Gerdis Eindrücke vom Naturschutz-Gebiet Hölick:
Nach dem Nebelsegeln folgte die Überraschung: Sandstrände! 14.45 Uhr: Wir fummeln uns ganz vorsichtig an der rechten Hafenmole herum und ich steuere die 1. Nische zwischen den Fingerstegen für Gäste an, klappt gut. Es haben nur 6 Boote Platz. Bald schmiegt sich die gemütliche 2-Master-Motorsegelyacht QUADRANT aus Gevle neben uns und gleich stehen dort 2 kühle Roséweingläser am Tisch….. Sehr nettes schwedisches Ehepaar, sie spricht feinstes Englisch und der Käpt’n berät Gh über Ankerbuchten und kleine nette Häfen am Weg in den Süden. Er schenkt Gerhard sogar sein Club-Hafenhandbuch und wir revanchieren uns mit einem feinen „Meersburger Sonnenufer Weißwein“.
Wir machen uns auf zu einer wunderbaren Wanderung zum nahen Föhrenwald. Sandige Pfade, weich der Nadel-Boden… Erinnerung an zahlreiche Wochenenden im Nürnberger Land, auch unter Kiefern und auf weichen Nadeln…Gleich neben der Kirche auf den Felsen (Jg.1929 v.d. Fischern) findet Gh gleich ganz reife süße Blaubeeren. Was duftet da so paradiesisch?? Walderdbeeren, ganz rot und köstlich!!



(Fotogalerie anclicken und in groß ansehn:-)
Der Schlüssel zur Kirche hängt am oberen Türbalken, innen weiße Bänke, ein Altarbild vom himmel-fahrenden Jesus, darunter ein Schiff, das Meer und der hiesige Leuchtturm. Der Notenständer ist aus 2 Lyras geschreinert, fürs Abendmahl wie in Helsinki eine samtbezogene runde Kniebank. Alte Lieder-Zahlen… Ein Truhenorgel, daneben ein großer Heizlüfter:-) Am Ausgang die Nummer fürs bargeldlose Einzahlen der Kollekte!!!
Durch den Kiefernwald führt ein meter-breiter gepflegter Wanderweg zum Leuchtturm. Unterwegs ein Zeitungsauszug von einer Katastrophe. Was da wohl war? Ist ein großer eiszeitlicher Steinblock heruntergestürzt…auf 2 junge Männer?1984… Wir können kein Schwedisch.jWeiter steigen wir hoch zum Lotsenhaus und zum Leuchtturm. Wie Riesenspielzeug türmen sich riesige Felsen um den zierlichen weißen Turm mit den rot-grünen Scheiben. Daneben 10-12 cm große runde Steinkugeln, mehrere Meter hoch aufgetürmt. Das sahen wir schon, als wir aus dem Nebel kommend am nahen Ufer vorbeisegelten und uns wunderten über die tief ins Land farblose graue Wüste: nur Steine, wie eine Schütt unter hohen Felsen im Hochgebirge, wohl ein Werk der Eiszeit…











Zauberhafter Weitblick von da oben.
Dann wenden wir uns der großen runden Sandbucht zu und wandern den schmalen Pfad zwischen Stranderbsenblüten in pink-rot und violett, gesäumt von meterhohen strohgelben Strandähren (zopfähnliche Ähren). Weicher tiefer Sand unter den Füßen, am liebsten wären wir ja barfuß gelaufen, aber wer kennt das Getier hier…?




4000 Natur-Reservate hat Schweden! Hier wieder eine Hinweistafel für Interessierte:


Auf der EOS koche ich endlich mal unseren geliebten orientalisch gewürzten Linseneintopf! Mit Nelke, Muskat, Kardamom, Ingwer, Knoblauch, Zimt, Chili, Wacholderbeeren, Pfeffer, …Mmmmh. Auch die Frau von der Quadrant findet ihn köstlich. Der Rest – als Salat kalt mit Balsamico-Essig und Öl- schmeckte uns Tags drauf gut, nach einem traumhaften sanften Sonne-Wonne-Segeltag zwischen vielen -Felsen und Schären…in der idyllischen Ankerbucht SALTPANN, in der ich 15 Min. schwimmen konnte, bei 18,5°C im Meer.


Fast unvorstellbar, dass dieses heute friedliche glitzernde Meer gestern so wütete… Wir segeln mit raumem Wind und das Großsegel zieht uns bis vor die Einfahrt zu dem beliebten Feriengebiet Björköfjärden. Sogar ein Segler kommt uns mal entgegen, sonst nur „familien-besetzte“ Motorboote und die üblichen hoppelnden Vollgas-Motoscooter mit ihren angeberischen Wasserfontänen, wie wilde Reiter die Männer im Sattel… daheim wohl oft nur am Computer.

Plötzlich ist die Sonne weg und alles wird ein-farbig…!!! Nebel rollen über den See, wabern auf den Waldrand zu… und bald ist die Insel weg im dichten Nebelgrau! Ein seltenes Schauspiel Mitte Juli…






:




























