29." Azienda Trachini…"- ein köstliches Abendessen im Olivenhain über Palmi/Costa Viola

COSTA VIOLA…- was für ein schöner Name für eine Küste!
Der Wetterbericht meldete 3-4 Tage Nordwest mit 6-7 Windstärken. So suchten wir uns einen Schutzhafen in Palmi. Um 11 badeten wir vom Schiff aus vor der Bucht, segelten „wie am Bodensee“ bei 3-4 bft auf türkisblauem Meer, genossen nochmal die Ruhe. Es kam bald anders…
Zwischen Scilla und Cap Vaticano, im Osten der Äolischen Inseln Lipari, Stromboli, Vulcano bietet die calabrische Küste in diesen Starkwind-Tagen ein grandioses Schauspiel: Die überm Meer anbrausenden Wellen donnern hier auf den goldnen Badestrand, auf die zackigen Felsen, rollende weiße Riesen. Überall die rote Flagge: BADEN VERBOTEN! Tiefe Mulden schaben die Brecher beim An- und Abrollen, wälzen sich auf die Strandlinie hoch…
Wir gehn einkaufen beim Angelo dei frutti, abends backe ich 18 Zucchini-Küchlein in der Pfanne.
Die Taucher(bei dem Seegang alle im Hafen!) und der Padrone, die die neue blitzsaubere Marina( MARINA TAURO PALMI ) an der Stiefelspitze betreiben, laden uns herzlich zum Abendessen in ihrer öko-Hazienda ein..
Fein_gemacht_fur_das_abendessen_in_der_azienda_des_padrone_palmi
Hoch oben am Bergeshang hat der reizende Vater einer Großfamilie eine „AZIENDA AGRITURISTICA“. Wir machen uns mal fein und werden um 9 mit dem Auto abgeholt. Immer enger werden die Wege, Haarnadelkurven hinab über sandige Landwirtschaftswege, atemberaubend der Blick vom Portal zur Terrasse…! Die Küste in blau-weiß, hohe Palmen und um uns haushohe Olivenbäume, wie wir sie in Griechenland nie gesehen haben. Gewaltig. Ja, das sei typisch für Calabriens Süden.
5m unter der schattigen Terrasse ein beleuchtetes türkisenes“piscina“, ein Schwimmbassin mit Holzpaneel. Drüber schimmert durch die offene Haustür eine warmleuchtende Deckenlampe, die 3sehr hübschen Töchter begrüßen uns im Kleid, Babies am Arm, 2 ebenso schöne schwarzhaarige, dunkeläugige Brüder. Der Padrone schmunzelt stolz und zufrieden, als wir unsere Begeisterung zur liebevoll ausgestatteten rustikalen Taverne zeigen. Es duftet nach Feigenbäumen und Oleander, von drinnen lassen sich Fisch und Knoblauch ahnen. Damastdecke, Gläser, Rotwein, kühles Wasser, Windlicht, am Nebentisch für 5 gedeckt, es kommen noch 5 Schweden (eine Familie aus Stockholm mit 3 strohblonden Kindern, 5,7,10, die in einem nahen Appartement Urlaub machen).
Dann werden die Antipasti aufgetragen, auf silbernen Platten, in rustikalen Tontöpfen, auf Keramiktellern, einfach bezaubernd angerichtet. Wir erraten was wir speisen. Der Koch schmunzelt verschmitzt, wenn ich wieder was „erkannt“ habe:-)
* kleine fritierte Fischbällchen, 3 cm Durchmesser, knusprig
* Oliven mit Chilischoten, scharf
* Zwiebel-Quiche, lecker! Mit prezzomolo,
   was wir erst mit dem grünen Stengel als Petersilie erkennen:-)
* Pulpo in Marinade(Ringe der Fangarme)
* Kalamar-Ringe, rot gepunktet, 2 mm dünn, wohl roh, in Limone mariniert
* weiße 12x2cm-Fischle, Filets, in Öl
* rote 8 cm Fisch-Filets, mit roten süßen Zwiebeln mariniert
* Auberginenscheiben, gegrillt, sott’olio, calabres.Spezialität
* in Salz marinierte Zucchini, Paprikaschoten
Dann die PRIMI PIATTI: Pasta!
Penne mit Fischstückchen und Pommodore
secondo piatto“: PESCE
* Schwertfisch vom Grillrost, 1 cm dick nur die Scheibe
* 4 rotleuchtende gegrillte Garnelen, immer 2 auf einem Spieß nebeneinander
* 2 Mini-Kalamari, eine seltene Spezialität, 12 cm klein, gegrillt
Dann folgte der „Amaro“, ein süßer Magenlikör
I dolci, Signora? Non ho fame!!! Solo anguria, Wassermelone, prego…
Und zum festlichen Abschluß: Due caffè….Espresso…
Ein wirklich vorzügliches Mahl. Delikatessen aus der Region. Auf dem Anwesen des Landwirts. Wunderbar. Ein unvergeßliches Erlebnis. Mit dem Auto wurden wir durch die Nacht wieder ins Tal gebracht. DANKE!
Leider hat die Foto-Kamera einen Defekt, nun fehlen die Fotos. Sooo Schade.
Tante grazie a lei, Signore e famiglia Trachini – !
Cordiali saluti alla famiglia e il cuoco buono!
INSELN DES WINDS: EOLI – LIPARISCHE INSELN
VULKAN STROMBOLI + LIPARI
Überfahrt zu den Inseln des Winds: äolische Inseln
Freitag, der 22. Juli:
Der_rauchende_stromboli_10_std
Um 6 starten wir, wogender Seegang, Dünung nach 3 Tagen starken Windes. Un- angenehm. Wild wird die EOS hin und her geworfen. Die Segel bleiben nicht gut stehen, der Motor muß anfangs wieder ran 😦
An Backbord sieht man nun SIZILIEN, vor uns das Ziel des Tages: der Stromboli. Immer wieder stößte er graue Wolken aus seinem Kamin, auch mal weißer Dampf wie aus einem Molkerei-Kamin. Fast 10 lange Stunden steht er mächtig vor unserem Bug.
Kurz vor 4 machen wir fest an einer Boje vor dem schwarzen Sandstrand, dahinter doch malerisch der kleine Ort. Gerhard paddelt an Land, sichert sich einen Platz in einer geführten Wander-Tour am Abend.
Noch bevor er um 5 zurückkehrt, legen bei der EOS Taucher an und warnen sehr eindringlich vor dem „very,very strong wind of the East! Go away from that boye, immediately! Don’t wait for your husband. Your boat will be damaged! Hurry, go now. The wind will come next 60 minutes. .“
Ich telefoniere nach Gerhard, und er hat sein Mobiltelefon an!!! Schade, keine Wanderung. Er kommt eilends zurück, rudert zur Eos, und schon segeln 6 Yachten gleichzeitig los!! Noch 4 Stunden bis Lipari! Der Seegang wieder aggressiv, sehr unruhig. Es hätt‘ uns grad gereicht nach den 10 Stunden heute…Der VOLVO ist ein braver Arbeiter, mit 2000 Umdrehungen legt er sich mit seinen 29 PS mächtig ins Zeug, die gereffte Genua trotzt dem Wind, wir hoffen noch beim letzten Tageslicht anzukommen. Um 21 Uhr fällt auf 7 m Wassertiefe vor dem Hafen in der stark welligen Bucht unser Anker. Noch 5 weitere Yachten schwojen mit heftig pendelnden Masten imn der Dünung, die Schnellfähren und Motoryachten verursachen mächtig Schwell …
Lipari
Nach 30 Minuten speisen wir im wackligen Cockpit: die letzten griechischen Spaghetti, alla arrabiata, con olio aglio ( ich fritierte Knoblauchscheiben und Chili-Samen im Wok)…
Müde …Um 1 weckt mich böses Bauchweh. Die erste Diarrhoe….Fieber…Ich schlaf auf Gerhards ruhiger Koje den Rest der Nacht, denn überm Kiel im Salon schaukelt es nicht so heftig. Der Skipper ruht und wacht auf der mit Brettern auf 70 cm verbreiterten Cockpit-Sitzbank mit 5 cm-Luftmatratze, das Echolot ist auf „anchor watch“ eingestellt, das die Tiefenveränderungen mit Warn-Pieps meldet.
Eng_und_romantisch
Am Morgen paddeln wir an Land. Die Touristenstadt umwirbt uns heftig…Keramik, Lava-Schmuck, Mode, Kapern in Salz, Früchte aus Marzipan, paradiesische Obst-Stände, köstliche duftende Brioche, Kuchen, Krapfen, Cornetti, reizvolle Cafés in engen Gäßlein, hoch oben die Burg.
Paradiso_dei_frutti_di_lipari
In einer barocken Kirche ist eine moderne Kunst-Ausstellung! Der junge 1981 geborene Künstler ist sehr mitteilsam, will in Berlin ausstellen. Interessante, provokante Kunst, originell:
info@danielefortuna.com    Wer will, kann ja mal rein schaun.
Kunst_in_der_kirche_daniele_fortuna_29
Die Bilder

28. Dort wo Odysseus auch schon aufgehalten wurde…

… durch die Meeresstrudel zwischen Scilla und Charybdis.Nachtmahl. Honigmelone+ Parmaschinken SCILLA vom Ankerplatz aus, fern der STROMBOLI.Gi Ausguck in 20 m Höhe, Schwertfischer!Gi Das lange Passwort der Marina Costa Viola, im Osten der Str.v.Messina Antipasti italiani, auf der EOS. Riesige Wellen hinterm Hafen. nach dem Starkwindtag...Gi Farbenspiel-vorn türkis, dahinter blau das Meer Vom Bus aus; nach dem starken Wind 2-farbiges Meer.GiSturm in Palmi, Schwertfisch-Ausguck auf Masten am Boot, Herrlicher Ausblick vom Bus aus…
Wieder mal eingeklemmt zwischen großen Yachten, wir sind oft die kleinsten, genießen wir die angenehm kühle Nacht.(Nur 24° statt 36° gestern) 
Leider konnten wir die günstige Zeit für die Durchfahrt durch die Engstelle nicht in Erfahrung bringen. Am späten Vormittag motoren wir los. Wieder 4 Bft dagegen. Der Schiffsverkehr stört nicht, Ein Kreuzfahrer, ein paar Kümos, Fähren. Viel geringer als in den Dardanellen. Irgendwie müssen wir einen Neerstrom erwischt haben. Trotz Wellen und Wind dagegen fahren wir zeitweise mit 6 Knoten. Dann etwas Kabbelwasser und plötzlich mit 2000 Motorumdrehungen nur noch weniger als 1 Knoten Fahrt. Der Leuchtturm wandert nur ganz langsam achteraus. Ich kann mir vorstellen, dass diese Meerenge, als Segelschiffe noch träge und ohne Motor fuhren, berüchtigt war. Entweder ging es flott oder gar nicht, wenn das Schiff nicht auf das Sandufer gedrückt wurde.
Dann sind wir durch. Der Wind wird angenehm, kommt seitlich und die Geschwindigkeit steigt wieder. Bis Scilla, dem pittoresken Dorf zwischen Wasser und Fels. Die Aussicht ist so schön, dass wir hier bleiben.
Scilla_hart_an_der_felskuste_angeschmiegt
 Wir nehmen eine der Bojen auf. 30 Euro pro Nacht will die Gemeinde dafür (Der Mitarbeiter entschuldigt sich für diesen Preis…).  Wir lassen das Bojenseil wieder fallen und ankern auf schlechtem, mit Seegras bewachsenen Felsgrund. Wassertiefe 5 Meter. Da kann ich notfalls tauchen, wenn sich der Anker verkeilt. Normalerweise meide ich diese Gründe, aber auf VHF- Kanal 68 wird ruhiges Wetter noch für die Nacht vorausgesagt und kein Wölkchen trübt den Himmel.
Scilla
Anderntags: Ein heißer Tag beginnt. Wetterberichte von Joachim, VHF- Kanal 68 und Handy sagen 6/7 Bft für die nächsten Tage voraus. Da gehen wir heute nicht mehr zur hafenlosen Insel Stromboli, sondern segeln gemütlich nach Porto Taureana di Palmi. Der Hafen ist neu und gut geschützt. Mehrere Stegpächter laufen die EOS auf See an und bieten Liegeplätze an. 30 Euro? 40 Euro? Da lohnt sich handeln. Für 17 Euro pro Nacht machen wir bei einer Tauchbasis fest. Anderntags bläst es ordentlich, der Badebetrieb an den Stränden wird eingestellt, die Brandung donnert ans Ufer. Wir liegen sicher und ruhig hinter den hohen Hafenmauern und die Temperatur sinkt auf angenehme 25°C im Salon.
Starker_wind_in_palmi

GERHARD, am 20. Juli 2011

  Die Bilder;media_httpgerhardspen_lwbod-scaled500media_httpgerhardspen_lldrj-scaled500

27. Roccella Jonica , bergiges Kalabrien, Reggio Calabria, 40 Grad Hitze…

GERDI, am 18.Juli 11- Rückschau
Für mich ist die Mitte des langen Segel-Urlaubs erreicht. Ich vermisse die lieblichen griechischen Inseln, die stillen Ankerbuchten, die gemütlichen, freundlichen Griechen,  die weißblauen kleinen Häuser, die herrlichen Kaskaden von magenta-roten Bougainvillea-Blüten, die Blumenpötte vor den Wohnungen, den Duft der Origano-Kästen auf den weißgekalkten Treppen vor den kleinen Häusern, die Katzen, die bimmelnden Glöckchen der Ziegen, das Mäh der Schafe, den klagenden Ruf des Esels…
Aber wir „müssen“ auch mal wieder heim mit unsrer EOS. Also Kurs West und bald Nordwest….Nach der langen Auszeit schon ein gewisses Opfer…Die Italiener mit ihrer Geschäftigkeit, die laut aufheulenden Vollgas-Motoren der Motorräder und Autos, die Wohnblock-Städte, der viele Müll- kaum daß man die palmengesäumte Principale, die Prachtstraße, verläßt…Und die vielen Motorboote, auch in den Fischerhäfen, die jaulenden Motoren 3-stöckigen weißen, hochglänzenden Luxusyachten, dieses Statussymbol, das mich an Schickimicki und Mafia denken läßt. Die kommen nun raus, im Juli, wo das Meer 24 ° hat, Badetemperatur für die Italiener…
Roccella_ionica_hafen_und_burg
Wir segelten von ROCCELLA JONICA , wo wir einen Trip mit der kleinen Regionalbahn machten und im Bahnhof den Aufkleber gegen “ Stuttgart 21″ entdeckten und den ewiglangen Zug von Mailand im Norden bis tief in den Süden Kalabriens sahen, siehe Foto, weiter nach Süden.
Auch_in_calabrien-_stuttgart_21_am_bahnhof
Es galt, die Stiefelspitze Italiens zu umrunden, wie im „Viereck“: südlich, westlich, nördlich. Wind 3,4,auch 5 bft. Nur wenige Segler sind unterwegs. Fast alle Richtung Griechenland! Auf zu den Inseln!!! Die Küste ist anfangs noch geprägt von den Sandsteilformen, den endlosen Stränden ohne Menschen. Dann aber wird sie immer mehr grün, Vegetation an den Hängen, dahinter nun die höheren Berge, Pinien, hochgelegene Dörfer, trutzige Torre als Wächter auf Felsen, Ausguck nach Angreifern, Piraten..
Als wir am 16. Juli vor dem Sandstrand ankerten, kochte ich „pasta fresca“, „fusilli“,  diese dünnen Teigplättchen, spiralig aufgerollt wie ungebogene Croissants, dazu eine Tomaten-Auberginen-Sugo. Aber gespeist haben wir das wie in der Schiffschaukel…Die EOS legte sich quer zur Welle und da schaukelt sie unglaublich nach bb und stb. Nach den fast 100 km Strecke hätten wir uns eine lange ruhige Nacht gewünscht. Es wurde aber eine arg verschaukelte…Segler-Leben!
  

Voll_gegenan_kreuzen_hart_am_wind
Die Morgentour am Sonntag, 17.7., ab 6 Uhr früh  wird windreich und „lebhaft“: Wind voll dagegen, 5 oder mehr? Gegenströmung,  Wir kreuzen auf, mal Segel an bb, mal an stb.Wellen weiß von Gischt gekrönt, es peitscht den Bug. Also Motor dazu. Nur 5 Segler unterwegs, alle nach Süden, gen Griechenland!! Kühl aber der Wind!!! Im Salon hat es nur noch 30°C, da friert man fast. Um 12 runden wir die Mole von Reggio Calabria, in der „Kühle“ holen wir das wegen des Seegangs ausgefallene Frühstück im Cockpit nach: Mortadella, prosciutto crudo di Parma, Eier, Kaffee…
REGGIO CALABRIA:Im 3 km von der Stadt  liegenden Hafen finden wir einen Liegeplatz mit Mooringleinen. lauter Motorboote, keine Fahrtensegler, Einige 52er Bavarias,Charter-Schiffe, die EOS winzig, tief unten, eingeklemmt zwischen die Großen…, heftige Stöße durch die Wellen der Fähren nach Messina. Touristenbllte zu den Äolischen Inseln, Volcano, Stromboli…Fast 1000 Seemeilen Törn 2011 liegen hinter uns. Sonntag. Ruhepause. Lesen…bis um 5…
Wir laufen zur Stadt, staubig, viel Verkehr,die Müllabfuhr kommt nicht oft in die Vorstadt…., die Läden alle „chiuso“. Dann die Überraschung: grüne Palmen, saftiger Rasen, eine Gelateria mit dem köstlichsten Limonen-Eis – mmmmh! Un-vergleichlich!!! Eine breite Flaniermeile hoch über dem Meeresspiegel, phantastische Aussicht, Cafés, Kunstfiguren, riesige Körper.
Lungomare – Treffpunkt für alle, aber erst nach 20 Uhr. Wir wenden uns zur Bergseite und „fahren“ auf einer Art Rolltreppe unter rundem Glasdach nach oben, eng stehende Wohnblocks, alle Arten von Schattendach an den Balkons, viel Wäsche flattert an Leinen, Neben den geparkten kleinen Autos viel Unrat, Papier, Prospekte, Trinkflaschen, Bierdosen…Die Marmor-Quader-Treppen, die wir von Temini, Vieste und Peschici kennen, fehlen in dieser 1 Straße zwischen den Häusern: hier stellt man sich auf ein Laufband wie auf den großen Flughäfen in Ffm oder München! Der bombastische Dom, die Principale mit feinen Läden, ab 7 erste Spaziergänger…Ältere und ganz alte Ehepaare fast immer Arm-in-Arm, die Damen mit großen Handtaschen,  Kinder auch mit 8-9 noch an der Hand geführt. Fremdartig für Deutsche.
Auf der Promenade nun wieder die unheimlich fein rausgeputzten Kinder, v.a die kleinen Mädchen in Rosa und Glitzer, mit Goldsandalen und Haarklammern, Kettchen und Armbändern, auf Papas Arm, im Kinderwagen, an der Hand der stolzen Eltern, kurz geheult, schon wird der Wunsch
der Kleinen erfüllt von Mama, Papa oder Nonna, der Oma, die fast immer dabei ist, v.a. im Lokal beim gemeinsamen Essen. Da ist keine Großmutter alleine, schön, dieser Brauch. Süd-Italilen, Puglia und Calabria, ein Landstrich der famiglia, der bambini,der „nonne“! 
Lungomare
 Die breite Promenade wird durch einen unbeschreiblich grünen Pflanzenstreifen von den Häusern und Boutiquen getrennt, himmelhohe canarische Palmen, Gummibäume mit 10 m Stamm-Umfang oder 2-3 m Durchmesser!! Gepflegter grüner Rasen, Kandelaber-Laternen, Bars, Gelateria, Villen und Rathaus in allen möglichen Baustilen, viktorianisch, venezianisch, Türmchen, neugotische hohe Fenster mit Maßwerk, Säulen mit korinthischem Kapitél. Kühl ist es, nur 23 °C, unvorstellbar nach der Hitze. Erstmals wieder „Ausländer“, mal indisch-braun, mal tiefschwarz, schlank, langbeinig. Afrikaner mit dem Billig-Ware-Angebot in 1 Tasche, auf 4 m ausgebreitet…Ein tiefroter Sonnenuntergang läßt die alten, rostigen Schiffe leuchten, die am Hafen vor der Zementfabrik durch dicke Rohre ihren Bauch vol Zement saugen…
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Gute Neuigkeiten von daheim: Martin’s labbinaer-Firma für Installationen und Kunst hatte mit seinem Fußball-WM-Projekt für Künstler, auch japanische:-) in Augsburg gr.Erfolg, auch in der Presse. Erika ist in Schweden eingetroffen und führt ihre 1. Gruppe als Tourenbegleiterin bei Rucksackreisen, schwere Rucksäcke,helle skandinavische Nächte, genialer Zeltplatz, tolle Truppe, wunderbar. 
Joachim plant mit S. eine Kajak-Zelt-Tour in Norwegen
PS: Hinter der Straße von Messina, die mit un-heimlichen Strömungen, plötzlich kabbeligem wilden Wasser oder weiß beschäumten Strudeln doch so wirkte, als würde unter Wasser ein Ungeheuer wüten oder die Schiffe hinabziehen wollen, tauchten die ersten Schwertfischer-Boote auf. Es sind Riesenmasten drauf, auf denen der Mann in seinem wohl 20 m hoch über Deck befindlichen Ausguck-Korb klettert. Ein ganz waagrechter gitterartiger Ausleger ragt vor dem Schiffsbug wohl auch 20 m vor, dort sitzt der „Jäger“ in seinem Gitterkorb, baumelnde Beine, die tödliche Harpune im Arm. Der Mann im Masttoperkundet die Schwertfische, und erdirigiert auch beim Einlaufen in den Hafen das un-förmige Schiff mit dem Ausleger ganz vorsichtig in seinen Liegeplatz. Dort immer eine große Schar Schaulustiger, die den 1-5 m langen Schwertfisch bestaunen mit seinem 40 cm langen Schwertmaul.
Die Bilder:
…seit wir Febr.2013 auf wordpress umgezogen sind, fehlen die damals ausgewählten Bilder des  fotostreams leider!!! Nachträglich suchte ich einige und füge sie ein…Eine Zugverbindung von Reggio Calabria nach Mailand! Der monströse Dom, eine Rolltreppe hinauf auf den Berg, damit keiner mehr die steilen Treppen hochsteigen muß…
ägypt.Käse aus Albanien! Im Golf v. Taranto. Gi Von 9 bis Mitternacht nach Milano! 15 Std. im Zug... Il duomo! Reggio Calabria. Bequem nach oben.Rollen statt Treppensteigen!! Gi Eine Rolltreppe den Berg hoch!!!Gi Flott und naß. Kreuzen in der Str.v.Messina.Lee,backbord. Gi

