudeln wieder, eine Packung Panna und Grano-Käse, Menta-Sirup und – mmmh- zum esten Mal seit 4 Wochen Parma-Schinken, sottile, sottile (hauchfein geschnitten), Mortadella und einen Hartkäse mit dicker Rinde und Rosmarinnadeln oben drauf. Zurück grüßten zur Linken an der Lungomare (Strandpromenade) die Palazzi in allen Formen von Pagode über venezianisch und britischen Baustil. Ein köstlicher winziger Espresso und ein Glas froschgrüne Menta „con cubetti di Ghiaccio“- Eiswürfel läßt uns unvergleichbar fühlen und schmecken, daß wir in Italien angekommen sind. In der Marina hier jätet ein Arbeiter 2 Std. lang alles Unkraut und wässert geduldig die vielen blühenden Blumen. Mi piace, bella Italia. Gerhard läßt im officio alles vorbereiten für einen Beitritt zur Lega Navale, einem Verein, der uns auf gute Liegeplätze hoffen läßt.
Seekarte Leuca
Fotos zu 22. Über die Adria
22. Zur Insel Othoni und über die Adria in 10 Std: Leuca
Am Mittwoch verließen wir die kleine idyllische Ankerbucht vor dem Dorado der glücklichen Briten-Urlauber. Wir kreuzten auf bis fast vor Sarande, dann Wende und „zurück“ zu Korfus Küste. Sidhara ließen wir aber hinter uns und segelten weiter, noch einige Wenden, Aufkreuzen, nach 8 Stunden nahmen wir Othoni in den Focus und segelten die Felsenspitzen an, bizarr die Formation des Inselrückens. Zuletzt half der Motor, um vor Abend noch heil anzukommen. Ein neuer Hafen wurde begonnen, nur längsseits konnten wir alle 6 anlegen, denn am Ponton längs der Hafenaußenfront fehlten am Poton Moorings, zum Ankern kein Platz. Schade. Eine 45er Jeanneau-Mannschaft half uns beim Anlegen hinter ihnen. Warum nur stellen die Griechen die Häfen nie fertig? Strom- und Wasserboxen sind da, keine funktioniert- oder sie liegen defekt am Boden… Wir vertäuen die EOS gut neben dem Slip, wandern den Berg hoch und sind inmitten glühend-gelber Ginsterbüsche!! Ich beginne, einen Blumenstrauß zu pflücken, wunderschöne Farben. Im Dorf haben 3-4
Tavernen geöffnet. In der Bucht vorne ankern fast 10 Segler. Als wir die Blumentröge vor der Taverna New York bewundern, lädt uns der Wirt gleich ein. Moussaka, ganz frisch. In der 4. Generation führt er das Lokal, seine Tochter macht weiter! Und warum N-Y.? frage ich. Er war 26 J. lang in New York, und als Senior kehrte er heim auf dieses kleine Eiland im Meer. Ich lasse mir einen knackigen Salat schmecken, Gh. fritierte Zwiebelringe. Danach Hähnchen v. Grill für ihn und eine leckere saftige Moussaka für mich.
Früh um halbsechs macht Gh. die Leinen los. Wir können flott bei halbem Wind davonsegeln, die Sonne geht über den albanischen Bergen auf, Othonoi trägt eine Wolkenmütze. Wind 3-4 hieß es, schnell sind wir, aber bei dem doch hohen Seegang fehlt der Hunger… Kabbelige Gischtsee, Wind von der Seite. Um 14 Uhr brist er auf, 5 oder 6. Reffen. Immer noch hat die EOS ihre maximale Geschwindigkeit, 5,6 bis 6,5 kn. Dann noch mehr Schräglage, ich rufe: Lifebelt! Schwimmweste! Hoo das Ölzeug aus der Kiste. Als ich mich umziehem klatsch, hat eine Woge Gerhard im Cockpit erwischt. Nass….
Wir segeln beherzt, ich kann erst nach dem Reff die Pinne bei dem hohen Ruderdruck besser bedienen, immer gegensteuern in jeder hohen Woge. Gh. filmt einige Passagen…
Dann ist dewr Leuchtturm von Santa Maria di Leuca stolz und hoch auf der Klippe recht voraus. Noch 1 Stunde. Dan mutig in den Wind drehen, Segel bergen, mit Motorkraft vorsichtig einbiegen zum Hafen. Eng ist die Einfahrt, und nur 3-5 m tief… Dann sind wir drin, aber man weist uns gleich außen in dem Südwindgewell einen schaukeligen Liegeplatz an. Die Mooring beruhigt das Schiff nicht, EOS reißt an ihren Leinen, ich wage es nicht, an Land auf den wackeligen Ponton zu springen… Es schaukelt wie draußen auf See. ERst jetzt für den Blog trau ich mich über die angesteckte kleine Leiter vom schwankenden Boot. Ich wundere mich, daß sich die wild schaukelnden Masten nicht berühren….Am Abend nur Weißbrot, KIäse, die netten Staliener vom Prachtschiff (15 Meter?) schenken uns in Anerkennung der Übersegewl-Leistung bei dem Wind eine eiskalte Flasche Südtiroler Wein,Gewürztraminer. Ein Deutscher lädt uns ein zum Sundowner auf seine Halberg-Rassy 36, 12 m. Es düst und bläst unvermindert, morgen auch.
