8 Std. sportliches Segeln bis Rauma

DSC_1287.JPG…erst im 3. Mini-Clubhafen Kuskaari kommen wir rein, sooo flach.😕🤔🙄😒   da aber ganz romantisch vor Fels und Holzsteg an Boje, nur ein Anlegesteg, kein Hafen…dafür aber ganz alleine mit Seeschwalben. Wolkenhimmel. Beim Baden 19’C im Meer! Die wilde trommelverstärkte Sonnwendfeier- Discomusik kommt abgeschwächt über den Schätenbuckel. Wir nützen die Holzterrasse vor dem Clubhaus zum Üben unsrer Tanzfiguren.  😉  Ruhiger Abend vor Sommeranfang.

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Ålandinseln…bis Uusikaupunki

7 Sunden Segeln mit Rundumsicht auf Wälder und flache Schären…bis Uusikaupunki.☺ Hafen.

Ein toller Name, heißt “ Neustadt“ Nystad. Unglaublich fremd die finnische Sprache…

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_20190619_215239 Beten und Singen in den beiden Kirchen. Am Abend genießen wir allerfeinsten Lachs, kaltgeraucht, geräuchert, und Matjessillfillet und Gurke. Mmmmmh. Morgen nach Rauma.

Traumreise zwischen Felsen und Wald. Ankern in Buchten

Gerdi, 16. und 17.Juni

Wir segelten am 16.6.  fünf Stunden durch die zahllosen grün bewaldeten Schären. Bis Lillandet. Am Abend kochte ich in der Ankerbucht im Wok Hühnchen-Curry mit Gemüse und Basmatireis, was wir stilvoll mit Stäbchen verspeisten. (Gh ruderte erstmals das Schlauchboot ans Ufer und erstieg den Felsen.)

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Am Montag, 17.Juni, segelten wir acht  Stunden im Sonnenschein, wir sind so dankbar für das sommerliche Wetter. Ich putze nach 3 Stunden am Ruder das Innenschiff gründlich mit Neutralseife, Zahnbürste, Wildleder…, die Noppen am Lederpolster sind gemein verstaubt… Alle Fenster erstrahlen… Zur Belohnung der konzentrierten Pricken-Reise  fanden wir erneut einen schönen Ankerplatz, östlich der Insel Langstet. Unbeschreiblich diese Stille…. Nur Seeschwalben und ein Taubenpaar hört man….. Es gab meinen orientalisch gewürzten Linsen-Eintopf, vegetarisch… Beim Baden ist’s mit 16° noch recht kalt…

In 4 Tagen ist Juhannu, Sonnwendfest.DSC_1268

 

Nebel, Sonne, Ankerglück

Gerdi, am Samstag, 15. Juni 2019, im Nebel….

Als ich um 7 aufwache und zum Bugfenster rausschaue… seh ich gar nichts. Alles ist grau. Nebel, so dicht, dass ich nicht mal die Hafeneinfahrt erkennen kann. Keiner läuft aus. Gerhard fährt mit einem Leihrad in die Stadt und will den doch nicht für den Optimus-Kocher geeigneten Brennstoff (10 Liter) im Malerladen zurückgeben. Der hat zu… Ein Lidl lockt mit frischen Croissants, Brezen, Ciabatta… und es gibt sogar Nürnberger Rostbratwürstle.

Ich laufe zum Duschen, eine Deutsche von der 12m-Yacht Lucy berichtet, dass sie den ganzen gestrigen Nebeltag von Helsinki hoch nur nach GPS und mit Radar ohne Sicht nach Hanku gefunden hatten. Nie so dichten Nebel erlebt, auch nicht am Weg hoch zu den Lofoten…

Sollen wir bleiben oder doch raus?

An der Tankstelle fragt Gh. erneut nach Petroleum, und, o Wunder, ja, das hat er immer da…! Für die Schiffsheizungen und Kocher… Schon sonderbar, dass das bislang keiner in Finnland wusste. Der große 10 l-Kanister mit der rosa Flüssigkeit wird noch mit uns an den Bodensee zurückreisen:-)

Mittags um 12 sehen wir ein Boot nach dem andern im Nebel durch die enge Einfahrt zwischen den Felsen kurven, in S-Kurven eng um die Pricken… Da lösen auch wir unsere Festmacher vom Steg und laufen aus, die Vindö Lilo vor uns. Vorsichtig um die Stäbe rum…Draußen kaum Sicht, fast beängstigend, wie mal hier mal da kleine Inseln oder runde Felsrücken aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Wind NW 1… Keine Gefahr…Da links kommen uns 2 Segelyachten entgegen, rechts ein Motorboot. Kein Laut, der Nebel verschluckt alles…. Exakt nach der von Gh. programmierten blauen Linie auf dem kleinen Smartphone (fixiert auf dem biegbaren Dreifuß/Klammeraffe eines Kameraständers) steuere ich die EOS mit Motor an dieser Lebenslinie entlang. Beide Augenpaare blicken hoch konzentriert in das weiße Nichts… Pricke rechts, Pricke links lassen, da vorn müßte eine schwarzgelbe kommen, pass auf, siehst du schon eine rote?

Um 13.30 T querab, Fock und Groß gesetzt. …um 14 Uhr O querab, Der Nebel ist weg!!! Wie ein Wunder: zum ersten Mal blaues Meer wie in der Ägäis…!!!! Raus aus dem Ölzeug!

Klar präsentieren sich die pittoresken rosabraunen Schäreninseln im Meer…. ein Traum! Wechsel an der Pinne, Gh. löst mich ab. Voller Glück saugen wir diese herrliche Ansicht in uns auf- unter weißen Segeln zieht die EOS ihre Bahn, nun ist sie voll in ihrem Element. Ich kredenze Kaffee mit Buttercroissants. 16.20 Arngrünnan querab, Bft 1-2 W. Wunderschön…- sprachlos begeistert. Nach 25 sm steuern wir eine flachere Bucht zum Ankern an. Rundum dichter Wald aus Fichten vorn Kiefern und fast bis zum Schilfrand weißleuchtende Birken, ein Weißkopfadler kreist über uns und breitet seine riesigen schwarzen Schwingen aus, ein zweiter kommt, 2 Seeschwalben attackieren sie im Flug… Anker ab nach 5 ½ Std. Fahrt, Stille. Noch 2 sm dann hat die EOS 1000 Seemeilen gemeistert.

Die Sonne scheint warm, 22 °C…ich messe sofort die Meerestemperatur: 15 °C. Raus aus den Kleidern, rein ins Wasser an der Badeleiter. Herrlich! Erfrischend! Klar wie Quellwasser, kaum salzig, aber zum Schwimmen zu kalt. Wir lassen uns in der Sonne trocknen…Gh heizt den Grill am Heck an für die Bratwürstle, ich bereite Gurkensalat mit viel frischem Dill und Griechischen Salat mit roten Zwiebeln, Paprika,Tomaten und Gurke zu. Blumen am Tisch, richtig festlich. Wir beten und danken, dass Luci wieder von der Klinik heim durfte (Norovirus).

Im Cockpit flöte ich noch eine halbe Stunde Volkslieder aus dem bayerischen Liederbuch… Abendstille. Ein riesiger Vollmond steht gegenüber der Sonne, die um 22.30 in die Baumspitzen taucht. Es ist auch jetzt um 23 Uhr richtig hell… Das Vollmondbild ist um 00.20 fotografiert!

Und hier kommt die Foto-Galerie von Gerhard!

Zum Schluß die Bucht im Sonnenschein, ganze Nacht.

Hanko, das nette Städtchen

Reiseweg(1)

Hanko empfängt uns mit viel Wind. Der schläft abends ein und wandelt sich am Morgen in Nebel. Wir bleiben noch einen Tag hier. Beim Einkaufen waren wir erfolgreich. Am Morgen fand ich 5 Liter White Spirit ( das heißt bei uns Petroleum und hier „Maler Bensin“)(;-(PS: siehe Ende!)einen besonderen Bit-Einsatz und einen neuen gläsernen Lampenschirm für die Petrleumlampe im Salon. Alles habe ich schon Wochen vorher gesucht und hier in diesem kleinen Städtchen gefunden,

Hanko ist die südlichste Stadt Finnlands und nach dem Prospekt die sonnenreichste des Landes. Die Marina in der wir liegen ist die größte Finnlands. Die Stadt ist auf Granitschären erbaut und auch ringsum von Schären umgeben. Hier hat eine Stadt viel mehr Fläche um sich auszubreiten als bei uns. Die Häuser, viele aus Holz, stehen locker angeordnet. Schön die Holzvillen, jede mit einem Namensschild zur Straße hin. Lauter glatte Hügelchen, blumenreich und mit Krüppelkiefern bewachsen zwischen den Häusern. Wir spazieren rund um eine kleine Halbinsel und nutzen die glatten Granitblöcke um Tanzen zu üben. Wir müssen das, andernfalls haben wir die vielen Schrittkombinationen bis zum Herbst vergessen. Eine schöne Aussicht auf die Schären draußen im Meer.

Ganz ungewohnt: Kein Fetzchen Papier oder sonstiger Unrat auf dem Boden und keine Graffiti an den Wänden. Fast schon etwas steril aufgeräumt.

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PS: Am Samstagmorgen stellte Gh. leider fest, dass der White Spirit doch nicht geeignet ist für unsren Bordkocher… Da fragte er bei der Hafen-Tankstelle nach Petroleum…und da bekam er einen ganzen 10 l-Kanister, und preiswert dazu.

Mystischer Novembernebel

Gerdi am Morgen um 6:

DSC_1241DSC_1240.JPG Nur 13’C, Nebel, feucht, keine Sicht. In Deutschland 32’C…. Es ist fast wie an Allerseelen… Heizung läuft in den Duschen und Lokalen, und teils auch auf der Eos.

Am Nachmittag wandern wir fast 3 Stunden über die Felsen am Ufer. Wunderbare Blütenpracht! Königsblaue Lupinen, weißleuchtende Margeriten, blauviolette Hornveilchen, lila Schnittlauch, Maiglöckle, pinkrote Heckenrosen, gelbes Johanniskraut… Und alles in dem 3 Monate kurzen Sommer.

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