20. (3) Letzter Tag in der Türkei und dann nach Griechenland

Nochmal einen Döner im Lieblings-Döner-Salonu, ein Spaziergang über den Markt in nächtlicher Auflösung. Wir geben die letzten türkischen Lire aus. Bei den Behörden waren wir gestern schon.

Ein letzter Döner im Lieblings-Döner-Salonu
Anderntags stehen wir früh auf, verlassen den feinen Hafen und uns empfängt gleich wieder der Meltimi mit Kraft. Bei den letzten türkischen Inseln reffen wir kräftig und dann liegen die kahlen Berge Griechenlands vor uns mit den Klöstern als Einsprengsel. Keine Bäume mehr.

Der Kontrast, wir sind in Griechenland
In Kalimnos legen wir mit dem Heck zum Kai an. Wir machen das nicht gerne. Der Wind bläst nicht mehr so zügig durchs Schiff und als niederes Boot sieht uns jeder vom Nachbarschiff und vom Kai auf die Teller. Ein Taxi bringt uns zu einem Kloster hoch oben am Berg über der Stadt. Ein wunderbarer Blick bietet sich und statt den Moscheen, die wir doch scheuen zu betreten, stehen die Türen der Kirchen offen und zeigen ihre etwas schwermütig schönen Gemälde auf denen keine Person ein Lächeln zeigt. Auf der Strasse kommen wir langsam wieder auf Niveau Null.

Kalimnos
Kalimnos ist eine laute, lärmende Stadt, jeder scheint hier Auto oder Moped zu fahren. Die Fußgänger quetschen sich an die Häuser und parkenden Autos. Ununterbrochen fließt der Verkehr. Stadtbusse sind mir nicht aufgefallen. Wir beschaffen eine türkische SIM- Karte. Die Installation nimmt eine gute Stunde und die Nerven des Verkäufers in Anspruch. Als wir anderntags ablegen und der Lärm hinter uns zurück bleibt sind wir froh, aber draußen warten schon die ersten Schaumkronen. Nur mit kleinem Vorsegel laufen wir über 6 Kn. Die Hälfte der Strecke geht mit Motor gegenan. Der Wind singt in den Wanten in den heftigen Böen. Erst als wir zwischen den hohen Felsen nach Vathi einfahren glättet sich das Meer. Etwas tricky gehen wir längseits an den Kai und später legt sich noch ein großer Segler mit Polen längseits an uns, benutzt uns kleines Zwergenschiff als Fender. Auch am Kaispitz ein gr. Charterboot mit jungen Polen. Viel Wind die ganze Nacht.

Nacht im Hafen
enger Naturhafen zw. Felsen: VATHI

Als sich abends die Hitze legt machen wir noch einen Spaziergang im Dorf. Da umfängt uns wieder die Ruhe. Die schmale Strasse ist eingefasst von blühenden Mauerblumen. Immer wieder zeigt sich eine der blau-weiß gestrichenen kleinen Kirchlein, im Gegensatz zu früher, geschlossen.
Am anderen Morgen, als ich gerade um 6 im Naturbecken neben uns schwimme, zieht ein vollkommen mit Menschen überladenes, kleines Fischerboot ein teilweise geplatztes Schlauchboot in den Hafen. Flüchtlinge nach einer wilden Überfahrt von der Türkei, etwa 40 junge Leute, Männer, Frauen, Kinder. Da sind sie nun in Europa. Niemand kommt, keiner begrüßt sie, nur Brot und Melone bringt die Wirtin (sie ist aus Neuseeland…) Die Flüchtlinge trocknen Ihre Kleidung an der Mauer. Stunden später, als uns ein Bauer mit seinem Auto mitnimmt, begegnen wir ihnen. Sie fragen nach dem Weg zur Polizei. Die 4 Kilometer nach Kalimnos nehmen sie zu Fuß.
Der Bauer fährt uns zu seinem Acker und beschenkt uns überreichlich mit Gemüse. Gutes und schlechtes liegt so nahe beieinander.

Die Flüchtlinge sind angekommen
Früh kamen Boote mit Flüchtlingen… 100…auch kleine Kinder…sie marschierten 4 km über die landstraße zur Stadt/Polizei in Kalymnos.
Er beschenkt und überreichlich mit Gemüse
Reich mit Gemüse beschenkt: Aubergine, Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln…

