Episoden aus Samos

GERDI’s Geschichten ab 2. Sept. Agathonisi bis Samos

WASSER VOM HIMMEL

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Auf der Insel Agathonisi überraschte uns diese bläulich-violett-anthrazitgraue Wolkenbank, eine Schicht über dem Meereshorizont. Von unsrer türkisblauen Lagune vor dem türkischen Flachufer, das mich an die Gestade er Elbe in Hamburg bei Blankenese und „Erikas“ Hotel Louis Jakob erinnerte, breitete sich jenes dunkle Band plötzlich über der Kimm aus, wie bei Bora in Kroatien!!
Dann begannen hohe Wolkentürme zu quellen, wuchsen empor, Cumuli, ich fotografierte sie, denn seit meinem Geburtstag auf Poros hatten wir ja, außer ein mal über Euböa, keine Wolken mehr gesehen. Der Wetterbericht kündigte zwar Regenschauer an, aber als wir uns in der Bucht von George’s Bay zum Ankern klar machten, öffnete der Himmel seine Pforten. Es schüttete, ein Wolkenbruch ohne Blitz und Donner, schwarz der Himmel. Beschäftigt mit Steuern und Ankern dachten wir beide nicht an das offene neue Küchenklappfenster. In Bächlein rann das Wasser ungehindert ca. 10 Minuten lang nach innen, das Feuerzeug in der Ablagerinne soff ab, die Backskiste mit den Vorräten daneben lief 1 cm voll, der Petroleumherd war voll süßen Regenwassers- aber so was macht uns keinen Kummer. Wir fröstelten in den nassen Shirts, aber die Haare waren seidenweich nach dieser Naturdusche.

Wo ist „HUTTHURM“?

Unsere Leser erinnern sich sicher an das Bier aus dem schönen Bayerwald, das wir in Ali’s Wald-Taverne bekamen im Süden der Türkei. Aber wo ist Hutthurm überhaupt? Ich fragte per SMS unsren Sohn Martin, dessen Freundin aus der Passauer Gegend stammt. Die Antwort kam prompt und liest sich originell:Hutthurm ist ein paar Kilometer von Passau Richtung Bayerischer Wald. 6000 Einwohner, Nachbargemeinden Brennschinken,Wimperstadl, Rußöd.“ Danke, Martin, amüsant. Urige kernige Ortsnamen im schönen Bayernland.

WENN DIE EOS HUPT

In den heißen Wochen segleten wir fast immer mit dem Bimini, dem Schattendach am Heck. Nun war es das erste Mal eingerollt. Und was war das? Es hupte. Fast pausenlos. Irgendwo hinten am Schiff. Wir fahnden nach der Quelle des Tons. Wie eine Autohupe. Oder wie der tiefe Ton einer Panflöte. Als wir eine Wende machen, ist der Ton weg. Und da fällt mein Blick auf die (wegen der Hitze wochenlang leere) Blumenvase im Aachterstag, eine seil-umwickelte kleine Flasche, oben offen. Das war’s! Der Wind blies über den Flaschenhals und so hupte die Eos uns was vor…

DER  SCHÖNE LADEN AUF SAMOS

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Zum 3.Mal sind wir auf der griechischen Insel SAMOS zu Gast. Nachsaison. Leere Tavernen. Junge Eltern mit Buggy und kleinen Kindern. Ältere Herrschaften, 70 Jahre und mehr. Many british people. Wir bummeln die „Hauptstraße“ hoch, gesäumt von grünen Bäumen, uralte Steinplatten, blankpoliert von 1000en von Füßen, nur Taxis dürfen hier fahren. Beidseitig kleine Lokale, frisch gepresster Apfelsinensaft, aufgeschäumter Frappée. Kalter Nescafé im hohen Glas mit Eis, Zucker, Strohhalm. Boutiquen mit den letzten Bikinis, Sandalen, nun schon lange Pantalons, Hosen, langärmelige Hemden, Blusen, Strickpullover. Theken mit warmen dreieckigen Teigtaschen mit Spinat und Schafskäse, Männer mit kleinem griechischem Kaffee in Mini-Tassen vor sich. Ein Buchladen mit der neuen ZEIT, der FAZ, der SÜDDEUTSCHEN, Juweliere, und dann: Der schönste Laden der Welt!

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Über dem Eingang das von Hand geschriebene, bemalte, von grünem Laub gesäumte Firmenschild, Jg. 1929. Von innen erklingt klassische Musik, italienische Oper, bei früheren Besuchen war es mal Vivaldi und  Mozart und einmal auch Jazz in hervorragender Tonqualität. Der feine Herr mit Silberhaar und gepflegtem Bart sieht eher aus wie ein Star-Dirigent oder Altphilologie-Professor denn wie ein Verkäufer von Schiffsausstattung, Schrauben und Angelbedart. Er spricht ein überwältigend gutes, richtig feines Deutsch, mit einer derart erlesenen Wortwahl („Es ist auf Samos seit Mittwoch geradezu ein wenig winterlich geworden mit Regenschauern und Morgenkühle“), dass ich fast ehrfürchtig lausche. So lange schon kauderwelschen wir nun auf Englisch – und nun höre ich unsere Muttersprache von einem gebildeten Griechen so fehlerlos und wunderbar. Kompliment.

