Durch enge Fahrwasser an den Schären-Ankerplatz

Windfinder sagt für heute- und für die nächsten Tage auch- Windstärke 5-6 aus der Richtung in die wir fahren möchten, voraus. Und er hat recht! Gut, dass wir uns innerhalb der Schären bewegen, da entwickeln sich keine zu unangenehmen Wellen. Kaum aus dem angenehmen Vereinshafen von Nynäshamn heraus, empfangen uns Schaumkrönchen. Nur kurz, denn uns erwartet die erste gewundene Engstelle, wie gewohnt durch Bojen gut abgesichert. Dennoch erfordern diese Engstellen volle Konzentration und verminderte Geschwindigkeit. Dann ein kurzes Gegenwind-Stück und der Dragets Kanal liegt vor uns. Das war früher eine Tragestelle (Schiffe über Land), darum der Namensteil „Dragets“. Im 17. Jahrhundert wurde dieser kurze Verbindungsweg dann aus dem Fels gebrochen. Gegenverkehr. Wir warten, denn mit 4 m Kanal-Breite kann man sich keinen Gegenverkehr erlauben. Dann ein Warnton aus der Blas-Tröte und Gerdi steuert vorsichtig in den schmalen Kanal. Rechts und links Felsen und Wald. Jetzt biegen wir in das Buchtensystem Rasavikar ein. Nochmal wird’s zwischen Schilfufern eng, dann können wir uns auf unseren Ankerplatz direkt an einer Schäre vorbereiten. Heckanker klarmachen und zwei lange Vorleinen anschlagen. Ankern ist dort möglich und üblich, weil sich die Felsen sofort in tiefem Wasser fortsetzen. Gerdi fährt behutsam an die Schäre heran, ich lasse den Heckanker fallen und lasse das Ankertau nach. Kurz vor der Schäre übernimmt Gerdi das Ankertau am Heck und wenn EOS fast den Fels berührt springe ich mit einer Vorleine an Land. Diese und die zweite Leine werden an Bäumen befestigt und auf passende Länge gebracht. Gerdi holt das Ankertau straff, fertig! Es hat zwar nicht ganz geklappt, aber fürs zweite Mal (den ersten Versuch vor ein paar Wochen haben wir abgebrochen) gings recht gut. Auch das muss man lernen.

Draußen Urwald. Ich seh mich dort um und hätte mich bald verlaufen. Nur Wald und keine Sicht nach außen und die buckeligen Schären sind verwirrend. Aber irgendwann sehe ich doch EOS‘ Mast. Ein ruhiger Nachmittag beginnt. Abends sind wir die einzigen Menschen in dieser zauberhaften Bucht in der absolut nichts von Menschenhand Geschaffenes zu sehen ist.

Die VIDEOS wurden mit doppelter Geschwindigkeit hochgeladen! Gerdi steuerte die EOS langsam und behutsam durch die Engstellen…!!

 

Mit dauerndem Südwind=Gegenwind-bis Västervik

Unser 2. Fels lässt uns mit 2 Leinen festmachen, Heckanker, ein Schwede hilft. Hier seien oft 8 Boote am Felsen im Sommer… Die Quallen locken nicht zum Bade…

 

Im Lindöfjord ankern wir frei. Weiter geht’s nach Süden, mit Ölzeug Gegenwind und auch Regen. Als wir den Anker werfen, ist vor uns die „Watermusic“ und David, der Tscheche aus Prag paddelt zu uns. Fachmännische Gespräche mit hoher Qualität über technische Probleme, Elektroinstallation, Stahlschiff und Rost lassen uns die Zeit vergessen, und dann schüttet es aus Kübeln… David bleibt zum Essen und als es immer noch in Strömen regnet, schlag ich ihm vor, die Kleidung in eine Plastiktüte zu packen und blank und bloß im Schlauchboot durch die Wasserflut zu rudern. 🙂

Der Morgen weckt uns mit Sonnenschein und wir segeln mit einigen Kreuzschlägen Richtung Västervik. Da liegen wir längsseits am Kai außen vor der Pampaswerft. Große Boote werden winterfest in Planen gehüllt, Saisonende.

 

Auf einer Schäre thront ein Seeadler und breitet majestätisch seine Schwingen aus…

Wir beneiden die Segler, die mit Rückenwind nach Norden wollen

 

Reeeegen…. aber auch wieder Sonnenschein…

 

In Västervik gehn wir groß einkaufen und das Bahnhofsvordach schützt uns vor dem Schnürl-Regen… Morgen wollen wir die üppig mit Türmchen dekorierte Kirche besuchen. Am Abend koche ich köstlich mit dem Wok.

