11. Mit neuem Motorklang unterwegs

Gestern abend habe ich noch die fertigen 4 Wasserauslässe vom Schlosser abgeholt. Sie seien jetzt fertig, hat er gemailt. Die erste Ausgabe, gefertigt von seinem wohl noch unerfahrenen Mitarbeiter war nicht gelungen. „Nein, das kann ich Ihnen nicht anbieten, das lässt meine Ehre nicht zu“, sagte er vorgestern. Jetzt sind sie wunderbar glänzend und sauber geworden.

Die feine Schlosserarbeit

Anderntags verlassen wir unsere schöne „Heimatbucht“ der letzten 2 Ankerwochen. Nach 2 Seemeilen setzen wir Segel, erfreut, weil der Motor mit einem neuen, viel weicherem Klang arbeitet. Wenn ich die Verkleidung abnehme, kann ich keinen Fehler erkennen. Die Segel nehmen wir erst wieder in der Zielbucht  Bozok Bükü weg. Guten Wind hatten wir, auch wenn wir fast bis zur griechischen Nachbarinsel Simi kreuzen mussten. 2 Seemeilen mit Motor und 16 Seemeilen unter Segel.

Zum ersten mal wieder mit Segeln unterwegs

Bozok Büki gefällt uns. Letzten Herbst trafen wir hier Jan und seine Freunde auf deren Gulet- Tour. „Winker“ von 2 Restaurants in dieser sonst einsamen Bucht winken mit großen Flaggen die ankommenden Yachten zu ihnen. Heute ziehen wir aber (wie meist) das Ankern vor.

Bozuk Büki, das erste Segelziel

10. Bozburun. Ankerzeit, kleine Reparaturen mit Nadel und Faden

Bozburun-Bodrum-Dalaman
So herrliche Buchten gibt es hier im Südwesten!! Unten Mitte ist Bozburun, im Westen die griech.Insel Kos, neben uns gleich die grch. Insel Simi. Im Osten käme bald Antalya…

Die Motor-Reparatur dauerte nun doch länger als gedacht, seit 3 Wochen üben wir uns in der orientalischen Kunst der Geduld. Während der geruhsamen Zeit vor Anker erblicken die wachsamen Augen der Bordfrau Dinge, die repariert oder verbessert werden könnten. Hier eine kleine zerschlissene Stelle am Salon-Vorhang( „Killer“=ewiger Sonnenschein!), dort der vom Salzwasser klebrig aufgelöste Gummi am Bikinihöle, länger als 3 Jahre hält dieses mit angenähte zarte Gummiband nämlich nicht. So trennte ich ein Stück ab, säumte mit 100 kleinen Stichen neu um und zog ein dünnes Gummiband ein. Denn das Oberteil ist ja noch schön. Zu Hause würde man schnell einen neuen im Kaufhaus kaufen.

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Süßer Duft des Oleander, immer so schön beim Morgenspaziergang
Süßer Duft des Oleander, immer so schön beim Morgenspaziergang
Maulbeeren
Nilüfer bot uns frische Maulbeeren aus ihrem Garten an!

Der  irische Reisesegen klebt nun als tägliches Morgengebet im winzigen 60cm-Raum zwischen Salon und Bugschlafkoje, also bei morgendlichem Waschschüsselplatz, WC, Schrank. Ähnlich wie in einem Wohnmobil. Gestern fand ich beim Souvenirladen ein lachsfarbenes Tüchlein mit vielen kleinen bunten Holzperlen. Das ziert nun wie ein luftiges Röcklein unsere Lampe für den abendlichen Schmaus im Cockpit draußen. Heute hle ich zum 2. Mal unsere frisch gewaschene Wäsche bei der Laundry-Frau vom Lokal Akvaryum. Am Abend gibt es aus dem Kochtopf den Rest der Lammkeule, die der Metzger gestern mit Sachverstand und einem scharfen Messer in 8 kleine Steaks für den Grill schnitt, indem er ganz vorsichtig Schmetterlingsteile abtrennte und sie aufklappte, um sie schließlich zwischen Folie zart flach zu klopfen wie ein dünnes Wiener Kalbsschnitzel…

scschnitt und aufklappte, um sie schließlich zwischen Folie zart flach zu klopfen. zauberte. Unglaublich.