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Im Laden gibt es alles. Man muß nur beschreiben, was man sucht. Gerhard braucht für die Reparatur des Ruder-Lagers aus Mahagoni, dessen Schrauben viel zu kurz waren, nun rostfreie Niro-Maschinenschrauben in der seltenen Länge von 15 cm. Und Beilagscheiben, Muttern, Epoxi-Leim fürs Holz, wasserfest, einen faltbaren, stabilen, aufhängbaren  20-Liter-Kanister fürs Duschwasser nach dem Salzwasserbad im Meer. Es findet sich ALLES in dem umfangreichen Fundus des Ladens.

Nur jenes Lack&o
uml;l einer deutschen Firma, das wir für die Mahagoni-Scheuerleiste rund um die EOS gebraucht hätten, nein, die ist leider derzeit nicht vorrätig, wird so selten gebraucht, aber „Sehen Sie, hier auf Seite 267 im Katalog, in 3 Tagen kann ich sie beschaffen!“

Er ist unschlagbar gut. Ich seh mich um. Weiter hinten im Laden neben der Holztreppe, die schräg nach oben führt, finde ich zwischen Uhren und Elektrosachen eine Bimmelglocke, wie ich sie als Lehrerin im Klassenzimmer bei 49 Schülern 1970 benutzte. Vorn steht eine alte Balkenwaage, auf der der nette Herr größere Mengen Schrauben abwiegt (Dreisatz-Rechnung:„Wenn 10 Schrauben x-Gramm wiegen, dann sind 100 g soundsoviel mal x Schrauben“).
Hoch oben über den Rettungsringen „schwebt“ unter der Laden-Decke ein Rah-Segel-Boot, ein Windjammer-Modell. Ach, dieser Laden ist ein TRAUM. Nur der Ser Sonnenuntergang toppt diese Romantik!

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Es tut mir richtig leid sagen zu müssen „We will never come back!“ Denn wir segeln bald gen Westen, die EOS wird nie mehr vor SAMOS ankern. Englisch kann der Herr selbtstverständlich auch perfekt….Dann macht Gerhard noch ein Abschiedsfoto. Wir hoffen, dass sich eines Tages in 20 Jahren ein Nachfolger findet. Es wäre ein Verlust für Samos und die Segler, wenn dieses Geschäft nicht mehr wäre. Unvergesslich!

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Jetzt die Bilder:

Agathonisi, die kleine griechische Insel

Wir ankern
Eine Regenfront nähert sich als wir von der Türkei zu der kleinen Insel Agathonisi, 20 km südlich von Samos fahren, die erste seit 3 Monaten. Die Wolken entladen sich gerade dann, als wir im Hafen der Insel ankern. Im Nu sind wir völlig durchnäßt und genießen das kühle Wasser auf der Haut. Monatelang haben wir ja keine Wolke gesehen. Unseren ersten Ankerplatz müssen wir Hals über Kopf verlassen, als die Fähre von Patmos kommt und an unserem Platz Anker werfen muß. Der Kapitän macht uns mit Horn und Gestik aufmerksam. Es dauert ein Weilchen bis wir weg sind, unser Anker wird von Hand bedient.

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Der Olivenbaum im Abendlicht
Wir spazieren die Straße hoch zur Chora, das ist die Oberstadt. Von hier aus streift der Blick hinüber zur türkischen Küste. Ganz oben wachen griechische Soldaten. Der „Feind“ ist ja nur ein paar Kilometer auf der anderen Seite. Ein junger Soldat verwehrt uns den Zutritt ganz freundlich. Ist ja klar, militärisches Gebiet. Gerdi träumt, glaube ich nachts von dem hübschen Kerlchen. Kurz bevor die Sonne untergeht erscheint das Land in warmem Abendlicht, so wie wir sie in Deutschland nur an Winterabenden kennen.

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Ein Charakterkopf.
Viele Ziegen leben auf der Insel und Sabine, die Wirtin serviert „Ziege in Zitronensoße“. Auf meiner Wanderung über die Insel finde ich überall verbissene Bäume und Sträucher. Wohl reichen den Ziegen die Zweige nicht aus, sie werden mit Mais gefüttert und die Wirtin klagt über die hohen Kosten dieser Zusatzfütterung. Sie bezahlt über 1000€ pro Jahr dafür

Keine 90 Personen leben ständig auf der Insel. Sie Schule hat eine Grundschulklasse mit Kindern und eine Gymnasiumsklasse für das 1. und 2. Gymnasiumsjahr.  Als wir in der Taverne sitzen kommen gerade 2 Lehrerinnen an. Nächste Woche beginnt in Griechenland wieder die Schule. Insgesamt leben auf der Insel etwa so viele Schüler wie Lehrer. Um die Abwanderung aufzuhalten, genießen die Bewohner kleiner Inseln erhebliche steuerliche Vorteile. Während in den Sommermonaten Pensionsgäste und Segler für Abwechslung sorgen, sind die Bewohner im Winter unter sich. Das Leben hier ist billig. Man kann sein Geld ja nur in ein paar Tavernen und in 2 kleinen „Supermarkets“ ausgeben oder gelegentlich einen Fisch vom Fischer kaufen. Wer mit dem wenigen auskommt, der findet hier seinen Frieden.
Die Insel hat kein Brunnen- oder Quellwasser. Das Wasser aus den vielen Zisternen dient nur noch dem Vieh. Wasser aus dem Hahn kommt vom Tankschiff, das in den Sommermonaten alle 10 Tage anlandet und die Fracht in einen Behälter auf dem Berg pumpt.

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Kapellen
Wie überall in Griechenland, finden wir immer wieder Kirchlein. Auch hier stehen 12 Kapellen, also für 7 Personen eine Kapelle. Wenn das keine Glaubensstärke ist! Die Kapellen, die ich sehe, sind gepflegt, frisch gestrichen und blitzsauber. Wie mir unser Bootsnachbar, der Pope (im Bild das Motorboot zwischen EOS und dem Katamaran) erzählt, werden die Kapellen von Familien gespendet und auch von ihnen unterhalten.

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2 Tage bleiben wir auf Agathonisi. Gerdis Bein schmerzt, so streife ich am 2. Tag alleine über die Insel. Die einfachen Teerstraßen enden nach einem Kilometer. Sie führen nach Megalochora und Microchora oder enden im Nichts. Zu den Feldern in den Talsenken oder zu den kleinen Ziegenställen führen unbefestigte Straßen. Weiter auf die Hügel geht’s dann über Stock und Stein. Von dort oben genieße ich einen umfassenden Blick übers Meer zur türkischen Küste, in Richtung Norden nach Samos, westlich liegt Patmos mit der weißen Chora oben am Berg und im Süden erkenne ich Lipsi, das langgezogene Inselchen. Am 3. Tag setzen wir Segel und kreuzen gegen den Wind hoch nach Samos.

Und hier Die Bildershow:

 

 

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Die EOS ist auch online in neuen Gewässern unterwegs

Liebe Leser,

die EOS ist auch Online in neue Gewässer gesegelt (hier her nämlich).

Eostoern

Wir wären gerne beim Südblog weitergesegelt, aber folgende Gründe sprachen für einen Wechsel zu posterous.

  1. Bei Südblog stehen max. 130MB Speicherplatz zur Verfügung. Zu wenig für mehrere Langzeitsegeltörns.
  2. Bei Südblog kann man leider keine wichtigen Funktionen wie eingebundene Google-Maps Karten verwenden.
  3. Die Bedienung des Südblog-Layouts ist besonders auf kleinen Bildschirmen sehr anstrengend.
  4. Unsere Fragen landeten scheinbar bisher im Kummerkasten.

NACH NORDEN … von BODRUM aus die türkische Küste hoch

Rückblick von GERDI, ab 27.8.
Da es auf dieser Segel-Tour mal nicht gar so heiß ist, nütze ich das zum CHROM-PUTZ an Deck: 10 Relingstützen, 3 Lüfterdeckel, der große Heckkorb, der Bugkorb, die 7 Klampen, alles wird blitzblank poliert. Auch an die EOS darf ab und zu etwas „Chemie“ und Putzmittel.

 

Wir kreuzen bei schönem 2-3er „Bodensee-Wind“ über den „Fjord“ und sehen die hochsteigenden Rauchwolken von 2 Waldbränden, einer ganz nah an der Powerstation, dem Stromkraftwerk! Löschflugzeuge kommen schon nach 10 Minuten, nach 20 ist die Rauchwolke klein geworden. Kompliment den Löschern. Wir ankern nach 8 Stunden herrlichem Segeln in einer ganz kühlen Bucht, nordwestlich von Cöckertime Bay: da mündet ein Bach und oben auf dem 27° warmen Meerwasser „schwimmt“ das fühlbar viel kältere Süßwasser. Wunderbar zum Schwimmen. Das sagen auch die Bayern aus Ingolstadt neben uns. Kleine Boote von den Tavernen fahren an alle Yachten ran und bieten Taxidienste an für ihre Restaurants. Sogar Kamel-Reiten gäb’s an Land, und Folklore mit Life-Musik. Ich koche gern selber: Salzkartoffeln und Zigeunerpfanne aus Tomaten, roter und grüner Spitzpaprika, Zucchini, Aubergine, Corned beef, echt feurig scharf gewürzt.

 

Früh um 6.30 Uhr rasselt über meinem erwachenden Haupt die Ankerkette. Sonnenaufgang. Start in den schönen, noch kühlen Morgen, Frühstück auf See. Unterwegs putze ich bei wenig Seegang alle Mahagoniböden und Holzwände im Schiffsinnern, die Bilderrahmen, das Pump-WC, die Spiegel, die Fenster, die Spüle. Muss alle Woche einmal sein.

 

Dann erleben wir die Überraschung: In der begehrten Marina der Stadt BODRUM ist ein Liegeplatz frei für eine Nacht! Die Wäsche wandert gleich mittags zur Laundry, das ist ein Super-Service und verschönert das (hygienische) Einfach-Leben an Bord. Großeinkauf im nahen Supermarkt, der einen enorm großen Umsatz macht beim Charter-Wechsel am Wochenende. Viele lassen sich alles ans Schiff liefern, Unmengen von Wasserflaschen, Alkohol, Chips, Melonen, Fruchtsaft, Cola, Fanta, Spaghetti, Konserven. Unvorstellbar. Vielleicht kaufen die ja nie ein. Wir finden dagegen in ganz kleinen Läden so manches, was wir so nebenbei „entdecken“: Eine stabilere Chromstahl-Solar-LED-Ankerleuchte, die keinen Bordstrom vertilgt und nun am Heck im Achterstag „von selbst leuchtet“ an Ankerplätzen, einen kleinen LED-Leuchtkörper, ein Kabel, das könnte doch eine Leseleuchte fürs Cockpit werden? An Bord baut der Elektriker a.D. Gerhard eine Pendelleuchte und ich hab die Idee, dass der abgeschnittene obere Teil einer türkischen ERIKLI-Wasserflasche doch als Schirm dienen könnte. Ein (in Bremen mal gefundenes!) Taschentuch bekommt in der Mitte einen Kreuzschnitt und wird über den ehemaligen Flaschenhals gestülpt, festgebunden am Gewinde, unter dem Kabel: Fertig ist unsere Hängelampe, die nun an den schon um halbacht dunkel werdenen Abenden am Großbaum baumelnd den Cockpittisch erhellt, sogar die neue FAZ kann ich nun abends lesen. Und speisen im Dunkeln klappt nun auch noch „draußen“ nach 8 Uhr abends.

 

Beim Bezahlen der 107 türk. Lira = ca. 53 € merken wir, dass der Luxus einer mit Klima-Anlage 24 Std. gekühlten Duschehalle nicht umsonst zu haben ist. Nix wie weg. Aber Bodrum bei Nacht? Reizvoll! Die werbenden Kellner sind hier nicht so aufdringlich wie die in Zakynthos oder Sardinien. Wir aßen vorzüglich im Palmiye am Ende der Promenade, köstlich frischen (in der Vitrine noch rubinrot gepunkteten) Kalamar vom Grill und Gerhard ein Lammgeschnetzeltes aus dem Tonkrug, serviert mit lodernden Flammen, die auf dem Teller rund um den Krug aus dem Salz züngelten. Sehr interessiert der junge Ober, prima Englisch, er konnte fachmännisch Fische tranchieren, und nächstes Jahr geht er nach Deutschland!

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Beim Weitersegeln erschrecken mich so manche Hügel, die dicht mit weißen Ferienhäusern „bebaut“ sind, sie sehen, besonders am Hügelsaum oben, aus wie Grabsteine auf Friedhöfen, oder wie die Stein-Stelen am Holocaust-Denkmal am Brandenburger Tor. Tourismus? Wie Touristen-Büchsen. Legoland ist hübscher. Wir ankern vor dem naturbelassenen romantischen Fischerdorf Gümüslük, wo ein knallroter aufgeblasener kleiner Zeppelin hochgelassen wird und ferngesteuert die archäologischen Fundamente auf der kleine Insel Cavus fotografiert. Das ist querab vom griechischen Kalymnos. Also wohl griechische Geschichte. Früh am Morgen des 30. August schmettert ein Fischer einen gigantisch großen Octopus auf den Fels am Ufer, die Fangarme wohl über 60 cm lang!

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Mittags genießen wir das bei Ali’s Waldkneipe gekaufte kühle Bayerwald-Weißbier aus Hutthurm. Übrigens vertippte ich mich, glaube ich, bei der PLZ: 94116 Hutthurm! Köstlich. Dazu gibt’s griechische Ölsardinen in Zitrone, mit Oliven, Gurke und Tomate.

