19. Sivota-Valtou, Festlandküste vor Albanien
87 nicht wieder: Zahllose große Tavernen (Pizza, Toast, Filter coffee, continental breakfast…) , eine Marina-Mole mit ca. 15 Yachten, ein gepflegter Stadtpark mit Stein-Weglein zwischen Blumenrabatten und Palmen…Aber wir finden eine neue FAZ! Vor dem Supermarkt redet temperamentvoll ein grellbunter Riesen-Papagei und antwortet über den ganzen Platz hinweg einem rufenden Griechen, witzig! Es klingt auf beiden (!) Seiten wie ein ärgerlicher temperamentvoller Disput.Der Kaufmann, mal in Deutschland als Arbeiter, freut sich, daß wir schon vor 24 J. hier waren und schenkt uns ein großes Glas Honig von seiner Mutter! Gerhard kauft eine Citronella-Kerze gegen die gierigen Bord-Schnaken.
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18. Ammoudia am Fluß Acheron
17. "Naturschutz-Zentrum Eriskirch" am Ambrakischen Golf?
Die Reiseroute:
16. Brücke von Arta – Ein Ausflug mit dem Lokal-Bus
???GERDI’s Impressionen. 13. Juni 2011
Pfingstmontag. Feiertag. Alle Läden dicht. Absolute Ruhe…
Die EOS liegt im kleinen Hafen vor Anker, nur Fischerboote bei ihr.
Auf den Telefonleitungen sitzen auf 5 Notenlinien wie schwarze Noten die Schwalben, dass man das Lied nachspielen könnte , aber die Melodie wechselt ständig.:-)
Vom kleinen Ferien-Bade-Ort Menidhion (viele Ferienwohnungen) mit schmalem Badestrand an der neu erbauten Promenade mit Tavernen fahren wir früh um 8 mit dem wider Erwarten tatsächlich noch eintreffenden Bus 20 km nach Arta…Verschlafen. Sogar die Kioske sind geschlossen. Keiner auf der Straße, keine vor den Läden ausgebreiteten Waren, Früchte, Souvenirs. Nichts.
Wir wandern durch die stille Stadt ARTA und zur weltberühmten historischen Bogenbrücke am Fluß.Die Türken erbauten diese Brücke im Jahr 1621, auf den Fundamenten einer noch älteren Brücke aus Zeiten Alexanders des Großen. Grandios die Rundbögen. Der Fluß Arachthos mit seinen Kiesinseln erinnert an Bad Tölz . Er mündet bei unsrem 2.Ankerplatz gegenüber von Menidhion in einem Delta mit Schilf und Vogelparadies in den Ambrakischen Golf. Dort entstand mit europ. Hilfe ein Naturschutzzentrum, mit Museum und pädagogischen „guides“.
MARIA, thank you for your nice „lesson“. Have a good time and care for the nice museum (and for your little son)
Wir sind allein, als wir die Brücke mit den glattgelaufenen Natursteinen beschreiten und oben die Aussicht genießen auf die Weiten der Flußaue. Mir gefällt das handgemalte Schild über dem Eingang der Taverne, wo gerade ein großer Pott mit Kirschenkompott steht und Glas-Schüsselchen zum Verzehr einladen sollen.
Um 10 Uhr begeben wir uns sicherheitshalber schon mal zu der großen Bus-Station, um zu erfahren, ob wohl am Feiertag ein Bus zurück geht nach Menidhi. Früh waren wir mit dem Fahrer ganz allein…Nur ein „local bus“, ja, aber man sagt uns nicht wo er abfährt. Irgendwo an der Straße. Um 12. Um 13 Uhr…Die „historische“ Tafel mit von Hand aufgesteckten Zeit-Täfelchen für Stunde und Minuten hinter jedem Ziel ist reizvoll, ein Blick in vergangene Zeiten ohne Computer und Telefon. Die Anschlagtafel sieht aus wie die Lied-Nummern-Tafeln in der Kirche bei uns .
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Die geschlossenen Läden präsentieren Erstaunliches. Hier die mit Glitzer und Schmuck überfrachteten Corsage-Brautkleider, die oben eher wie Reizwäsche wirken und unten wohl der Traum eines griechischen Mädchens sind. Stephania in Episkopi gestand uns, dass allein das Fest für ihre 300 Hochz
eitsgäste im Mai 2011 auf 10.000 € kam. Dazu das Prinzessinenkleid, der Frisör, die Kosmetikerin, die Stöckel-Schuhe, der Schmuck, das Täschchen, der Edel-BH, der Spitzen-Rüschen-Slip. das Parfum, die Blumen …
Verführung pur, so muß es wohl sein bei einer „richtigen griechischen Hochzeit“!!!
