Sandiges Natur-Reservat Hölick, 19. Juli

Gerdis Eindrücke vom Naturschutz-Gebiet Hölick:IMG_5249 (Copy)IMG_5247 IMG_5248 (Copy) Nach dem Nebelsegeln folgte die Überraschung: Sandstrände! 14.45 Uhr: Wir fummeln uns ganz vorsichtig an der rechten Hafenmole herum und ich steuere die 1. Nische zwischen den Fingerstegen für Gäste an, klappt gut. Es haben nur 6 Boote Platz. Bald schmiegt sich die gemütliche 2-Master-Motorsegelyacht QUADRANT aus Gevle neben uns  und gleich stehen dort 2 kühle Roséweingläser am Tisch….. Sehr nettes schwedisches Ehepaar, sie spricht feinstes Englisch und der Käpt’n berät Gh über Ankerbuchten und kleine nette Häfen am Weg in den Süden. Er schenkt Gerhard sogar sein Club-Hafenhandbuch und wir revanchieren uns mit einem feinen „Meersburger Sonnenufer Weißwein“.

Wir machen uns auf zu einer wunderbaren Wanderung zum nahen Föhrenwald. Sandige Pfade, weich der Nadel-Boden… Erinnerung an zahlreiche Wochenenden im Nürnberger Land, auch unter Kiefern und auf weichen Nadeln…Gleich neben der Kirche auf den Felsen (Jg.1929 v.d. Fischern) findet Gh gleich ganz reife süße Blaubeeren. Was duftet da so paradiesisch?? Walderdbeeren, ganz rot und köstlich!!

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(Fotogalerie anclicken und in groß ansehn:-)

Der Schlüssel zur Kirche hängt am oberen Türbalken, innen weiße Bänke, ein Altarbild vom himmel-fahrenden Jesus, darunter ein Schiff, das Meer und der hiesige Leuchtturm. Der Notenständer ist aus 2 Lyras geschreinert, fürs Abendmahl wie in Helsinki eine samtbezogene runde Kniebank. Alte Lieder-Zahlen… Ein Truhenorgel, daneben ein großer Heizlüfter:-) Am Ausgang die Nummer fürs bargeldlose Einzahlen der Kollekte!!!

 

 

Durch den Kiefernwald führt ein meter-breiter gepflegter Wanderweg zum Leuchtturm. Unterwegs ein Zeitungsauszug von einer Katastrophe. Was da wohl war? Ist ein großer eiszeitlicher Steinblock heruntergestürzt…auf 2 junge Männer?1984… Wir können kein Schwedisch.jWeiter steigen wir hoch zum Lotsenhaus und zum Leuchtturm. Wie Riesenspielzeug türmen sich riesige Felsen um den zierlichen weißen Turm mit den rot-grünen Scheiben. Daneben 10-12 cm große runde Steinkugeln, mehrere Meter hoch aufgetürmt. Das sahen wir schon, als wir aus dem Nebel kommend am nahen Ufer vorbeisegelten und uns wunderten über die tief ins Land farblose graue Wüste: nur Steine, wie eine Schütt unter hohen Felsen im Hochgebirge, wohl ein Werk der Eiszeit…

Ghs Fotos Hölick (1) (Copy)Ghs Fotos Hölick (7) (Copy)Ghs Fotos Hölick (8) (Copy)Ghs Fotos Hölick (12) (Copy)IMG_5243 (Copy)

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Steine, nichts als Steine , kilometerweit…

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Gerdis Gegenlicht-Traum
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Vorsichtig um die Steine rum geht’s rechts in den kleinen Hafen

Zauberhafter Weitblick von da oben.

Dann wenden wir uns der großen runden Sandbucht zu und wandern den schmalen Pfad zwischen Stranderbsenblüten in pink-rot und violett, gesäumt von meterhohen strohgelben Strandähren (zopfähnliche Ähren). Weicher tiefer Sand unter den Füßen, am liebsten wären wir ja barfuß gelaufen, aber wer kennt das Getier hier…?

