Reisewege, länderübergreifend

Jetzt gehe ich ein paar Tage zurück. Damit Ihr Euch ein Bild unserer letzten beiden Reisestrecken, die letzte nach Schweden, sende ich Euch ein Google Earth bild und jeweils zwei Links, einen könnt Ihr in Google-Earth reinzoomen, den anderen in meinem Navionics Navigationsprogramm.

Reiseweg(1)

Die Strecke von Vaasa zum wilden Ankerplatz zwischen den beiden Inselchen:

http://tinyurl.com/y3ax2t85

http://tinyurl.com/y5vf2ek2

Die Strecke nach Umea. Wenn Ihr genau hinseht, findet Ihr eine Schleife. Dort wollten wir in einen Hafen, der sich aber in der Karte als zu flach erwiesen hat:

http://tinyurl.com/yy8a49vq

http://tinyurl.com/y2ptfmsx

 

Hanko, das nette Städtchen

Reiseweg(1)

Hanko empfängt uns mit viel Wind. Der schläft abends ein und wandelt sich am Morgen in Nebel. Wir bleiben noch einen Tag hier. Beim Einkaufen waren wir erfolgreich. Am Morgen fand ich 5 Liter White Spirit ( das heißt bei uns Petroleum und hier „Maler Bensin“)(;-(PS: siehe Ende!)einen besonderen Bit-Einsatz und einen neuen gläsernen Lampenschirm für die Petrleumlampe im Salon. Alles habe ich schon Wochen vorher gesucht und hier in diesem kleinen Städtchen gefunden,

Hanko ist die südlichste Stadt Finnlands und nach dem Prospekt die sonnenreichste des Landes. Die Marina in der wir liegen ist die größte Finnlands. Die Stadt ist auf Granitschären erbaut und auch ringsum von Schären umgeben. Hier hat eine Stadt viel mehr Fläche um sich auszubreiten als bei uns. Die Häuser, viele aus Holz, stehen locker angeordnet. Schön die Holzvillen, jede mit einem Namensschild zur Straße hin. Lauter glatte Hügelchen, blumenreich und mit Krüppelkiefern bewachsen zwischen den Häusern. Wir spazieren rund um eine kleine Halbinsel und nutzen die glatten Granitblöcke um Tanzen zu üben. Wir müssen das, andernfalls haben wir die vielen Schrittkombinationen bis zum Herbst vergessen. Eine schöne Aussicht auf die Schären draußen im Meer.

Ganz ungewohnt: Kein Fetzchen Papier oder sonstiger Unrat auf dem Boden und keine Graffiti an den Wänden. Fast schon etwas steril aufgeräumt.

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PS: Am Samstagmorgen stellte Gh. leider fest, dass der White Spirit doch nicht geeignet ist für unsren Bordkocher… Da fragte er bei der Hafen-Tankstelle nach Petroleum…und da bekam er einen ganzen 10 l-Kanister, und preiswert dazu.

Unser Reiseweg nach Hanko durch die Schären

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Hafen Hanku

Könnt Ihr diesen Link öffnen? Ich bin mir nicht sicher, es ist unser Segelweg durch die Schären, Zeile anclicken:

Unser Reiseweg nach Hanko

Es fängt ganz gut an, nur mit Fock zwischen den vielen Inseln durch. Dann wird die Fock immer kleiner und zum Schluss, als die letzten 8 Seemeilen über fast offene See führen, treibt nur noch ein kleines Tuch die EOS mit 6 Knoten voran. Hier am Rande der offenen See sind die Schären nur kleine, flache Klippen ohne Wald und Windschutz, oft eben mit der Wasseroberfläche. EOS fährt dazwischen durch, manchmal ist das Fahrwasser nur 20 m breit. Wir sind dankbar für die außerordentlich gute Kennzeichnung durch Pricken. Ohne GPS wäre diese Reise ungleich schwieriger. Die Elektronik lässt die Seekarte ja zoomen. Auf Papier-Seekarten stünden die wichtigen Informationen nur Millimeter auseinander. Respekt vor den Seefahrern, die früher dort ohne GPS unterwegs waren!

