Zauber des Sonnenaufgangs früh um 7 über dem Hügel am Meer. Anker auf. Landleine los. Gleich stürzen wieder die salzgischtigen Wellen über Deck und uns. Ölzeug, Gummistiefel,Lifebelt. Bis um 12 mittags sind wir heil in Arki, nördlich von Lipsi. Ankersalat und eifriges Verlegen. Disput in 4 Sprachen. Schotten. Ein Norweger aus Alesund. Holländer aus Utrecht, Amerikaner, Franzosen. Italiener,Canadier….Wir wandern hoch zur einsamen Bergkapelle. Traumhafter Rundumblick. Inseln. Meer…Man baut neue Ferienhäuser. Es gibt ein großes Solarfeld, im Acker stehen die schrägen Solarzellen, 2 m hoch. Gut so!Abends in der Fischtaverne eine internationale fröhliche Seglergemeinde…Gute Jazz-Musik von der CD als Background.
Kategorie: Reisen vor 2014
Patmos!
Sonnenaufgang um 7. Baden im Meer, 22 ° hat es hier im Wasser. Um 8 paddeln wir raus an die Felsen und wandern den Berg hoch, in den frischen Sonnemorgen. Hoch über uns thront die Festung. Ständig traumhafter Panoramablick über die Buchten und Inseln. Feigen am Wegesrand erfrischen uns…Dann tauchen wir ein in das enge Gewirr der steilen Gässchen von Hora. Pittoresk die kleinen niedrigen Häuser, liebevoll gepflegt, Bougainvillea wie Regen von den Mauern herabfließend, blaue Türen, mit Türklopfern…Geranien in Tontöpfen und Oliven-Pitàs,den toenernen grossen Gefaessen.Eines der 76 Kirchlein lässt uns durch die Pforte eintreten in den kleinen Klosterhof. Eine Glocke hängt da, ein Brunnen, Meerblick endlos in die Weite. Hibiskus blutrot, Schefflera mit Früchten wie Beeren, Palmen und Feigenbäume, gelbe Zitronen vor der Kulisse des azurblauen Meeres am Morgen. Keine Menschenseele. Hinter den Kirchfensterchen das brennende Öllicht – Stille. Österlicher Friede. Freude für eine Christin. Ich singe einen Taizé-Kanon…Oben bei der Klosterburg ein Café wie ein Adlerhorst am Fels. Drunter am Parkplatz spucken Busse die Ladungen an Touristen aus, Mönche in schwarzen Kutten als Führer, die Devotionalien-Händler wie Haie, Johannesbildnisse, Ikonen, indische Schals zum Bedecken der nackten Damenschultern in der Hl.Kirche, Nacktärsche am Strand als Postkarten, Schmuck, Namenstassen, Kitsch wie überall.
Wir wandern wieder hinab, immer auf felsigen Weglein, wie Eselpfade. Verlassene kleine Häuser, Ställe für Schafe. Wir blicken aufs Meer, ein großes Kreuzfahrerschiff in der Bucht, im Hafen dicht gedrängt und schaukelig ca. 30 Segler.Als wir den Mast der Eos schwojen sehen, sind wir wohl 15 km gewandert. Sooo schön nach all den Sturmwochen. Baden im Mondlicht. Unter dem Vollmond heute, erstaunlich treu die gleiche Bahn ziehend, ein ganz heller Stern. Es ist der Jupiter!
Beim Bad im Meer hat es noch 22 Grad.
Nordwind. Meltemi. Wie immer seit 5 Wochen.
Wir segeln mit 5-6 bft zur Insel Patmos, tapfer gegenan. Nordwind. Meltemi. Wie immer seit 5 Wochen. Wie Schnee auf dem Gipfel leuchtet weiß die Oberstadt Chora und wie eine Mitra drüber die Johannesburg. In einer nahen Höhle hat Johannes seine Apocalypse niedergeschrieben.Wir ankern in einer zauberhaften einsamen Ankerbucht hinter dem Dorf Grikos. Landgang. Wir wandern hoch und runter und landen in der Hafenstadt Scala unten am Meer. Morgen wollen wir aber eine richtige Tour machen. Ganz früh!
Richtung Türkei
Bis um 12 mittags hat der Skipper alles repariert. Er ist des Lobes voll für den ordentlichen, sehr ansprechenden Werftbetrieb. Viele werden am Travellerkran ausgewassert und überwintern hier. Auf geht’s zur Insel Lipsi!Gleich vor der stillen Bucht faucht uns der 6er heftig entgegen, 2 Reffs, hoch am Wind, hohe weiße Wellen- wie war das doch? Nun wird der Wind immer weniger Richtung Türkei?In Lipsi erhaschen wir eine dicke Mooring-Boje, die aggressiven Fallböen stürzen über die EOS herab. Mein Herkules paddelt das Schlauchboot trotzdem an Land, gegenan. Die Eos hebt fast ab. Im Dunkeln grillt Gerhard bei 1 m hohem Funkenregen die Steaks. Nachts wildes Mast-Vibrato, von 2-5 am wildestenIch hab es langsam satt…
Ein Sonntagmorgen
Wir segeln mit kräftigem Nordwind 4-5 bft voll gegenan nach Leros, später flauend, Motor dazu. Lesen an Deck. Gleich neben der Landebahn des kleinen, aber bedeutsamen Flughafens ist die Marina, viele Landlieger. Sicher an der Boje gehen wir an Land und treffen auf richtig große Ziegenböcke und Hammel, mit Glocken so groß wie die Allgäuer Kuhglocken. Dann baden wir im Meer, gut, dass ich vorgekocht habe: „Der Sultan war entzückt“- Kalbfleisch mit oriantalisch gewürztem Gemüse, Nelke, Zimt, Safran, Lorbeer. Orangen.Zwiebeln.