10. Ankerzeit-Zeit für kleine Nebensachen

Bozburun-Bodrum-Dalaman
So herrliche Buchten gibt es hier im Südwesten!! Unten Mitte ist Bozburun, im Westen die griech.Insel Kos, neben uns gleich die grch. Insel Simi. Im Osten käme bald Antalya…

Die Motor-Reparatur dauerte nun doch länger als gedacht, seit 3 Wochen üben wir uns in der orientalischen Kunst der Geduld. Während der geruhsamen Zeit vor Anker erblicken die wachsamen Augen der Bordfrau Dinge, die repariert oder verbessert werden könnten. Hier eine kleine zerschlissene Stelle am Salon-Vorhang( „Killer“=ewiger Sonnenschein!), dort der vom Salzwasser klebrig aufgelöste Gummi am Bikinihöle, länger als 3 Jahre hält dieses mit angenähte zarte Gummiband nämlich nicht. So trennte ich ein Stück ab, säumte mit 100 kleinen Stichen neu um und zog ein dünnes Gummiband ein. Denn das Oberteil ist ja noch schön. Zu Hause würde man schnell einen neuen im Kaufhaus kaufen.

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Bikini Reparatur Gummi.

Süßer Duft des Oleander, immer so schön beim Morgenspaziergang
Süßer Duft des Oleander, immer so schön beim Morgenspaziergang
Maulbeeren
Nilüfer bot uns frische Maulbeeren aus ihrem Garten an!

Der  irische Reisesegen klebt nun als tägliches Morgengebet im winzigen 60cm-Raum zwischen Salon und Bugschlafkoje, also bei morgendlichem Waschschüsselplatz, WC, Schrank. Ähnlich wie in einem Wohnmobil. Gestern fand ich beim Souvenirladen ein lachsfarbenes Tüchlein mit vielen kleinen bunten Holzperlen. Das ziert nun wie ein luftiges Röcklein unsere Lampe für den abendlichen Schmaus im Cockpit draußen.

Lampenschirm f.CockpitHeute hle ich zum 2. Mal unsere frisch gewaschene Wäsche bei der Laundry-Frau vom Lokal Akvaryum. Am Abend gibt es aus dem Kochtopf den Rest der Lammkeule, die der Metzger gestern mit Sachverstand und einem scharfen Messer in 8 kleine Steaks für den Grill schnitt, indem er ganz vorsichtig Schmetterlingsteile abtrennte und sie aufklappte, um sie schließlich zwischen Folie zart flach zu klopfen wie ein dünnes Wiener Kalbsschnitzel…

scschnitt und aufklappte, um sie schließlich zwischen Folie zart flach zu klopfen. zauberte. Unglaublich.

10. (2) Über die Berge und dann noch die Motor-Renovierung: Ventile!

Mit dem ersten Bus um 7 fahre ich „nach Marmaris“. Die elektronische NAVIONICS- Karte zeigt mir, an welcher Kurve ich den Fahrer bitten soll, zu halten. Das ist praktisch, Busse halten auf Wunsch überall am Weg. Jetzt geht’s etwas runter nach Selemye. Noch liegt morgendliche Ruhe über dem Dorf. Riesige Platanen werfen Schatten, Immer wieder spenden Brunnen gutes Wasser (aber nicht so geschmackvoll wie unser mineralreiches Alpen-Quellwasser). Dann steigt der weg an, vorbei an kleinen aber schicken Apartements und Pensionen. Weiter oben führt der Weg durch ein Kiefernwäldchen und dann die üblichen harten, niederen Büsche. Bis zur Passhöhe. Der Wind pfeift und graue Morgenwolken deuten einen schönen Tag an. Eine alte Schäferin redet auf mich ein und ich auf sie und keiner versteht den anderen.

Die Schäferin

Oben breitet sich eine Ebene aus. Kühe fressen das wenige, dürre Gras. Die hellen kurzen Rufe einer Frau gelten ihren paar Ziegen. Dann senkt sich der Weg in Richtung Bozburun in ein steiles Tal mit roten Oleanderbüschen.

