45 Der Acheloos, ein schöner Platz

IMG_9777 IMG_9783 IMG_9775

Flüsse haben es uns angetan. Schließlich befuhren wir  2014schon die ganze schiffbare Donau. Bei Winden aus dem nördlichen Sektor schützt das flache Land um die Mündung gut. 1500 Motorumdrehungen rückwärts versichern uns: Der Anker hält. Im Norden flaches Marschland um den Acheloos. So hieß der geschätzte Flussgott in der Mythologie, Sohn der Oceanos. Und jetzt besuchen Spenglers diesen besonderen Ort! Der Wind weht mit 5 bis 6 Bft und sorgt für eine unangenehme Dünung, die unsre EOS schaukeln lässt. Bis weit nach Mitternacht hält der Wind an. Ich klappe die Sprayhood zurück und lege mich in der Plicht zum Schlafen. Zum Schlafen zu schade. Kaum Lichter stören den gewaltigen Sternenhimmel. Die Milchstrasse zieht als Band über den Mast und der zunehmende Mond versinkt rechtzeitig um nicht durch sein Licht zu stören. Am Morgen ist’s, als würde ein Stern nach dem anderen ausgeknipst, bis der rote Osten den neuen Tag grandios ankündigt. Noch einen zweiten Tag bleiben wir, um mit dem Beiboot den Fluss zu befahren. Die Mündung ist ganz flach und wir verfahren uns zuerst. Als Ersatz schließt sich ein Spaziergang über diese Naturlandschaft an. Dann nehme ich das GPS zu Hilfe und mit ihm finden wir über die flache Barre den grünen, breiten Fluss, umgeben von Büschen, Binsen  und hohem Schilf. Roter Oleander sorgt für Farbtupfer. Wir tuckern flussauf und lassen die MICRO EOS an einer Sandrampe. Sumpfgras, Schilf und salzresistente Büsche prägen die Landschaft hinter der Sandnehrung. Eine Qualmwolke macht uns aufmerksam.  Ein Grill wird angeheizt. Ein kleines Gasthaus, ganz einfach. Wir wollen 2 Fische. Auf den Tisch unter Wellblech und Schilf kommen dann 5 Fische, ein Griechischer Salat, eine Traube und viele frisch geprlückte Feigen und 3 Bier. Es kostet dann statt 10 zwar 20 Euro, ist aber immer noch günstig. Der Wirt versteht sein Geschäft und grillt hervorragend. 2 Fische nehmen wir mit zum Schiff. Das Abendessen 🙂 unter rotgoldnem Himmel:

IMG_9786

Mittlerweile ist es rabenschwarz, wir werden noch etwas Wein trinken und dann schaukelt uns die Dünung in einen hoffentlich friedlichen Schlaf und über uns die ganze Größe des Alls.

Die Bilder: Klick

Die  letzte Reisestrecke: Klick

44. Segeln von Patras via Krioneri nach Mesalongion

    Zurück auf der EOS. 17.August.
Nach einer eindrucksvollen Heimfahrt durch den lieb gewonnenen waldreichen Peloponnes mit seinen markanten Bergformen und tiefen Schluchten kamen wir nach ca. 170 km mit dem Mietauto wieder zur EOS, die wohl behalten in der Marina wartete! Vorher hatten wir noch in Kalavrita eingekauft, und so war nach 1 Stunde alles wieder an seinem Platz. Erstaunlich mit wie wenig man 10 Tagelang auskommt – wir planten ja nur 4 Tage… Es hat sich wirklich gelohnt, das Auto, die Route, das Geld, der Hitzehölle entronnen, genießerisch und erlebnisreich entspannt.
Dieses Bergland bei Dimitsana möchte ich irgendwann mal wieder besuchen. Zauberhaft, frische Luft, nie heiß, pittoresk die alten Dörfer (Dimitsana ist das antike Thetis), gastfreundlich dieses Hotel Koustenis Village! Nach Bona werden wir Sehnsucht haben 

Weiter durch den Golf von Patras nach Nordwesten(bis 20. Aug.)

