73 Von Toulon nach Bandol: herrliches Segeln und Motorfefekt

Mehrmals am Tag schlucken die Fähren die Sehnsuchtstouristen für die Inseln Korsika und Sardinien und spucken die erholten Heimkehrer braungebrannt wieder aus. Am Mittwoch hat die Schaukelei für unsre EOS ihr Ende und wir verlassen den kleinen Hafen an den Hochhäusern.

Wir erleben einen der schönsten Segeltage dieses Törns! Blauer Himmel, schöner raumer Wind mit 3-4 kn Fahrt, Küste ganz nah, keine irren Raser mehr. Da unser liebes Schiff beim Anlassen immer mehr weiß-bläulichen Rauch /Dampf ausstößt, verzichten wir auf unsere Grillfreuden in einer Ankerbucht und suchen schon um 15 Uhr den sehr ordentlichen Hafen in Bandol auf. K4, ein Gastliegeplatz, und der Volvo-Monteur kommt um 5… Einspritzdüse? Zylinderkopf? Oder schlimmer…Kompression? Ob der 200 kg-Volvo aus dem Boot geliftet werden muß?

Es hat schon lange nicht mehr geregnet, aber wenn, dann spucken spassige Regenfallrohre das Wasser auf den Gehweg, in der 2. Reihe sind fast keine Touristen mehr. Da sind die Küchen der Promenadenlokale, die Sozialstation, die Hebammen, und hinter der Kirche am Hügel ein Lycée Maternelle, ein Institut für Erzieherinnen. Und Frisöre, Schuster…

Regenfallrohr BandolAm Abend gibt’s mal ein schlichtes Vesper im Cockpit, Käse, Tomaten, Zwiebele. Dann bummeln wir die lange Promenade vor. Dort herrscht ein buntes Treiben, ein idealisierter Jüngling mit Flöte stellt wohl PAN dar, drei geölte muskulöse Brasilianer oder Jamaikaner trommeln wie eine Steelband vor einem Restaurant flotte Salsamusik und vollführen mit 30 m Anlauf Flicflacs mit Salto auf dem Gehweg… eine kleiner Mann jongliert mit 6-8 Bällen… eine Art Kulturufer mit zahllosen schön dekorierten Ständen lockt die Touristen mit Schmuck, geschnitzten duftenden Seifenblumen, Räucherstäbchen, Klangschalen, Tatoos, die wohl typischen frischen Leckereien wie Spritzgebäck gepritzte Teigschlangen, die in siedendem Fett fritiert werden, Chuccos/Chichis.

Auf einer großen Freifläche spielen 6 Gruppen im Sand Boule. Daneben 2 Lkws mit Marionettenbühnen. Ein Stand verkauft diese Folien-Steck-Lampenschirme, die Martin im Bad hat!

 

IMG_1576Die vielen riesigen hochglanz-polierten Motoryachten leuchten lila, pink, grün, rot, denn die hohen Straßenlampen haben wie Abakus mit vielen „Kugeln“(Leuchten) mit changierendem Licht. So erstrahlt am Hügel auch der Glockenturm neben der Kirche, die schon am Abend ihre Glockentürme in die Marina sandte. Ein großes Kinderkarussell erinnert sehr an unsre Nürnberger Volksfeste als Kinder, ich liebte die Schaukelpferde.

Mit einer Tüte gebrannter Erdnüsse melden wir uns beim Sécurité-Mann am Eingang zu den Ponton-Stegen. Bis 00.00 Uhr gibt es Live-Musik, dann singen alle ein Lied mit Text, wohl eine Art Regional-Hymne, und dann ist totale Ruhe…!!! Auch auf den Booten wird nicht gefeiert, laut gelacht oder geplaudert, absolut rücksichtsvoll, RUHE- unvorstellbar in Italien, Griechenland oder in einem deutschen Hafen… Kompliment den Franzosen!

Der Käptn hat wieder kurze Haare… er hat ja die Privat-Friseurin an Bord

IMG_1564

Am Abend kommt der Monteur, er baut Teile des Motors aus, der Zylinderkopf muß neu sein… am Donnerstag stellt sich heraus, daß die Reparatur ca. 4000€ kosten würde… ein neuer Motor aber doppelt so viel. Hier gibt es den Kran, um den Altmotor (25 J. alter Volvo) herauszuheben. Wir prüfen die Posten der Rechnung, wägen ab… die Überholung in Deutschland wäre eh fällig. Ihr könnt erraten, welche Entscheidung wir trafen. Bis Mittwoch sind wir hier „gefangen“ im Hafen von Bandol. Am 1. Sept. setzen wir die Reise fort, die Calange lockt.