26. Leuca- am Stiefelabsatz ganz unten in Italien und dann im Golf von Taranto

Sunset zw. Taranto und Crotone, 20.30 Uhr....noch 12 Std.!! Skipper knipst die Nachtwache Nr.1 Stolzer Leuchtturm von Taranto. Umkehrpunkt vor der Nachtfahrt Köstliches Gebäck aus LeucaGERDI. am 8.Juli 2011

 

Zwischen Leuca und Gallipoli, Apulien-ganz im Süden Italiens

 

 

Ich tippe den Text unter vollen Segeln, 6,5 kn schnell…Seit 5 Uhr früh ist die EOS flott unterwegs auf dem blauen, kaum bewegten Meer, mare poco mosso…
Wir erwachten früh vor Anker vor dem noch nicht voll belegten Clubhafen in Otranto. Sanftes zart orange-farbenes Licht kündete still den baldigen Sonnenaufgang an. Der schlanke, stolz ca. 40 m hoch in den blauen Himmel ragende Leuchtturm von Otranto sandte seinen starken Lichtfinger über Meer und Hafen. Daneben wie eine Nadel eine hohe Säule, die die Statue der „Santa Maria di Leuca“ trägt, blau gewandet, davor wehende Fahnen, die vor der Kathedrale die Gläubigen und Touristen begrüßen. Die Sterne waren verblasst, der gelbe Halbmond nachts romantisch über den Dächern „versunken“…

 

Start_am_fruhen_morgen

 

Schlafend noch die Stadt, die nachts lebhafte Lautsprechermusik versandt hatte. Verlassen die Bars am Strand, der hier von igelartigen stacheligen Felsen gebildet ist. Man hat aus Brettern Terrassen errichtet, man liegt auf Liegestühlen wie auf einem Podium eines Freilicht-Theaters…Originell die Weglein, beleuchtet von im Boden versenkten kleinen Lämpchen, oft mit Tauen als leitendes Geländer am Meer entlang zum „porto antico“.
 Gestern abend waren wir noch von unsrem Ankerplatz vor dem Hafen an Land gerudert. Oh bella Italia!!! Frische Albicocca= Aprikosen, köstliche Mortadella- sottile, sottile- hauchdünn aufgeschnitten. Und „Speck“ von Südtirol, Parmaschinken, wunderbarer Käse,…ganz frisches Hackfleisch. Ich finde Pasta fresca, frische speziell (hand-geformte Nudeln: La Salentina, Maritati di Semola. Paradiesisch in 4 min. fertig- und dazu zauberte ich eine Sugo mit Hackfleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Möhre, Paprika, Sumac aus der Türkei, Origano, Lorbeer, Nelke, Pfeffer, Rotwein- ein Genuß. Grad daß ich eine Portion „retten“ konnte für den nächsten Tag 🙂

 

Benvenuti_in_italia-pasta_fresco_con_sugo_bolognese_albicocchi

 

Es ist kurz vor 12 mittags. Wir haben den riesigen auf einem Inselchen im Meer stehenden Wächter querab an bb, einen Leuchtturm, die weißleuchtende Stadt an stb. und Gerhard birgt gerade die Segel…
Wir laufen eine der 3 Marinas an: GALLIPOLI
Sofort fallen die zahllosen weißglänzenden Motoryachten auf! PS-stark. Oft mehrstöckige Wasserpaläste. Nur wenige Segelmasten.

 

10.Juli, inzw. in einer Ankerbucht 15 sm östlich von Taranto 
Durch einen nur 2 m hohen 1,5 m engen uralten Fußgängertunnel unter der Eisenbahnlinie laufen wir zur strada principale, um eine „lavanderia“ für unsre Wäsche zu finden. Die verkehrsreiche Straße wird von Bäumen gesäumt, an beiden Seiten viele städtische Modeläden, Vinotheken, kleine Pizzerien, Gemüseläden, Parfümerien, Tabacchi-Läden, Jogurteria( geeiste Joghurts mit ganz frischen Früchten drauf) und Gelateria!!!

 

Kostlich_unubertrefflich_lecker

 

 Oh, wunderbar das erste italienische GELATO!!! Wohl 20 Sorten, der Pott mit dem Quirl in der Eiscrem dreht sich in der Eisvitrine vor den Augen der Kunden, …ganz frisch zubereitet. Die Fächer mit den diversen Eis-Sorten sind appetitlich dekoriert mit Melonen, frischen Erdbeeren, Kaffeebohnen, Haselnüssen, Pistazien, Himbeeren, Zitronenscheiben, grüner Mint-Soße, geschabter Bourbonvanille, Schokoflocken, Kokosstreifen, Mandelsplittern, Bananen-Rädern, Ananasschnitzen, …

 

Am Abend bummeln wir in die „Villa storico“, die Altstadt hinter der wuchtigen, von Festungsmauern mit ca. 10 m Höhe wehrhaft umgebenen Altstadt. Die Frauen hocken auf den eignen Küchenstühlen vor ihrem Haus, genießen die einsetzende Abendkühle nach den 33° am Tag…In den von Fackeln und Kerzen beleuchteten kleinen Lokalen im Freien sind nun die Tische mit Damast-Tischdecken gedeckt und fein gefaltete Stoffservietten zieren die Teller, 2-3 Gläser daneben…Etwas Wehmut, ja Sehnsucht kommt hoch, dann Griechenland ist weit weg, mit seinen durchsichtigen Plastikfolien, die mit einer Schnur um die Tischbeine geklemmt werden gegen den Wind…Keine Quadratmeter-Papierdecke wird mehr ausgebreitet und mit Metallklammern festgehalten…Am Tisch kein „nero krio“=kaltes Wasser im Krug….
Wir sind in samstäglicher Ruhe früh losgesegelt und nahmen das Reff in der Genua erst nach 25 Seemeilen und einer flotten Segelfahrt mit meist 5 kn raus. Dünen mit Macchia auf den Sandhügeln bilden den Strand hinter türkisblauem Meer.