Patras,1.Mal wieder Salat an Bord 17.8.
griech. Salat an Bord!
Neues Samsung Hy 20.8.
Das neue Samsung löst E’s ab, es ließ sich nicht mehr laden

neue Bugleiter, Patras 17.8.15

Nach dem ersten nun wieder selbstgemachten Griech.Salat an Bord und einer von fröhlichen Cafébesuchern belebten Nacht im Hafen fand Gerhard am Morgen in einem Marine-Shop eine längere Bug-Trittleiter für tief liegende Pontons, damit ich ohne Hilfe auch 1 m „absteigen“ kann vom Bugkorb vorne. Wir segelten mit flotter Fahrt mit 5 kn nordwestlich und ankerten unter einem imposant senkrecht 900 m aus dem Meer aufragenden Felsen: Kryroneri! Kalte Wasser zu deutsch.

900m Fels vorm Ankerplatz
Krioneri

Souflaki an Bord

Auf dem Grill (1024x598)

Am Land Schilf, Moorgeruch, Wohnmobile, Badegäste, Zelte. Ich kochte Paprikagemüse und Pilav (Risotto mit Safran). Auch der nächste Tag bescherte uns herrlichen Wind, nur der Ankerplatz vor der teils nur 2 m tiefen großen Bucht (wo es übel stank) ließ uns wieder umkehren und nach Mesalongion Kurs nehmen. 30 Minuten lang fährt man vorsichtig die ausgebaggerte Fahrrinne entlang, an Stb die lange Straße entlang dieses Kanals, wie in Lefkas, an Backbord die sumpfige Lagunenküste mit kleinen Fischerhäusern und griechischen einfachen Wochenendhäuschen. Palmen, Schilf, Reusen, Angler-Stege. Wir ankerten vor der inzwischen fertiggestellten Marina, alles sieht ordentlich aus, das Marinagebläude nachts angestrahlt, auch Landplätze für Segelyachten.

Tomatensuppe Mama+Zucchiniplätzle
Ich koche eine richtig deutsche Tomatensuppe, mit Butter, Zwiebel, Mehl-Einbrenne, Zucker, Wasser u. Milch. Trotz der Hitze reizt es mich, 15 Zucchini-Küchlein zu braten… Sooo lecker. Mein Hilfskoch übernimmt danach „dankbar“ fürs Schlemmen den Abwasch…
Donnerstag, 20. August: Das Samsung-Smartphone ist defekt…
Am Morgen laufen wir ins Zentrum von Mesalongion, finden den Cosmote-Shop, lassen uns (gut!) beraten, kaufen ein neues Samsung-Handy (an Erikas altem klappte das Akku-Laden nicht mehr), trinken in einem Kaffeeshop, in dem man die Kaffeebohnen von ca. 20 Kaffeesorten vor Ort mahlen kann, einen köstlich duftenden Cappuccino. Ich kaufe mir 200 g –röstfrisch vor meinen Augen für mich gemahlen! Der Supermarkt hat Klimaanlage und bald laufen wir mit 2 vollen Rucksäcken zum Taxistand. 3 €.

Die Kaffee- Such- Ecke (1024x791) Cafe mit Stil (1024x614)

Im Café am Port Mesalongion
Frappé, frisch gepresster Apfelsinensaft, Fischle

Pause nach dem Einkaufen (1024x929)

Café Zaphiros,Mesalongion

Unvergeßlich: Gewürzringle v.Peloponnes
Unvergeßlich: Gewürzringle v.Peloponnes

Im Hafen-Café Zaphiros sitzen wir im frischen Wind 2 Stunden bei kaltem Frappé, einem kühlen Bier und sogar einem Teller frisch fritierter knuspriger Sardinen, 3-4 cm klein. Sicher von dem Fischtrawler, neben dem wir früh am Kai angelegt hatten.
An Bord zurück baut Gerhard die neu erworbene Edelstahl-Bugleiter passend um, so daß sie vorne auf die kleine Teak-Plattform geschoben werden kann – über dem Anker. Ich verstaue alle Fressalien und nach dem obligatorischen Wasserschleppen (Gerhards Part 😉 und unsrer Nescafépause legen wir ab und ankern für eine 2. Nacht frei, vor der Marina, neben der Fahrrinne.
Es hat zwar wieder 33° aber es weht ein leichter Wind. Viiiiiel erträglicher als die 42° in Nafpaktos u. Patras.

Papr.gemüse Risotto+Papr.gemüse

PS: Inzwischen ist der 21. August und wir segelten bis hinter die Insel Oxia! Viel Wind, 5-6 von 13-22 Uhr…

43. Ein Festtagsschmaus mit Lamm am Spieß

Schon früh um 8 Rauchgeruch. Am großen Grill unten im Hof lodern rote Flammen, Holz knackt. Aha, heute gibt es ein Lamm vom Dreh-Spieß! Auch in der Küche geschäftiges Treiben, Zucchini werden geholbelt, Kartoffeln gekocht. Es duftet nach Origano und Grillbraten…

Am stillen Nachmittag klopft es an der Zimmertüre. „Kommen Sie! Lamm. Essen!“

Wir gehen runter in den Wintergarten, helfen den Tisch für 8 Leute decken, dann trägt die Chefin Georgia die kleinen Platten mit Vorspeisen auf: halbierte Bratwurststücke, Zucchiniküchlein (salzig), Kartoffelsalat mit Gurken und Tomaten. Bier. Yammas, alle stoßen an, es wird sofort nachgeschenkt.

Der Grillmeister

Vorzüglich!
Vorzüglich!
Üblich ist zw. 3 und 4 zu essen, mit den Angestellten am Tisch (Bona re.)
Üblich ist zw. 3 und 4 zu essen, mit den Angestellten am Tisch (Bona re.)

Ein Festsonntag

Und dann kommen die großen Platten mit dem zerteilten Lamm-Braten. Das Lammfleisch bleibt allein am Teller, man hilft beim Essen mit den Fingern, Rippen, knusprige rotbraune Haut… ständig bekommt man nachgelegt. Auch im Freien sind wohl 15 Gäste am Futtern. Dann kommen auch die Helfer des Hotels an unsren Tisch, unsre nette Bona(aus Albanien :-), der Zimmermann, der „Grillmeister“,der Chef selber( er bäckt auch das Brot selber!), die Chefin. Efcharisto, KomplimenEs schmecktte…

Zum Nachtisch gibt es Eis, ein Pfirsichsorbet und Kaimaki,das Mastixeis.Und Nero krio-kaltes Wasser.

Die Krönung ist eine Schwarzwälder Kirschtorte (mit den eingelegten Kirschen aus dem Garten)- eine Dame hat Namenstag zu feiern. Gäste am Nebentisch mit einem kleinen Jungen , eine reizende hübsche alte Dame mit Sohn und Schwiegertochter.aus der Nachbarschaft. Man kauderwelscht, übersetzt, wir werden also als Segler vorgestellt. Eine fröhliche Stimmung. Noch ein Espresso.

Kato sto jalo, kato sto perijali,

Kato sto jalo kondi,

nerantzula fundoti.

Plenan chiotisses, plenan papdhopules, …nerantzula fundoti.

Plenan ki aplonan ke me tin amo pesan, …narantzula fundoti!

Zum Dank singe ich auf griechisch das Lied vom Zitronenbäumchen am Meeresstrand- und die Dame und ihr Sohn singen beide mit. Was für ein schöner Festtag…

DANKE! Das war ein unverhofftes großes Erlebnis.

Die Bilder: Klick

42. Kaffee im Kloster + Einladung zum Essen bei griech.Familie

Heute sind wir  zum Kloster Emilaion gewandert. Auch hier wurde aus einer ursprünglich in einer Höhle versteckten Einsiedelei ein Kloster.