Noch etwas Text und ein Gerhards Bilder: Klick

Hier die Reisestrecke von Toulon hierher: Klick

Spécialités Toulonnaises

Hier mal unsre ganze 3-Jahres-Tour von Regensburg via Donau, Istanbul, Türkei, Ägäis, Korfu, Italiens Süden, Sizilien, Sardinien, Korsika und nun Nizza-Toulon-Marseille bis zur Rhône! In Marseille brauchen wir einen Volvo-Motor-Fachmann, denn beim Starten haucht die EOS am Heck weiß-bläulichen Rauch… Zylinderkopf undicht? Vor den 850 km gegen den Strom müssen wir das reparieren lassen…..

IMG_1544

IMG_1545

Gleich am Morgen bummelten wir in die Altstadt und gondelten durch den Wochenmarkt in der Fußgängerzone. Die teils barocken Häuserfronten erinnern an Italien, wir sind auf Höhe Florenz! Gutes üppiges Angebot an langen Tischen unter Sonnenschirmen.Frisches Gemüse, Salat, Obst, riesige Melonen, junge Kartoffeln, Gewürze,Schinken, Käse, Oliven, Nüsse … viele Läden für die vilelen Menschen aus dem Maghreb. Es gibt frisches  Halal-Fleisch, frisches Lamm, Falafel, Crêpes, Eis, Kaffee, überall sitzt man im Freien, am Tisch der Cafés frische Blumen. Bunt und fröhlich die Leute, auch verhüllte Musliminnen, fein geschminkt, unbeschreiblich  hübsche dunkelhäutige Kinder aus Afrika, das Kraushaar zum frechen Pferdeschwanz oder Zöpfchen gebunden. Viele Kinder gehen an der Hand geführt auch noch mit 6. Viele junge Männer sind allein und in Gruppen -oft mit Tatoos am ganzen Körper .

Ein Mann bäckt im offnen Holzkohleofen „Cade“, eine Art dicken riesigen Zwiebelpfannkuchen:

Bei einem Stand duftet es wie in unsrem Garten in Leutershausen: Äpfel! Goldrenetten, Reigne d’or- wir hatten sie immer ein halbes Jahr im Keller auf  dem Holzrost liegen, mit glänzender Wachsschicht hielten sie sich als Schulvesper!

IMG_1535IMG_1536

IMG_1537
Erfrischend die Brunnen auf den Plätzen

IMG_1539IMG_1541

IMG_1540
Unser schaukeliger Liegeplatz, die vordere Yacht berührte dabei fast unsre Saling… 

Die schönste Meldung: M+L+E sind gut in Venedig angekommen im Hotel in Mestre in der Via Monte Nero. Der Opel funktionierte…Da freu ich mich!!!

IMG_1548

Am Abend gab’s Butter-Petersilien-Kartoffeln (noch aus Korsika), grünen Lollo-Salat mit rosa Charlotte-Zwiebelchen, Zitrone und viel Petersilie, für GhToulon-Art, Nektarinen, Birnen und süße Trauben. Dann ein goldgelber Sonnenuntergang, die   Fähren aus Sardinien und Korsika werden entladen und füllen sich mit Hunderten neuer Autos… um Mitternacht kommt noch eine Spätfähre, die zahllose LKWs mitnimmt, die in einem Art Labyrinth Schlange stehen vorher…

72 Toulon 22.8.16

IMG_1520

Flott voraus! Im Miramar-Hafen von La Londe des Maures in der großen Bucht von Hyères suchten wir am Samstag und Sonntag Schutz vor den gemeldeten 6-7 Windstärken, die uns dann auch beutelten… Doch EOS lag sicher zwischen vielen Booten.

DSC04288Wir machten Strandspaziergänge, aßen zu zweit einen Salade Nicoise mit kalten ca. 12 Garnelen, Octopus und Lachs in gerollten Galettes…(Die Franzosen genießen, trinken Apéritif, immer Wein, essen Eis, dann Mokka)…

Der Wind blies den Sand wie Nebel quer über Strand, Appartement-Siedlung und Bootshafen (der knallevoll war).