Hier ist unsere Segelroute: Klick

Hier sind mehrere Bilder Klick

20. (2)Turgut Reis Marina – unser letzter türkischer Hafen

Gerdi schreibt über 2.+3.+4.Juli 2015

Turgut Reis-Marina :  d.h. Mooring, warme Duschen, Kunstobjekte

2. Juli: Nachdem es nachts am „wilden“ Ankerplatz vor dem feinen rasenbegrünten Apparthotel ein heftiges Gewitter gab, wurde EOS von Süßwasserschauern gespült, die Tropfen schossen aufs Deck wie Hagel, die Blitze zuckten und erhellten das Schiffsinnere wie ein Foto-Blitzlicht. Es donnerte, als wäre jemand erzürnt ob unseres hoffnungsvollen Ankerns trotz Starkwind und Dünung…. Wenig Wasser kommt rein, das Kombüsenfenster geht nicht mehr so gut zu… Das Schiff reißt knarrend an der Ankerkette…. Der Anker hält… neben uns wie ein schwarzes Dreieck der Kegelberg, der Vollmond scheint hinter den Regenwolken…
Nach kurzer Nachtruhe stehn wir um 6.30 auf, ein Nescafé und raus aus der Bucht, bevor der angekündigte Wind mit 19 kmh und 4-5 bft anrückt. Noch hat es Dünung, wir motoren um das kap. Die „Grabsteinhügel“, wie ich respektlos diese gleichförmigen, weißen Feriendörfer nenne, kommen in Sicht. Kurz nach 8 früh laufen wir ein in den schützenden, letzten türkischen Hafen, zwischen 2 mächtigen richtigen Leucht-Türmen: Marina TURGUT REIS, benannt nach dem berühmtesten General.
Tanken. Warme Dusche im feinen Hygieneblock. Hibiscusblüten, Oleander, Bougainvillea… Einkaufen beim Migros. Gerhard klappert mit mir viele Schlosserbedarfsläden ab, um einen „Stechbeitel“ zum Herauskratzen der undichten Holzdeck-Fugen im stb-Deck zu kaufen. Vergeblich. Dann muß es ein 3mm-Schraubenzieher halt schaffen…! Dann weihe ich den in Marmaris erstandenen neuen Haar-Schneide-Apparat ein, Gerhard sieht fesch aus. Die vielen Barbiere werden nicht reich mit uns…
Am Abend suchen wir über 1 Stunde nach dem Fischlokal, bei dem man im Fischgeschäft daneben seinen Fisch auswählen kann. Nach einigen Wander-Runden führt mich meine Intuition doch noch hin. Gh ßt diese 40 cm langen 3cm dünnen „Bleistift-Fische“, die uns in Griechenland auffielen neben der Eos, ich lasse mir einen Fisch filetieren und in der Pfanne braten. Auberginensalat dazu, Seegras sauer angemacht, der Hummus aus Kichererbsenmus enttäuscht, keine Säure, keine Würze. Ramadan, andre essen noch nicht. Erst als zum offiziellen Sonnenuntergang ein Kanonenschlag ertönt, bringen die kellner wieder Chai, Ayran(salzige Joghurt-Wasser-Mischung) und Kebab, Fisch und Köfte… Die tags fastenden Bürger wirken matt, wenn sie vor ihren kundenlosen Läden kauern. 3.Juli, ruhige Nacht, herrlich das Duschen! Gerhard startet gleich früh das Auskratzen der Fugen, wo wohl Wasser eindringt, über meiner Koje, im Kleiderschrank. Primer, Sikaflex… Draußen wieder 4-5 Windstärken, es heult, es pfeift in Masten und Wanten.
KUNST IM PARK

alles Flaschendeckele
alles Flaschendeckele
rote Schraubdeckel und Bierflaschen-Glasscherben
rote Schraubdeckel und Bierflaschen-Glasscherben
Treibgut wird zum Fisch
Treibgut wird zum Fisch
blaue Verschlkußdeckel, Kronenkorken,Trinkhallme
blaue Verschlkußdeckel, Kronenkorken,Trinkhallme

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Gleich hinter der Marina mit ihren Bars und feinen Restaurants hat man mit Müll Kunstobjekte geschaffen. Aus Treibgut wurde ein 6m langer und 2 m hoher Fisch geformt. Aus unzähligen leeren Pet-Wasserflaschen, ineineandergeschoben, entstanden zwei Fisch-Torsos, nachts blau von innen beleuchtet. Ein Profilporträt wurde gefügt aus lauter blauen Flaschen-Schraubdeckeln, ein lachendes Gesicht entstand aus roten Flaschenverschlüssen, Kronenkorken und braunen Bierflaschen-Scherben. Die Palmen am Weg sind umringt von blauen und weißen nachts leuchtenden Reifen. Sie erinnern an Martins erstem labbinaer-„Blaue-Nacht“-Kunstobjekt in Nürnberg, der mobile Leuchter aus LED-Licht-Reifen.
Nachmittags gibt’s wieder gekühlte Wassermelone und kalte Kirschen, ganze Ladeflächen voll werden angeliefert vor den Marktständen. Weiter windig. Morgen werden wir ausklarieren. In Griechenland geht das Wechselgeld aus, es fehlen inzwischen kleine Scheine, alle wedeln mit 50ern. Die Rentner bilden Schlangen vor den Banken -mit Warte-Nummern über 100… E-Karten werden auch von Touristen nicht mehr

genommen, alle wollen Bargeld. Die Geld-Automaten sind kaum mehr zu bestücken…

Am Stadtstrand: Sunset
Am Stadtstrand: Sunset
Döner Lammkebeb in Pide, Ayran.
Döner :Lammkebab in Pide, Ayran.

Sonnenuntergang bei nachlassendem Wind, Rottöne am Himmel. Jupiter nun rechts von der hellen Venus. Wir suchen eine kleine Kneipe auf, deren Wirtin mir früh mit ihrem fröhlichen Lachen schon auffiel vor ihrem blitzsauberen Kebab-Lokal. Lamm-Kebab, in Pide.Ayran+Chai, es gibt keinen Alkohol. Dann machen wir noch einen langen Spaziergang am Strand hoch, wohl gepflegt. In einem feinen Spa-Wellness-Hotel mit kreisrundem Pool führt eine Tänzerin mit wehenden Röcken einen turbulenten Bauchtanz vor. Ein Tässchen türkischen Kaffee, eine Kugel Eis im selbstgebackenen Waffelhörnchen… Der wilde Lärm vom TERMINATOR-Film im Openair-Kino verebbt …
Ruhige, fast kühle Nacht, dank Moskitonetzen diesmal keine Schnaken. In Dtld. Ist es heißer als hier, wir haben 30-33°, in Bayern hat’s 37-38°, Erika ist im Schnee in den hohen Bergen im Zillertal(mit Bergstiefeln). Martin+L. machen einen Käsekurs im Allgäu .

20. (1)Sportliches Segeln via Knidos bis vor Turgut Reis. 30.6.-2.Juli

17. Sportliches Segeln bei viel Wind- bis Turgut Reis Marina
Di+Mi, 30.Juni+1.Juli 2015
Gerdi schreibt:
Ganz still war die Nacht- ab 22 Uhr hörte der Wind auf… Jupiter hat bald die Venus erreicht am Ster-nenhimmel. Eulenruf, der Esel stößt seinen jammervollen Ruf aus, einsam der Kiesstrand. Früh um 6.30 Uhr steht Gerhard auf, Frühstück,bald Anker auf. Leichte Dünung, 4 bft angekündigt. Waldreiche Küste, dunstig. Gulets träumen noch in den Buchten, stolz die 2 weißen Masten in den Himmel gereckt, die Leute schlafen noch. Wir verwerfen die angepeilte Ankerbucht und setzen die Segel, reffen gegen Mittag.

Seekarte Bozburun-Datca-Knidos-Turgut Reis
Seekarte Bozburun-Datca-Knidos-Turgut Reis

Schon bald kommt das antike KNIDOS in Sicht, ein markanter steiler Kegelberg mit fast senkrechten Felsflanken. Wir runden das Kap und sofort prescht der Wind mit den heftigen Wellen voll gegenan. MMM- Mare molto mosso. 2. Reff. Fast wild werfen die Wellen die Eos hin und her, der Bug platscht in die tiefen Wellentäler, das Spritzwasser steigt 3 m hoch, steigt bis ins cockpit. Lifebelt, Schwimmweste… Luken dicht, alles fixieren. (Erst am Ankerplatz entdecken wir daß Seewasser am Bug eindringt! „Durchs neue Deck“…
9 Stunden wird unser sportlicher Segeltag, nicht wie geplant 3-4. Ich steuere mit Muskelkraft Welle für Welle aus, Gerhard prüft am GPS unsere zrückgelegte Strecke, das Ziel.

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Nach 17 Uhr versuchen wir zu ankern, um dem schäumenden Meer auszuweichen. Die „Wildschweinbucht“ kennen wir vom Gulet-Urlaub 2013 (da ließen zu alten Zeiten Griechen mal Schweine frei) lockt- aber am Felsgrund greift unser Anker nicht richtig, zu gefährlich bei dem starken Wind. Anker auf, mit Motor in die große Bucht Baglar Koyu – mit dem feinen „Club Med“ ,der edlen Appartementsiedlung am Hang. Eine ca. 30 m lange stolze Segelyacht ankert frei, blaue Strahler beleuchten am Bootsrumpf das Meer… Gerhard kocht spaghetti, bei viel Seegang eine Kunst, reibt Parmesan… erst ab 22 Uhr weniger Schaukelei. Schlafen möglich…
Mittwoch, 1. Juli: Wettervorhersage 5 bft
Baden im Meer, erstaunlich kalt mit knapee 21°C. Griechenlands „deadline“Banken nur noch Schalter geöffnet – für Rentenbarauszahlungen max.120€ – Touristen dürfen am Bankomat noch Geld abheben…
9.30, gleich gereffte Genua und Reff ins Groß. Es wird erneut lebhafte Segelei, ich steuere die 3 ½ Std. an der Pinne, Gischt auf den Wellen, die griechische Insel Kos kommt in Sicht. In der ersten Ankerbucht gibt’s nur eine kleine Honigmelonen-Pause, der Anker faßt nur hinter einem Stein, nix wie weg bei dem Wind. Raus, und rüber in die nächste Bucht. Es fegt, es bläst, 6 bft? Gut, daß wir einen stärkeren Anker erworben haben (für die Donaureise)… Viel Kraft und Rüttelei an der Ankerkette, Erinnerungen an Foca (Fodscha)…vor 1 Jahr. Am Ufer eine gepflegte palmenbewachsene Oase mit Appartements, grünen weichen Rasenflächen, anurudern, Laser-Segeln, Surfen- nur Mutige wagen sich raus, kentern, richten das Boot immer wieder auf durch „ auf-den-Kiel-legen“…
Fallböen von den steil aufragenden Bergen neben uns.
Ich mach Salat mit viel Maydanos, Petersilie. Dazu Spaghetti in Chili+Knoblauch-Öl.
Dreimal dreht der aggressive Wind um 180°, nun also auflandig. Wir ankern im Stockfinstern bei stürmischem Wind… Kaum in der Koje, blitzt und donnert es: GEWITTER. Es regnet und trommelt auf unser Deck… Beim Kombüsefenster regnet’s rein, obwohl 4 Drehknöpfe es verschließen.
Gegen 5 legt sich der Wind… Gemeldet aber erneut 4-6, also früh los.Ziel Marina Turgut Reis, Und ausklarieren aus der Türkei!
Um halbsechs ein zauberhaft rosa-goldner erster Morgenschimmer, und der Vollmond fast orange und riesengroß… Die Bergrücken der griechischen Insel KOS leuchten fast rot auf, die Superfast-Fähre auch… Wir motoren um die Felsen herum und erreichen um 8.30 Uhr früh die Hafeneinfahrt mit den 2 mächtigen Leuchttürmen – nur der Tankwart ist schon da, sonst Ruhe. Schon erwacht der Wind… wir nehmen dankbar die Mooringleine und vertäuen die EOS wieder mal „richtig“ an einem Steg. Müde sind wir… Aber ich schrieb tapfer diesen Blogbericht. Bisher fast 300 sm, gesegelt 163 sm.

Rokkosalat+Sardinen, Feta. Bauernsalat-Segeln macht hungrig :-)
Rokkosalat+Sardinen, Feta. Bauernsalat-Segeln macht hungrig 🙂

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19. Bozburun ADIEU – wir segeln hinter die Halbinsel

Hier der Track auf Google Earth: Klick

19. Bozburun adieu- hinter die Halbinsel! Gerdi schreibt am 29.Juni, 13.Segeltag, 42.Törntag

Mit 3 bft hart am Wind
Mit 3 bft hart am Wind
Schönes neues Teakdeck, aber nicht ganz dicht...
Schönes neues Teakdeck, aber nicht ganz dicht…

Bozburun ade! Auf nach Datca -unter Segeln

Abdichten der bb-Lenzschlauch-Öffnung
Abdichten der bb-Lenzschlauch-Öffnung

Wir segeln mit herrlichem Wind in 6 Stunden bis vor Datca in eine Bucht Nachdem der Skipper sorgfältig die Lenzöffnung am Backbord-Deck mit Sikaflex abgedichtet hat, gehen wir um 10 Uhr früh Anker-auf und motoren gegenan um die Peninsula, etwas wehmütig sagen wir Bozburun, das wir liebgewonnen haben, Adieu! Nach dem 2. Kap setzen wir Genua und Groß und genießen in vollen Zügen das Wonnesegeln- ohne Sorgen, ohne Nässe im Schiff- welch ein Gottesgeschenk. 4 kn, 5 kn, 6 kn. Die Eos läuft mit Lust am Wind. Wir essen gekühlte Kirschen, reine Freude. Ich steuere die EOS von Hand an der Pinne und mag gar nichts andres machen. Hinter der kleinen Insel im Meer mit dem Leuchtturm fassen wir unser Ziel ins Auge: eine Ankerbucht vor Datca – hinter uns türmen sich goldrosa Cumuluswolken. In der Ankerbucht baden Feriengäste, 2 kleine Strandrestaurants, bescheiden. Lesen, entspannen, ich richte griechischen Bauernsalat mit Feta und Rokko-Blätter mit Sardinen. Sorglos gleiten wir in den Abend…

Cumuluswolken im Heck
Cumuluswolken im Heck
Felsen mit Leuchtturm
Felsen mit Leuchtturm

18. Stürmische Segelfahrt nach Bozburun-die Maus ist weg!

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26.Juni… (bis 28.Juni 2015)
Gerdis Blog, in Bozburun, beim Kap „Graunase“
Kumlu Bükü, 25.+26.Juni…durschstehend starker Wind, schlechter Ankergrund, nur die Schiffe draußen, die auf 20m Wassertiefe ankern können, blieben in der Bucht. Also verholten wir an die Mooring der Taverne „Laryma Beach“und „müssen“ dafür auch 2x dort zum Essen gehen. Nachts kommt noch ein monstergroßes Motorboot, haushoch, rückt an den kleinen Holzsteg, Anker vorne, hinten zwei 4cm dicke Festmacher-Taue quer zu einem Felsen am Ufer, über den Steg, Blinkleuchte dran- die weißgekleidete Crew mit Mannschaft geht fein speisen…
Wir bleiben bescheiden, essen 1 Vorspeisenteller, gemischt, Gemüsetopf und Lammcasserole, einen Chai. Als wir gemütlich an Bord im Cockpit sitzen, hopst mir plötzlich mit scharfen Krallen die Schiffsratte, plumps, auf den Schoß und über beide Hände, ich springe auf: Die Maus!!! Aber wir sehen sie nicht mehr, muß wohl die Flucht ergriffen haben und über die Landleinen an den Steg geflohen sein. Gut so, dann folgt sie uns nicht nach Bozburun!
Freitag, den 26.Juni: unser 40. Tag seit dem Flug
Um 6 Uhr aufstehen, gleich um 7 heftiger Seegang.
Volles Ölzeug, Südwester auf den Kopf…, Lifebelt, Schwimmweste, von Hand steuern… -die EOS taucht mit ihrem Bug heftig schlagend in die hohe Dünung, Wind voll von vorn, die Wellen gegenan… 2-3 Meter hoch spritzt es zu beiden Seiten, prescht über die Sprayhood, bis ins Cockpit. Weiß legt sich die Gischt auf die kabbelige See… Gh notiert Windstärke 6…Sportliches Steuern und Dagegenhalten an der Pinne, heute kann ich mir die Gymnastik mit dem Thera-Band für meinen Mitte März gebrochenen Oberarm sparen…. Als ich mal ins Vorschiff klettere, ist vorn viel naß…  Das Meer dringt ein, es rinnt über die Schwalbennest-Ablage, Strickjacke, Ersatzbettbezug, Rucksack, Schlafhemd, Brillenetui- das war bisher trocken geblieben… Der Kleiderschrank ist besser… Gerhard vermutet, daß noch immer jene 1. Relingstütze an Steuerbord nicht richtig dicht ist…. Das Fach vorm Ankerkasten faßt Wasser… Trotz der Entdeckung genießen wir das Segeln, unser Schiff schlägt sich tapfer, um 8.35 Uhr können wir die Genua gerefft zu einer Sturmfock setzen. Per GPS kontrolliert der Skipper unsere Route. Wir hoffen, nach der Rundung des zweiten Kaps besser segeln zu können – und um 9.45 können wir das Vorsegel ausreffen… Vor uns die Werft, bei der die EOS ihr neues Holzdeck bekam. Blaues Meer, scheinheilig die Wellen, Wind flaut auf 2-3. Typisch für die schöne Bucht von Bozburun. Es ist 9.30 und die ersten Charteryachten segeln gemütlich in der Morgensonne los… na, da draußen werden sie staunen und sich was über den Bikini anziehen müssen. 7 Seemeilen sind wir in 4 Stunden gesegelt, als der Anker in „unsrer Bucht“ fällt- neben den schönen Gulets, hinterm Hafen. Der warme Wind wird alles trocknen, der Rest kommt zur Laundry im Dorf.
Gemeinsam dichten wir die verdächtige lecke Relingstütze überm Teakdeck mit Sikaflex ab… eigentlich wär das die Sorgfaltspflicht der türkischen Werft gewesen….
Via Telefon vereinbaren wir einen Termin mit dem Motor-Mann für die Endkontrolle des Volvo- nach 14 Tg Fahrt- für morgen früh.
Am Abend bringt uns unser kleines Schlauchboot an Land. Wir kehren auf ein Glas Saft im „Buena Vista“ ein, hören gute Musik unter schönen Schwarzweißfotos, tauschen unsere gelesenen Bücher gegen 10 neue aus, die Auswahl an deutschsprachigem ist viel kleiner als in Englisch. Beim Migros kaufe ich Pilic -10 kleine Hühnerkeulen für einen Hühnereintopf, Gh findet diesen Paprika-Rinderschinken, den Angora-Wein, den einzigen, den mein Magen verträgt, Butter, Brot und Käse, Kekse, Nüsse, Nescafé…

Nilüfer-Café Unser Ritual-fresh orange+Sorgen vergessen in Bozburun

Unser Ritual: Besuch bei Nilüfer, der Wirtin am Ende der Promenade: „Wie immer“ bestellen wir frisch gepressten Apfelsinensaft… genießen den kalten Vitamintrank unter Jasmin und Sonnenschirm…-neben dem Schalenbrunnen mit den Seerosen.

Mein Hühner-Paprika-Essen wird köstlich, mit Rotwein, Kräutern der Provence, Zwiebeln, Peperoni, Zitrone. Das reicht auch noch für morgen. Als Nachtisch gibt es im Kühlschrank gekühlte Herzkirschen!

Ramadan-Beginn, fasten, nix trinken,beten, nach SU essen
27.Juni. Bozburun. RAMADAN-Beginn!
Im Internetsender „BR Heimat“ erklärten uns Kinder einer 4.Klasse in Landshut am Morgen, dass der Ramadan begann! Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf nichts getrunken und gegessen werden, nichts Böses getan, denn die Paradiestore stehen 1 Monat lang offen für die, die beten und sich an die Regel halten. (Unser Motormann Tunc hatte einen Hitzschlag und mußte nach Marmaris in die Klinik… Aber er kam tags drauf mittags und checkte den Volvo.)
Tunc, der Motorfachmann in Bozburun
Ganz still war es am Morgen, graue Wolken über uns, es regnete sogar ein wenig! Wär das Schiff dicht, wär es jetzt 100% Wonne-Törn. Gh bringt die Sprayhood-Druckknöpfe am Holzrand am Kajütdach an, mittags gibt’s den Rest Hühnerpott, danach Joghurt mit Orangenmarmelade.

Hier mal ein Tipp für Campingköche: Pfefferminze-Pfannkuchen!
2 Eier, 1 Tasse Mehl, 1 T. Milch, Salz, Zucker….-geschmeidig schlagen m.d.Schneebesen. 1 Bund frische Pfefferminze ohne Stiele grob schneiden und unterheben. In Sonnenblumenöl beidseitig backen.5 Stück. Schmecken gut auch kalt zum Kaffee
Am Abend bringen wir die Post zum Briefkasten, holen unsre Wäsche ab, tanken alle kanister voll Frischwasser, kaufen beim Dorfmetzger Scheiben der Lammkeule, mit Haut dran, Rokkosalat.
Nur etwas Gyros-Kräuter, Knoblauch, Olivenöl tupfe ich auf die kleinen Teile- Gerhard grillt sie am Heck, aber erst nach Sonnenuntergang, als der Imam von der Cami, der Moschee sang. Der Duft soll nicht die Muslime stören. Nachts ab 2 bis halbfünf aggressive Böen und starker Wind. Der Anker knarrt, die Schiffe wirbeln im Kreis- und mein Käptn liegt schlafend hoch oben vorm Mast an Deck und seine Decke flattert waagrecht im Wind. Der englische Nachbar verlegt sein Schiff, Gh vertraut unsrem Anker.
Sonntag, 28.Juni, Sonniger Morgen, ich schwimme und dusche am Heck, während Gh mit der Micro Eos frisches Brot holen geht (und den Müll wegbringt, denn das ist die Routinearbeit eines Langzeitseglers: Brot+Wasser, Müll+Wäsche, einkaufen+kochen, Reparaturen, Streckenplanung, Logbuchführen. Mittags dichtet Gh die Wasserablaufschlauch-Öffnung am Deck ab, die mir das Meerwasser auf die Handtasche tröpfeln läßt, ein Erbstück vom Vorbesitzer. Feilen, Sägen, Glätten, Schrauben, Rohrklemmen an den Gummischlauch- eine kleine Werkstatt und der Ingenieur, vorher hat er seinen 6 cm „fetten“ Ken Follett „Winter der Welt“, 1050 Seiten fertig gelesen…

Wer sehen müchte, wo wir uns mit EOS bewegt haben der klicke hier: Klick

16. Segelfreuden und Schiffsorgen

Gerdis Blog 19.-25.Juni

Viel hat sich verändert seit unserer schönen Bergwanderung am Morgen- hoch zum Felsennest der *****Klasse. Gh. baute eine kleine elektrische Pumpe an den Duschkanister, die 2 Starterbatterien meldeten beim Ankerwinschen immer „Schwäche“- also Ziel GÖCEK.
Samstag, 20. Juni:

Seegang 2 Seegang 1

Von 9.45 bis 10 noch Wonnesegeln, Lage, dann viel Seegang, Reffen, unruhiges Schlagen, nach 8 Stunden vor 18 Uhr Leinen fest in Scopea Marina Göcek. 43 sm, davon 36 gesegelt. Die neuen Bosch-Batterien werden geliefert. Einkaufen, große Supermärkte! Neu für uns: ab 22 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden! Viele Briten sind da, 9 Russen kommen an – geschniegelt, 3 Kinder, 12 gr. Reisetaschen und Koffer…, riesige Katamarane erwarten sie- auf einem unterrichtet früh die Mama ihre beiden Töchter mit Schulbüchern und Gesprächen, die kleinere macht Hausaufgaben. 4.Dusche in 5 Wochen-welch ein Luxus. In Deutschland hat es nur 9-12°, hier 27.
Sonntag, 21.Juni: Göcek.
Sommersonnenwende!
Tanken. Versehentlich füllt Gh den Rest Diesel aus dem (falschen) Kanister in den Beiboot-Benzinmotor… Ohne jede Englisch-Kenntnisse des Tankwarts hilft jetzt nur eine Zeichnung: Mix Diesel-Benzin im Motor. Motor an land. Leermachen in Wasserflasche. AHA! Da kommt er mit Flasche und Trichter… Glück gehabt. Heute motoren wir nur rüber zur steilen Pinienwald-Küste, greifen mit dem Bootshaken eine Boje und machen zwischen 2 edlen Gulets Schluß für heute. Gh schwimmt 2 Landleinen raus und befestigt sie an den Betonpflöcken. Beim Näherkommen erkenne ich, daß das glänzende Prachtstück neben uns kein „Affele“ ist sondern eine AFFOLA…
Unter dem 6m-Markisendach viel lesen… Abends gibt’s meine Spaghetti arrabiata – al olio et aglio und die erste (!) Wassermelone! Unter dem traumhaften Sternenhimmel spiele ich auf der Mundharmonika Rumba, Tango, Abendlieder… bis der 3. Stern des Scorpion (unter dem hellen Antares) aus den Baumwipfeln kriecht.
Montag, 22. Juni: Seegang, Reff-Segeln
Früh sehen wir zum 1. Mal ein blumen-bemaltes Fäkalien-Abpumpboot zu den Gulets fahren! Nur 4 Stunden war Normalsegeln, dann folgten 4 Stunden Seegang, Reffs, Wogen über Bug.

Seegang 3
Die EOS kämpft sich durch. Doch dabei kommt viel Seewasser auch ins Schiff hinein, am Bug dringt es unter dem „Himmel“ in die Schwalbennester, läuft auf meine Matratze, der Schrank an Steuerbord hat nasse Kleidung an den ordentlichen Bügeln- wie früher noch beim 40 Jahre alten Teakdeck… Im Geschirrfach lief Salzwasser in eine Tasse, wie praktisch. Weniger angenehm: auch an Backbord sind die T-Shirts nass… Im Bugschrank sind die Rucksäcke „getauft“..
Mülbeutelkleidung

Seegangsopfer Schrank

Ich räume die Shirtstapel unter Gerhards Matratze, bündele die Kleidung im Schrank mit einem Bändsel und ziehe sie an einen Haken-weg von der nassen Bordwand, spanne einen 50l-Müllsack auf meine Bettmatratze…
Das Schiff aber segelt vorbildlich, unsere gute EOS…
Nach 8 Stunden erreichen wir gegen 17 Uhr die Waldbucht Koycegniz Limani. 35 sm. Ich backe 6 Pfannkuchen mit frischen Pfefferminze-Blättern. Danach gibt’s Pilav (türk.Risotto mit Safran und Chili)- nach 1 Glas Wein früh zu Bett. 5 bft angesagt, also früh starten!

Pfefferminzpfannkuchen

Pfefferminzpfannkuchen

10. Tag: Dienstag,23.Juni :Waldbucht bis Kumlu Büku , 20 sm Seegang, 6 bft

Um 5 Uhr früh Anker auf, 5 bft gemeldet. Ab 6 Uhr rauscht die EOS mit gerefften Segeln weiter. Nach 10 erreichen wir die Adlernestbucht Kumlu Büku- und bald kommen die irren Badegäste-Schiffle….- alle mit Musik…Ich dörre die nassen Kleider…
Am Abend gibt’s braune Linsen.
11.Tag: Mittwoch 24.Juni: Kumlu Bükü bis Bozok Bükü