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Wir segelten zu einer unbenannten Bucht bei umfangreichen Fisch-Zucht-Anlagen, Cam Limani. Als wir rausrudern, um bei den vermeintlichen Fischern Fische zu kaufen, laden die 3 Männer uns ein zum Chai. Ein ganz neuer c
hromblitzender Ofen, mit Pinienzapfen unten richtig „befeuert“, oben der Samowar, der frische starke Tee wird mit heißem Wasser aus dem Mittelbauch verdünnt. Wir essen abends vegetarisch: Bandnudeln und selbst gekochte Tomaten-Gemüse-Sauce und geröstete Pinienkerne aus der Pfanne.

 

Ich spiele für die Männer, die ihre Olivenbäume unten vom Unkraut durch Sprühen freihalten, ein Flötenkonzert. Das wird aber akustisch fast überdeckt von dem unglaublichen Gebell der Hunde an Land.

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Früh am 31. August tuckern wir rüber zu der nahen Fischfutters-Verladestation und der Skipper schwimmt mit an den windschiefen Anlegesteg. „Balik? Fish?“ – „Hayer!! No!“Aber ein Brot können wir haben. Der Arbeiter war 20 Jahre lang in der Schweiz – als Bäcker!! Und dann haben wir Glück: ein Fischer legt gerade mit seinem kleinen Kahn an und verkauft uns 2 Brassen und 2 kleinere frisch geangelte Fische. Fang-frisch und schillernd in allen Regenbogenfarben, als Gerhard sie schuppt!

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Wir haben genug Wind und ankern nach fast 6 Stunden in einer unbeschreiblich grünen Bucht: Cukurkuk. Die ganz neue Marina in der Nähe meiden wir diesmal. Für morgen, Mittwoch, sind für 6 Stunden Regenschauer (!?!?!) angesagt und Windstärke 6, in Böen 7.

 

PS: Erika berichtet von daheim: es stürmt und schüttet. 10°C. Soviel zu den Sommerferien in Bayern u. Baden-Württemberg.

 

Sie kann’s kaum mehr erwarten: noch 13 Tage bis Australien!

Klimawandel- EOS‘ Schönheitskur, Waldbucht

GERDI,  am 27.Aug.2010

KLIMA-WANDEL“ am 23. August bei OVA BÜKU, 4 Monate vor Hl.Abend  

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Welch eine Überraschung: Die große Hitze ist vorbei (??).

Wir segeln früh um 6.30 Uhr in Ciftlik los, es wird ein herrlicher Segeltag, hinten am Heck der wunderbare Schatten unter dem luftigen grünen Bimini-Dach mit den Seiten-Netzen, schöner Wind und, unglaublich, nur 33°C! Mein geschwollenes Meniskus-Knie schwillt allmählich ab, ich lese mit großem Vergnügen im erstmals nicht brütendheißen Vorschiff die neueste FAZ, interessant v.a. der Kulturteil, Beruf und Campus mit lesenswerten Artikeln in gutem Deutsch. (Hier im Segelurlaub sprechen wir ja fast immer in Englisch).

Nach 32 sm, das sind rund 60 km Tagesreise, fällt der Anker in der von Felsen umgebenen uns schon bekannten Bucht von Ova Büku, 5 Tavernen, kleiner Sandstrand, hohe Bäume, WiFi. Am Abend stellen die Ober flugs je 12 Tische ans Meer in den Strandsand, wo sonst die Sonnenliegen und die aus Peddigrohr geflochtenen Sonnenschirme stehen. Windlichter auf die weißen Tischdecken, Stühle dazu, Speisekarte, fertig ist das Restaurant. Wir aber kochen selber, Spaghetti, Pesto, Parmesan, grüne kleine Gurken vom Gemüse-LKW. Wie lange blieb der Herd nun kalt? Wir tranken früh Nescafé mit im kleinen Kühlschrank gekühltem Wasser und ansonsten nur viel Salat oder Brote. Mittags bei 40° verzichteten wir oft auf Mahlzeiten und begnügten uns mit Wasser und Sesam-Stangen aus der Alu-Tüte und Nektarinen oder Äpfel der neuen Ernte.

Wir genießen im Cockpit den Vollmond und die „kühle Luft“, und schlafen, trotz der Schaukelei quer zu den Wellen wunderbar. Ich wache früh auf, zum ersten Mal nicht „schweißgebadet“ – und es ist beinahe „kühl“. Das ist so unglaublich, dass mir spontan die Anfangstakte der BACH-Kantate im Ohr sind und ich singe: „Jauchzet! Frohlocket!“

Nach 6 Uhr früh holt Gerhard behutsam den Anker hoch, die Chartersegler schlafen gern lang nach drink-reicher Nacht J.

Vor uns breitet sich braun der breite Inselrücken von KOS aus. Wir werden aber vorher noch den ewig langen Halbinsel-Finger „Datca“ umrunden, also zuerst 25 sm gen Westen, ums Kap herum und 25 sm zurück gen Osten. Zauberhafte, teils tief eingeschnittene grüne Waldbuchten locken. 2,4,5 Delfine begleiten uns und sausen um und unter die EOS, heben sich bedächtig und spielerisch im Duett wie Bögen aus den Wellen, tauchen elegant wieder ein. Eine halbe Stunde lang dieses Schauspiel!

Wir haben ab 13 Uhr kräftigen Wind, wohl 6 bft, von hinten rollen lange, hohe Wellen an, schäumend legt sich die Gischt ins Wellental, lärmend gurgeln die Brecher unter dem Kiel durch, ein Spektakel. Heftiger Ruderdruck an der Pinne. Zweifaches Reff im Groß, später ohne Vorsegel, wir laufen über 6 Knoten. Die großen Wellen „schieben“ uns zusätzlich! Gegen 17.30 Uhr folgt das Großsegelbergen im wild schwankenden Schiff, immer eine Sache mit Herzklopfen für mich, wenn Gerhard da vorn am Mast „steht“ (!) und freihändig das Segel birgt, 8×5 m, 40 qm störrisches Tuch in großen Falten vom Mast der EOS gezogen. Ich muß das Schiff exakt „im Wind“ halten, darf nicht mit dem Bug „durch den Wind“ geraten im Wellengang, sonst wirft sich das Schiff auf die „andere Seite“ und den Skipper auch. Nicht auszudenken. Danach muß er alles auf dem schwankenden Großbaum, an Deck stehend, in Falten „auftuchen“ und mit Bändseln festzurren. Ich bin immer froh, wenn er es geschafft hat und ins Cockpit zurück klettert.

Wie etliche Gulets steuern wir behutsam über Barren (Untiefen) und an flachen Unterwasser-Riffen vorbei in eine der Buchten am East Creek, Yediadalar. Luftlinie sind wir nur ca. 30 km von MARMARIS entfernt, das „hinter den Hügeln“! liegt, am südlichen Ufer.

Traumhaft. Grüne Pinien. Wessssspen! Und da sticht mich gleich eine goldgelbe Wespe nach dem Schwimmen in den Oberschenkel. Fenistil-Gel. Nicht schimpfen. Das ist Natur pur. In dieser Bucht „üben“ wir mal diese türkische Art zu ankern. Wir fahren rückwärts mit dem Heck voraus auf das Land zu, werfen den Anker und fahren unter weiter rückwärts. Ich halte das Schiff (gegen EOS’ Willen) auf dieser Stelle, Hick Richtung Ufer, bis die Ankerkette straff ist. Dann muß ich gegensteuern und „über den Anker fahren“ bis es dort wieder ruckt, dann wieder rückwärts fahren und in der Zwischenzeit ist Gerhard mit einer großen Rolle Landleine, 50 m, und Kette für den zerstörerischen Felsen am Ufer, an Land gepaddelt, befestigt das Ende der Leine mit der Kettenschlaufe am Felsen und paddelt nun auf die Eos zu. Ich verlasse schnell den Platz am Ruder und übernehme das Tau um es an der Klampe zu befestigen. Gerhard reicht mir die 50 cm-Rolle hoch, befestigt das Schlauchboot und kehrt zurück an Bord. Nun muß man diese Landleine noch dichtholen oder auch die Ankerkette. Meist haben wir dann eine ruhige Nacht vor uns.

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Wir lesen viel: Gerdi: „Die Tochter der Tibeterin“ (v. Federica de Cesco). Spannend. Zum Nachdenken anregend, denn das Volk wird von den HAN-Chinesen gedemütigt und soll „eingegliedert“ werden, gegen den Willen des Buddha-Volkes, Sie sind und bleiben auch in Khaki-Uniformen heimliche Anhänger des Dalai Lama. Gerhard liest gerade das 5 cm dicke „Lied von Troja“.

Am 25.8. gibt es guten Wind aus Westen, bis 5 und 6 bft! Flottes Segeln in einer herrlichen Gegend. Ja, viel schöner als Kroatien und Griechenland.

Schon nach knapp 4 Stunden tasten wir uns in eine unbeschreibliche fjord-ähnliche, ganz schmale Bucht, Kargilibüc. Ein Abenteuer der besonderen Art: Hier habe
n wir, hinter der 1,5m Barre, nur ganz wenig Wasser unterm Kiel und zum ersten Mal zeigt unser Echo-Lot 0,0 m an. Ganz ganz langsam unter Motor schleichen wir zum hintersten Ende der Bucht, 2 Graugänse quaken und 2 Fischerboote hängen vertäut am Ufer. Es sieht aus wie an einem deutschen Weiher! Hohe Pinien, Laubwald, ein ganz kleines „Restaurant“, Ali& Eleanor. Ein Schwenkgrill von 1-5 m Durchmesser, eine Kissenbühne mit Shisha mitten im Wäldchen, viele von Eli getöpferte große Schmetterlinnge, Kalebassen, wunderschön handbemalt, als Girlanden. 6 Welpen, ein Husky mit himmelblauen Augen, muhende Kühe (Ali scherzhaft: „Elephants!“), Pferde wiehern (sogar Wildpferde, auch weiße!), Spuren von Waldbrand vor ca. 12 Jahren, Ali zeigt uns Fotos vom Löschen mit Hilfe von Hubschraubern.