Der Wind nimmt immer mehr zu. EOS schaukelt bei achterlichem zunehmendem Wind, fährt sich aber vollkommen trocken. Trotzdem sehnen wir uns nach dem Hafen. Wir steuern gegen 17 Uhr den Hafen Hanko an und unmittelbar, keine 30 m vor der Einfahrt verwirren mich die Seezeichen Gelb-Schwarz und Schwarz Gelb und Schwarz-Gelb-schwarz und Gelb-Schwarz-Gelb. Zum Umdrehen ist es zu spät, ein Expressblick auf das GPS sagt aber, es bleiben über 3 m Wasser über der Untiefe. Das hätte kurz vor Ende der Tagesetappe ungünstig ausgehen können. Im Hafen ist das Anlegen an dem Fingersteg gar nicht so einfach, klappt aber.

windfinder

So kann’s Seglern gehen. 5 BFT waren angesagt und es wurde dann doch viel mehr.

Es sieht nach wenig Wind aus, aber die verkleinerte Fock hat uns schnell gezogenWie auf einem breiten Fluss

Gerdis Bildle vom Spaziergang zum Einkaufen:

 

 

Angekommen in den Schären

Reiseweg(1)

Es war nicht einfach, uns statt im offenen Meer zwischen vielen Inseln, Inselchen und Felsen zurechtzufinden. Lauter Sticks stehen im Wasser, schwarz-gelbe, gelb-schwarze,  schwarz-gelb-schwarze und gelb-schwarz-gelbe. Und natürlich rote und grüne und rot-weiße. Ein Verwechseln wird u.U. nicht verziehen. Aber jetzt, den dritten Tag  Slalomfahren, fühlen wir uns sicherer. Wir sind in den Schären geistig angekommen.

Brauner Fels, Wald und überall die schmucken rot-weißen Holzhäuschen begleiten uns am Ufer. Manuel hat uns einen Ankerplatz empfohlen, den steuern wir an. Unser neuer Anker fällt zum ersten mal hinter dem Inselchen Tallholm und er greift! Motor aus, Ankerball ins Vorstag, Logbucheintrag und Ruhe. Ein Ankerbier. Ringsum Wald, Fels und die Häuschen. Der Wind bläst mächtig. Ab und zu flitzt ein Motorboot vorbei und bringt wohl jemand zu den vielen Hütten auf den Inseln. Der Wind wird später zum lauen Lüftchen, sehr angenehm. Abends deftige Gemüsesuppe, lesen, die Reise für morgen vorbereiten. Die finnischen Seekarten bieten einen vorgeschlagenen Längsweg durch die Schären in grüner Farbe an. Er sichert eine Wassertiefe von 2,5m zu. Ich übertrage die Wendepunkte auf das GPS, es sind über 100! So wird die elektronische Seekarte zum guten Führer, sie lässt sich ja zoomen. Die Papier-Seekarten sind hervorragend. Jede Pricke ist vermerkt. Was war das früher ohne GPs für eine Arbeit um den Standort nicht zu verlieren! Jede Pricke mit Bleistift abhaken! Jetzt zeigt eine gelbe Linie im GPS den Fahrtverlauf. Aber wehe, die Elektronik fällt aus. Darum vermerke ich immer wieder den Standort auf der Papierseekarte.

Dienstag, 11. Juni

Sonne um 6. Kurzes Bad im 17′ kalten Meer. Der Wind kommt uns heute entgegen und so sind die 31 Seemeilen  von Motorgebrumm begleitet. Am ersten Ankerplatz will sich der Anker erst an einem Stein einkrallen, aber das ist nicht sicher. Ein paar Seemeilen weiter und er hält in einer kleinen Bucht. Um uns wieder die schöne Waldgegend, ab und zu kommt ein Segler vorbei, man grüßt sich. Am flachen Ufer Schilf, was machen wohl die Schnaken mit uns? Noch fehlen sie… Gerdi kocht Dhal, indisch gewürzt.

 

Segeln in unbekannten Gewässern

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Die geraden, offenen Küsten liegen hinter uns und wir fahren nun zwischen den Inseln Westestlands in geschützten Gewässern. Fremdartige Namen wie Saaremaa, Hiiumaa, Muhu, Vormsi.