Das Tal in Richtung Bozburun

Sie sind die einzigen großen Farbtupfer im Graugrün der Umgebung.

Begegnung beim Abstieg

Ich nehme einen „Abschneider“ direkt dem Tal zu um später eine Asphaltstrasse zu vermeiden. Wie üblich weglos. Dann stehe ich plötzlich vor einer Markierung Rot-Weiß, ziemlich neu und dicht gesetzt. Bald bin ich unten bei ein paar Häusern. Ein Rollerfahrer bietet mir die Mitfahrt an und husch, bin ich im Dorf am Hafen und beim Schlauchboot.
Am Mittag legen Sardar und Tunc( =Tuntsch, zu deutsch „Bronze“) mit den Ersatzteilen für den Motor an EOS an. Tunc macht sich an die Arbeit. Er arbeitet gezielt und sauber. Stück für Stück baut er wieder an. Neue Ventile, neue Einspritzdüsen, eine neue Zylinderkopfdichtung, die mit Schrauben genau nach Vorgaben angezogen wird.

Motorreparatur 3

Ein kleines Problem mit der Elektrik, aber dann läuft der Volvo und spuckt hellen Rauch bis er rund läuft. Mittlerweile ist es 21.30 Uhr und zu dunkel für eine Probefahrt. Die holen wir anderntags am Morgen nach. Mit voller Kraft düsen wir über die Bucht und kehren zum Ankerplatz zurück. Der Motorcheck ergibt keine undichte Stelle. Sehr gut: Wir sind wieder beweglich.

Hier der Track auf Google Earth: Klick

Hier alle Bilder und auch die vom Markttag: Klick

Noch ein Nachtrag, was mir auffällt: Wenn ihr Personen auf den Bildern seht, dann hab ich vorher um ihr Einversändnis gefragt und habe es auch immer, meist erfreut, erhalten. Bei uns zu Hause möchten viele nicht abgebildet werden, meist weil sie Angst haben, es könnten ihnen Nachteile entstehen. Sind wir nicht arg ängstlich und verschlossen unseren Mitmenschen gegenüber?

10. (1) Sonntag am Meer mit Morgenmusik

Gerdi schreibt:

Ein Sonntag am Meer- mit Morgenkonzert live – an Bord

Wir hier haben noch keine tropische Schwüle, die 30° fühlen sich ganz aushaltbar an, ein sanfter Wind bläst mehrfach am Tag und so sind wir fast nur „drinnen“ wie in einer Wohnung. Seit gestern flankieren uns 2 schöne alte Schiffe, eins mit Schweizer Flagge, eins aus Britannien mit südafrikanischem Skipper. Ich flötete christliche Abendlieder, bissele Bach, Schubert, Brahms, und sie gaben nicht nur Applaus, sie sangen auch mit. Heute früh also kam nach der Schweizer Hymne und „Greensleeves“ gleich „Lobet den Herren“, und die 4. Strophe hab ich vorgelesen, so schön: „…der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.“ Hier in der Moschee von Bozburun (Bj.2002, Minarett 2007) singt ein Imam mit echt gutem, klangvollem Tenor 5x am Tag und spät nachts im Dunkeln seine Anbetungsgesänge. Da sende ich unsrem Gott auch welche.Ganz hinten in meinem zum Teil von Hand notierten Notenbüchlein hab ich auch einen „Gruß von Waltraud, 22.Mai 2011, Preveza“- das war unser 3. Törn, rüber nach Apulien,Kalabrien,Sizilien, Sardinien, Korsika, Nizza, Rhône und heim. Ich setzte es mit Bleistift in Noten:

Herr, weil mich festhält deine starke Hand vertrau ich still. Weil du voll Liebe dich zu mir gewandt, vertrau ich still. Du machst mich stark, du gibst mir frohen Mut, ich preise dich, dein Wille Herr, ist gut.