Klostercafè (1) Klostercafè (2)

Ich sang wieder in der orthodoxen kleinen Klosterkirche, bei der durch ein buntes fast waagrechtes grünes Glasfenster neben dem Felsendach Sonnenlicht hereinströmte- ein fast himmlischer Moment… Kürzlich sei National Geographic da gewesen für eine Reportage! Wir entzündeten 3 Wachskerzlein, man bot uns einen griechischen Kaffee in feinen Porzellan-Tässlein auf einem zierlichen Biedermeiertischlein an…Für Luci hab ich ein Armband mit einem Silberkreuzle erworben, zur Geburt!

Beim nächsten Dorf, Vloggo, das wir mit dem Auto anfuhren, erklang aus einem Hof hinter der Kirche griechische Folkloremusik. Eine muntere Witwe in Schwarz lud Gerhard ein, zu ihr zu kommen.  „Ah, Deutsche, komm!“ Sie war in einer Spinnerei bei Köln und fuhr 20 Jahre lang immer mit Mann und  Auto den langen Weg heim. Jetzt mit 80 lebt sie in Athen. Im Haus boten sie uns fettgebsckenes Klein-Gebäck und Limonade an, ein herzliches Kauderwelsch, Fotos, unser Schiff, die Reiseroute auf einem Kartenausschnitt aus dem Geldbeutel- immer dabei…, die Donaufahrt, die griechischen Inselnamen. Staunen.

Nach unserem Rundgang im Dorf trafen wir sie neben ihrem großen Mercedes erneut, und wir konnten die Einladung zum Essen nicht ablehnen. Welch eine Freude, auch für die Schwester und 2 Brüder. Alle zitieren sofort „Angela Merkel, Schäuble!!

Als ich im Hof zu den griechischen Folkloretänzen aus dem 12x12cm kleinen Transistorradio tanzte, waren alle begeistert und klatschten den Takt. Die Schritte kenne ich aus einigen VHS-Kursen mit griechischen Tänzen und von der Insel Samotraki 2010. Dass ich 5 Lieder in griechischer Sprache singen kann, erfreute auch.

Nach dem Mahl zu acht auf der Terrasse -mit Salat, Feta, Nudeln mit Rindfleisch, Dolmadakia (Hack+Reis in Weinblättern) und meiner gesungenen griechischen Hymne  zum Abschied- gönnten wir uns mit 2 Feigen eine Pause mit jenem grandiosen Panorama  oben bei der Kapelle unter der einzelnen Glocke.

IMG_9754
Feigen aus dem Garten des Hotels

IMG_9746 IMG_9747 IMG_9748 IMG_9749 IMG_9750 IMG_9752 IMG_9755 IMG_9756

In Stemitsa parkten viele viele Autos, die Dorfmitte war geschmückt vor der Kirche, man klappte Tische für wohl 300 Gäste auf, stellte Stühle. Mariä Himmelfahrt- ein Hochfest und wohl ein Tag, an dem sich die Großfamilie trifft. Am Abend sei Musik und Tanz auf dem Kirchplatz. Nachts um halbzwölf sahen wir noch das Feuerwerk.

Moussaka

Die Hausgäste aßen bis spät in die Nacht, es duftete nach hausgemachter Pizza aus dem Steinbackofen, nach Moussaka, nach Schweinebraten. Ich bekam ein Spezial-Eis (der Hotelbesitzer ist Eigentümer einer griech.Eisfabrik Koustenis) mit Mastixgeschmack und mit in Sherry eingelegten Kirschen aus dem Garten, ähnlich unsrem deutschen Rumtopf: „Nun kenne ich auch „KAIMAKI ME VICINO „( ‚vi-sino auf die 1. Silbe betont, Kai- ‚ma-ki auf die 2.Silbe betont). Sehr süß, wie alle griech. Eissorten…

Ein geruhsamer letzter „Urlaubstag vom Schiff“ in den über 1000 m hohen Bergen des waldreichen Zentrums des Peloponnes. Wund-der-schön…Fast 400 km sind wir über Stock und Stein gefahren, eine Erkundung eines grünen Paradieses.

