Hanko, das nette Städtchen

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Hanko empfängt uns mit viel Wind. Der schläft abends ein und wandelt sich am Morgen in Nebel. Wir bleiben noch einen Tag hier. Beim Einkaufen waren wir erfolgreich. Am Morgen fand ich 5 Liter White Spirit ( das heißt bei uns Petroleum und hier „Maler Bensin“)(;-(PS: siehe Ende!)einen besonderen Bit-Einsatz und einen neuen gläsernen Lampenschirm für die Petrleumlampe im Salon. Alles habe ich schon Wochen vorher gesucht und hier in diesem kleinen Städtchen gefunden,

Hanko ist die südlichste Stadt Finnlands und nach dem Prospekt die sonnenreichste des Landes. Die Marina in der wir liegen ist die größte Finnlands. Die Stadt ist auf Granitschären erbaut und auch ringsum von Schären umgeben. Hier hat eine Stadt viel mehr Fläche um sich auszubreiten als bei uns. Die Häuser, viele aus Holz, stehen locker angeordnet. Schön die Holzvillen, jede mit einem Namensschild zur Straße hin. Lauter glatte Hügelchen, blumenreich und mit Krüppelkiefern bewachsen zwischen den Häusern. Wir spazieren rund um eine kleine Halbinsel und nutzen die glatten Granitblöcke um Tanzen zu üben. Wir müssen das, andernfalls haben wir die vielen Schrittkombinationen bis zum Herbst vergessen. Eine schöne Aussicht auf die Schären draußen im Meer.

Ganz ungewohnt: Kein Fetzchen Papier oder sonstiger Unrat auf dem Boden und keine Graffiti an den Wänden. Fast schon etwas steril aufgeräumt.

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PS: Am Samstagmorgen stellte Gh. leider fest, dass der White Spirit doch nicht geeignet ist für unsren Bordkocher… Da fragte er bei der Hafen-Tankstelle nach Petroleum…und da bekam er einen ganzen 10 l-Kanister, und preiswert dazu.

Unser Reiseweg nach Hanko durch die Schären

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Hafen Hanku

Könnt Ihr diesen Link öffnen? Ich bin mir nicht sicher, es ist unser Segelweg durch die Schären, Zeile anclicken:

Unser Reiseweg nach Hanko

Es fängt ganz gut an, nur mit Fock zwischen den vielen Inseln durch. Dann wird die Fock immer kleiner und zum Schluss, als die letzten 8 Seemeilen über fast offene See führen, treibt nur noch ein kleines Tuch die EOS mit 6 Knoten voran. Hier am Rande der offenen See sind die Schären nur kleine, flache Klippen ohne Wald und Windschutz, oft eben mit der Wasseroberfläche. EOS fährt dazwischen durch, manchmal ist das Fahrwasser nur 20 m breit. Wir sind dankbar für die außerordentlich gute Kennzeichnung durch Pricken. Ohne GPS wäre diese Reise ungleich schwieriger. Die Elektronik lässt die Seekarte ja zoomen. Auf Papier-Seekarten stünden die wichtigen Informationen nur Millimeter auseinander. Respekt vor den Seefahrern, die früher dort ohne GPS unterwegs waren!

Der Wind nimmt immer mehr zu. EOS schaukelt bei achterlichem zunehmendem Wind, fährt sich aber vollkommen trocken. Trotzdem sehnen wir uns nach dem Hafen. Wir steuern gegen 17 Uhr den Hafen Hanko an und unmittelbar, keine 30 m vor der Einfahrt verwirren mich die Seezeichen Gelb-Schwarz und Schwarz Gelb und Schwarz-Gelb-schwarz und Gelb-Schwarz-Gelb. Zum Umdrehen ist es zu spät, ein Expressblick auf das GPS sagt aber, es bleiben über 3 m Wasser über der Untiefe. Das hätte kurz vor Ende der Tagesetappe ungünstig ausgehen können. Im Hafen ist das Anlegen an dem Fingersteg gar nicht so einfach, klappt aber.

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So kann’s Seglern gehen. 5 BFT waren angesagt und es wurde dann doch viel mehr.

Es sieht nach wenig Wind aus, aber die verkleinerte Fock hat uns schnell gezogenWie auf einem breiten Fluss

Gerdis Bildle vom Spaziergang zum Einkaufen: