Sonniges Segeln bis Paskallavik, 24.8.19

GERDI:

So wunderschön war diese Bucht… nachts saßen wir beide auf Deck und staunten stumm in den dunklen Nachthimmel mit den hellen Sternen, die Milchstraße überm Masttopp, die Cassiopeia neben der Saling. Der Wald steht schwarz und schweiget… Matthias Claudius kannte den Zauber der Nacht… Wir kennen es vom Gamshüttle in den Fideriser Heubergen und vom Mittelmeer…

Am Morgen weckte uns die Sonne und wir wollen gar nicht weg… Um 10 aber ist wie gewohnt alles bereit und Gerhard löst am Fels die 2 Leinen.  Heckankerleine einholen und dann heißt es wieder: höchste Konzentration auf Steine und Untiefen… Schaut man die Papierkarte an, traut man sich nicht mit unsrem 6-Tonner da durch steuern… Hier einige Fotos vom Rückblick auf die Granitsteinbruch-Bucht…

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Die hölzerne Brücke….
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Granit für Straßenbau und Monumente…
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Hier schlich die Eos heraus aus der Bucht. Steine, Steine…

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Wir steuern mit zu wenig Wind die kleine Ortschaft Paskallavik an, alte Gebäude zeugen von der Vergangenheit, es gab eine Papierfabrik. In Reih und Glied parken Wohnmobile beim Gästhamn… 16 Boote hätten an Bojen Platz…Eos bleibt das einzige Segelschiff. Nur kleine Zubringerboote von den Ferienhäusern legen an und ab. bis Paskallavik (27) (Copy)in Paskallavik (28) (Copy)

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Ein erholsamer Ort zum Ausspannen, die Wohnmobile rechts, die Eos vorm Museum das einige Touristenboot

unsere EOS in Paskallavik (Copy)

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Wir haben Nachsaison. Kein Sommerprogramm mehr im August…: eine kurze Saison!

Paskallavik hat nur3 Monate Saison (Copy)Seekarte, vor Paskallavik (Copy)

Originell der große Mann auf der kleinen Insel:

Wir nützen die Waschmaschine und den Trockner, gehn einkaufen, wandern gemütlich zum Campingplatz in einem lichten Wald am Meer… Früh wird es finster, schon beim Abendessen wird es spürbar kalt an Bord. Um 21 Uhr brummelt unsre Heizung. Morgen soll die Sonne scheinen…:-)

Um 7 früh am Morgen los…

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Der erste Morgenschein…
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Viele Steine und Untiefen…. vorn rechts raus tasten…

Gerdi, 22. August 19

Unruhig und in den Querwellen schaukelnd wie in einer Hängematte schliefen wir am Anker… Da 5 Windstärken vorhergesagt waren, standen wir um 6 auf. Noch etwas fiebrig von der Erkältung segelten wir hinaus aus der Bucht und fast blau lag vor uns die flache runde Insel Blû Jungfru , als der erste Sonnenstreif in der Morgendämmerung auftauchte. Mittags waren wir an Oskarshamn vorbei und ankerten.

Gerhard wird über diese letzte Schärenstrecke schreiben. Hier nur meine Fotoserie:

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Grüne Pricke auf Untiefe bleibt an backbord= links…

bis nach Oskarshamn,23.8 (7) (Copy) Rote Pricke bleibt an steuerbord= rechts. Nur noch 2-3 m Wassertiefe….

Schon um 12 fiel der Heckanker. Rechts die braune Leine, links die blaue am Baum

Am Abend koche ich mit Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomate, Zwiebel, Wein, Zitrone+ Knoblauch eine Pfanne voll Ratatouille.

Unter Segeln zwischen Felsen und durch enge Furten: Västervik bis Alöbucht, 21.8.19

Gerdi

Um 9 Uhr verlassen wir die hübsche Stadt Västervik und segeln im Sonnenschein nach Süden. Und da weht auch der Wind her… So rufe ich öfter: „Klar zur Wende! Ree!“…. und das muss schnell gehen zwischen vielen Untiefen-Pricken und Leuchttürmen, die auf Felsen stehen oder auf flache Stellen hinweisen…ab Vestervik bis Alöbucht (2) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (5) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (6) (Copy) Wieder trägt der Wind dunkle Regenwolken zu uns…

Wir steuern die Eos behutsam durch zwei enge Durchfahrten zwischen den Inseln… Blick aufs Smartphone, aufgepasst!! Ohne GPS unvorstellbar, da den Weg zu finden, wo es mindestens 3,5 m Wassertiefe hat.ab Vestervik bis Alöbucht (3) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (7) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (8) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (9) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (11) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (12) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (13) (Copy)ab Vestervik bis Alöbucht (15) (Copy)

ab Vestervik bis Alöbucht (16) (Copy)
Ob es regnet? ..nein!

ab Vestervik bis Alöbucht (17) (Copy) Um 14.30 Uhr biegen wir in die große Bucht  im Süden der Insel Alö ein. Traumhaft still… Gerhard wirft den Heckanker und springt mit 2 Landleinen auf den Felsen und zu 2 Bäumen. Er berichtet im nächsten Blog selbst, auch vom Landgang.

Bucht Alö, am Fels m. Heckanker (6) (Copy)Bucht Alö, Fels (1) (Copy)

Als Gerhard zum Fels klettert, der fast senkrecht vor unsrem Bug  aufragt und von hellen Moospolstern und isländischen Flechten besetzt ist, hole ich die Blockflöte und flöte im Cockpit romantische Melodien… Greensleeves, Amazing Grace, Wer nur den lieben Gott lässt walten, Die Güldne Sonne, Nun danket alle Gott, Großer Gott wir loben dich,  Russische Tänze… – da bekomme ich von 2 Segelbooten Applaus.

Am Abend färben sich die grauen Felsbuckel zart orange… – wunderschön. Ich sitze und träume, und danach brate ich panierte Selleriescheiben in der Pfanne, indisch gewürzt das Ei der Panade – dazu gibt’s Dhal-  rote Linsen

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Ein Tag in Västervik, 20.8.19

Gerdi :

Früh wandern wir mit unsren Notebooks zum espresso house Café, um mit deren Internet unsere Blogs und Fotos hochzuladen. Viele arbeiten hier mit ihren tablets und Schreibblöcken, ob Studentinnen oder Freelancer oder einfach einer in seiner Pause ist nicht erkennbar. Sehr gemütlich die Möblierung, fast wie ein Wohnzimmer mit Ledersofas, Sesseln und vielen Kissen. Das Gegenteil von Mc Donalds, es lädt zum Verweilen und Bleiben ein.

Büroarbeit im expresso house (Copy)
Ohne Fleiß kein Blog. Unsere tägliche „Hausaufgabe“: Schreiben und Fotos bearbeiten….
Västervik, 20.8 (17) (Copy)
Blick zur Altstadt mit St. Gertrud
Västervik, Gerdi +Seehund,20.8. (Copy)
Ein Seehund ist das Maskottchen von Västervik, so nett!

Gestern war Einkaufstag, mit Rucksäcken und Regenschauern. Heute schauen wir uns die Stadt an. Schmuck und recht modern, eine Fußgängerzone mit Pflastersetein-Ornamenten(aber am gr. Platz fahren doch die Autos langsam durch). Wir laufen durch die alten Holzhäuser-Gassen, Fabrikgatan, früher war die ganze Region ein Zentrum des Holzschiffbaus. Nett die kleinen typischen Stehlämpchen mit weißem Schirm oder die schönen Modellschiffe hinter fast jedem Fenster. In der Altstadt blühen fast an jedem Haus üppige Rosenbüsche mit zartem süßem Duft.

Västervik, Altstadt voller Rosen20.8 (16) (Copy)

Västervik, Altstadt, Holzhäuser 20.8 (19) (Copy)

Västervik, Altstadt typisch die Lampen im Fenster(14) (Copy)

Västervik, Altstadt, Holzhäuser 20.8 (17) (Copy)Västervik, Altstadt, Holzhäuser 20.8 (16) (Copy)

Västervik, Altstadt, Holzhäuser 20.8 (15) (Copy)
Am Ende der Straße die riesige Petruskirche…

Västervik, Altstadt, Holzhäuser 20.8 (18) (Copy)

Wir spazieren zu der markanten weißen Kirche mit dem dicken Turm und dem goldnen Stern am Dach. St. Gertrud. Eindrucksvoll die aufgehängten dominanten Schiffsmodelle, die Deckenmalerei, die Bilder an der Orgelempore (Zion, der Tempel in Jerusalem), die Sitzbankreihen mit Nummern und absperrbaren Türchen, die ausklappbaren Notsitzle im Gang. Kronleuchter und Schnitzereien an der imposanten Kanzel, so nett der Holzengel – realistisch wie ein Enkelkind.St. Gertrud, Västervik (2) (Copy)St. Gertrud, Västervik (1) (Copy)St. Gertrud, Västervik (3) (Copy)St. Gertrud, Västervik (4) (Copy)St. Gertrud, Västervik (6) (Copy)

St. Gertrud, Västervik (5) (Copy)
Reich geschnitzte Kanzel und ein reizender Engel….

In der Stadt lockt uns ein Imbiss- ein Krabbenbrot …lecker,naturbelassen wie der Salat, mit 3,5%igem Leichtbier. Als Gerhard sich eine Serviette für seinen Strömling holt, schnappt sich ein Spatz seine dreieckige Toastscheibe!!! Aber die erobert sich Gh zurück!

Dicke dunkelgraue Regenwolken ziehen auf und wir laufen am Hotel an einem ganz neuen Hafen vorbei zur Hebebrücke und landen in einem neuen Park an der Ruine der alten Bastion. Dort tönt plötzlich aus Guß-Grammophonen im Rasen Plauderei und Jazz- eine überraschende Art von Kunst im Park. In einem Rondell mit Rundum-Sichtzaun steht ein Kahn, wie sie hier früher gebaut wurden, unten 6 Paar Menschenfüße drunter, witzig. Wir nützen diesen „Käfig“ und üben einige Figuren aus unsrem Tanzrepertoire. 

Schiffsbau im Heimatmuseum (2) (Copy)Schiffsbau im Heimatmuseum (3) (Copy)Schiffsbau im Heimatmuseum (4) (Copy)Schiffsbau im Heimatmuseum (1) (Copy)

Nun gehen wir hinauf zu dem hohen schlanken Turm, wohl früher ein Leuchtturm? Und dann regnet es beständig und wir stellen uns zwischen den pechglänzenden kalfalterten Museumsbooten neben dem Heimatmuseum unter. In der Ausstellung „naturum“ zum Naturschutz stehen Mikroskope, Aquarien, Seeadler-Modelle, Fische, Filme über die Mikroben und Amöben, eine Stele gefüllt mit Plastikmüll regt zum Müllsparen an… Mülltrennung klappt aber in den Städten noch schlecht, oft nur Glas oder Papier, aber nicht Dosen oder gar Plastikverpackungen. Das landet alles im Restmüll, auch im Hafen.

Als der Schnürlregen etwas durchsichtiger wird, wandern wir zurück zur Altstadt und besuchen auch noch die katholische turmreiche St. Petri-Kirche… Um 1900 stellte man derart viele Spitztürmchen aufs Dach, dass es fast an den Kreml erinnert, aber da sind es ja Zwiebelturmhauben aus Gold….

VästervikSt. Petri, 20.8 (27) (Copy)

VästervikSt. Petri, 20.8 (25) (Copy)VästervikSt. Petri, 20.8 (26) (Copy)

Zurück bei der Pampaswerft gibt es vegetarisches Abendessen, Pilzpfanne – wobei mein Kochjunge fleißig beim Zwiebel- und Champignonschneiden hilft. Lecker und frisch serviere ich dazu Ruccola-Salat mit Walnußessig, Walnüssen und Apfelscheibchen.

Draußen geht orange-rot die Sonne unter und der aprikosenfarbene Himmel mit dem Turm… das sieht aus wie Venedig, von San Giorgio aus rüber zum Markusplatz mit dem Campanile! (1983 mit unsrer „Marion“…) Das neue Kongresshotel ahmt ein wenig die Silhouette unsrer Hamburger Elbphilharmonie nach. Davor entstand ein neuer Bootshafen,nun noch ganz leer. Edel das Restaurant. Man kann drum rum  walken, oder auf Treppen davor rasten. Ich mag die Ideen der schwedischen Architekten!

Zur guten Nacht, Västervik, Blick zum Hotel (Copy)

Mit dauerndem Südwind=Gegenwind-bis Västervik

Unser 2. Fels lässt uns mit 2 Leinen festmachen, Heckanker, ein Schwede hilft. Hier seien oft 8 Boote am Felsen im Sommer… Die Quallen locken nicht zum Bade…

 

Im Lindöfjord ankern wir frei. Weiter geht’s nach Süden, mit Ölzeug Gegenwind und auch Regen. Als wir den Anker werfen, ist vor uns die „Watermusic“ und David, der Tscheche aus Prag paddelt zu uns. Fachmännische Gespräche mit hoher Qualität über technische Probleme, Elektroinstallation, Stahlschiff und Rost lassen uns die Zeit vergessen, und dann schüttet es aus Kübeln… David bleibt zum Essen und als es immer noch in Strömen regnet, schlag ich ihm vor, die Kleidung in eine Plastiktüte zu packen und blank und bloß im Schlauchboot durch die Wasserflut zu rudern. 🙂

Der Morgen weckt uns mit Sonnenschein und wir segeln mit einigen Kreuzschlägen Richtung Västervik. Da liegen wir längsseits am Kai außen vor der Pampaswerft. Große Boote werden winterfest in Planen gehüllt, Saisonende.

 

Auf einer Schäre thront ein Seeadler und breitet majestätisch seine Schwingen aus…

Wir beneiden die Segler, die mit Rückenwind nach Norden wollen

 

Reeeegen…. aber auch wieder Sonnenschein…

 

In Västervik gehn wir groß einkaufen und das Bahnhofsvordach schützt uns vor dem Schnürl-Regen… Morgen wollen wir die üppig mit Türmchen dekorierte Kirche besuchen. Am Abend koche ich köstlich mit dem Wok.

 

Inselbucht Höko-Oxelösund, Savö-Engstelle. 16.8.19

Gerdi schreibt:

Copien-Segelfreude 16.8 (2)

Um 9.15 Uhr Anker auf, inzwischen Bordroutine. Es soll 3-4 bft geben, S und SO, also Segelwind von vorn. Gh refft das Großsegel.

Copien-Segelfreude 16.8 (4)Copien-Segelfreude 16.8 (5)Copien-Segelfreude 16.8 (6)Copien-Segelfreude 16.8 (7)

Copien-Segelfreude 16.8 (3)

Um 10.30 Uhr passieren wir im Schleichgang die Engstelle bei Savö. Eindrucksvoll… Erinnerungen an die Flußfahrt und den Donaudruchbruch mit unsrer EOS 2014… Noch durch 2 solche engen Stellen schiebt sich unser Schiff, der Volvo hilft teilweise brav, exakt in der engen Rinne zu bleiben zwischen den roten und grünen Pricken…! Savö (1) (Copy)

Savö (2) (Copy)
Ganz nah die Felsen: ehem. Lotsenhaus

Savö (3) (Copy)

Dann umgeben uns immer mehr düstere Regen- und Gewitterwolken. Wir legen Ölzeug an, Südwester, Gummistiefel. Schräg saust die EOS durch die Wellen… Und es regnet NICHT! Gereffte Fock, bissige Wellen von vorn, Eos kämpft. Da ändert Gerhard unsren Kurs zur Ankerbucht um und legt unsre GPS_Route etwas mehr zwischen die Schären. 12.30 Uhr, Ruderwechsel, der Käptn steuert nun in die düsteren Wolken.

Copien-Segelfreude 16.8 (8)Copien-Segelfreude 16.8 (9)Copien-Segelfreude 16.8 (10)Copien-Segelfreude 16.8 (11)Copien-Segelfreude 16.8 (14)Copien-Segelfreude 16.8 (15)

Bis 16.20 segeln wir hart am Wind … dann biegen wir in eine große Bucht ein, am Ufer Wohnwagen, Bootsanleger… Wir ankern lieber im Arkosund, im Lindöfjärden.

UNGLAUBLICH  !! Da kann man durch segeln…teilweise nur 3 m tief und weniger…

Hy-fotos 16.8 (5)

Copien-Segelfreude 16.8 (13)
Tiny-House schwedisch. auf engstem Raum

 

Hy-fotos 16.8 (1)
Oben links in der hellblauen Bucht (flach) liegen wir im Lindöfjord

Statt Sturzregen und Gewitter lösen sich die Wolken alle auf!! Ich bade im 18°C kalten (brrr) Meer, wir sitzen im sonnigen Cockpit und lesen… Um 20.35 Uhr geht die Sonne unter, noch sind wir es gar nicht gewöhnt, dass es so früh dunkel wird…

Vom Schärenfels zur Bucht Laxkroksholmarna zum Ankern, 15.8.19

Ruhig war die Nacht – am Felsen vertäut. Weiter geht’s: Vorhersage 3-4 bft aus Süd. Heute segeln wir das erste Mal mit der reparierten Fock! Gleich dreht Gerhard aber ein Reff ins Groß… Gegenwind mit 4 und 5 Windstärken.

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Rechts am Achterliek die geflickte Stelle in der Fock (Rechteck)

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Reine Segelfreude, wir wechseln uns alle 2 Stunden an der Pinne ab…

Herrliches Segeln, die Fock funktioniert gut. Gischtweiß umschäumt segeln wir mit großer Sportsfreude gute 4 Stunden und biegen dann ein in die unaussprechliche Bucht Laxkroksholmarna. Umgeben von niedrigsten nackten Felsen und runden höheren Schären. Wald am Ufer… zwei Ausblicksöffnungen zwischen den Steinen geben den Blick frei aufs Gischtmeer… Wir aber ankern und liegen geschützt. Ein Hoch auf den Navigator, der immer eine Bucht unter Hunderten raussucht im Schären-Paradies.

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Ein Traum von einem Ankerplatz… aber Quallen im Meer…
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Gleich neben der EOS wird es ganz flach… 😉 !

Am Abend ankert noch die große Zweimaster-Yacht „ROLAND VON BREMEN“ neben uns, eine Oldtimer-Schönheit mit schlankem überm Wasser schwebendem Heck  und hoch in elegantem Bogen aufragendem Bug, Baujahr 1931, ein Prachtstück: 18 m lang, 2,70 m Tiefgang. Die Crew paddelt an Land.

Wir genießen die Ruhe…  einfach herrlich so ein stiller Abend vor Anker… Wir sind sehr dankbar.

Bei uns wird an Bord wieder mal fein gekocht: Lendenscheiben mit Sahnesauce, bunter knackiger Salat mit 1 Tasse voll mit frischen Kräutern, Natur-Reis.

Was fehlt uns im Vergleich zum Mittelmeer? Die Hitze nicht, aber das viele frische Obst in der Türkei und den griechischen Inseln, die Lässigkeit der Griechen im Kafenion, die Türken mit ihrem Raki und dem Backgammon vor sich, die roten Sonnenuntergänge nach der Gluthitze des langen Sonnentags, die klaren dunklen Sternennächte und der Nachthimmel bei den Nachtfahrten oder vor Anker, die Abende im Cockpit bei Rotwein und Pistazien

… Aber der Norden hat uns inzwischen verzaubert mit seiner Andersartigkeit: der endlose Wald, die Ruhe in den Buchten, die durchweg kleineren Boote hier oben,  wir mögen die Kühle… auch wenn ich fast immer Skiunterwäsche, Wollsocken und Anorak anziehe… 🙂

Inzwischen sind wir 4000 km im Norden gesegelt, 120 lange Tage…- ein Geschenk!