Gerhard paddelt in die 3 mündenden Bäche, Eisvögel, ein Kranich stolz und still im Schilf. Abends essen wir Ali’s „spicy chicken-legs“ vom Grill, köstlich saftig, chili-scharfffff! Auberginen-Mus mit Knoblauch, in Folie gegrillte Kartoffeln und Zwiebeln, Melone, Pfirsich, Trauben als Dessert, und: ein köstliches Weißbier aus dem Bayerischen Wald, ja, eine bayerische kalte „HUTTHURMER BAYERWALD-HEFE-WEISSE“ naturtrüb, D-94116 Hutthurm, seit 1577!

Das Bild auf der Flasche zeigt den Kirchtturm von Hutthurm, Zwiebelturm, blühender Apfelbaum davor, Tannen, Bauernhäuser mit rotem ausladendem Ziegeldach und Holzbalkons mit roten Geranien davor, grüne Hügel, Bayerwald, See, saftige Wiesen dahinter – HEIMAT!

Ein Gast empfahl ihm vor Jahren dieses Bier und seitdem hat Ali es im Angebot! Sachen gibt’s!

Donnerstag, 26.August: SCHÖNHEITSKUR FÜR DIE EOS  …und die ersten Zucchini-Küchlein an Bord!

Wir nützen den ersten Tag der unter 40° liegenden Temperaturen und machen uns sogleich ans Werk:

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Schmirgelpapier, 2 dicke neue Pinsel, UV-beständiger Klarlack für unser sonnengeschädigtes Mahagoni-Cockpit!!! Zu zweit arbeiten wir hingebungsvoll, unter dem Schattendach der großen Persenning (Dank sei dem albanischen Bootssattler Julian aus Piräus, 13.8.09)

5 Stunden lang brauchen wir. Danach heißt es vorsichtig sein, man darf ja nirgends „hinkommen“, jede Berührung wäre ein Schaden im nassen Lack.

Ich geh nach unten in die Kombüse, hoble die grüne ZUCCHINI, schlage 3 Eier und mische 200 g Mehl und 3/8 l Milch und Wasser, dazu Salz, Zitronensaft, Estragonblätter. Nach dem Quellen backe ich in Sonnenblumenöl 18 knusprige, goldbraune Zucchini-Küchlein. Mit Zimt+Zucker zum Kaffee ein wahrer Hochgenuß am Nachmittag, mmmh.

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Am frühen Abend paddeln wir raus, laufen den Waldpfad hoch, an Süßwassertümpeln vorbei, zu den freilaufenden Kühen und Kälbern, Hühnern, Pferden, zurück zu Ali&Eli’s Restaurant im Wald. Da bietet uns Eleanor aus Buckinghamshire in England an, dass Ali uns im Auto (alter türk. Fiat 1600, Jg. 1994) auf den sehr holprigen Brandschneisen der Feuerwehr hochfährt zum Sonnenuntergang mit Blick über die vielen Buchten auf das weite Meer. In halsbrecherischem Tempo, zigaretterauchend, jagt er das Auto wie einen Hengst über Stock und Stein, durch enge Haarnadelkurven, links der Abgrund, rechts der Felsenhang. “Hell’s Angel“ sag ich zu ihm, und da ist er stolz, so ein rasanter Fahrer zu sein.

Gutes Timing: als wir fast rennend vor halbacht zum Gipfel laufen, eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama, das Meer, all die Buchten, der Wald, die rote Kugel der Sonne, die sich fast behäbig in eine Berg-Kimme schmiegt und es sieht aus, als würde sie wie ein Spiegelei ins Meer hinab gesaugt. Gerhards Fotos belegen, was Worte nicht können.

Ein unvergessliches Erlebnis.

Mobil in Seglers Traumrevier

Gerhard, 23. August 2010

Die EOS ist nicht das einzige Schiff, das dort auf den Wellen schaukelt. Viele Gäste befahren dieses warme buchten- und inselreiche Gewässer.

Wer tummelt sich denn da alles?