Wir vom Bodensee, die wir häufig im Mittelmeer fahren, sind hohe, gegliederte Küsten gewohnt. Hier zwischen den flachen Inseln verschwimmen die Konturen. Ist da eine gerade Küste oder eine mit tiefen Buchten? Alles spielt sich gering über dem Horizont ab. Schon ein einzelner Hackschnitzelhaufen zum Verladen am Hafen erscheint vom Schiff aus gesehen wie ein Berg.

Gestern waren wir abends noch auf dem Wasser unterwegs. Der Wind ist eingeschlafen und die See war spiegelglatt. Die Sicht wurde immer klarer und die flachen Inselchen erschienen immer näher. Das kann doch nicht Silmkare sein, die ist doch viel weiter weg? Sie war es aber doch.

Heute haben wir Kuivatsu verlassen und wollen Haapsalu anlaufen. Das geht hier nicht direkt, das lässt die Wassertiefe nicht zu. Wir fahren viele Ecken und wechseln alle paar Seemeilen den Kurs um genügend Wasser unter dem Kiel zu haben. Manchmal markieren Bojen einen Fahrweg oder Richtbaken, deren beide Türme oder Lichter genau übereinander stehen müssen. Schon ein interessantes Fahrgebiet. Allerdings sind wir das beide von der 2200 km-Donaufahrt gewohnt. Da mussten wir ständig an der Pinne stehen, 80 Tage lang. Hier kann der Automat den Kurs halten. Wir geben vor Fahrtantritt auf dem GPS den Kurs als geknickte Linie vor, überprüfen ihn ganz genau, dass er nicht über eine Flachstelle führt und fahren ihn dann nach. Vorsicht beim Kreuzen! Wie gesagt, sehr interessant für den Navigator.

Noch etwas zu den lettischen Häfen: Um diese Zeit sind sie noch leer. Letzte Nacht waren wir wieder das einzige Gastboot unter 2 oder 3 anderen Schiffen hier. Die Häfen sind SPITZE. Klare Einfahrtbezeichnungen, sehr saubere, große Sanitärräume, eine Sauna, sparsam eingestellte Wasserbrausen, Mülltrennung, Strom und Wasser an den Stegen, WLan ohne Passwort. 20 Euro für unsere EOS. Verglichen mit Bodensee, Polen, Litauen: Überall noch Nachholbedarf. Jetzt segeln wir schon stundenlang und nur ein kleines Motorboot haben wir gesichtet.

Anderntags über flachem Wasser nach Rohuküla, dem Fährhafen zu den Inseln. 9 Km fahren wir auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke nach Haapsalu zum Einkaufen. In „Sofa“, einem Gasthaus in der Old Town (schmucke Holzhäuschen), speisen wir das allerbeste Thunfischsteak mit Beilage, mehr fürs Auge angerichtet, weniger für einen Wanderhunger. 9 km zurück mit vollbepackten Rucksäcken? Wir nehmen mal ein Taxi.

Mittwoch, 22. Mai: Unser Ziel ist Dirhami. Die erste Hälfte führt über ganz flaches Wasser. Tiefere Fahrwege sind durch Bojen gekennzeichnet und führen uns im Zickzack an Flachstellen vorbei. Segeln geht bei Gegenwind wie heute nicht. Dann verlassen wir die Inselgegend und fahren in den Golf von Petersburg. Schöner Wind aus Ost. Wir kreuzen mit gereffter Genua auf. Unser Freund der Automat steuert zuverlässig. In Dirhami ist für heute Schluss. Keine Gäste außer uns. Das Dorf: Ein paar Häuser und ein winziger Laden, voll mit allem, was der Bürger so braucht. Ein Kleinod!