IMG_5244 (Copy)IMG_5260 (Copy)IMG_5262 (Copy)IMG_5263 (Copy)IMG_5264 (Copy) 4000 Natur-Reservate hat Schweden! Hier wieder eine Hinweistafel für Interessierte:

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IMG_5267 (Copy) Auf der EOS koche ich endlich mal unseren geliebten orientalisch gewürzten Linseneintopf! Mit Nelke, Muskat, Kardamom, Ingwer, Knoblauch, Zimt, Chili, Wacholderbeeren, Pfeffer, …Mmmmh. Auch die Frau von der Quadrant findet ihn köstlich. Der Rest – als Salat kalt mit Balsamico-Essig und Öl- schmeckte uns Tags drauf gut, nach einem traumhaften sanften Sonne-Wonne-Segeltag zwischen vielen -Felsen und Schären…in der idyllischen Ankerbucht SALTPANN, in der ich 15 Min. schwimmen konnte, bei 18,5°C im Meer.

Vom Sturmhafen zur Nebelbucht im Björköfjord, 17. 7.19

Am 90. Segeltörn-Tag, 17. Juli 2019-  54. reiner Segeltag

Am gestrigen Abend legte sich der Sturm, der noch beim Barschfilet-Braten wütete…So wanderten wir  -wie viele Feriengäste der kleinen Sommerhäuser- hinaus auf die äußeren Felsen beim Leuchtturm, wo wir die heranrollenden hohen Brecher anstaunten, mit gewaltigem Lärm preschten sie an die Felsen…
Ab 21 Uhr wurde es stiller, die durchgeschüttelten Bäume sahen nicht mehr aus „wie im Film“, das laute Gebrause ebbte allmählich ab, nach 15 Stunden hörte der Regen auf….
Am Morgen Leinen los, Ziel Skatan neben Insel Brämön. Malerisch hinter einem engen Einschnitt liegt wie ein See eine schöne Bucht zum Ankern: Björköfjorden, wie umarmt von der Halbinsel Björkön.

ruhige Fahrt (Copy)Fast unvorstellbar, dass dieses heute friedliche glitzernde Meer gestern so wütete… Wir segeln mit raumem Wind und das Großsegel zieht uns bis vor die Einfahrt zu dem beliebten Feriengebiet Björköfjärden. Sogar ein Segler kommt uns mal entgegen, sonst nur „familien-besetzte“ Motorboote und die üblichen hoppelnden Vollgas-Motoscooter mit ihren angeberischen Wasserfontänen, wie wilde Reiter die Männer im Sattel… daheim wohl oft nur am Computer.
Wir tasten uns zwischen roten und grünen Pricken durch die enge Furt, wo es zwischen den Steinen und Felsen 2,5 bis max. 8 m Tiefe hat…. Zur letzten Durch-Fahrt zum Ankerplatz braucht es schon mehr Mut, 0,9…0,8…0,6 m WT unterm Kiel. Gerhard ermuntert mich aber, es seien überall 2,5 m und „die Eos braucht doch nur nur 1,5 m“;-)  “Und gib bissle Gas, sonst treibt’s uns ab…!“
Wir kreisen aus dem sehr seichten Sektor aufs Ufer zu, wo die Seekarte wieder mehr Wassertiefe anzeigt. Auf 3 m Anker ab! Schilfufer, Kiefern, Birken, 4 Möwen, Bauernhäuser mit schrägen gemähten Wiesen davor, keiner stört die Stille…
Wir sitzen im Cockpit, kühl der Wind- im Schutz der Sprayhood gibt’s belegte Brote.

