Da Wind 5 gemeldet war, beschlossen wir am Abend des 1. Sept., gleich früh am Morgen in Mörbilånga los zu segeln.
Gesagt, getan, um 7 Uhr Leinen los und raus in die enge Fahrrinne. Groß und Fock, Wind 4 bft. Hart am Wind. Schönes Segeln… dann drehte der so erhoffte West auf Südwest und zwang uns zu starkem Reffen, um 10 Uhr wohl 5 Windstärken, Reffs in die Fock und ins Groß das 2.Reff. Diffiziles Manöver in dem Seegang… Wir steuern von Hand, da kann man die Böen beim Am-Wind-Kurs genauer aussteuern und die Höhe nützen. Der Skipper hat 3 Häfen vorgemerkt, der 1. nach 12 sm, der 2. nach 23 sm, der 3. bei 33 sm… Der Seegang nimmt zu, der Wind legt nochmal eine Stärke drauf. 5 oder mehr? Die EOS kämpft tapfer, ein starkes Schiff, sie setzt auch bei gemeinen Wellen noch weich ein und läßt sich mit rechtzeitigem Reffen gut führen. Nur für den Steuermann wird’s ungemütlich… Wir müssen kreuzen, das verlängert die Strecke…Wasser über, im Heck bildet sich eine Art volle Badewanne, die Abläufe schaffen es nicht mehr, ständig saust das am Bug aufgefasste Wasser – sss-schschsch- zum Heck. Schräglage, fast bis zu den Fenstern steigt das Meer ein….Weißer Schaum zu beiden Seiten des Schiffs, EOS als Schneebesen. Die EOS schafft keine Geschwindigkeit mehr, Auf und nieder… Welle und Wind von vorn gegen uns…Um 12.30 müssen wir die Fock bergen, und kurz darauf auch das Großsegel. Gerhard nimmt den Motor als Antrieb, sonst kommen wir da drüben nie an vor 6 Uhr. Mit 1500 UpM läuft das Boot nur mit 2-3 kn, die Welle bremst, das Boot ist langsam wie ein Fußgänger … Der Bug hebt sich und klatscht ins Wellental. Die Sprayhood, die wir fast nie aufgeklappt fahren, schützt uns vor dem Spritzwasser der Wogen. Heftiger Seegang, weiß das Meer. Nur noch 2 Segler sehen wir… Dabei wäre dieser Sonnentag traumhaft zum Segeln…-wenn der Seegang nicht wär‘.
An den beiden ersten Zielen saust die Eos vorbei. Unser Optimismus siegte, wir dachten nicht, dass der Seegang so sehr stoppt und behindert und hofften auf Wind von leicht seitlich. Immer wieder ändert Gh. den Kurs, kreuzen, an neuen Untiefen vorbeischlängeln, 4 m, 6 m, 12 m Wassertiefe… Inzwischen haben wir schon fast 40 Seemeilen (ca. 75 km) gesegelt…
Um 15.50 Uhr biegt unsre „Schiffschaukel“ brav ab und vorsichtig lenke ich die EOS an den Untiefen-Pricken vorbei und auf die Richtbasen zu – hinein in den Fischerhafen von Sandhamn, an der südlichen Festlandsküste. 2 Segelboote liegen schon längsseits vertäut an der hohen Steinmauer-Pier. Deutsche, Schweizer, wir gehn zwischen sie…
Vom Festhalten und Abstützen doch erschöpft räumen wir alles auf, einige Fächer haben sich entleert, irgendwo drang 1/2 l Wasser ein und muss aus der Bilge entsorgt werden. Ich koche einen Pott Lauchsuppe, da kommt ein Anruf um 17.15 Uhr:
Martin+Luci verkünden:
Anni Ida ist geboren!!!!!! Unser 2. Enkelkind!
Welch ein Wunder, ein Geschenk Gottes. Gesund und mit dunklen Haaren. 50 lang und schön. Mama und Kind wohlauf. Wir sind sehr dankbar.









Es gibt nur noch wenige historische Holzhäuser-viele Neubauten überraschen mit mutigen schrägen Wänden, Spiegeleffekten in Glasfronten und modernen Einkaufstempeln. Aber überall findet man Ruhezonen, Bänke am Meer, Treppen am Hafenrund laden ein zum Verweilen… Schön für Einwohner und Besucher.




























Ein wunderschöner Ausflug.






Das Tellerchen unter meiner Kardamomschnecke hat dasselbe Muster wie unser Wagner-Geschirr daheim… Erinnerungen… Ghs Teller erinnerte an Luci+Martins Kaffeegeschirr.











Beim Weg zur Burgruine, einer kolossalen Wehrburg, liefen wir über eine weite Karstebene, nur Kalkstein und Trockengräser, Steppe…



Wieder beschreibt die EOS eine Linie wie ein Hufeisen, um all die Untiefen herum. Wir haben keine Lust auf Hafen und Gerhard sucht eine offne Bucht heraus, in der wir ganz frei ankern können. Es hat bis zum Abend nur noch wenig Wind, 8 kmh, da ist es gefahrlos möglich vor der Stadt 