 

Gerhard, 11. Juli

 

So schön die Stadt ist, die Häfen sind stark belegt und teuer. Leichten Herzens verlassen wir die schöne Stadt gegen Mittag und nehmen Kurs auf eine unbenannte Bucht neben Kap Prosciutto (zu deutsche: Schinkenkapp). Im Wasser ist der Boden klar zu erkennen. Leider Fels und da greift kein Anker. Aber dann findet sich doch noch ein Sandfleck und unser Anker hält auch 1500 Umdrehungen rückwärts, Wir baden im türkisblauen Wasser. Schön vor Anker. Der Wind streicht durchs Schiff und macht die Hitze erträglich. Abends gibts gute panierte Kotteletts und es folgt eine ruhige Nacht.
Anderntags motoren wir längs dem Strand und Sonnenschirmufer. Sonntag ist´s und die Italiener genießen Sonne, Sand  und Wasser. Eine richtige Ferienküste, für uns Segler etwas langweilig. Ursprünglich wollten wir nach einem kurzen Törn den Hafen von Campo Marina anlaufen, aber schon in der Einfahrt bleibt EOS im Sand hängen. Wir finden aber dennoch eine tiefe Passage, aber vergebens, es ist kein Platz frei. Also weiter bis Taranto. Wir segeln flott und hart am Wind. bis Kap San Vito und was sehen wir: Riesenkräne, Raffinerien, Schlote, hohe Häuser.

 

Stolzer_leuchtturm_von_taranto

 

Das versetzt uns einen Schock. Sollen wir da reinfahren? Wir ändern Kurs um 90 °. Joachim liefert das Wetter für die nächsten Tage per Internet. Es bleibt friedlich, Also Nachtfahrt nach Crotone, 80 Seemeilen, 150 km. 180 Grad, immer geradeaus. Die Sonne geht rot hinter den Bergen unter. Ein Tankschiff überholt uns langsam. Die Nacht bleibt warm und sehr feucht. Wir essen im Cokpit Kartoffelsuppe, trinken Bier dazu.

 

Segeln_am_wind

 

Gerdi übernimmt die erste Wache bis 2 Uhr. Der Mond wirft sein silbernes Licht aufs Meer. Dann bin ich dran. Keine Fischer, keine Frachtschiffe, keine Untiefen. Nichts stört den Kurs. Schon vor 4 Uhr kündigt ein heller Streifen am östlichen Himmel den Tag an. Um 5:30 Uhr wird der Himmel tiefrot und um 6:30 steigt die Sonne über dem Wasser auf. Diese Morgenstunden sind die schönsten des Tages. Der Wind schmeichelt mit angenehmer Kühle den Körper. Kaum zu glauben, dass es ein brütend heißer Tag werden wird. GPS führt uns bis zur Hafeneinfahrt. Kurz anlegen zum tanken, dann wechseln wir auf den Platz für Transityachten. 

 

Heiß, sehr heiß, 35 ° im Salon, auch nachts steht die Hitze im Schiff, Unangenehme Schnaken an Bord. Wir schlafen draußen.
Anderntags Arbeit am Masttop. Wir haben seit Saisonbeginn ein neues Baumreff. Ein Autokran hebt mich zur Mastspitze hoch und ich schere 2 neue Fallen (Leinen zum Hochziehen des Segels) ein. Jetzt habe ich Gelegenheit, EOS aus dieser ungewöhnlichen Perspektive zu sehen. Die Arbeit war zwar einfach, dennoch bin ich froh, wieder auf der Erde zu sein.

 

Auf_dem_weg_zum_masttop
Wir fühlen uns in Crotone wohl. Eine lebendige Stadt, der Fischmarkt mit seinem großen Angebot, vom Sägefisch bis zu Austern. Nachmittags schläft auch diese Stadt wegen der Hitze, um am Abend zur Hochform aufzulaufen. Corso, schöne Mädchen (und Mütter!). Schwarzhaarige, schöne Männer (meint Gerdi). Viele Kinder mit dunklen Kulleraugen.
Die engen Straßen werden von hohen Wohnblocks eingefaßt, viele Blumen an den schmalen Balkons. Im Zentrum das mächtige Fort und darunter der große Nuovo Porto und der heimelige Porto Veccio mit seinen guten Mooringplätzen. Hinter der Stadt eigenartige Sandberge. Wegen der Hitze frühstücken wir in einer Bar. Caffè und Cornetto.
Gesamte_Reise_auf_See.doc
Unsere Reiseroute

 

 

Die Bilder und weitere Infos ( In der Show am oberen rechten Bildrand „Infos…) anklicken):

25. Abschied von Albanien

So köstliches Obst kann man in Albanien überall kaufen
So köstliches Obst kann man in Albanien überall kaufen

Karte mit unsrer Heimreise  nach Italien,Siz.,Kors.,Nizza. Vlores, und die Route 2009 von Italien

Da sieht man die Route über die Adria zum ital. Stiefelabsatz:

Leuca+Otranto.