Nebel am Ankerplatz (2) (Copy)Nebel am Ankerplatz (1) (Copy)Nebel (Copy)Plötzlich ist die Sonne weg und alles wird ein-farbig…!!! Nebel rollen über den See, wabern auf den Waldrand zu… und bald ist die Insel weg im dichten Nebelgrau! Ein seltenes Schauspiel Mitte Juli…
Schnell wird es herbstlich kalt, aber es ist schön, so ankern zu können… Viel schöner als im Hafen… Zur Beschreibung der sagenhaften Stille jetzt um 21.30 Uhr fehlen mir die Worte. Göttlich…
Inzwischen 1520 nautische Meilen, dh. x 1,852 km=2815 km Törnstrecke
Ich zieh zum 1. Mal das Vaude Merino-Shirt an und stell die Bord-Heizung an. Gerhard baut eine neue Aufhängeeinrichtung für die Ankerketten-Rolle am Heckanker, mit kleinen Ketten statt Bändseln und seitlich zum Aushängen, wenn die Kette draußen ist und das 30 m lange Ankerseil ausrauschen soll. Sonst gibt es Wooling neben der Solarzellen-Verankerung und dem Heck-Relingstab an Deck…

Lachs in Sahne (Copy)

Am Abend bin ich wieder der Chefkoch. Ich hab 4 kleine Lachs-Steaks aufgetaut, brate sie behutsam mit Butter und Olivenöl, Knoblauch, Dill und Peperonischeibchen in der großen Pfanne an, etwas Soße mit Sahne, Milch und Mondamin ist schnell gemacht. Dazu brodeln Bandnudeln im Topf und um 19 Uhr gibt es delikates feines Essen. Da verzieht sich der Nebel und ich halte die Bucht schnell im Bild fest. Ruhe, nur 2 Tauben gurren. Diese Stille… – Ein Geschenk. Bei Nebel macht unsere Solarzelle mal Pause und kann kein Sonnenlicht in elektrische Energie umformen. Hier in Schweden sieht man die Solarzellen öfter, immer an einer T-förmigen Stahlrohrhalterubg, schwenkbar. Wir überlegen, uns solch eine zu kaufen. Unser gebogenes Rohe ist ein übriges Restrohr aus einer kleinen Werft im italienischen Corallo -mit Verstärkungsschienen aus dem Baumarkt im rumänischen GALATI, wo wir nach 80 Tagen und 2200 km Donaufahrt den horizontalen Mast stellen ließen, am 600 t-Kran….🤔😏

Am Donnerstag, 18. Juli früh nur 13° und Nebel. Erstmals wie am Bodensee, auch im Schiff nasse Kajüt-Decke in der Bugkoje und beschlagene Fensterscheiben innen. Wir  gehen Anker auf um 9.30 Uhr, Ziel Mellanfjorden, mit Bojen für Gastboote. Kaum Wind. Alles Grau verhangen… farb-los. Kein Sonnenstrahl. Wir machen die Vorleinen am Stegrand direkt vor den Restauranttischen fest…🤔

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Rettender kl. Hafen vor dem Starkwind: Lörudden

Der Fischer Michal ließ uns an seinem Kutter anlegen- es hätte keinen einzigen Platz gegeben…alles nur kleine Motorboote mit großen Yamaha-Motoren dran… noch 50 cm Wasser unterm Kiel. Dann kam der angesagte starke Wind… hier noch einige beschauliche Fotos von Gerdi.

Danach unser Festmahl : der Fischer Mike brachte uns frische filetierte Barsche, ich hab sie in Butter in der Pfanne gebraten. Danach überraschte uns ein rosa Abendhimmel und der einschlafende Starkwind:

 

Nach dem Sturm, Lörudden,16.7. 22 Uhr (1) (Copy)Nach dem Sturm, Lörudden,16.7. 22 Uhr (2) (Copy)Nach dem Sturm, Lörudden,16.7. 22 Uhr (3) (Copy):

Ankern im Adalsund 12.7.- Nachtrag

Adalsund auf gr.Seekarte (Copy)Adalsund Ankern 12.7.19 (Copy)

Schwierig nach Tagen schnell zu erinnern, was wo war. Erst in Lörudden am 16. Juli hatten wir mal wieder Internet!😕 Wir lieben Ankerbuchten, aber dann können wir die fertig geschriebnen Blogs nicht senden…