 

Inselbucht Höko-Oxelösund, Savö-Engstelle. 16.8.19

Gerdi schreibt:

Copien-Segelfreude 16.8 (2)

Um 9.15 Uhr Anker auf, inzwischen Bordroutine. Es soll 3-4 bft geben, S und SO, also Segelwind von vorn. Gh refft das Großsegel.

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Um 10.30 Uhr passieren wir im Schleichgang die Engstelle bei Savö. Eindrucksvoll… Erinnerungen an die Flußfahrt und den Donaudruchbruch mit unsrer EOS 2014… Noch durch 2 solche engen Stellen schiebt sich unser Schiff, der Volvo hilft teilweise brav, exakt in der engen Rinne zu bleiben zwischen den roten und grünen Pricken…! Savö (1) (Copy)

Savö (2) (Copy)
Ganz nah die Felsen: ehem. Lotsenhaus

Savö (3) (Copy)

Dann umgeben uns immer mehr düstere Regen- und Gewitterwolken. Wir legen Ölzeug an, Südwester, Gummistiefel. Schräg saust die EOS durch die Wellen… Und es regnet NICHT! Gereffte Fock, bissige Wellen von vorn, Eos kämpft. Da ändert Gerhard unsren Kurs zur Ankerbucht um und legt unsre GPS_Route etwas mehr zwischen die Schären. 12.30 Uhr, Ruderwechsel, der Käptn steuert nun in die düsteren Wolken.

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Bis 16.20 segeln wir hart am Wind … dann biegen wir in eine große Bucht ein, am Ufer Wohnwagen, Bootsanleger… Wir ankern lieber im Arkosund, im Lindöfjärden.

UNGLAUBLICH  !! Da kann man durch segeln…teilweise nur 3 m tief und weniger…

Hy-fotos 16.8 (5)

Copien-Segelfreude 16.8 (13)
Tiny-House schwedisch. auf engstem Raum

 

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Oben links in der hellblauen Bucht (flach) liegen wir im Lindöfjord

Statt Sturzregen und Gewitter lösen sich die Wolken alle auf!! Ich bade im 18°C kalten (brrr) Meer, wir sitzen im sonnigen Cockpit und lesen… Um 20.35 Uhr geht die Sonne unter, noch sind wir es gar nicht gewöhnt, dass es so früh dunkel wird…

Vom Schärenfels zur Bucht Laxkroksholmarna zum Ankern, 15.8.19

Ruhig war die Nacht – am Felsen vertäut. Weiter geht’s: Vorhersage 3-4 bft aus Süd. Heute segeln wir das erste Mal mit der reparierten Fock! Gleich dreht Gerhard aber ein Reff ins Groß… Gegenwind mit 4 und 5 Windstärken.

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Rechts am Achterliek die geflickte Stelle in der Fock (Rechteck)

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Reine Segelfreude, wir wechseln uns alle 2 Stunden an der Pinne ab…

Herrliches Segeln, die Fock funktioniert gut. Gischtweiß umschäumt segeln wir mit großer Sportsfreude gute 4 Stunden und biegen dann ein in die unaussprechliche Bucht Laxkroksholmarna. Umgeben von niedrigsten nackten Felsen und runden höheren Schären. Wald am Ufer… zwei Ausblicksöffnungen zwischen den Steinen geben den Blick frei aufs Gischtmeer… Wir aber ankern und liegen geschützt. Ein Hoch auf den Navigator, der immer eine Bucht unter Hunderten raussucht im Schären-Paradies.

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Ein Traum von einem Ankerplatz… aber Quallen im Meer…
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Gleich neben der EOS wird es ganz flach… 😉 !

Am Abend ankert noch die große Zweimaster-Yacht „ROLAND VON BREMEN“ neben uns, eine Oldtimer-Schönheit mit schlankem überm Wasser schwebendem Heck  und hoch in elegantem Bogen aufragendem Bug, Baujahr 1931, ein Prachtstück: 18 m lang, 2,70 m Tiefgang. Die Crew paddelt an Land.

Wir genießen die Ruhe…  einfach herrlich so ein stiller Abend vor Anker… Wir sind sehr dankbar.

Bei uns wird an Bord wieder mal fein gekocht: Lendenscheiben mit Sahnesauce, bunter knackiger Salat mit 1 Tasse voll mit frischen Kräutern, Natur-Reis.