In einem Backstein-Dom mit vielen Kuppeln überraschte uns in der Hauptkuppel dieses wunderbare goldene Mosaik eines fast lebendig wirkenden Christus, der gar nicht steif ist wie die Darstellungen aus der Pantokratorzeit…Eine gütige Spende würde eine Instandsetzung ermöglichen.Aber es gibt soo viele Kirchen und Kapellen in Griechenland…
Nach unsrer Heimkehr nach Menidhion kosten wir in der bis auf den letzten Stuhl besetzten Fischtaverne einen großen Teller voller dünner Zucchini-Scheiben, in Mehl paniert, gebacken, aus der Pfanne. Total naturell. Mmmmh. Am Abend gibt’s den Rest vom selbstgekochten Ratatouille, Auberginen, Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch,Tomate, griech. Kleb-Reis … und ich dünste mir ½ Gurke in Butter, Zucker, Salz und Zitronensaft.
Hier im Städtchen trägt aber keiner solche Schuhe wie in der Arta-Vitrine!!! Höchstens mal eine italienische Urlauberin, die ihrem Lamborghini entsteigt…Am Dorfrand lagern Zigeuner, die Kleinen nackt(alles wurde nass im Regen!), die Teenagermädels in feuerroten glänzenden Zipfelkleidern. Sie wühlen im Müll des Pfingsmarkttages nach brauchbaren Kartons, Kleiderbügeln, Stoffresten, tragen alles zum Auto, das als Heim für 8-10 Personen dient. Die Mamas alle schwanger und einen Säugling im Arm…Man lagert am Boden, überall auf den Felsen und Bäumen abgetragene Wäsche und Kleidungsstücke zum Trocknen ausgelegt. Welch ein Gegensatz zu diesem letzten Foto!
Die Bilder:
15. Vonitsa
Preveza wieder 15 Bücher „getauscht“ am Regal „deutsch“, Viele haben Stempel drin von den Segelyachten der Vorbesitzer.
14. LEFKAS- WANDERTAG ( Gerdi), 6.Juni
LEFKAS- WANDERTAG ( Gerdi), 6.Juni
Am 2. Tag vor Anker im Hafenbecken von Lefkas/Stadt planen wir einen Wandertag in den Bergen. Uns gefällt Lefkas schon 28 Jahre lang, von Segeltagen mit der jkeineren „Marion“ mit unseren 3 kleinen Kindern( 1 ½ bis 8 J.), vom Landurlaub mit dem Auto, immer fühlten wir uns in dieser „normal gebliebenen“, lebhaften, schönen Stadt mit den engen Gassen und den vielen Blumen, umgeben von fruchtbarem Ackerland, so wohl. Das tiefgrüne Hinterland mit den Wäldern auf den Hügeln, die großen Olivenhaine, die reizvoll am Hang gelegenen Bergdörfer…ganz klar:da müssen wir noch mal hin!!
Gerhard erkundigt sich am Busbahnhof, wann ein öffentlicher Bus hochfährt nach KARIA.
Dann planen wir: 16 km Wandern,von Karia runter in den Urlauberort NIDRI, ca. 400 Höhenmeter, dann im Bus zurück.
(1987 machten wir diesen Ausflug mit unsren 2 kleinen Buben, großes Lob noch heute an euch zwei, diese Strecke im heißen August, klaglos, tapfer! Und Gerhard schnitt einen jungen Zypressenstamm ab, der uns als Bootshaken jahrelang gute Dienste leistete.)
Um 6 stehn wir auf, die Rucksäcke sind vorbereitet( 1 Souflaki-Spieß von abends, 1,5 l Wasser, 2 Äpfel, Sonnenhut), kleines Frühstück im Cockpit mit Joghurt und Nescafé. Dan rudern wir vom Ankerplatz an den Kai der Hafenmauer. Noch ruht die Stadt um 6.30 Uhr, einige kleine Cafés öffnen gerade.
Wir laufen 1 km zum neuen, modernen Busbahnhof. Um 7 fährt der Bus nach Athen, alle Altersklassen sind vertreten, bis zur Oma mit 85. Dann kommt unser Bus nach Karia, ein fast neuer schicker Mercedes! Nach 30 Minuten erreichen wir nach sehr vorsichtiger Langsamkeit und durch viele enge Kurven und Serpentinen das Bergdorf Karia.
Ein gemütliches Dorf, saubere Häuschen, viele bunte Blumen in großer Vielfalt, in den kleinen Vorgärten prächtige Rosen in allen Farben, Weinlaub als Schattendach, unzählige Zitronen vollreif, Birnen noch ganz klein, duftendes Geißblatt und Jasmin überm Gartentor. Liebenswert.
Dichter Misch-Wald umgibt das Dorf, Zypressen ragen wie dunkelgrüne Kerzen aus dem Silbergrün der Olivenhaine.
Hier oben ist es noch Frühling: Wie Hecken säumen üppig gelb blühende Ginsterbüsche die Straße, auf der kein Auto kommt, grad mal 2 Taxen. Zauberhafte Schmetterlinge landen auf rosa Blüten oder gaukeln auf magenta-roten Lichtnelken. Wunderschön jede Art.