Wir segeln flott nach Toulon (3)
Ansteuerung von Toulon

Wir segeln flott nach Toulon (1)

Wir segeln flott nach Toulon (3)

Nach flotter Segelei, teils als Schmetterling, teils mit halbem Wind steuerten wir zwischen Küste und Inselchen am Montag, 22.August, Toulon an. Der Hafen preist sich „Port de Plaisance“… aber er ist eine nicht allzu „vergnügliche“ wilde Schaukel, in dem die Masten im Himmel rühren wie Kochlöffel in Aktion, Ein Wunder, daß der Mast der Nebenyacht mit breiter Saling nicht unsere Saling oben berührt!!! Die Hochhäuser, platzsparend und reich an Wohnungen, bieten ein für naturverwöhnte Langzeitsegler sehr un-gewohntes Panorama:

IMG_1528

IMG_1529

 

Toulon, port de plaisance

Am Abend holt Gerhard viande hachée du boef und ich schnippele in der Zeit Gemüse für ein deftiges Ratatouille! Aubergine, Zucchini, grüne+rote Paprika, Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Sumak, Zitrone…Kräuter der Provence…und dazu ein 8%iges dunkles Bier!

IMG_1527

Leider haben wir andre Sorgen: unser alter Opel Zafira (101.500km) funktioniert gar nicht: wir liehen ihn unsrem Sohn M. und er hat nur Ärger: erst die Zündspule neu (in Augsbg), dann auf der Anreise nach Italilen ein andres wichtiges Motorteil, das bestellt werden muß und nicht am Montag kam… Zurück zum Elternhaus, warten, die junge Familie muß in 3 Tg. des kostbaren Urlaubs Eriskirch bleiben… statt am Comersee  und in Venedig zu sein gehn sie ins Kressbronner Strandbad… Sooo schade! Dabei ließ ich für 2300€ den ganz gr0ßen Kundendienst machen vor 14 Tagen…Tut uns arg leid….

 

Noch etwas Text und ein paar Bilder: Klick

…und jetzt noch die letzte Reisestrecke in Google Maps: Klick

71 Im Reich der Raser

  1. August: 7 Tage lag EOS in Nizza, der lebendigen und schönen Stadt am Ende des weiten Buchtenbogens. Jetzt segeln Gerdi und ich wieder gemeinsam weiter. 15 Seemeilen bis zur Insel Sainte Marguerite. Den größten Streckenteil treibt uns der Wind. Viele Ankerer. Es ist Urlaubszeit. Blitze zucken, halten sich aber auf Abstand. Es fällt sogar etwas Regen, es reicht für einen Regenbogen von unserer Insel bis zur nahen Stadt Antibes. 1.Ankerbucht, RegenbogenGelb sinkt die Sonne hinter den Bergen und nur noch wenige bleiben hier. Ruhe kehrt ein. Noch lange hält der westliche Horizont seinen hellblauen Streifen. Der Vollmond steigt über dem Meer auf und ist nach kurzem nur als diffuser Fleck hinter einem Wolkenschleier zu sehen. Antibes drängt sich mit seinem überhellen Lichterstreifen über der schwarzen Meeresfläche auf.