Was fehlt uns im Vergleich zum Mittelmeer? Die Hitze nicht, aber das viele frische Obst in der Türkei und den griechischen Inseln, die Lässigkeit der Griechen im Kafenion, die Türken mit ihrem Raki und dem Backgammon vor sich, die roten Sonnenuntergänge nach der Gluthitze des langen Sonnentags, die klaren dunklen Sternennächte und der Nachthimmel bei den Nachtfahrten oder vor Anker, die Abende im Cockpit bei Rotwein und Pistazien

… Aber der Norden hat uns inzwischen verzaubert mit seiner Andersartigkeit: der endlose Wald, die Ruhe in den Buchten, die durchweg kleineren Boote hier oben,  wir mögen die Kühle… auch wenn ich fast immer Skiunterwäsche, Wollsocken und Anorak anziehe… 🙂

Inzwischen sind wir 4000 km im Norden gesegelt, 120 lange Tage…- ein Geschenk!

Zurück… zur Segel-Reparatur in Nynäshamn

Wir müssen wieder ein Stück zurück, 8 km von der Felsenbucht zur Stadt Nynäshamn. Gleich früh um 6.30 Uhr motoren wir rüber, tanken, telefonieren. Der antelefonierte Segelmacher hat Ferien. Aber der Schuhmacher könnte das Segel auch nähen. 🤔😕Ach je, das kennen wir schon von 1985 in Brindisi (SUNRISE-Überführung Rhodos-Brindisi) und von Carloforte auf Sardinien, 10 Std. Handarbeit, 100€…)

Fok, gerissen (Copy)

Als wir im Clubhafen in Nynäskär anlegen, bekommt Gh. von Regattaseglern den Tipp, es bei einer Segelmacherin im Ort zu versuchen. Sie kommt mittags gleich vorbei. „Na klar, das kann man flicken. Aber am besten auch gleich einen UV-Schutzstoff an Unter- und Achterliek drauf nähen, dann hält das Segel noch lange!“

„Wie lange brauchen Sie dazu?“fragt Gh vorsichtig. Da lacht die fröhliche patente Fachfrau: „Bis morgen nach dem Mittagessen!“ Sie packt unsere Fock im Sack ins Auto und weg ist sie. In der Werkstatt muß sie das Segel vermessen, die Stoffmenge bestimmen, die Flickstelle und die Arbeitszeit berechnen. Dann nennt sie uns den Preis: 350€. Geht klar, das hätte es daheim in Überlingen auch gekostet. Wir können die Segelmacherin empfehlen: Anneli Bergfeldt, +467333367937

Im Hafen vor uns lebhaftes Treiben: Kanu-fahren, Opti-Kentern u. wieder aufstellen, Segelunterricht auf den Optis, für Kids zwischen 6 und 10 Jahren. Im „Umkleideraum Damen“ helle Aufregung. „Huch, eine fremde Frau!!!“ Die Kleinen kommen aus der Sauna und gleich hocken 8 nackte Mädle qunter den 2 Duschen…:-) Da geh ich lieber wieder. Gerhard spaziert zur Stadt und zum andren Hafen, wo wir früh nur kurz tankten und die großen Fähren nach Gotland fahren. Er bringt von der Rökerei geräucherte Fischstückle mit, Fingerfood kalt für ein mittägliches Vesper.DSC_1480Wir laufen am milden Abend auf dem Strandvägen in die Stadt, es hat sommerliche 19°C. Richtig schöne Häuser, mit geknickten Walm-Dächern und originell eingefügten Gaupen. Architekten haben hier gute Ideen gehabt, die Dächer wirken beschützend und heimelig, die Fronten zeigen Wohlstand und Stolz der Bewohner. Ein Park mit gewundenen Pfaden und Rosenbeeten und einem plätschernden Bach lädt zum Verweilen und Laufen ein, die Prachtgänse futtern aber eifrig den Rasen ab (und kacken die Wege voll…)

Ganz oben auf dem ca. 50 m hohen Felsrücken thront eine rote Kirche, elegant der zierliche (später zugefügte) Turm mit dem girlandenhaften Bogen als Verzierung. Christen haben Geld gesammelt, bis genug für den Bau der Kirche da war, ca. 1930. Der Ausblick ist großartig, der ganze Hafen mit den Segelbooten als Panoramarund.

