Jetzt geht’s los: 17.-18. April

Der Transport durch Deutschland, das Abladen hier in der Marina Neuhof, das Aufriggen und die vielen Kleinigkeiten… alles hätte kaum besser laufen können.

Unser erster Ankerplatz am Eingang der Glewitzer Wiek: Auf beiden Seiten Schilf und die  kleinen Wäldchen. Habe ich die weißen Berge über dem Bodensee schon vergessen? Nein, man geht eben in der neuen Umgebung auf. Die Dämmerung streckt sich in diesen nördlicheren Breiten. Kein Schiff weit und breit, ein paar schwache Lichter und die rot blinkende Boje P2 am Eingang zum Hauptfahrwasser.

Gegenwind am anderen Morgen. Schon um 07.30 heben wir den Anker.  Der Wetterbericht weissagt 5 Bft aus Nordost. So kommt es auch EOS bemüht sich, stampft sich aber immer in den kurzen Wellen fest. Unangenehm. Die Flachstellen liegen hinter uns, da setzen wir gerefftes Großsegel und das gereffte  Vorsegel. Jetzt wird es angenehmer und der Autopilot steuert gut. Kalt ist’s draußen im Cockpit! Im Salon wärmt unsre Dieselheizung…

Noch ein paar Kilometer fahren wir die Peene aufwärts. Ursprüngliche Natur wie sie der Bodensee verloren hat. Schilf, Vogelzüge. Auch wenn die Reste der Kriegsbauten mit den nagelneuen  Immobilienobjekte konkurrieren. Ein paar Schritte weiter und die Natur hat einen wieder.

Wir biegen nach rechts ab und die Marina Kröslin empfängt uns mit Internet, Duschen mit Chip und Lagerhallen für die modernen großen Jachten. EOS fällt hier etwas aus dem Rahmen. Aber wir können tanken.

Die wenigen Häuser des kleinen Ortes ducken sich hinter den Hallen der Marina weg. Kein Glockenschlag von der alten, kleinen Backsteinkirche. (Karwoche?).

Nach dem Abendessen finden wir endlich den verschollenen Karton Rotwein, den wir schon seit zwei Tagen vermissen.

Und immer wieder diese Wegekennzeichnungen

 

 

Vorbereitung zur Reise

Vorbereitungen für eine Reise ziehen sich hin. Seekarten und Hanbdbücher habe ich nacheinander gebraucht beschafft. Ersatzteile für eine rasche Reparatur liegen bereit. Kleidung, Wäsche und manches andere Notwendige für den Bodensee liegt zuhause im Keller. Gerdi hat alles für die Küche überprüft und aktualisiert. Die letzten Tage vor dem Transport wurde der Mast gelegt und stabil für den Transport verschnürt. EOS wanderte aufs Trockene zum Unterwasserschiff streichen und zum Reinigen der Bordwand. Die glänzt jetzt wieder. Und dann mussten das Beiboot, die Rettungsinsel und viele weitere Kleinigkeiten an Bord. Zum Schluss kam noch Essen und Trinken für die ersten Tage an Bord. Alles ging gelassen und in froher Stimmung. Das liegt auch an den fröhlichen und fachkundigen Hafenmeistern im BSB-Hafen und Bootsbauern in Seemoos.

Jetzt ist alles erledigt. Am Montag kann der Transporter kommen und EOS zur Marina Neiuhof  an die Ostsee bringen.

Noch ist es nicht so weit…

Unsere Segelreise auf der Ostsee soll Mitte April beginnen. EOS liegt jetzt abgedeckt und winterfest im Hafen von Friedrichshafen. Noch sind die Vorbereitungen nicht abgeschlossen.

Ich berichte nicht gerne vorab über unsere Reisestrecke. Man weiß nie, welche Überraschung kommt. So viel sei aber doch verraten: Wir planen, von Stralsund über die baltischen Staaten nach Finnland zu segeln und dann weiter die finnische Küste hoch (wie weit?) und die schwedische Küste wieder zurück nach Stralsund.

Wenn wir Mitte April starten, wird es in diesen höheren Breiten noch ziemlich kalt sein. Deshalb waren wir ein verlängertes Wochenende auf Bodenseetoern. Temperatur um und etwas über 0 °C. Ergebnis: Mit unserer Dieselheizung kein Problem. Hier der Blog