..
PS: Am Samstag-Abend bot uns die Chefin Georgia an, eine 7. Nacht kostenfrei im Hause zu bleiben! Am Sonntagmorgen bestätigte die Autoverleih-Firma AVIS die Verlängerung um 12 Stunden bis 20 Uhr, Montagabend in Patras:-). Im Fernsehen wird stundenlang ein pompöser Festgottesdienst aus Keffalonia übertragen. Georgia war früher Kirchenmalerin, sie erzählte, daß in dieser Kirche alles aus purem Gold ist.

Die Bilder dieses Tages: Klick

41. Drei Pulvermühlen und drei Klöster

Die Wanderung beginnt beim Water Power Museum. Immer an den Wasserrinnen entlang inmitten einer grünen Pracht führt der Weg abwärts.

Abstieg neben der Levada (1024x683)

Immer wieder tauchen die Reste einer Pulvermühle auf. Oben im Museum ist eine wieder erstanden und in Betrieb (ohne Pulver). Die Mühlen belieferten im Unabhängigkeitskrieg Anfang des 19. Jahrhunderts die Schützen. Auch wenn man sich vom geführten Wasser trennt, klingt das Rauschen des Baches tief unten in der Schlucht. Der Weg führt wieter immer hart an der Schluchtkante zum Kloster Filosofiou. Ungefragt weist mir der Mönch gleich den Weg weiter. Möchte er sich die Gastgaben Kaffee und Süßes sparen? Ich erinnere mich gerne an die alte Sitte, dem Wanderer Wasser, Kaffee und etwas Süßes zu reichen. Mein Freund Manfred und ich haben es als Studenten in Griechenland immer erlebt. Jetzt aber kommen die Gäste im Auto bis fast vor die Klostertüre und es sind viel mehr. Echte Wanderer sind selten und so verliert sich auch diese Sitte. Die Mönche hätten ja fast nichts anderes zu tun als Kaffee zu kochen. Also steige ich zum zweiten Mal bis zum Fluss ab, der sich eng zwischen Felsen durchschlängelt. Dann wieder hoch zum Kloster Prodomou, das haben Gerdi und ich schon gestern besucht.

Noch einmal im Kloster Prodromou 3 (1024x683)

Es hängt ja in der Felswand. Weiter oben packe ich eine kleine Brotzeit aus. Bestes Wasser spendet der Brunnen nebenan.
Eine fröhliche Großfamilie erläutert die derzeitigen  politischenWirren und fragt nach dem Zustand in meinem Heimatland. Dann zweige ich auf den Wanderweg nach Stemnitsa ab. Steil aufwärts, vorbei an alten Mauern und längst aufgelassenen Feldern arbeite ich mich hoch. Es regnet stark und bald bin ich durchnässt. Oben an der Straße „nach Hause“ klart es auf und ich habe 6 km nach Dimitsana vor mir. Ich möchte aber von der Straße weg. Der Weg führt abwärts und durch das dritte Kloster Emialon. Das Tor ist aber verschlossen und zwischen 13 und 17 Uhr besucht man kein Kloster. So wage ich auch nicht zu läuten und steige wieder hoch zur Straße. Bald habe ich 20km bergauf, bergab hinter mir und die Beine werden schwer. Da hält ein junges Pärchen und nimmt mich bis fast zum Hotel mit. Leider nur einen halben Kilometer. Wären sie früher gekommen, wär’s mir auch recht gewesen.

Wer Bilder sehen will, klick hier

Hier der Track meiner Wanderung: Klick

Walnuss-Kuchen mit Honig nach der Klosterwanderung

IMG_9724
Warm, saftig, köstlich…

Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl der Atemzüge,
sondern an den Orten und Momenten,
die uns den Atem rauben.