Wir kehren bei der kleinen Gaststätte der Rökerei ein und ich spar mir heute das Kochen: leckere geräucherte Lachsflossen, eine Makrele, 8 geräucherte Röker (Scampi) -die Platte zu zweit für 16€. Lecker.DSC_1478

DSC_1475DSC_1477 Dienstag, 13. August: Mauerbau 1961. So oft waren wir an diesem Gedenktag mit dem Boot auf Törn… Heute wachte ich mit Migräne auf😖😕…die blieb bis Mitternacht😟…

Trotzdem: Waschmaschine befüllen, 1,5 km nach Nynäshamn laufen zum Coop. Einkaufen, auch Hühnerschenkel und Gemüse und Kräuter für eine feine Hühnersuppe am Abend. Im Drucktopf ist sie in 20 min. fertig😉. Der Wäsche-Trockner (Bosch) hat auch funktioniert.

Um 15 Uhr kommt die Segelmacherin Annelie und bringt das reparierte Vorsegel mit. Genial, Sonderlob für saubere Arbeit und prompte Hilfe. Trotz Kopfweh bergen wir in einer Windpause die große Genua und setzen um 19 Uhr die Fock. An Land legen wir die Genua nach dem Tipp von Annelie raumsparend zusammen und packen den Segelsack unter die BB-Koje im Bug.

Morgen wollen wir weiter nach Süden und im Schärengarten mit Heckanker ankern und mit Landleine an einem Felsen oder Baumstamm festmachen. Es soll wieder 5 Windstärken haben, bei SSW also gegenan segeln. DSC_1479

DSC_1481 DSC_1484 Die Hühnersuppe war köstlich, reicht gut noch für morgen.

Acht Stunden gegenan… 11.+12. August ’19

Gerdi schreibt

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (3)
Grau sind Meer und Himmel… es regnet und stürmt

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (2)

In der Bucht Kalnäsviken auf Ormö brummte uns noch der Kopf vom Motorfahren. Hier seien im Sommer so viele Boote an Felsen und frei ankernd, dass man schwer einen Platz bekommt. Es regnete. Daher nicht so voll.

Rückblick

Törnstrecke: 1832 sm =  3425 km. Davon nur knapp 300 Std. unter Motor in 4 Monaten…

114. Törntag, Gerdis 62. Törntag. Reine Segeltage: 70.

*Wir beginnen das zweite Logbuch!*

 

Sonntag, 11.August 2019. Anker auf um 9.30 Uhr, Ziel Ostseite Bedarön, dichte Wolken, Ölzeug, wir müssen bei 5 bft aus SSW voll gegenan segeln. Gleich draußen empfängt uns lebhafter Gegenwind, begleitet von unangenehmem Seegang und erstem Regen. Lange weiße Gischtfahnen legen sich aufs Meer, wie Straßen mit Schnee…

Düster die Schären, EOS kämpft in den Wellen und mein akkurat die Navigation planender Käpt’n ändert um 11.30 Uhr den Kurs nach weiter innen, um im starken SW-Wind etwas Milderung durch die Landabdeckung zu erhalten zwischen den Schären. Die Wogen werden etwas niedriger und die EOS steigt nicht mehr so hoch am Bug wie ein bäumender Hengst.

Wir fahren an einem großen „Militärischen Sperrgebiet“ entlang. Kriegsflotte, riesige Tunnels in die Felsen gesprengt, Fotografieren streng verboten…

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (4)

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (5)
2 Busen-Inseln wie in Ciftlik in der Türkei:-)

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (6)

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (21)

Der Regen nimmt die Farben… schade, dass wir nicht mehr voll segeln können, der 5er aus SSW kommt fast immer von vorn. Nur wenige „sehr schräg“ kreuzende Segler sind heute draußen. Die Fähren fahren nach Gotland.

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (11)Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (10)Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (8)

 

Seezeichen säumen unsre Route, sie erinnern an Zeiten als es noch kein GPS gab…

Als ich nach 4 Stunden meine 2. Wache an der Pinne starte, riss unsere Fock am Achterliek ca. 1 m überm Schothorn ein… etwas zu dicht geholt, gab das mürbe Gewebe nach… ein „faden-scheiniges“ Loch ;- im UV-gepeinigten Segelrand: ein Schaden verursacht durch 6 Jahre Mittelmeertörn!