Eines meiner Lieblingslieder hab ich heute in das Notenheft geklebt, aus Schweden, leider auf der Blockflöte mit cis'(das tiefe geht ja nicht),gis“, fis: Du, großer Gott, wenn ich die Welt betrachte, die du geschaffen durch dein Allmachtswort, wenn ich auf alle jene Wesen achte, die du regierst und nährest fort und fort, Dann jauchzt mein Herz dir großer Herrscher zu wie groß bist du, wie groß bist du!

Bei einem herrlichen Frühstück mit weichem Ei, grüner Gurke, Käse, Joghurt mit Zimt, echtem Filterkaffee, grünem Tee und frischem Weißbrot saßen wir gemütlich im sanften Wellengang, dabei trug ich mein neues pink-farbenes Oberteil, das ich mit leuchtendem Orange etwas größer gehäkelt habe. Wir haben ja so viel Zeit- wir warten geduldig auf die neuen Ventile für den Motor, unser 20.Tag in der Türkei!!!!

9. Nilufer, Walnuß-Wolle, Portulak

Gerdi, Bozburun am Anker, 5.Juni 2015
Geruhsam und ohne Termine hängen wir mit unsrer EOS seit 14 Tagen am Anker und starten auf Ventile für den Volvo-Motor. Es ist noch nicht heiß, keine 30°, viele Arbeiten können erledigt werden, Ölwechsel, Schrauben erneuern und nachziehen, das neue noch reh-braune Iroko-Holzdeck mit Meerwasser wässern, damit es grau(er) wird, Felshügel besteigen vorm Frühstück und Blog schreiben, häkeln, flicken, T-Shirts umräumen – ohne Schrank eine wahre Kunst. Heute hab ich mir die beiden Nähzeugkistle vorgenommen, ausbreiten, entsorgen (da sind Fäden drin von Muttis Nähkasten- 70 Jahre altes Garn, Knöpfe von meinen eignen Kinderpullovern und etliches von den Babytagen unsrer 3 Kinder…
Walnuß-Wolle...60 J.alt
Erikas Grundschul-Häkelnadel 2,5 und rote, orangene und die dunkelblaue Wolle von unsren ersten Strickröcklein von 1954 –schon häkelte ich eine lange Luftmaschenschnur für mein Mini-Täschle für kleine Schlauchboottouren … ein leuchtend-bunter Stoffbeutel einer Fairtrade-Kaffee-Verpackung aus Peru. Da klapperte plötzlich das Wollknäuel… Was? Aha, Mutti hatte beim Auftrennen der Röcke die Wolle um eine große Walnuß gewickelt… Ach, Mutti! Ein kleiner Gruß von oben?? Danke. So ist der Rock und später rot-blauer Ringelpullover nun nach 60 Jahren ein Schulterband für die kleine Umhängetasche „auf See“…
Nilufer?
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Gestern besuchten wir wieder das vom Weinlaub so schön schattige Gartenlokal am Hafen-Ende, um den köstlichen frisch gepressten Apfelsinensaft zu trinken, den uns die nette Wirtin macht- sie erkennt uns wie vor Jahren und fängt immer gleich an, Saft zu pressen. Dazu eine nette Geschichte: am Notebook erscheint als WLan-Verbindung immer das Wort Nilufer. Da wir gerne die CD mit den Commedian Harmonists hören, auf dem der Song vom Pharao am schönen blauen Nil ist, las ich „Nil-Ufer“. Eines Tages guckte ich im Türkisch-Wörterbuch nach, ob es dieses Wort gibt: Ja, es heißt Seerose. Als ich in den Springbrunnen dieses Lokals „Nilüfer“ schaute, entdeckte ich lauter bunte Seerosen darin- aus Plastik:-). Die Wirtin heißt „Nilüfer“, also Seerose.
1km Sandstrand+1 Wohnmobil
Vor unsrem Ankerplatz weitet sich die Bucht zu einem ganz leeren Sandstrand. Nur am späten Nachmittag kommen manchmal 4-6 junge Leute: Jungs mit Flossen kraulen neugierig zur EOS hin, gut gebaute reizvolle junge Mädchen im knappen (!)Bikini tollen im schultertiefen Wasser, tauchen sich unter, quietschen vor Vergnügen. Einmal war eine ganze Schulklasse (6. oder 7.?) da, alle tobten im Meer oder spielten Fußball und Volleyball am Strand.
Frauenfußball (2)
Nur 1 Mädchen blieb einsam voll bekleidet draußen stehen, weiße Bluse, heller Faltenrock, lange weiße Strumpfhosen, weiße Lederschuhe, Seidenkopftuch, eng gebunden… sie blieb abseits, durfte mal den Ball holen, und dabei hätte sie so gern Volleyball gespielt, auch Fußball konnte sie gut… Zu den Jungs traute sie sich nicht, die andren sehr wohl, adrett im Bikini, forsch die langen schwarzen offnen glänzenden Haare schüttelnd nach dem Bad im Meer oder im bunten Pareo in der Hängematte schaukelnd..…Ob die einsame eine Kurdin war? Täglich kommt eine Herde Ziegen her und knabbert Grünes, gucken ins Wohnmobil mit dem gelben aufblasbaren Kajak und dem Fahrrad rein… Frauen kommen vom felsigen Hügel mit großen Tüchern mit Haufen von gesammelten Wildkräutern und duftendem Salbei- auf den Rücken gebunden. Vor jedem Haus im Dorf sieht man auf Planen ausgebreitet viele Meter lang diese hohen Haufen von Kräutern, es duftet köstlich nach Salbei, der Origano wird abgerebelt, das können schon die kleinen Kinder. In Beutelchen liegt er in flachen Körben zum Verkauf an die Touristinnen aus England, Holland, Schweden.
Rauke , türk.Rokko (gr.blättr.Ruccola)