IMG_9694
Einsiedler-Mönchsleben

Das Kloster im Fels 2 (1280x853)

Keusch und züchtig
Keusch und züchtig
Schöpfkelle im Klosterhof
Schöpfkelle im Klosterhof
Stillzeit!
Stillzeit!
Werkzeug
Werkzeug

Komm mit und schau;so schön ist unsere Welt!
Dem, der mit offenen Augen reist, schenkt sie ihren Zauber.
Ihm öffnet sie den Horizont, ihn lässt sie im Kleinen
das Große entdecken, im Fremden das Bekannte,
im Alltäglichen das Wunder.
Komm mit und schau!

Stillen ist das Beste!
Stillen ist das Beste!
Abstieg, mit Oleanderstab
Abstieg, mit Oleanderstab
mit Rucksack, Salbei und guter Laune!
mit Rucksack, Stab und guter Laune
nur mit Rock und Schultertuch!
nur mit Rock und Schultertuch!
Das 2.Kloster,ca. 1 km hinterm Hotel
Das 2.Kloster,ca. 1 km hinterm Hotel- wir kamen nach 2- zu spät: da ist es zu bis um 5 Uhr.

Hier noch ein Foto von vorgestern. Heute gibt es mit Reis+Hackfleisch gefüllte Krautwickel…Kohlrouladen.

Mit Reis gefüllte Zucchiniblüten +Paprika
Mit Reis gefüllte Zucchiniblüten +Paprika

40. Mönche in steiler Felswand

Kloster Joanou Prodromou:

Das Kloster im Fels 1 (1280x853)

13. August, 2015
Weit oben am Berg führt die Straße von Dimitsana nach Stemniza und weiter nach Tripoli. Rechts zweigt eine schmale Passstraße ab, wie die wildesten Bergstraßen nur ohne jede Leitplanke.

Straßen, wilder als bei uns (1280x853)

Vielleicht 500m weiter unten zweigt der Fußweg zum Kloster ab. Die letzten paar 100 Meter klebt er am Fels und dann, hebt man den Kopf, zieht sich direkt darüber das Kloster entlang, in den Fels gehauen und auf Holzstützen vor den überhängenden Fels gebaut.

Das Kloster im Fels 2 (1280x853)

Unglaublich, was Menschen für ihren Glauben auf sich nehmen. Man ist willkommen. Cerete, der alte griechische Gruß, seit vielen Jahren höre ich ihn zum ersten Mal wieder.Griechischer Kaffee in kleinen Tässchen und Süßes steht auf dem Tisch. So wie früher immer üblich in Klöstern. Drei Mönche bewohnen das Kloster mit einigen Helfern. Mit einem der Helfer kommen wir ins Gespräch. Mit seinem Wort Moto können wir erst nichts anfangen, aber dann klärt es sich Sein Motto: SEI DU SELBST. Das hätte er aus Deutschland mitgebracht. Eine ganz dunkle kleine Kirche ist das Zentrum.Gerdi singt 3 Taizékanons. Auf dem Freigang vor den Räumen der Bewohner fühle ich mich nicht wohl. Unter mir ist Luft, weit runter. Seitlich neben dem Kloster bleibt Platz für einige schmale, schräge Felder. Zwei Maultier braucht man für den Transport.
Mit den beiden anderen Klöstern, dem verfallenen alten Filosofou (nur wenn man genau hinschaut ist es grau in grauer Wand mittig zu sehen.

Das alte Philosophenkloster in der Wand auf der anderen Talseite (1280x853)

Es klebt noch abenteuerlicher im Fels) und dem bewohnten neuen Kloster Filosofou waren es während der ottomanischen Zeit geheime Orte, um verbotenerweise in christlicher Weise zu leben und zu schulen.
Es fällt uns schwer, uns von diesem eindrücklichen Ort zu trennen und mit unserem roten Floh nehmen wir die Serpentinen wieder aufwärts unter die Räder

TIPP zu den Bildern: Gleich nach dem Aufrufen des Albums erscheint der Bildtext wenn Du mit dem Curser ohne klicken auf das Foto wanderst. Die Bilderschau in Großformat erscheint, leider ohne die Bildunterschriften wenn Du das kleine Rechteck mit dem Pfeil drinnen ganz oben rechts über dem großen Titel anklickst.

Hier die Bilder: Klick