Der_doppelkopf-adler_alban

GERHARD. 6. Juli 2011
Marina Orikum, unser letzter Hafen in Albanien, still, fast leer. Albanien ist noch kein Durchgangsland für Segler. Neben uns eine Motorjacht mit 3 x 350 PS Außenbordmotoren. Wo soll denn diese Power hin?
3x350_ps
Wir verlassen den Hafen am Nachmittag.
2 Stunden später am Kap: Tiefgrauer Himmel, Gewitter, Wolkenbruch, Starkwind, kaum Sicht. Ich fahre etwas zurück unter Landschutz. Nach 30 Minuten ist das heftigste vorbei. Weiter 240 Grad, direkt auf Otranto zu.
Dunkle Nacht: Gerdi hat Wache. Gewitter ringsum, aber keines kommt zu uns. Ich sehe meinen ersten Kreisblitz. Er kommt aus einer Wolke, beschreibt einen Kreis am Himmel und kehrt wieder zurück. Gerdi kämpft mit dem unsteten Wind. Mal Segel rauf, mal runter. Viel Verkehr durch die Großschiffahrt. Aber keiner kommt uns nahe.
Nachts_zwischen_albanien_und_italien
Ab 02 Uhr übernehme ich die Wache. Der Wind hält jetzt durch. Angenehmes Segeln mit der Genua.
04 Uhr: Vor Otranto. Erstes Morgenlicht. Der Hafen schläft noch. Ich finde ein Plätzchen am Steg des Segelclubs. Leider löst sich das Mooringseil im Hafen. Tauchgang um 04.30 um das Seil wieder anzuknüpfen. Um 05.30 Uhr wird es richtig hell. Alle Arbeiten sind abgeschlossen. Ich lege mich noch etwas aufs Ohr.
Gerdi und ich verlegen die EOS später an einen zugewiesenen Gastplatz und geben unsere Ankunft bei der Guardia di Costiera zu Papier.
Jetzt Frühstück.
Bummel durch die Altstadt an der Bastion. Das erste köstliche italienische EIS. Und eine heiße Foccaggia mit Käse und Speck.
GERDI’s „PS“
Die Nacht war fast schwarz, Gewitterfronten ringsum ließen keine Kimm erkennen, das dunkle Meer war mit dem sternlosen Himmel eine düstere Wand. Die Blitze von unbeschreiblicher Ausdehnung über dem weiten Meer bei solch einer Adria-Überquerung erhellten dramatisch und für den Bruchteil einer Sekunde den Himmel wie ein göttliches Blitzlicht! Gespenstisch offenbart sich kurz das aufgewühlte Meer. Donnerschläge wie ein Feuerwerk…Im Ölzeug stehe ich staunend im Cockpit, übergossen vom süßen Regen-Wasser…Am Horizont erkenne ich als erstes Zeichen von Italiens Küste neben den großen Fischerbooten viele blinkende rote Lichter. Aha, es sind Signal-befeuerte Windräder! 4 Fähren oder hell erleuchtete riesige Kreuzfahrtschiffe ziehen ferne vorbei, mal hinter der EOS vor Albanien, mal vor mir, vor Italien. Ein Stück Milka-Schokolade versüßt mir die doch eintönige, verschaukelte Nachtwache. Gerhard kommt 4-5x zur Navigation und Standortkontrolle oder zum Segelbergen. Immer wieder setzt ich die Fock, damit die Eos nicht allzu unruhig ihre 4 Knoten durch das Meer läuft…Um Mitternacht mache ich das Blinksignal des Leuchtfeuers vor Otranto aus. Um 2 löst mich der Skipper ab. Schlafen.
Gesamte_Reise_auf_See.doc

Die Bilder: das ging leider verloren beim „Umzug“ des Blogs von posterous auf wordpress…:-(

Fast leer die Marina Marina Residenza, Hafenseite albanischer Wegweiser Winzig...aber neue Fenster, oder vergittert,unten der Gemüsegarten... Wohnen auf engstem Raum Meerblick für die Ärmeren... Orikum. Schafe zw. den einfachen Häusern Zwischen Disteln Ferienhütten... Blick zu den alban.Bergen, davor Terassenfelder Tourismus-Schild aus sozialist.Zeiten... Die Marina, weit ab von der alban.Bevölkerung...Gi Solche Autobesitzer residieren auch im Hotel... Die Marina von hinten...Gi Blick hinter die Skyline der Hochhäuser...Vorn eine Kuh. Gi Sarrande, Moschee und Hotels, ein Gegensatz.Gi

24. Orikum/ Vlores: Residenza-Marina in Albanien!

5.Juli, Orikum:
Gerade lese ich, daß unsren blog inzwischen schon bis zu 330 treue Leser lesen :-).

Wir machen in 1 Std.  „Leinen los“ für die Über- und Nachtfahrt nach Italien, 12-14 Std. quer über die Adria.

GERDI, am 4.Juli 11

ORIKUM; nahe Vlores

Am Abend schlief der Wind ein. Kühl und sehr angenehm war es an Bord.Keine 20°C!! Eine Wonne.
Wir stöberten Erika via SKYPE beim Lernen für ihr Examen auf, bewunderten ihre Kletterfortschritte(Stufe 7+ !!), hatten mal Zeit für einen CHAT :-). Inzwischen erfuhr ich, daß ich 1 Woche später als gedacht, erst am 27. Sept. um 14 Uhr ab Nizza, via Düsseldorf nach Stuttgart  heimfliege, da die Männer der Rhône-Tour am 20.9. noch nicht kommen können…89 € Umbuchungsgebühr , zum Ticket, das im April 105 kostete.  Prima, alles o.k. Um 17.35 Uhr ist dann vorerst mein Abenteuer nach 3 Jahren zu Ende.

Wir schlafen wunderbar im ganz ruhigen Schiff – wie daheim im Bett. Das gab es nun 2 Wochen lang nie mehr….Am Morgen genießen wir eine warme Dusche (2Toiletten  u. 2 Duschen, die kann man nicht abschließen!).
Neugierig wandern dann am staubigen Straßenrand 2 km in die Stadt ORIKUM. Die Autos sind rasant unterwegs.

Viele Plattenbauten. Teils sind sie fröhlich mit bunter Farbe aufgefrischt worden :-). Im Internet lasen wir, daß es oft Stromausfälle gibt(das alte bulgar.Atomkraftwerk wurde abgeschaltet, Strom wird zum gr.Teil aus Wasserkraft gewonnen) und die letzten Jahre wenig Niederschläge fielen, daher herrscht  Wassernot in manchen Regionen. 60% der Bevölkerung seien noch in der Landwirtschaft beschäftigt, teils unter primitivsten Bedingungen. 2-3 ha mit 6-8 Personen zu bewirtschaften, gilt hier nicht als „Armut“. 14% Arbeitslosigkeit. Beste Zuwachsraten hat der Tourismus. Und eine teure 4-spurige Autobahn Richtung Kosovo ist erbaut, mit 6 km Tunnel!!
Von der schönen Tracht, der wohl wunderbar gepflegten Volksmusik auf Lauten, Kniegeige, 10 saitigen Zupfinstrumenten, Tamburin, Trommeln, dem polyphonen Gesang der Albaner kriegen wir natürlich nichts mit. Lest das mal in WIKIPEDIA nach. Auch die Geschichte ist sehr interessant, auch daß Albanien so lange unter ital. Herrschaft war. Viele Albaner antworten spontan auf Italienisch, die feschen Kellner in einem rasanten Tempo fließend in der Sprache der Nachbarn „überm Meer“, daß man 2x nachfragen muß, was er meint. „Scusi! Piano, piano…per favore.“ Dafür ist ihnen Englisch fremd. Aus den Lautsprechern erklingen ausschließlich italienische Schlager, im alban. Rundfunk eine sehr angenehme Mischung mit Ohrwürmern aus 4 Jahrzehnten, international, teils ganz aktuelle hits.

Große Gegensätze: alte primitive unverputzte Ziegelwohnblöcke, verwaschene Wäsche auf Leinen am Balkon, grün-gelb gestrichene Hotels, neue Beton-Etagenblocks, noch grau im Rohbau…Freundliche Bürger, in den Cafés fast nur Männer.