Hoch über uns im Bergwald singen uns die Vögel ein vielstimmiges Konzert! Amseln, Nachtigall, Lerche? Im Tal am Meer unten hört man fast nur die munter zwitschernden Schwalben, das Gurren der Türkentauben, das Schwätzen der Spatzen! Am Himmelsblau zieht ein großer Greifvogel seine Kreise. Ein Adler? Ruhe. Ungestörte Natur.
Der helle karstige Fels des Berges wurde für die Straße gesprengt, in den freigelegten senkrechten Felswänden entdecken wir bizarre Tropfsteine!
Bei den ersten Kilometern öffnete sich der Blick auf das sehr fruchtbare, wassergesegnete Ackerland, von dem zur Zeit längliche hellgrüne Paprikaschoten, Salat, Zwiebeln, erste Kartoffeln, kleine Zucchini an Pflanzen mit riesigen gelben Blüten geerntet werden. Die berühmten Linsen von Lefkas kommen erst später.
Alles sieht aus wie ein Garten Eden. Im 2. Wegabschnitt finden wir unter üppigen Platanen eine große Quelle mit historischem Waschplatz mit Steinbecken. Nah bei der Quelle ein kleines Kloster… und immer mal rauscht unter Brombeerdornen-Gestrüpp Wasser.
Wir biegen ab zum Bergdorf VAFKERI, ein winziges Dorf mit einer griechisch-orthodoxen großen Kirche, die auf Zeiten mit mehr Dorfbewohnern schließen läßt. Im weiträumigen Hof breitet eine riesige uralte Platane mit stammdicken Ästen ihr gewaltiges Blätterdach über den Platz, Laternen am Zaun, alles wunderbar geeignet für ein Gemeindefest …
Aber die Bürger sind weggezogen, viele verlassene einfallende Natursteinhäuser sind stumme Zeugen, vom üppigen Grün ganz zu gewachsen wie ein Dornröschenschloß! Die hübschen Ferienhäuschen der ins hochgelegene Dorf verliebten Neu-Bürger, meist Engländer retten Vafkeri. DAnk einer liebevoll gestalteten neuen Taverne einer Engländerin finden wohl doch Besucher hier herauf in diese Einsamkeit. Die Terra
sse hat Säulen, die von Jasmin überwuchert sind, ein Kiwibaum breitet seine Äste als Natur-Dach über die Tische. Sehr einladend und anspruchsvoll die handgemalte Speisekarte! Leider ist Ruhetag. Umwerfend der weitschweifende Blick aufs Meer mit den vielen kleinen Inseln, die wie Juwelen aus grüner Jade im azurblauen Meer schwimmen mit all den weißen Segelschiffen! Ein Traum…
Nach 5 Stunden Wanderung machen wir eine kurze Rast im Schatten eines Ölbaumes. Wasser, Grillfleischwürfel, 1 Tomate…das Brot haben wir leider vergessen …
Ab 12 Uhr ist es sommerlich heiß, obwohl es ja noch 15 Tage dauert bis zum Sommeranfang!
Mein UV-Schutz-Sonnenhut schützt den Kopf. Wieder viel Wald, Weingärten, in denen Bauern mit einem kleinen Handpflug die Flächen unter den Olivenbäumen umpflügen.
Der Abstieg zieht sich gnadenlos in die Länge, wenn auch die schöne Aussicht die Mühe reichlich belohnt: Astokos, Skorpio, Meganisi…- herrliche jonische Inseln. Viele Segler lassen sogar im Winter in den Waldbuchten vor Nidri ihr Schiff vor Anker.
Nach 6 Stunden erreichen wir Nidri auf Meereshöhe. Viele Ferienwohnungen, britische Autos, aber auch welche aus Serbien, Rumänien, Kroatien, vor einfacheren Etagen-Ferienwohnungen. Alle Urlauber sind nun mit Badesachen unterwegs.
Um 14 Uhr gönnen wir uns in einem Café frisch gepressten Apfelsinensaft mit Eiswürfeln und ein kühles Bier vom Faß. Dann kommt der Bus nach Lefkas. Erschöpft von der Hitze erledigen wir noch den Einkauf. Halsgrat-Steaks, Rindfleisch für ein Bohnen-Kartoffel-Stew( es mundete uns köstlich!), Joghurt, Kalamata-Oliven.
Im Cafézinho erfrischt uns ein unbeschreiblich italienischer Espresso und weckt die Lebensgeister. An Bord der EOS lassen wir uns die gekühlten dunkelroten Kirschen schmecken. Am Abend unter dem zunehmenden Mond riecht es nach grünen Bohnen…Ein wunderschöner Tag. Wir bleiben noch 1 Nacht.
Die Bilder:











