Abendstimmumg bei St. Tropez

  1. August: Disney Magic, Kreuzfahrer, 300m lang ankert vor Cannes, kommt wohl aus Amerika rüber, „Einhorn“, so nennen wir das Plaisierschiff, 76 m lang, mit geschwungenem Rumpf, 3 Ebenen über dem Rumpf und einem hölzernen Spriet, 3 m lang. Sieht lustig aus, ein modernes Schiff mit einem Hauch falscher Nostalgie. Die Fahrt in die Rade d‘ Agay, nur 16 Seemeilen: Viele große und kleine Raser sorgen für Wellen und machen bei dem wenigen Wind Segeln unmöglich. Unser Ankerplatz in der Rade d‘ Agay ist ganz nett. An Land ein Örtchen, zum Ferienort mutiert. Ziemlich viel los an den Stränden. Wir nehmen den Weg hoch zum Belvedere d‘ Batterie, 137 m hoch. Überraschend öffnet sich der Blick hinunter auf das rotfelsige Cap du Dramont. Eine wilde Gegend. Eine schöne Gegend in der wir segeln, aber durch die vielen Raser und die arg bebauten Hänge doch nicht das Beste für uns.
  1. August. Die große Bucht Anse de Canebies: Es gibt noch genügend Platz, aber der Grund ist mit dichtem Seegras bewachsen. Erst beim zweiten Versuch greift der Anker. Der Wind weht ziemlich kräftig, aber unser Anker hält sicher. Das scheint bei einem Motorboot vor uns nicht der Fall zu sein. Rufe von Nachbarbooten machen uns aufmerksam. Das Motorboot treibt auf uns zu. Wir halten es von der Bordwand ab und langsam driftet es an uns vorbei, aber seine Ankerkette liegt mit unserer über Kreuz. Sie schrammt an EOS‘ Bordwand vorbei. Der Anker des Motorbootes gleitet an unserer Kette hoch und ich versuche ihn mit einer Seilschlinge zu lösen. Mittlerweile hat das Motorboot um unser Heck die andere Seite eingenommen und der Anker gleitet bevor ich ihn fassen kann an unserer Kette wieder tiefer. Wir befürchten, daß die Kette an unserem Ruder zerrt…Das gäbe großen Schaden… Das Beiboot einer Megajacht prescht heran und der Skipper bietet Hilfe an. Aber wunderbarerweise löst sich der Driftanker von selbst und das Motorboot kommt frei und fährt davon. Schäden? Keine, es hätte aber übel ausgehen können.Kein „Pardon“, kein Adressentausch… husch- weggefahren!

Erkenntnis:

  • Anker mit Motor einfahren (da sind wir eine der wenigen, die das durchführen).
  • Nachbarn machen auf drohendes Unheil aufmerksam und bieten Hilfe an
  • Beteiligten erst nach der Schadensbegutachtung und Notieren von Name+Nr. ziehen lassen (haben wir versäumt, ärgert mich)
  1. und 21. August. Wetter- Lamma sagt 7 Bft Westwind, Mistral voraus. Da verdrücken wir uns lieber in einen Hafen. Port de Miramar liegt günstig. 50% Motor und 50% Segeln und wir erreichen den Hafen. Der erste angewiesene Platz, zu flach, wir bleiben im Mudd stecken. Der zweite angewiesene Platz. Gleiches. Dann liegen wir längsseits neben der Tankstelle. Viel Betrieb hier an diesem Wochenende. Benzindunst umwallt uns gelegentlich. Nachts heizt eine Gruppe den Feriengästen musikalisch und wortreich ein. Um Mitternacht wird die Marseillaise gespielt und alle singen sie mit! Der Ort: Reiner Touristenort, nur Ferienwohnungen und Feriensiedlungen, rosa, grüner Park drumrum. Da gibt’s nichts zu berichten, weder in Wort noch in Bild.Zw. St.Tropez+Hyeres

Alle Bilder: klick aufs Bild!

Abendstimmumg bei St. Tropez

Ein Stück der Reise bis Saint Tropez in Google Earth: Klick

Gerdi in Monte Carlo

16.Aug.: Nach dem gemütlichen 1. gemeinsamen Frühstück an Bord mit Hasenbrot (so sehn die Baguette-Scheiben aus:-) machten wir eine Busfahrt an der Küste entlang nach Monaco. Unbeschreiblich dieser Luxus…

DSC04202 (800x786)Das Casino, das feine Hotel gegenüber, die kugelförmigen silbernen Pavillions der edelsten Marken… der Mann im DIOR lud Gerhard gleich ein, nochmal reinzukommen und mir seine feinen Moden und Schuhe und Taschen zu zeigen… (ich im Baumwollkleidle mit Tschibo-Nylontasche und Sportsandalen)… Wie menschlich und herzlich, trotz feinem schwarzen Anzug… Sicher kommen selten so normale Kunden in diese feinen Räume mit Pelzen, Abendkleidern und schneidertechnisch einmalig schönen Roben…

Monte Carlo! (6)

Monte Carlo! (4)
Das Spielcasino
Monte Carlo! (1)
Die Oper

 

Monte Carlo! (5)
Die edlen Pavillons mit den teuren Marken oben in den Silberkugeln

7053483887377016208-account_id=1Wir wanderten den Hügel hoch zur Residenz des Fürsten, durch gepflegte Parks wieder hinab zum Hafen, mit einem Solarboot auf die andre Seite, ein mit Eiswürfeln gekühltes Tonic Water an der Promenade… Zum Casino mit den feinen Autos… und am Ende um 4 Uhr mit dem Bus „100“zurück nach Nizza. Dann kochte ich das 1. Mal wieder in der engen heißen Kombüse: Risotto mit Paprika grün+rot, Tomaten, Zwiebeln, Speck, sehr lecker.