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (22)
Eng ist die Durchfahrt gewesen…und grad mal 2- 3 m WT…
Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (19)
Fast senkrecht wie die 3 Zinnen, im Fels blüht Erika
Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (24)
Seltene Begegnung auf unruhiger See…

 

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (26)
14 Uhr…fast senkrecht ragen die Schärenfelsen aus dem Meer, an der Nase geht’s  nach bb,

Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (26)

Und dann darf ich vorsichtig einbiegen in die friedliche waldgesäumte Ankerbucht:Zuletzt zur stillen Ankerbucht (2)EOS ruht  zwischen Wald, Inselchen, Holzhäuschen, Felsrücken…. ein Paradies:

Unser friedvoller Ankerplatz: BEDARÖN, Ostseite

Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (32)
15 Uhr: Eng und wenig tief ist die Durchfahrt beim Ankerplatz… Ein Russe ankert schon…
Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (31)
Das ist unsere Aussicht vom Ankerplatz aus, vorn rechts waren 2 andere Segler
Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (30)
2,5 – 2,7 m unterm Kiel neben diesen senkr. Felsen… dichtes Seegras u.ä., aber der Anker hält!

Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (28) Nur noch abgeschwächter Wind…Dunkle Gewitterwolken künden Regen an… Wir montieren am Bug an der Rollfockrolle die große Genua, ziehen sie zum Masttopp und scheren gewissenhaft die Schoten ein. Morgen suchen wir einen Segelmacher für den Riss in der Fock.

In der Nacht regnete es wieder…

Zuletzt- copy- zur stillen Ankerbucht ) (29) Eine asiatisch pikant gewürzte Gemüsesuppe gibt es für den Start in den Feierabend. Regen. Stimmung wie am Bodensee im September.

Wir machen uns beim Longtörn fast täglich die Freude eines selbst gekochten Mahls: In Stockholm war’s Chili con carne, gestern frischer Lachs mit Crème fraîche+Dill, heute der Eintopf:

 

Am Abend beschließen wir, doch zurück zu fahren in einen Hafen von Nynäshamn, um das Segel zur Segelmacherin zu bringen und ein längeres Heckankerseil zu kaufen, damit wir an den Schärenfelsen direkt anlegen können, wie das die Schweden gerne tun. Allerdings haben die am Heck eine flache 30 cm-Rolle mit dem flachen Band, das zum Heckanker führt… Vorne mit Seil an einen Baum an Land oder in einen Ring im Felsen. Originell fand ich zuletzt in Kalnäsviken, daß eine Baumstammscheibe vor einem Bug auf dem Felsen stand. Der war für die Bord-Katze, die da vom Bugkorb aus hinunter springen konnte… damit es nicht gar zu hoch ist, v.a. beim Zurück-an-Bord-Hüpfen:-)

Am frühen Morgen des 12. August stehen wir schon um 6 auf und motoren um halbsieben rüber zum Stadthafen zum Tanken und fahren dann weiter in den gemütlichen Clubhafen, der nur 6 Gastbooten Platz bietet. Opti-Regatta der Jüngsten, die nachher von den 2 Segeltrainerinnen auf 1,2,3 an Füßen und Händen geschwungen ins Wasser geschleudert werden. Welch ein Spaß.

Um 13 Uhr kommt die Segelmacherin und nimmt unsere Fock mit: “ Jaja, das ist ein typischer Sonnenbrand-Schaden… nur am Achterliek, der Randstreifen, der sich am Rollfock-Vorstag unbedeckt aufwickelt und der UV-Strahlung voll ausgesetzt war!“

Typisch? Beim Langzeittörn ist die Fock immer ohne Persenning ( daheim am See wird der blaue Persenningschlauch im Hafen über die aufgerollte Fock gezogen). Dadurch wird der Stoff dort mürbe, der Rest ist noch gut, meint die Segelmacherin Anneli Bergfeldt beim Anfassen. Sie wird einen breiten Schutzstreifen draufnähen, in ganzer Länge am Unterliek und am Achterliek. Ca. 350 €.

Mit 5 bft gegenan bis Ankerbucht vor Nyneshamn,11.8 (12)
Der eingerissene Stoff ist aber ca. 30×30 cm zerrissen, nicht die Naht. Für die Segelmacherin kein Problem…

Bei SSW mit 5 bft gegenan, und dann…

Gerdi:

Um 11.15 hörte ich ssssssschsch…die Fock war eingerissen. Eos hielt sich bei 5 bft  genau von vorn und unter Motor prima, aber nach 5 Std Stampfen im Seegang reicht’s jetzt auch wieder.DSC_1469.JPG

Wir bergen die Fock u.setzen am Ankerplatz unsre Genua. Am Abend koch ich Gemüsesuppe mit asia-Gewürzen und frischer Petersilie. Der SSW-Wind 4-5 soll bis Freitag so blasen😏DSC_1472.JPG

Unser Ankerplatz: Nähe Nyneshamn,