Ein lässiger Tag sollte es werden…

Wir verlassen den Hafen bei Sonne. Der Wetterbericht sagt 3 Bft aus Nordwest voraus, also ideale Verhältnisse. Draußen empfängt uns Nebel und über uns scheint die Sonne. Mit GPS umfahren wir die Ansteuerungstonne ohne dass wir sie sehen. Trotz der dicken Suppe weht der Wind. Man meint, im Zentrum eines Kreises zu fahren. Nichts um uns, ein paar Meter Wellen, dann alles nur noch weiß vom Nebel. Bald vergrößert sich der Sichtkreis und dann taucht wieder die Insel gegenüber auf. Nix Nordwestwind, wieder Nordostwind, genau da liegt unser Ziel. ..Wie oft in der Ägäis wochenlang…Der Wind frischt auf und wir verkleinern die Genua. Hart am Wind. Wieder reffen. Die Genua wird immer kleiner. Ein Schlag nach dem anderen. Zick-Zack…Die 26 Meilen zum Ziel nehmen Meile für Meile viel zu langsam ab. Draußen werden die Wellen zu Wogen. EOS schaufelt kräftig Wasser. Jede Stunde wechseln wir uns an der Pinne ab. Die Freiwache kann es sich im Schutz der Sprayhood trocken und windfrei gemütlich machen. Die Genua ist mittlerweile nur noch ein kleines Dreieck wie eine Sturmfock. So kann das nicht weitergehen. Ich suche auf der Karte ein näheres Ziel. Der Industriehafen Paldiski liegt näher und in einer tiefen Bucht. Aber da ist nichts für Sportboote.

Davor liegt aber ein flacher Strand. Im Fernglas sehe ich eine sandbraune Steilküste, also müsste der Grund aus Sand bestehen. Unser Ersatzanker (der gute 24-kg-Hauptanker ging ja im Felsgrund verloren) greift einwandfrei und 40 m Kette stabilisieren. Leicht schaukelt EOS, richtig angenehm. Die nassen Sachen trocknen im Wind in der Plicht und wir genießen die Ruhe. Ein schöner Abend mit leisem Brummen der Wanten.

Anderntags ein Klacks, ein wenig Wind von vorne. Der Motor treibt die EOS und nach 6 Stunden schält sich die graue Silhouette Tallins aus dem Nebel. Anruf auf Kanal 14: Wir dürfen in den Hafen einlaufen. Vor uns bestimmen 4 mächtige Kreuzfahrschiffe das Stadtbild. Und über den Schiffen die Altstadt auf einem Hügel, den die Eiszeit nicht abgetragen hat.

OstseereiseGratin mit Herin (Copy) - Kopie

Der Mond geht auf (Copy) - Kopie
Vollmond in heller Nacht

Da darf man nicht hinein geraten (Copy) - KopieIm Fischerhafen (Copy) - KopieDie Kiefern blühen gerade (Copy) - KopieEin wunderbares Lädele (Copy) - KopieEr filmt (Copy) - Kopiebequemes Segeln - Kopie (Copy) - KopieBei viel Wind - Kopie (Copy) - Kopie

So leer der Hafen von Roomassaare (Copy)
die EOS ist fast immer allein…

Muss aufbereitet werden (Copy) - KopieMuseum (Copy) - KopieIm Fährhafen Rohuküla (Copy) - Kopie

Nebel am Morgen (Copy)
Nebel. Kein Gefühl mehr für Distanzen.

DSC07555 - Kopie (Copy) - KopieZum Trocknen (Copy)

Nordwärts mit Gegenwind und wie ein Anker verloren geht

Die Sonne bleibt uns treu, der Nordwind/Nordostwind auch. Beim Segeln ist’s kühl. Und er weht immer aus der Richtung in die wir segeln möchten. Wenn das GPS 30 Meilen anzeigt, werden daraus durch Aufkreuzen leicht 50 Meilen. Bei 4-5 Bft segelt EOS auch nicht trocken. Der Steuermann wird zwar nicht nass, aber das Deck ist fast immer überspült. Selten haben wir alle Segel oben.