Risotto an Bord

 

70 Ruhige Tage in Nizza

Die Augsburger treten die Heimreise mit dem Zug an. und Gerdi kommt ein paar Tage später mit dem Flugzeug. Ruhige Tage so alleine auf der EOS. Es gibt einiges auf ihr zu erledigen, aber es gibt auch genügend Zeit für Stadtspaziergang, Monaco- Besuch, Museums- Besuch und anderes. Dann schwebt Gerdi mit dem Flugzeug ein und wir besuchen noch einmal Monaco, diese so andere Welt.

… und hier die Bilder:

400 Euro

Flug und Nizza, wieder am Boot

Fähre Frhfn-Romanshorn

Aufregend war die Anreise. Ich parkte das Auto am Clubheim aber der Zugang zur Fähre war total versperrt: der Katamaran hatte eine Kollison mit einem Segelboot (das sank) und war manövrierunfähig. So kam es am 1. Werktag danach gerade aus dem Wasser in die Werft!! Ich mußte im Wolkenbruch um das gesamte Gelände außen herumrennen und erwischte die 8.41 Fähre. Sie kam 6 Min. zu spät an… aber am Bahnsteig hieß es eh: Zugausfall wegen Weichendefekt. Also Bus nach Amriswihl. „Nein , den Zürich-IC erwischt ihr nicht mehr…!“ Da bot mir ein Schweizer Geschäfsmann an, mit ihm im Taxi zu fahren. Der überholte innerorts (60 max.) den Bus und im Dauerlauf rannten wir zum bereitstehenden Zug, die 1. Kl.Tür ging grad noch auf und in letzter Sekunde waren wir drin… In Zürich hatte ich dann aber Zeit und Ruhe vor meinem Flug. Die Bordkarte aber muß man sich selber ausdrucken, erst war mein Ausweis „nicht lesbar“, dann  hatte ich versehentlich Großschreibung erwischt bei den Zahlen-alles nicht so einfach. Stolz hatte ich die Flugberechtigung endlich in Händen.

Flug Swissair (1)Flug Swissair (2)

Der kleine Flieger hatte nur je 2 Sitze an beiden Seiten, Hinter meiner R.25 kamen noch 5, die leeren Sessel abgezogen also nur 100 Passagiere. Der Jet quälte sich durch fast senkrechte Gewitterwolken, schöne weiße Cumulustürme, aber auch viel Schüttelei für uns. Es gab für jeden eine Laugensemmel mit viel Schweizer Butter. Danach Schweizer Schogi! Und pünktlich landeten wir in Nizza, nach zauberhaftem Blick auf die schöne Küste der sooo blauen Côte d’Azur. Gh. holte mich ab und nach einem Espresso am Hafen konnte ich unser schwimmendes Zuhause begrüßen, tiptop und vom Käptn geputzt lag die EOS am Steg des romantischen Stadthafens. Die „nur “ 28° waren erträglich. Fast 3 Std. brauchte ich, um alles schön einzuräumen, auch all die Klamotten Schrank u. Schuhe, die ich für die 2.Crew woanders verstaut hatte.Am Abend saßen wir nach einem Bummel durch die überfüllten engen Gassen mit den vielen kleinen Lokalen noch an einer Kirche beim Fontaine Claire und aßen einen Teller mit specialités Nicoise.

Nizza Hafen

Nizza am Abend im Lokal

Wohl 100 Leute standen an der Eisdiele nach Gelati an! Ein Glas Rosé an Bord in der beleuchteten Kulisse der schönen Hausfronten und Felsen und Pinien- eine Dusche im kleinen Pavillion, dann schlief ich wunderbar im Bug ein..