Portulak, gr.blättrig, Türkei
Inzwischen kenne ich den namen der beiden Salat-Arten: der mit den gefiederten Blättern ist eine Art unsres Ruccola, die RAUKE! Hier heißt sie Rokko. Und diese rundlichen dickblättrigen glatten Blättle an den saftigen Stängeln ist der PORTULAK. Ich hatte meine Bio-Bauern gefragt und prompt kann heute die Antwort-Email. Nett!
Nach viel Salat grillten wir gestern am Abend 3 Scheiben Rind, das als meterlange Keule schon seit 7 Tagen im Sicht-Kühlschrank baumelt beim Metzger. Mit dem großen Messer säbelt er ein Teil ab, löst die weiße Fettschicht/Haut, klopft sie zwischen Folie und verkauft sie über die Glastheke, in der nie was liegt. Es gibt nur Lamm und Rind, davon auch Hirn, Leber, weißliche Innereien undefinierbarer Art. Es riecht frisch und gut, nie „alt“- und es hat die 3x auch geschmeckt wie Biofleisch bei uns daheim.
Am Abend gab es eine musikalische Überraschung:
Am gegenüberliegenden Felsstrand Kumsal trafen sich ca. 6 Jugendliche. Als ich im Schein unsrer Petroleumleuchte mit der Flöte Abendlieder spielte, riefen sie herüber: I like it! Und gaben Applaus. Dann fing ein Junge an, türkische Popsongs zu spielen und sang dazu- ein Genuß . Ein Mädchen tanzte angefeuert mit Hei, hei, hei – großes Gelächter bei den Bauchtanz-Bewegungen. Der riesige Vollmond beschien die Tänzerin auf dem Holzponton und das Meer… Bei manchen sangen alle mit, auch mit diesem türkische Tremolo und Umsingen des Tones, sie klatschten im Rhythmus dazu und waren vergnügt. Um 23 Uhr sammelten sie alles ein und fuhren im Auto ins Dorf zurück.