Nach Ventspils wechseln wir von Lettland nach Estland. Immer hart am Wind mit 2 Kreuzschlägen vor der Rigaer Bucht. Ich möchte hinter einer langen Sandinsel ankern. Es weht immer noch kräftig. Die Ankerkette klirrt, sie schleift also über Stein. Beim nächsten Versuch ebenso. Dann ein kleiner Ruck, ich hole die Kette ein – und der Anker fehlt! Keine Chance, den Anker zu finden: 8 m Wassertiefe, ohne Sicht nach unten und lebhafte Wellen. Unglaublich, dass ein so starker Original-Stahlschäkel am Anker brechen kann! Keine Lust für weitere Versuche zum Ankern mit dem Ersatzanker. Warum habe ich nicht bedacht, dass am Bodensee der Sandboden im Echolot als gerade Linie dargestellt wird. Dieses Bild gab aber lauter Hügelchen wieder. Jetzt weiß ich: Das sind Steine! Mit Unerfahrenheit bezahlt man manchmal-… Lehrgeld. Aber nach dem Abenteuer haben wir keine Lust mehr weiter zu segeln und starten den Motor. Wir umfahren die Sandinsel und eine vorgelagerte Riffzunge und steuern im letzten Tageslicht den Hafen Montu  an. Ein Leitfeuer weist uns den Weg in den Hafen, der ganz neu ist! Der  Nordostwind drückt die Dünung herein –  es schaukelt, aber nicht unangenehm. Hunger!! Um 23 Uhr braten wir noch zwei Halsgratsteaks und machen uns einen Salat. Ein langer Reisetag neigt sich.

Am anderen Morgen kommt der Wind endlich mehr aus Osten. Einen Schlag weg vom Land und dann können wir den Zielhafen Roomassaare auf der Insel Saaremaa direkt ansteuern. Mit gerefften Segeln fährt EOS fast von selbst. Die Sonne scheint. Ein herrlicher Segeltag.ReisewegKl. Datum-Fehler: Start ab Danzig war am 7. Mai- nach der Rückreise(2.5.) zur Hochzeit.

 

Pavilosta, der kleine, stille Ort

 

Am Dienstag Mittag haben wir EOS in diesem schönen ruhigen, kleinen Hafen angebunden. Ein freundlicher Hafen (der Hafen auf der Nordseite!) mit einem ebenso freundlichen jungen Hafenmeister. Strom, Waschmaschine, Trockner, alles da. Auch Diesel auf der anderen Hafenseite.

Das war mal ein Fischerdorf und hieß Paulshafen, nach dem Bruder Otto Lilienfelds, der hier im 13.  Jahrhundert Baron des Kurlandes war.

Ehemals ein Fischerdorf mit kleinen Häuschen und großen Gärten. Zu klein für heutige Ansprüche. Darum verfallen sie. Reiche Letten kaufen diese Gebäude und richten sie als Ferienwohnungen her. Gings unseren Alm-Hütten nicht ebenso? Ja, das Örtchen nimmt einen Aufschwung. Die Werft läuft gut, der Hafen in dem wir liegen auch. Es sind ja nur wenige Stege. Die Mauer der Hafeneinfahrt wurde gerade verlängert. Am Samstag ist Einweihung mit großem Fest. Viel Natur hier, zwei Supermärkte (des selben Besitzers) und kein Gasthaus.

Am Abend nimmt der Wind zu. Die Wetterberichte sagen 5-6 Bft voraus. Liebe Bodenseesegler, das ist wesentlich mehr als wenn bei uns die Warnleuchten anfangen zu blinken! Da fahren wir nicht raus, zumal wir gegenan müssen.

Ein Ruhetag anderntags. Wir durchstreifen den Ort. Viel ist nicht los. Aber muss denn viel los sein? Ist der Strand, wenn die Wellen dort andonnern nichts besonderes? Der wandernde Sand bildet elegante Formen. Richtige kleine Dünen! Es gibt einen Fischladen. Wir nehmen uns einige Sorten Räucherfisch mit und haben eine schöne Brotzeit auf der EOS. Die Fische schmecken ausgezeichnet. Den Nachmittag verbringen wir in Ruhe. Rainer löst Sudoku und filmt am Strand. Ich beschäftige mich mit dem Blog. Zwei Mechaniker bereiten zwei große Leuchtbojen vor und zwei Zöllner besichtigen kurz den Steg.

Das Windwetter soll anhalten. Um 03.40 Uhr fährt der Bus nach Riga. Den werden wir morgen nehmen und die Stadt anschauen.