21.Warten auf Südwind in Ay.Stefanos
Mittwoch, der 8. Juni (in 4 Wochen sollten wir Richtung Palermo segeln…)Hier Gerhards Bericht und Flickr-Album: Klick
(für neue Besucher: auf das blaue Wort Klick gehen mit dem Cursor, Bericht lesen bei „mehr anzeigen“, Bilder anschaun, sogar Unterwasserfotos)
Um 11 fahren wir los, strahlend blauer Himmel,paradiesischer Blick auf das in fester brit. Hand 🙂 befindliche Urlaubsdorf Ayos Stefanos, in dem wir auch 4 Tg. entspannt wie Feriengäste „wohnten“ an Bord.
20….die Gerdi ohne Ölzeug…-mit Granatapfelblüte

… Gerdi im „desigual“Top und mit Granatapfel-Blüte!


Die Farbe der Granatapfel-Blüte ist schon seit 40 J. meine Lieblingsfarbe: der immer noch tiptop-gute Triumph-Bikini vom Mai 1980, als ich Gh. kennenlernte u. imAug. Korsika umsegelte mit ihm, ist der Beweis:-)
Montag, 6. Juni. Gerdi
Wir schwojen vor Anker in Ayos Stefanos, ca. 2 Std. von Korfu-Stadt. Nur kleine Motorboote bringen Touristen her zum Essen. Man leiht noch kleiner Boote zum Baden in kleinennahen Buchten. AB 13 Uhr kommen immermehr Segelschif, manche ankern 4x,8x, wohl Erst-Charterer.Am Dienstag warten wir noch 1 Tag bei Nordwest 4-5 Beaufort in der romantischen Bucht von San Stefano, dann soll Südwind kommen. Früh am Morgen des Mittwoch starten wir Richtung Italien, Santa Maria della Leuca oder Otranto.
Hier in der grün bewaldeten Bucht ist Englisch die Sprache, viele machen Urlaub in den schmucken Häusern. Sie kommen massenhaft mit vielen Kindern und Teenagern am ABend zum Essen in die 4-5 Tavernen, alle sehr gepflegt und tiptop zum Saisonstart. Die Markisen neu gestrafft, die Stühle in weiß-blau lackiert, die Tischdecken alle neu mit den typischen durchsichtigen Bärenhaut-Folien bedeckt (Gummiband), die Deko ideenreich. Heute waren wir an Land und aßen einen kleinen Teller mit gebratenen Sardinen und Brot. Dazu gönnten wir uns einen kühlen Weißwein aus Korfu. Ich steckte mir eine koralle-orange-rot leuchtende Blüte eines Granatapfel-Baumes ins Haar, passend zu meinem selten getragenen desigual-Top. Leider gibt es keine Möglichkeit, unsere Wäsche waschen zu lassen. Bettwäsche, Spannlaken, Kopfkissenbezüge, Frottées, Spüllappen, Ghs verschwitzte Hemden. Keine Chance, schade. Nun liegt der 4 kg-Stoffbeutel nur rum…Bis nach Italien. Dort erneut weitersuchen, dann in italienischer Sprache, lavandria statt plindurion….
Inzw. ist es Abend, es war stark windig, die Ankerketten straff, die Schiffe tanzten… Gerhard führte einige Reparaturen aus, das Rollsegel kann sich nun wieder vollkommen in den Rollreffbaum aufrollen. Außen bekam die Eos eine Schwammwäsche am Wasserpaß, ich wusch mit dem Rest Neutralseifewasser alle total versalzenen Fenster und Lüfter und Relingstäbe. Die Sonne ging um halbneun unter, während wir Spaghetti mit Olivenöl und dem im Rucksack hergeflogenen Parmesan aus Deutschland aßen:-) Es riecht nach Calamari und Fisch, die Engländer und Franzosen lassen sie die leckeren griechischen Spezialitäten schmecken, auch Miesmuscheln in Wein und Fleischbällchen mit Pommes. Kann man auf der EOS hier alles riechen. Je mehr sie Wein trinken, desto alkoholseliger wird das Lachen. Urlaub.







