Hier mal unsre ganze 3-Jahres-Tour von Regensburg via Donau, Istanbul, Türkei, Ägäis, Korfu, Italiens Süden, Sizilien, Sardinien, Korsika und nun Nizza-Toulon-Marseille bis zur Rhône! In Marseille brauchen wir einen Volvo-Motor-Fachmann, denn beim Starten haucht die EOS am Heck weiß-bläulichen Rauch… Zylinderkopf undicht? Vor den 850 km gegen den Strom müssen wir das reparieren lassen…..


Gleich am Morgen bummelten wir in die Altstadt und gondelten durch den Wochenmarkt in der Fußgängerzone. Die teils barocken Häuserfronten erinnern an Italien, wir sind auf Höhe Florenz! Gutes üppiges Angebot an langen Tischen unter Sonnenschirmen.Frisches Gemüse, Salat, Obst, riesige Melonen, junge Kartoffeln, Gewürze,Schinken, Käse, Oliven, Nüsse … viele Läden für die vilelen Menschen aus dem Maghreb. Es gibt frisches Halal-Fleisch, frisches Lamm, Falafel, Crêpes, Eis, Kaffee, überall sitzt man im Freien, am Tisch der Cafés frische Blumen. Bunt und fröhlich die Leute, auch verhüllte Musliminnen, fein geschminkt, unbeschreiblich hübsche dunkelhäutige Kinder aus Afrika, das Kraushaar zum frechen Pferdeschwanz oder Zöpfchen gebunden. Viele Kinder gehen an der Hand geführt auch noch mit 6. Viele junge Männer sind allein und in Gruppen -oft mit Tatoos am ganzen Körper .
Ein Mann bäckt im offnen Holzkohleofen „Cade“, eine Art dicken riesigen Zwiebelpfannkuchen:
Bei einem Stand duftet es wie in unsrem Garten in Leutershausen: Äpfel! Goldrenetten, Reigne d’or- wir hatten sie immer ein halbes Jahr im Keller auf dem Holzrost liegen, mit glänzender Wachsschicht hielten sie sich als Schulvesper!






Die schönste Meldung: M+L+E sind gut in Venedig angekommen im Hotel in Mestre in der Via Monte Nero. Der Opel funktionierte…Da freu ich mich!!!

Am Abend gab’s Butter-Petersilien-Kartoffeln (noch aus Korsika), grünen Lollo-Salat mit rosa Charlotte-Zwiebelchen, Zitrone und viel Petersilie, für GhToulon-Art, Nektarinen, Birnen und süße Trauben. Dann ein goldgelber Sonnenuntergang, die Fähren aus Sardinien und Korsika werden entladen und füllen sich mit Hunderten neuer Autos… um Mitternacht kommt noch eine Spätfähre, die zahllose LKWs mitnimmt, die in einem Art Labyrinth Schlange stehen vorher…

Im Miramar-Hafen von La Londe des Maures in der großen Bucht von Hyères suchten wir am Samstag und Sonntag Schutz vor den gemeldeten 6-7 Windstärken, die uns dann auch beutelten… Doch EOS lag sicher zwischen vielen Booten.
Wir machten Strandspaziergänge, aßen zu zweit einen Salade Nicoise mit kalten ca. 12 Garnelen, Octopus und Lachs in gerollten Galettes…(Die Franzosen genießen, trinken Apéritif, immer Wein, essen Eis, dann Mokka)…






Gelb sinkt die Sonne hinter den Bergen und nur noch wenige bleiben hier. Ruhe kehrt ein. Noch lange hält der westliche Horizont seinen hellblauen Streifen. Der Vollmond steigt über dem Meer auf und ist nach kurzem nur als diffuser Fleck hinter einem Wolkenschleier zu sehen. Antibes drängt sich mit seinem überhellen Lichterstreifen über der schwarzen Meeresfläche auf.


Das Casino, das feine Hotel gegenüber, die kugelförmigen silbernen Pavillions der edelsten Marken… der Mann im DIOR lud Gerhard gleich ein, nochmal reinzukommen und mir seine feinen Moden und Schuhe und Taschen zu zeigen… (ich im Baumwollkleidle mit Tschibo-Nylontasche und Sportsandalen)… Wie menschlich und herzlich, trotz feinem schwarzen Anzug… Sicher kommen selten so normale Kunden in diese feinen Räume mit Pelzen, Abendkleidern und schneidertechnisch einmalig schönen Roben…



Wir wanderten den Hügel hoch zur Residenz des Fürsten, durch gepflegte Parks wieder hinab zum Hafen, mit einem Solarboot auf die andre Seite, ein mit Eiswürfeln gekühltes Tonic Water an der Promenade… Zum Casino mit den feinen Autos… und am Ende um 4 Uhr mit dem Bus „100“zurück nach Nizza. Dann kochte ich das 1. Mal wieder in der engen heißen Kombüse: Risotto mit Paprika grün+rot, Tomaten, Zwiebeln, Speck, sehr lecker.