 Eine breite, beidseitig von Bäumen gesäumte Hauptstraße, viele kleine Bars, italienisch bestuhlt( fast nur Männer..), Sanitärläden, Frisöre klein wie ein Zimmer,  Lampengeschäfte, viele einfache „Markets“ mit schönem, frischem Obst, Salat, Gemüse( Okra, gelbe Bohnen, Tomaten, hellgrüne Paprika, Gurken, Zucchini, kl.Auberginen, Spinat, Salbeitee, Petersilie). Die kleinen Läden sind gut sortiert, liebevoll wird das Obst drapiert, Im Kühlregal hinter Schiebetüren steht sogar deutscher Zott-Fruchtjoghurt neben Eziren, einer alban. Dickmilch, ital. Danone-Activia und Parmalat-Fruchtsaft aus Milano, belgische Butter. Die albanischen Produkte überwiegen. Den verlockenden 4 weißen „Raffaello“-Kokospralinen kann ich nicht widerstehen. Wahrer Luxus! Eine Tafel lila Milka-Schokolade mit ganzen Haselnüssen landet neben alban.Olivenöl und 1 Kilo dunkelroter Kirschen im Rucksack. Mit korrektem Englisch rechnet der junge Kaufmann alles zusammen, wiegt das Obst ab, zählt die Lek genau, er lernte Englisch in der Schule. Stolz ist er, zu recht.
Foto Obst

Wir laufen stadtauswärts. Niedrige winzige Häuser ducken sich neben die Straße, man wohnt 3 m unter Straßen-Niveau…Unten aber Lauben aus Wein mit Trauben, Tomaten an Stöcken, etwas Mais, Kartoffeln. Die Fenster und Balkonanbauten teils vergittert, gegen Diebe (wie wir das in Kiew auch früher gesehen hatten), aber auch schon neue Kunststoff-Fenster. In noch so armseligen Fenstern leuchten  Blumen, blitzen weiße Gardinen mit Spitze und Gold-Borte…und viele winzige Baby-Hemdle und Hösle trocknen an der Leine vorm Küchenfenster… Oft ist hier wohl ein Kind der größte Schatz, nicht das Geld…

Winzig

Daneben baut man eifrig neue Mietshäuser, die Architekten haben albanische Namen. Mustafa, Ibrahim…
Zwischen einer Krankenstation und einem ehemaligen Wachposten-Verschlag weiden im Schutt 2 Schafe, bei einem Metzger (mi=Fleisch) kommt ein Kunde mit einem steifen in Plastik und Zeitung eingewickelten ganzen Lamm die Treppe runter.
Wir machen Rast im Schatten einer Bar vor Rathaus und Polizei.

Der_albanische_adler

Ich bewundere den albanischen Wappen-Adler auf dem Uniform-Hemd des höchsten Polizisten, singe als Dank für das Foto die albanische Nationalhymne. Ah, Tedesce!! Er führt uns zu seinem Auto und zeigt stolz die Banderole „Deutschland“ mit dem aufgestickten Fußball. Ein Anhänger unsrer Fußballer- in Albanien…“Miro padschim“, Adieu!

Blick_zu_den_alban

Beim Rückweg überqueren wir den Fluß über eine weiß gekalkte Brücke. Unten hat einer ein Uferdreieck als Garten liebevoll üppig angepflanzt, direkt am Fluß! Unser Blick schweift über große leere Flächen mit gelben Disteln und Wegwarte, zu den braunen Bergen, deren Hänge aussehen wie ein in Falten gelegtes Tuch aus Samt. Davor teils grüne Terassenhänge, Wein? Ein Marmorwerk, Fliesenstapel, auf einem Auto steht „GIPSI“ 🙂 , aber es heißt nicht Zigeunerin! Es ist ein Gipser und Stukkateur. Es fahren hier viele rein deutsch beschriftete Lieferwagen, die  noch jahrelang brav ihren Dienst tun.
Frauen tragen ihre Einkäufe in blauen Plastiktüten, als Witwen ganz in schwarz gekleidet. Der Rock kniekurz. „Mir dita!“ Ein Lächeln fliegt über ihr Gesicht, als ich sie grüße. Die Haare der älteren Frauen oft ganz locker mit einem weißen oder schwarzenTuch bedeckt. Ganz weich und fast elegant übers Haar gewunden, aus Musselin oder Häkelware.Keine Muslim-Kopftücher. Keine langen Röcke oder gar Mäntel…
Originell ist, wenn man nur 10 Wörter kann auf albanisch:

po=ja, jo= nein, falim-en’dérit=danke! mir=gut! Haa= essen, pi= trinken, Buk=Brot, mi=Fleisch, pesch=Fisch, moo= Wetter…
Als ich das Wort sage, das uns das Internet für „Auf Wiedersehen“ lehrt: „lamtumir“, lachen alle Albaner laut los: „Nein, nein, das heißt gestorben, für immer gegangen:-), du mußt „miro padschim“ sagen. Große Heiterkeit…
Ach, lieber Gjiergji aus Palermo am Kai, ich hätte noch mehr albanisch von dir lernen sollen 🙂 !!

Solche_autobesitzer_residieren_auch_im_hotel

Zurück in der Marina noch immer Leere. Der Wächter am Tor hat nicht viel Publikum! Nur 6 Schiffe(alle ital.,1 aus Turku, Finnland) ;die EOS ist die kleinste Yacht, 3 kleine Motorboote aus Italien, 2 auffallend feine, mit je 3 riesigen Yamaha-Motoren à 350 PS, die rasen also in gut 1 Stunde über die Adria nach Italien. Die Flächen vor den „Studios“ der schloßähnlichen Residenza mit 4 turmartigen Ziegelbauten als Krönung, sind nur mit Schotter-Kies statt mit Rasen oder Blumen bedeckt, einsam 3 junge Palmen mittendrin. Auch vor dem simplen Dusch-WC-Block nur Kies und Staub, wenig einladend. Wenn ich da an die feine Marina im türkischen CESME denke!!!!Blumen, Keramik im Bad, bemalte Wände, Terracotta-Pötte mit Goldrand, handgemalte Hinweis-Schilder, nette kleine Lokale. Siehe blog ca. Juli 2010 🙂

Hinter dem Appartementbau und dem „Parkplatz“ für Autos eine große freie Fläche für Trockenlager von etwa 100 Schiffen….Keines da…

Die Poller im kleinen Hafenbecken dagegen vom feinsten Stahl und Chrom (Chrom ist der wichtigste Exportartikel Albaniens!).
Wehe aber, wenn man sich als Segler die glitschige Mooring in die Hand geben läßt bei Ankunft…(das Seil mit dem am Meeresboden verankerten Gewicht zum Befestigen der Yacht anstelle des eignen Ankers). Es ist voller spitziger Angelhaken, die sich beim 10 m Durchreichen vom Bug zum Heck in die Finger schlitzen. Im Hafen angeln, auch vom Ponton, ist ein Hobby der Albaner…

Die gewaschenen Bettbezüge sind längst trocken vom Wind. Wir räumen alle Güter ordentlich in den Bauch der EOS. Wenn der Wind günstig ist und nicht aus Süden kommt, werden wir morgen die Überquerung der Adria nach Italien starten. Unsere erste Fahrt am offnen Meer auf diesem Törn 2011. Otranto? 50 Seemeilen, ca. 85 km. Dann kreuzen wir unser Kielwasser vom Törn 2009!