8 Einkauf in MARMARIS + Markttag in Bozburun

Unsere Einkäufe v.1 Tag in Marmaris

Alle Abbildungen in guter Qualität findest Du hier: Klick

1.Juni 2015: Marmaris!
Vollmond. Juni. Sommerbeginn – erstmals ist die Sonne heiß(…auch in Deutschland nach dem kalten Mai). Wir motoren mit der kleinen „micro eos“ und einem großen Sack mit Wäsche an Land, bringen die Wäsche zur Laundry-Frau vom Restaurant Akvaryum und steigen Punkt 10 Uhr in den kleinen Linienbus nach Marmaris. Alle Fenster sind offen, frische Brise…
Unsere Einkaufsliste ist lang, Teile fürs Schiff, deutsche Unterwasserfarbe + Sikaflex-Abdichtmasse, wir suchen in ca. 20 Läden nach fehlenden Dingen, die es in Bozburun nicht gibt. Leider finden wir auch die 4 flachen Edelstahl-Abfluß-Trichter nicht (für das Ableiten des überkommenden Meerwassers an Deck), die beim Abbruch des alten Teakdecks zerbrochen sind. Auch eine Art Intervall-Zeitschalteruhr für den Kühlschrank gibt es in keinem der oft alle in einer langen Straße angesiedelten gleichartigen Elektroläden. Aber die Ausbeute unsres langen Einkaufstages ist doch beachtlich. Immer wieder erstaunlich, wie man die fehlende Sprache (auch Englisch wird selten verstanden) überbrücken kann…
Um 16 Uhr wartet der Bus zurück. Noch ein großes Glas frisch gepresstenApfelsinensaft am Busbahnhof… Schattenbäume, Oleander, viele Busse nach Fetiye, Bodrum, Izmir…Mit den knusprigen in Honig gebratenen und Sesam gewälzten Erdnüssen und einer neuen Nike-Bermuda für Gerhard steigen wir ein und genießen die grandiose panorama-Rückreise, oft mit atemberaubendem Blick auf blaues Meer, Buchten, Fels und weiße Segel.
2.Juni 2015: Dienstag ist Markt-Tag in Bozburun: BAZAR
Auf dem Markt in Bozburun 3
Auf dem Markt in Bozburun 5
Früh laufen wir ans Dorfende von Bozburun, vorbei an den Gärten mit Olivenbäumen, Rhizinus, Oleander, Hühnern, Ziegen und Schafen. Unter Planen reihen sich die Stände der Händler aneinander. Gleich beim ersten findet Gerhard eine „Camel“-Short, bald 2 kleine Körbe für Medikamente und Waschzeug. Kleider baumeln von den Schirmen, Werkzeug in Kisten, Geschirr, Töpfe, Backbleche- es gibt alles!
Auf dem Markt in Bozburun 2
Als wir beim Ziegen- und Schafskäse kosten, sitzt im Lieferauto das Baby, der Bruder steht auf der Küchenwaage und ist stolz auf deine 17 kg Gesicht! Erntefrisch in leuchtenden Farben ist das Obst und Gemüse aufgebaut. Ich kaufe Nektarinen, Datteln, 1 Zitrone frisch vom Baum, aromatischee Rokko-Salatblätter, gelbe Safranfäden , Sumak für Hackfleischgerichte, einen Bund frischen Dill, rote und grüne Paprika und knackfrische kleine Gurken. Wie aus der Ibele-Biokiste daheim…
Datteln, Nektarinen und CoAuf dem Markt in Bozburun 4
Die Oma vom kleinen Haus
Beim Rückweg über die Gärten mit Schafen, Hühnern und Disteln mit lupinenartigen Blütenstengeln (Foto im Anhang bei „Klick“) finden wir auch das kleine weiße Haus vom Oktoberwandern wieder mit dem Sofa davor… Gerne posiert die Oma fürs Foto, sie arbeitete 8 Jahre in Deutschland, nun wohnt sie wieder in der Türkei, bescheiden und glücklich wie die Tochter unter Ölbäumen und Weinlaubdach…
Gerdi unterm Oleander
Gegen 11 rasseln die Ankerketten, Aufbruch in einen neuen Urlaubstag. Wir aber sind schon 12 Tage hier- so lang wie ein deutscher Urlaub… Wir trinken einen Cai auf der Terrasse der Laundry-Frau und fahren zurück zur EOS. Da packen unsere Schätze aus, räumen alle frisch gewaschene Wäsche ein, beziehen die Kojenbetten neu und gehen im Meer schwimmen… Der Motormann meinte gestern, es dauert noch mit den Teilen aus Izmir… Wir haben ZEIT…