Die Bucht im Ådalsund freilich war zauberhaft,  rotweiße Pfahlbau-Häuschen mit Holzpaneel-Terrassen( ohne Geländer…), Wald, Pferdekoppeln, an deren Wegrain die Pflanze meterhoch wuchs und blühte, aus deren Wurzeln man Pferdebalsam herstellt gegen Schmerzen nach Prellungen und Verstauchungen: Beinwell! Hier blüht er aber nicht gelbweiß, sondern rot+violett in ährenartiger Anordnung in langen Rispen. Wir genossen die Ruhe, wenn am Abend jeglicher Wind einschläft und alles wie ein Spiegel aussieht. Lest dazu nochmal Ghs älteren Blogartikel von den hohen Küsten🤗

Wir segelten gemächlich weiter bis zur Stadtmarina Härnasand. Da gingen wir mal ins kleine Restaurant und ließen uns Lachs vom Grill schmecken, mit gegrillten Karotten und Kartoffelspalten, Majonnaise und Dill.

Auch mal schön, Lachs im Rest. Härnasand 14.7.

 

 

Feines gab’s auch an Bord: Schweinefilet mit Sahnesoße, neue Kartöffelchen und grünen Salat

Nachlese: Kopmannsholm und Edsätterfjord,10.+11.Juli

Mittwoch, 10. Juli 19, 48. Tag

62°54′ 1440 Seemeilen = 2226 km seit Mitte April, 49.reiner Segeltag, fast 90.Törntag f.Gh.

Nach ganz stiller Nacht am Anker verlassen wir diese verträumte Bucht (in der ein Reh vor der EOS den Fjord durchschwamm ans andre Ufer, bei 11° !!) Meine Spiegelbild-Fotos  sind im nachfolgenden Artikel eingefügt)

Spiegelwelt Fjord (4) (Copy)

Wir genießen die gemächliche Wasserwanderung und ich freu mich, dass am Fjordausgang wieder der schwarze große Seeadler seine Kreise zieht über den Baumwipfeln. Majestätisch schwebt er auf seiner Bahn…Ein unvergessliches Schau-spiel.

Mit raumem Wind segeln wir vor die „Hohe Küste“ Schwedens, die High coast. Eine Überraschung fürs Auge nach Wochen der flachen Horizonte und niedrigen Schärenfelsen im Meer Finnlands und Schwedens. Die Hügel sind 100-300 m „hoch“, dicht bewaldet von Kiefern, Fichten und Birken mit leuchtenden weißen Stämmen im grünen Laub, rosa-braune Felsen dazwischen. Wir steuern ums Kap und wollen in den kleinen Hafen Köpmannholmen... Am Hang hinter einer Fertigungshalle lagern lange weiße Stangen…?? Ich tippe auf Flügel für die Windflügler, wie damals in Norwegen im Wohnmobilurlaub. Stimmt. Ca. 20 m lang ist jeder glänzende Flügel, ob sie auch vom deutschen Emden sind und von hier weiter ins Land transportiert werden zum Aufbau auf den Berghängen??