Am häufigsten begegnen wir Charteryachten, weiß, meist Bavaria, von ansehnlicher Größe, ab 12 m Länge. Viel Standardkomfort, wenig heimelig, aber komfortabel, oft sogar mit Klima-Anlage! Fast wie ein Auto, von der Stange eben. Dann die Katamarane. Man sieht sie häufig, die Platzwunderfahrzeuge. Sie bewegen sich weniger elegant in den Wellen. Eine Einrumpfyacht passt sich den Wellen an, bewegt sich mit ihnen im Takt. Ein Katamaran hoppelt eher ruckartig über die Wellen und erinnert an ein laufendes Kaninchen. Der „Driver“ sitzt waagerecht hoch oben auf einem Sitz, eben wie im Auto. Die Platzvorteile sind natürlich gewaltig. Hervor quellen aus den Charterbooten an den Stegen 6, 8, 10 Personen, so wird der Yachturlaub bezahlbar. Seltener wird der Raum von einer Familie belegt. Das strapaziert den Geldbeutel des Verdieners doch arg.

Weniger wird man vom Eignern besegelten Yachten begegnen. Manche groß und mächtig, schön und edel mit jeder Art von Antennen, andere kleiner, einfacher, rustikaler, mangels Innenplatz wird viel an Deck verstaut, Fender, Ankertaue, Anker, Wasserkanister. Ich achte zwar, dass EOS´ Linien wenig gestört werden, dennoch gehören wir eindeutig zur letzteren Klasse mit unserem 2-Sterne Schiff, im Gegensatz zu den 4-Sterne Fahrzeugen. Diese heimeligen, ja manchmal urigen Schiffe transportieren oft Langzeitsegler im Rentenalter. Nicht ganz so selten „leben sie am Schiff“ und machen nicht nur Urlaub.

Und dann die Gulets. Sie sind unheimlich beliebt, belegen 50% der Hafenplätze und strecken in allen Buchten ihre 2 Masten gen Himmel. Masten? Während unseres Aufenthaltes hier habe ich nur 3 mal segelnde Gulets gesehen, dann auch nur mit Vorsegel und unter Motor. Das liegt nicht am fehlenden Wind. Zahlende Gäste, 6, 10 oder mehr belegen dort Kabinen, genießen die Fahrt auf dem Wasser, den Aufenthalt in stillen Buchten oder quirligen Häfen. Warum da noch segeln? Diese, aus ehemaligen Lastenseglern mutierten Schiffe haben ein gefälliges Äußeres, ihre Masten sind jedoch nur noch Beiwerk. Alle Segel tragen sie höchstens nur noch fürs Foto im Werbeprospekt. Kein Wunder, der heutige Schiffstourist möchte in seiner Urlaubswoche viel sehen. Der frühere besegelte Wassertransport bewegte sich auf viel langsamerer Zeitschiene. Den Gästen gefällt´s offensichtlich.

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Ausflugsschiffe für Tagesausfahrten fallen auch in Buchten ein. Kaum ist der Anker gefallen und die Landleine angebracht, springen die Tagesgäste ins Wasser und vergnügen sich. Die Besatzung wirft derweilen den Grill im Vorschiff an und dann tritt plötzlich gefräßige Stille ein. Nachher geht man wieder Anker auf, besichtigt noch ein paar Felsen, Höhlen oder archäologische Stätten, falls vorhanden, und ab geht´s zurück in den Hafen. 

Dann gibt´s noch die Edelklasse: Motoryachten, groß, oder in Megagröße, Segelyachten mit 30 Meter hohen Masten und 4 Saling-Paaren, nachts beleuchtet. Wohlhabende Gäste nehmen in bequemen weichen Deckchairs Platz. Anlegen und Ablegen ist nicht ihre Sache, das überlässt man standesgemäß der Besatzung im passenden Schiffsoutfit. Man genießt derweilen ein Gläschen, wohl eiskalter Schampus. Keinen Kratzer, keine Roststelle weisen diese Schiffe auf. Die Besatzung verbringt ihre Zeit mit Putzen und Polieren. Gediegene 5-Sterne Edelfahrzeuge.

Daneben sind noch kleine Fischerboote, Schlauchboote, Luftmatratzen, Mülltüten und noch manches Gäste im Reich der Fische unterwegs

So verbringt jeder nach seiner Art und nach seinen Möglichkeiten die Zeit auf dem Wasser. Keiner tut dem anderen weh, nur in den Buchten dieses Traumrevieres wird es manchmal eng.   

Eine Besonderheit fiel uns auf: Es bewegen sich viele Schiffe mit der Flagge der USA, als Heimathafen wird am Heck oft Delaware angegeben. Lieben die Amerikaner dieses Segelrevier so sehr, dass sie Ihre Boote hierher überführen? Nein, Das liegt am türkischen Fiskus. Wer gebrauchte Boote einführt, muß eine hohe Steuer zahlen. Um das zu umgehen, kaufen die Türken ein gebrauchtes Schiff, registrieren es über einen Strohmann im Staate Delaware, USA (oder in Belgien) und setzen ihre türkische Flagge als Gastflagge. So sind die Türken monetärpolitische Gäste in Ihrem eigenen Land. Mustafa aus Marti Marina hat uns darüber aufgeklärt. 

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