Die Bilder:

 

23. An Albaniens Südküste nordwärts

Gerhard, – Rückblick vom  3.Juli
Wir verlassen Sarande, die lebhafte Stadt an der schönen Bucht westwärts. Geradeaus kämen wir nach Erikusa, Griechenlands Vorposten und Anlaufstelle der Segler von Italien. Wir aber wenden uns nordwärts entlang der steilen bergigen Küste Albaniens. Da und dort ein Strand mit Sonnenschirmen und Liegen, gelegentlich ein Bergdorf, wohl dort, wo Wasser dem Fels entspringt. Abweisend die Küste für Segler, ohne Hafen. Erst 10 Seemeilen weiter nördlich öffnet sich eine geschützte Bucht, Porto Palermo, bewacht durch einen Leuchtturm, eine Radarantenne und einen Soldatenposten 100 m über der Klippe. Die ehemals verbotene Bucht beherbergt noch einen Militärposten, ein Kriegsschiff erkennen wir und einen Bunker im Wasser, wohl für U- Boote. Da sind wir nicht willkommen. Ein Ankerversuch in einer Nebenbucht scheitert weil der Anker nicht hält. Erst an einem alten verkommenen Kai finden wir Platz.
Porto_palermo_vor_dem_starken_nachtwind
 Der Kai steht auf Pfählen und die niedere EOS passt fast unten durch. Ganz am Ende finden wir doch noch ein halbwegs sicheres Plätzchen. Eine Segeljacht aus Königswinter leistet uns noch Gesellschaft. Der Skipper der „Falkenstein“ gibt uns leihweise sein Hafenhandbuch von Albanien in italienischer Sprache. Er segelt wieder zurück nach Korfu. Die stille Bucht erwacht nachts zum Leben: Der Wind pfeift mit kräftigen Böen von den Bergen( bis 2000m hoch, vom Meer aus)! Mit 5 Leinen spannen wir unsere EOS so ab, dass sie nicht zu sehr auf den Kai gepresst wird. Erst gegen Morgen geht den Böen die Puste aus. Gerdi kann nicht von Bord, der Kai ist zu hoch. Ich besichtige ein nahes Fort. Es ist vollkommen erhalten. Düstere Räume mit bogengeformten Dächern und darüber die Zinnen-und Türmchen bewehrte Dachfläche. Was für Leid sich hier vor vielen Jahrhunderten abgespielt hat?
Das_fort
Ehemalige Militärgebäude in der Nähe werden jetzt als Lager für Salbeitee genutzt. Er wächst auf den nahen Bergen und wird hier gesammelt, in einer Art Truhe mit den Füßen gepresst, verschnürt und gelagert. Der Tee ginge auch nach Deutschland in die Apotheken meint der Arbeiter.
Salbei_wird_fur_den_transport_vorbereitet
Wir verlassen die Bucht und nach einem windlosen Katzensprung legen wir in Himara an. Ähnlicher Kai, Lastwagenreifen davor, die hässliche Spuren am Rumpf hinterlassen. Mit unserer hölzernen Gangway, allen Fendern und unseren Roller-Reifen halten wir die EOS ab. Die Behörden-Formalitäten ziehen sich hin: Ausweise, eine Crewlist, Bootspapiere abgeben. Ins Dorf fahren, Kopien von allem machen, zurück, nochmal 3 Formulare für Crewlisten ausfüllen, wieder die Bootspapiere abgeben. Dann können wir uns frei bewegen. Ziemlich nettes Touristenstädtchen. Wir ergänzen unsere Vorräte und gehen zum Essen. Sehr freundlich die Kellner.
Wetter und Dorf erwachen auch hier nachts zum Leben. Laute Disco- Musik vom Strand, um Mitternacht ein richtiges Feuerwerk. Der Wind frischt heftig auf und steht voll in die Bucht, aus der seltenen Südrichtung. Immer wieder stehe ich auf uns sehe nach. EOS schaukelt stark, ziemlich unbequem zum Schlafen. Um 5 Uhr lege ich ab,Kurs weiter nach Norden. Die Situation wird nicht besser: Größere Wellen aus verschiedenen Richtungen werfen das Schiff hin und her. An Segeln ist nicht zu denken. Tief hängen die dunklen Wolken in den steilen Bergen, ab und zu ein Regenschauer. Wir legen die Schwimmwesten an. Mit Motor gegenan…
Regen_kundigt_sich_an
Arg unangenehm. Dennoch- es ist schließlich Sonntag- gibt´s ein volles Frühstück mit Ei und Tee… Es schmeckt aber nicht so richtig. Wieder begleiten uns an Land steile Berge mit tiefen Schluchten und am Ende kleinen Ankerbuchten. Ursprünglich unser heutiges Ziel, aber bei den hohen Wellen ist das unmöglich, zumal jetzt der Wind auffrischt, leider wieder von vorne.
Nach 6 Stunden können wir hinterm Kap endlich Kurs ändern. Die Sonne vertreibt die Wolken und ab Kepi i Gjuhezes ( Kap Guhezes) läßt auch der Seegang nach und 3 Bft treiben die EOS vor Schmetterlingssegel in Richtung Marina Orikum.Links die „verbotenen Inseln“, Militär. In der Ferne Vlores mit seinen Hochhäusern. Die Berge zur Rechten sind mit kleinen Bunkerchen und großen Geschützständen gespickt. Denkmäler irrer Politiker.
Die von Italienern erbaute Marina mit 3stöckigen wuchtigen rosa Gebäuden, wie eine Residenz!! Über VHF- Kanal 15 melden wir uns in der Marina an, bekommen einen angenehmen ruhigen Liegeplatz (mit Mooring am Steg) zugewiesen, geben unsere Dokumente ab, spannen das Sonnensegel auf…15 Uhr…Nur 7 Segler, Italiener, ein Israeli,…
Gerdi kocht  gleich Spaghetti mit Pesto und geriebnem Parmesan, Pesto, dazu griechischen Salat. Danach Nescafé …Und 1 Runde Schlaf…
A
bschließend eine Anmerkung: Es hat seinen Grund, warum wenige Segelgäste Albanien besuchen:
  • Nur ein halbwegs genaues Hafenhandbuch, und das in italienischer Sprache
  • Außer der Marina Orikum keine Häfen nach unserem Standard  
  • Abenteuerliche Kaianlagen
  • Die Buchten sind entweder sehr klein, alle Buchten und Häfen nach einer Seite vollkommen offen
  • U.U. heftige adiabatische Fallwinde nachts von den Bergen

PS: Das letzte Video ist noch von Sarande! Der rufende Muezzin, leider mit Tele unscharf. Gerdi.:-(

Die Bilder: die fehlen leider seit dem Blog-Provider-WechselKühe vor antiken Stätten Bitrintis, lila Disteln... Aesculap-Heiligtum u. Sanatoriom

Traumhafte Ruhe am See
Traumhafte Ruhe am See
fREIGELEGTE mOSAIKEN
fREIGELEGTE mOSAIKEN
Christliche Kirche, Ruine im schattigen LAUBWALD
Christliche Kirche, Ruine im schattigen LAUBWALD
Lorbeerbaum der alten Griechen
Lorbeerbaum der alten Griechen
Uralter Olivenbaum
Uralter Olivenbaum

im antiken Butrinti

Theater Butrinti
Butrinti, antike Stadt Butrinti, antike Stadt
Theater Butrinti
Auto-Waschplatz, alles von hand
Sarrande: Auto-Waschplatz, alles von Hand

Sarande, zahllose Neubauten + HochhäuserHier legen auch gr.Kreuzfahrtschiffe an, Sarrande. Sehr italienisch alles an der Promenade

Markt in Sarrande, geschäftstüchtige Frauen
Markt in Sarrande, geschäftstüchtige Frauen