Segelbergen,…das Ziel vor Augen… da entdecke ich im letzten Moment eine unscheinbare schwarz-gelb-schwarze Pricke im Meer, 90° neben meiner Kurslinie…fast am Ufer… Untiefe im Norden…also vor der EOS. Nix wie weg, ich lege das Ruder und fahre auf die Pricke zu, ganz nah ans Ufer muß ich fahren, und dann noch mit 0,8 m Wasser unterm Kiel zwischen noch kleineren grünen und roten Stangen durchschlängeln, keine 4 m vom Grasufer und der Werkshalle vorbei… Geschafft… 1 Platz ist frei im engen Gästhamn am Holzsteg. Moorings halten „Backen“ bereit neben der EOS, die fast zu groß ist für den Platz. 15€ die Nacht, kein Comfort: ein kl. Container, darin Büro und mit Holzwand abgeteilt ne Dusche und da drin das einzige Clo. Die Wohnmobil-Leute benutzen das auch… Mit Rucksäcken wandern wir los zum COOP zum Einkaufen, 4 km. Wie Walking:-) Wohnmobile und Caddies mit Leipziger und Chemnitzer Kennzeichen, man spricht deutsch äh, Sächsisch. Es gibt „alles“ außer H-Milch. Kennt keiner hier! Aber Joghurt in 1-Liter-Tetrapack und Kvarg naturell, TK-Lachs, ein Schweinefilet, Rinderhackfleisch, einen dicken Ring Fleischwurst, Werthers Echte Karamellbonbons, kleine Kartoffeln neue Ernte, 3 kg Äpfel und Matjessill, bio-Himbeermarmelade und gesalzne Butter. Das Brot ist nur geschnitten zu kaufen, auch die flachen Roggenbrötchen sind schon aufgeschnitten im Beutel.

Wir kommen an einem Bootsservice vorbei und der Meister hat eine dünne Stahlplatte, von der er uns 20x30cm abschneidet als Platte auf die Bugleiter (Einstiegshilfe in Häfen). Im 2. Hafen am Hotel hätte die Nacht 45 € gekostet, aber mit Waschmaschine und edlen Duschen.

Eindrucksvoll sind die Kunstobjekte am Ortsrand, die üppigen Blumenwiesen mit 3-farbigen Lupinen dicht an dicht und enzianblauen Glockenblumen, die in 8 cm-Büscheln wie Kronen am Stengel sitzen. Erste Steinhäuser, mit kurzrasiertem Rasen aber ohne Gartenzäune.

Zurück an der hohen Straßenbrücke über den Fluß oder Fjord sieht der Tisch aus wie ein Laden:-)

Alle Schätze werden im Schiff verstaut oder im TK-Fach eingefroren.

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Am Abend brate ich 10 kleine Köfte, türkisch gewürzte Hackfleischküchle.

Donnerstag, 11. Juli 2019, Gerdi: Zum Edstätterfjord

10 Uhr Leinen los in Köpmannholmen

Leicht gerefftes Groß, Fock, Wind von vorn, eisig, Kurs 180° Süd

Handschuhe, Wollpullover, Mütze, Ölhose, Anorak, Winterstiefel… es hat 12°C. Draußen zwei Segel-Regatten mit Spinnaker und Vollzeug.

Die High Coast zeigt sich von ihrer schönsten Seite: Pittoresk schlichten sich die bewaldeten Hübel und Berge hintereinander, die Eos segelt mit 5,5 kn vorbei und ständig ändert sich die Aussicht. Kleine Dörfer, Häuser am steilen Hang wie in der fränkischen Schweiz! Später steigen Felsformationen fast senkrecht aus dem Meer. Rosa-brauner Granit, dazu Grün in allen Schattierungen. Wald , Wald, Wald. Der Seegang bleibt erträglich, die Wellen sind hoch aber nicht so aggressiv. Nach 6 Stunden schönem Segeln steuern wir um das Felskap und fahren ab 14 Uhr noch fast 1 Stunde in den Fjord. Es ist wie auf der Donau mit bergigen Ufern zu beiden Seiten. Anker ab mitten im Fjord auf 9 m Wassertiefe in der Mitte der glänzenden glitzernden Wasserfläche. Hundhalet, Felswände neben uns, eine Straße, einzelne Häuser, kleine Boote, Kajakpaddler…Grausig nur der Raser mit seinem Motorscooter, der sich aufbäumt wie ein Ross und scheußlichen Lärm macht in der romantischen stillen Bucht…….