Segeln satt von 11 bis 14.30 Uhr., Wind 5-6 voll gegenan, ab 9 Uhr mit Reffs,wilder Seegang. Teils hilft der Motor, nur 2 kn Fahrt… Nach 6 Stunden biegen wir unter der griechischen Festung in die gischtweiß gesprenkelte tiefe Bucht Kumlu Bükü, Anker ab in Ufernähe…6m Wassertiefe. Die Böen greifen aggressiv an, das Schiff tanzt wild im Kreis. Plötzlich sehe ich neben mir die große Yacht, die weit hinter uns auf 20m ankerte… Unser lieber Anker hielt nicht!!! Er slippte lautlos und der Wind trieb uns meerwärts. Schnell mit Motor Anker auf, neuer Versuch. Wilder Kreiseltanz- ich hab kein Vertrauen in den Ankergrund- so verlegen wir an den Tavernen-Holzsteg des Freiluftlokals Loryma und binden unser Schiff an die Mooringleine.
Also „müssen“ wir essengehen. Wir machen eine kleine Wanderung Richtung Gebirge, im Winter fließt hier ein Fluß. 20 Riesensäcke mit duftenden gesammelten Kräutern lagern unter einem Olivenbaum, auf Eseln werden sie vom Bergweg hergetragen. Ein flacher Fischerkahn bringt sie nach Ciftlik und Bosporun… Auch die fein herausgeputzten 8 Crews der britischen Neilson-Schiffe und der 3 Katamarane kommen in den mit weißen Gardinen, Kissen, weißen Sofas und Teppichen dekorierten Sitzbereich. Hier läuft was, viel Wein. Wir wählen einen frischen Fisch aus, esssen 8erlei Vorspeisen(Salate)…

Taverne Kumlu Bükü1 Taverne Kumlu Büku 2
Wind 6+ angesagt, sollen wir bleiben??
12.Tag: Donnerstag, 25.Juni:

Eine MAUS!!!
Gerhard wandert am frühen Morgen auf den Berg. Als ich Tee koche und nach dem Brotkörbchen greife im Fach neben dem Herd, liegen dort lauter zernagte Weidenrohrstückle. Dahinter weiße Plastikbrösel… der Schraub-Deckel der Müslidose ist 6 cm lang am Rand aufgenagt!!!
Maus im Schiff- ich werd‘ noch verrückt!!
Die naßgewordnen Klamotten hänge ich an den frischen Wind. Gerhard lädt mich auf einen Chai an Land ein. Wir bekommen bestätigt: 6-7 bft- um Mitternacht nachlassend. Also bleiben wir noch diesen Tag am Steg… Die Maus auch?!? Es röhrt und gischtet, es heult der Meltemi aus Nordwest mit 6 oder 7 Windstärken. I-AAA macht der dunkelbraune Esel an Land… die Festmacherschoten quietschen, die Eos zerrt an der Mooring… die Fallen klappern.

15. Rauschende Segelfahrt- in 8 Stunden vom „Adlernest“ Kumlu Bükü bis Göcek

Strand und Schlucht
Adlernest! Über der Schlucht die Hotelanlage-Häuslein
Das Grandiose Hoteldorf
…das grandios gelegene *****Hoteldorf

Vorab alle Bilder unserer „Hotelwanderung“: Klick

Mit einem wndervollen Blick zurück in die Schlucht mit dem Romantik-Hotel Dionysos, dessen kleine Häuschen an der senkrechten Flanke kleben wie ein Adlernest (davon gibt es hier  sogar eins,  Bären auch) starten wir am Morgen in einen herrlichen Segeltag.Bald reffen wir Groß und Genua und rauschen durch immer bewegtere Wogen. 2 Delphine begleiten uns ein Stück,.. Nur vereinzelt wagen sich andere Segler raus, „mare molto mosso“ hieß das immer im italienischen Meteo.

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Dal, indisch gewürzt als Abendessen

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Segelwonnen 8 Std. bis Göcek
das neue Iroko-Deck
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…noch ohne Reffs

Segeln-noch ohne Reffs

Blauer Himmel über uns, aber die zerklüftete zauberhafte Küste ist gekrönt von riesigen weißen Cumuluswolken! Gegen 11 bemerkt Gerhard, daß die Batterien nachlassen. Wir müssen in Göcek  neue Starterbatterien ordern. Eine gelungene Neuerung ist die neue kleine elektrische Wasserpumpe im Heck, die nun aus dem Wasserkanister via Schlauchbrause Duschwasser zum Cockpit führt, ein Meisterstück des Bordhandwerkers/Elektrikkünstlers.:-)

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Wir genießen diesen Segeltag bei „erfrieschenden“ nur 27°-in Deutschland hat es 8-12° und Regen. Der gute Wind hält an und schon um 14.30 biegen wir in den Golf von Gökova ein, rund ums Kap Kurdoglu. Die Marine ist voll von sehr großen Schiffen, starker Seegang läßt Mooring und Festmacherleinen quietschen, denn die Schlauchbootfahrer drehen voll auf, wenn sie hin- und herfahren… Neben uns kommen 10 (!) Männer aus München an-ihr könnt euch den Katamaran vorstellen? So breit wie die EOS lang ist… nachts kommen noch die neuen Crews an, aus Moskau, Bayern- die Flieger sahen wir vom Hafen aus. Die 2 Batterien baut Gerhard fachgerecht ein, dann gibt es Spaghetti mit Parmesan, der hier 7€ kostet. Eine Dusche an Land, ein Nachtspaziergang mit der oft grellgrünen Beleuchtung im Park und an der Promenade.Viele Touristen. Urlaubsathmosphäre.