Edsätterfjord,11.7.19 Ankern (Copy)

Jetzt kommt aber erstmal Schwer-Arbeit dran: Gerhard muß im Bug das meterlange Stahlrohr zwischen Bord-WC und Fäkalientank ausbauen und vom Belag innen reinigen. Mechanisch, und später mit Sodalauge. Matratze raus, Kleiderschrank leeren, alles putzen…dann wieder alles reinräumen…Wir sollten doch öfter die chemische blaue Flüssigkeit zusetzen, um das Clogging (zuwachsen, verstopfen) zu mindern…

In die kleine Stahlplatte bohrt er per Handbohrer 6 Löcher für die Schrauben, die das Blech mit der Leiter verbinden. Dann gibt’s Kaffee und schwedische Haferkekse. Am Abend kredenze ich Wurstsalat.

Die Stille ist mit Worten nicht zu beschreiben. Nach einer halben Stunde hole ich aber doch die Blockflöte und spiele Green sleeves und Abendlieder über das Meer… Es gibt Echo, denn hier sind nun „Berge“! Am 1. Foto die senkrechte Felswand… anclicken und die Bilder in groß anschauen…

Storklubben, winziger Hafen im Naturreservat,7.-8.Juli 19

…ich wagte gar nicht durch die enge Düse rein zu steuern nach unsrer ruhigen Überfahrt…… Aber wir können längsseits an der Holzwand hinter der Mole anlegen. 3-4 Boote haben da Platz. Ein Touristenziel ist das kleine Selbstbedienungs-Lokal, Familien kommen mit Auto und Motorboot und essen hier, die Kids kriegen ihr Eis und ich koste zum ersten Mal die hier typischen Pfannkuchen mit Sahneklacks und Himbeeren. Gh isst das Matrosen-SmØrebröd (Toast mit Käse+Schinken, Pommes, Salat m. Majo).

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PS:Heute sind wir ganz arg stolz auf Enkel Emil (bald 4): Emil kann nun richtig Radfahren, mit Pedalen!

PS 2: Gestern zerlegte Gh den 40 J. alten lieben Optimus-Kocher und setzte 1 neuen Brenner ein.  Heute früh verweigerte die Clo-Pumpe das Abpumpen… Also mußte erneut der Ingenieur ran… Geht wieder… Ich ölte alle Holzflächen und taute den Kühlschrank ab, putzte sorgsam hinter den 4 Schubladen den letzten Staub vom Teakdeck-Verlegen an der Bordwand innen.

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1 Motorboot aus Finnland fehlt: bis um 3 Uhr waren wir 5 Schiffe im kleinen Hafen

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Blick von den Ferienhäusern aus…

Wanderung im Natur-Reservat am Montag, 8.7.

Große Parkplätze, große Wohnmobile, Radler, Jogger, Kinderwägen, Schulkinder … ein typischer Ausflugsort, sogar mit Plumpsklo ;-). viele rot-weiße Hytter, kleine und größere Ferienhäuser mit teils gemütlichem typischen weißen Gestühl und altem Radio und offnem Kamin, aber auch solche mit noblem Mobiliar für die Gäste aus der Stadt, riesigen Räucher- und Grillöfen, die Veranden voll verglast gegen den Wind vom Meer.

Duft nach Zitronenthymian… oder auch mal nach dem Gegenteil 🙂

Wir laufen auf weichen Moosen, feinsten Sandinseln, springen über „Gumpen“ voll Regenwasser (es regnete die ganze Nacht) und über runde Granitfelsen, die genauso aus dem Meer ragen, heute stürmisch und gischtweiß überspült. An Land wieder verschiedenste Flechten und Moospolster…wie in Molde, 1992. Die kleinen Trampelpfade sind mit orange bemalten aufgestellten Steinen markiert, mitten durch die Urwelt aus der Eiszeit.

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Das ist das Lotsenhaus-Lokal an unsrem kl. Hafen

Auf der Infotafel steht, daß sich das Land zur Zeit der schweren Eismassen der Gletscher 1000 m gesenkt hat und nun einige mm im Jahr erneut erhebt. Ein Paradies, im Projekt Natura 2000 gemeinsam mit den Finnen (Vaasa) gehütet und gepflegt.

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